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THEMA: Roco BR 043, wie Getriebedeckel abnehmen?

THEMA: Roco BR 043, wie Getriebedeckel abnehmen?
Startbeitrag
hubedi - 17.11.24 21:57
Hallo zusammen,

ich versuche gerade von einer Roco BR 043 (2106A) den Getriebedeckel aus Kunststoff mit den angegossenen Nachbildungen der Bremsen abzunehmen. Es reicht offenbar nicht, die beiden Schrauben an den Enden der Abdeckung herauszudrehen. Das Kunststoffteil scheint aufgerastet oder sonst fixiert zu sein. Ich möchte nun nicht mit allzu großem Nachdruck versuchen, die Abdeckung abzuhebeln. Kennt jemand einen Trick, wie ich von unten an die Achszahnräder komme? Vielen Dank für alle Tipps.

LG
Hubert


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Hallo Hubert,

Du kannst auf dem Photo gut die Klammern erkennen, mit denen der Getriebedeckel fixiert ist.
Wenn Du die Lok schrotten willst, dann mach den Deckel ab.
Es macht keinen Spaß eine D-Kuppler wieder Lauffähig zu machen.

Grrüße Michael Peters

Hallo Hubert,

der Achslagerdeckel wird durch 6 Metallklammern fixiert. Die Teile sind auf deinem Foto gut zu erkennen. Man kann sie mit einem feinen Schraubendreher aufbiegen, das ist allerdings knifflig und ohne triftigen Grund nicht zu empfehlen. Der Vorbesitzer meiner BR 043 hatte das wohl versucht. Er hat aber die Klammern nicht wieder richtig zurück drücken können, wodurch das Getriebe zu viel Spiel hatte und die Zahnräder übersprangen.
Warum willst Du das gute Stück zerlegen ?
Meine in den 80er Jahren gekaufte 44 (23208) fährt heute noch problemlos.

Grüße
Der Maikäfer
Hallo Michael,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Es macht keinen Spaß eine D-Kuppler wieder Lauffähig zu machen



Zumal die 043er ein E-Kuppler ist, und die macht mit ihren Zwischenzahnrädern noch weniger Spaß.

Die Fleischmann BR 50 mit Tenderantrieb ist dagegen ein Klacks.

@ Hubert,

viel Erfolg gepaart mit Ausdauer und Geduld.

Gruß Detlef
Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Hinweise. Diese "Klammern" hatte ich bereits in Verdacht. Kann ich diese Metalldinger hochbiegen oder wie wollen sie behandelt werden? Ich schätze, allzu oft darf diese Biegerei wohl nicht durchgeführt werden. Der Abbruch scheint mir vorprogrammiert zu sein.

Der Grund für die Demontage ist ein stellenweise blockierendes Getriebe. Am Gestänge liegt es offenbar nicht. Ich vermute, irgendein Brocken hat sich zwischen den Zähnen des Getriebes verklemmt. Ich weiß nicht, wie ich den Dreck entfernen soll, wenn ich nicht an die Zahnräder herankomme. Ein Ultraschallbad war jedenfalls nicht erfolgreich.

Ich bin mir bewusst, dass die Demontage ein gewisses Risiko darstellt. Mir gehen nur die Ideen aus, was ich sonst machen kann, um die Lok wieder flott zu kriegen.

LG
Hubert

Hallo Hubert,

diese "Metalldinger* sind Teil des Zinkguss Rahmens, zu massiv und werden dir direkt abbrechen. Der Weg, den Kunststoff darunter aufzubiegen ist der einzig mögliche Weg.
Aber auch ich würde dir davon abraten.

Grüße
Hallo Hubert,

mein Rat:
Ohne Not, laß die Finger davon. Kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen.

Hab es selber mal gemacht bei einer ÖBB-44er. Eine elende Pfriemelei und kraftaufwendig. Und bis dann die Radstellung wieder stimmt, das noch so ein Kapitel

Die Aussage von Michael ist gar nicht so falsch. Bei der 44er gab es verschiedene Antriebskonzepte u. a. auch mit 4  Zahnrädern. In dem Falle würde D-Kuppler irgendwie zutreffen.


Viele Grüße
Christian Strecker
Hallo Dirk und Christian,

ich hatte mir schon gedacht, dass diese Rasten Teil des Gussrahmens und somit elend bruchgefährdet sind. Ich habe mich gestern nicht getraut, viel daran herumzubiegen, ohne mir Euren fachlichen Rat einzuholen. Ich nehme Eure Warnungen durchaus ernst. Ich werde heute nochmal probieren, das Getriebe konventionell zu reinigen und damit wieder flott zu kriegen. Vielleicht habe ich ja Glück und die Hemmung löst sich nach einigen Spülgängen auf. Sonst heißt es wohl hopp oder flopp.
Das Maschinchen habe ich geschenkt bekommen. Es ist ein Sturzopfer mit ein paar kleinen Abbrüchen (Tenderleiter hinten und vorn der Aufstieg zum Führerstand. Das Modell ist danach noch problemlos marschiert bis das Getriebe klemmte. Der Vorbesitzer hat sie dann jahrelang in der Vitrine z-gestellt.

Ich überlege, wieviel Liebe ich in diese Lok investieren soll. Normalerweise rette ich gerne alte Schätzchen oder pimpe sie optisch etwas auf. Hier wäre schon einiges zu machen. Die hohen Spurkränze wollen mir nicht richtig schmecken und der Motor scheint im Laufe der Jahre kein besseren Manieren gewonnen zu haben. Dann scheint mir der Tender reichlich kopflastig zu sein. Zusammen mit dem Drehmoment des Kardanantriebs vermute ich eine gewisse Kipp- und Wackeltendenz des Tenders. In der Summe ist das m.E. schon eine etwas eigenwillige Konstruktion.
Ich hätte ja ein paar Ideen, wie ich diesen tatsächlichen oder vermuteten Mängeln zu Leibe rücken könnte. Aber die Vorrausetzung ist allemal ein einwandfrei laufendes Getriebe. Mal sehen ...

LG
Hubert
Hallo Hubert,

ich würde versuchen, die Schnecke auszubauen. Dann liegt ein Teil des Getriebes frei. Eventuell kann dann das blockierende Teil beim Reinigen herausgespült werden.

Auf Spur-N-Teile.de ist die untere Getriebeabdeckung als Bild zu sehen. Die kann meiner Meinung nach nur abgehen,
wenn man sie von oben mit einen kleinen Schraubendreher Stück für Stück spreizt und dann über die
Befestigungshaken nach unten schiebt. Erst eine Seite, dann die andere Seite. Damit sie nicht wieder einrasten,
muss etwas in den Spalt eingelegt werden.

Gruß
Hans

Guten Morgen Hans,

vielen Dank auch an Dich für Deine Anregung. Ich denke, genau so werde ich es machen.

Den Getriebedeckel als Ersatzteil hatte ich auch schon gefunden. Anhand dieser Bilder vom Deckel ist mir die Konstruktion deutlicher geworden.

Ich denke, ich habe nun einen Plan. So wie Du es empfohlen hast, kommt zunächst einmal die Schnecke ab. Dieser Deckel ist nur aufgeklipst und sollte problemlos abgehen. Der Kunststoff ist relativ weich und macht zudem einen zähen Eindruck. Hm ... es könnte sich um Nylon oder so etwas handeln. Da sollte nichts abplatzen.

Wenn dann tatsächlich trotz aller Reinigungsversuche der Getriebedeckel herunter muss, mache ich Nägel mit Köpfen. Sollten die Zahnräder darunter in Ordnung und die Hemmung wie vermutet nur von einem verklemmten Dreck verursacht sein, besteht die Hoffnung, das Modell wieder richtig zum Laufen zu kriegen. Das wäre natürlich prima und ich finde, dann sollte auch die Optik verbessert werden. Also in diesem Fall überlege ich, die Räder abzuziehen und die Spurkränze abzudrehen. Das Ausrichten der Räder beim Aufstecken mit Achszahnrad ist zwar nicht ganz einfach, aber auch nicht mein erster Versuch. Ich bin recht zuversichtlich, die Lok wieder auf die Schienen zu kriegen ... auch ohne eiern und wackeln. Das ist nicht mein Startprojekt.

Klar ist das heikel, aber wir wachsen mit den Herausforderungen. Und wenn es scheitert ... dann ... ja dann ... kommt sie wieder in die Vitrine. Boh, bin ich mutig ... 😉

LG
Hubert
Hallo zusammen,

Eure Tipps haben funktioniert. Es ist mir gelungen, den Getriebedeckel Stück für Stück über die am Chassis angegossenen Rastnasen zu hebeln. Nachdem ich den Deckel abgehoben hatte, wurde die Ursache des ruckeligen, unruhigen Laufs sichtbar. Bei zwei Zwischenzahnrädern hatten sich irgendwelche Metallspäne verklemmt, die mechanisch entfernt werden wollten.

Wie angekündigt habe ich inzwischen alle Kuppelräder abgezogen, die Spurkränze abgedreht und die Räder mit Hilfe eines kleinen Hilfswerkzeugs aus dem 3D-Drucker mit 90°-Versatz auf die Achsen montiert. Die Lok läuft ininzwischen analog seidenweich. Ich bin gerade dabei, einen Decoder einzusetzen.

Vielen Dank nochmal für Eure Hilfe.

LG
Hubert

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