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THEMA: Erfahrungsbericht: D&H Decoder PD10MU und ABC-Bremse

THEMA: Erfahrungsbericht: D&H Decoder PD10MU und ABC-Bremse
Startbeitrag
aron - 29.06.24 01:37
Liebe Freunde

Es hat mich fast in den Wahnsinn getrieben, denn von den 3 willkürlich zum Test gewählten Loks mit diesem Decoder funktionierte nur bei einer die ABC-Bremse halbwegs. Waren die Bremsdioden ungünstig gepolt, beschnitten also die falsche Halbwelle, fuhr die Lok einfach weiter.

Die in CV134 hinterlegte Entscheidungsschwelle für Asymmetrie mit Wert 6 lies zwei Loks gar nicht erst losfahren. Asymmetrie wurde ständig erkannt und ich musste diesen Wert auf 10 bzw. 13 hoch setzen.

Desweiteren stellte sich heraus, dass die Polarität der Dioden das Verhalten der Decoder stark beeinflussen. In Abhängigkeit wohin die Loknase zeigt, funktionierte mal die ABC-Bremse und mal nicht. Im schlechten Fall hielt die Lok für eine Sekunde um danach langsam weiter zu Fahren oder sie fuhr gleich durch ohne zu Bremsen. Sie soll aber anhalten, denn die ABC-Bremse ist richtungsunabhängig.

Um dieses Problem zu beheben musste ich die Asymmetrie drastisch erhöhen und habe statt 4 nun 8 Dioden in Reihe
geschaltet. Antiparallel dazu die übliche Schottky Diode. Dadurch wird die mit Lämpchen realisierte Stirnbeleuchtung im Bremsfall nun sichtbar dunkler. An der LED Fahrgastraum-Beleuchtung ist kein Unterschied zu erkennen.
Da ich im Moment keine Loks mit anderen Decoder von D&H habe, kann ich nicht behaupten diese Probleme treten bei allen Decodern dieser Firma auf. Ich vermute aber, es ist so.

Zum Vergleich hatte ich eine Lok mit ZIMO Decoder bei der ich auch CV134 etwas erhöhen musste. Ansonsten funktionierte diese auch mit 4 Dioden. Das Bremsverhalten bei ZIMO ist sehr gleichmäßig und schön über die Länge der Bremsrampe verteilt. D&H fährt unverzögert durch die Bremsrampe um auf den letzten Zentimetern ziemlich abrupt zu Bremsen.

Wenn ich die nächste Elektronik Bestellung mache, werde ich versuchen die 8 Dioden durch eine Zener-Diode mit 5,1V 5W zu ersetzen. Diese verträgt knapp 1 Ampere Dauerstrom, das könnte also auch gehen. Ich kann aber nicht abschätzen, ob diese Diode mit der DCC Frequenz klar kommt.

Erwähnen möchte ich noch die Kommunikation mit dem D&H Technikdienst. Sie war zuvorkommend, aber ich hatte das Gefühl, es werden mir Ausflüchte präsentiert.

Grüße von Aron

Hallo Aron!

Dein Bericht veranlasst mich, doch mal in die Tasten zu hauen .

Erstmal kann ich Deine Erfahrungen, zum Glück, überhaupt nicht bestätigen. Bei uns, meiner Mitspielerin und mir, fahren bis auf 2-3 Loks, alle mit D&H-Decodern ohne "Krach", aber PD-MU und "Normale" durcheinander. Gefahren wird in beide Richtungen, rechts herum und ich links herum. Da die Züge auch untereinander getauscht werden, also mal sie den "Holzzug", mal ich den selben steht, CV27 bei uns auf 3. ABC muss also in beide Richtungen fuktionieren und so tut es auch. ABC dient bei uns als "Auffahrschutz", heist, wir fahren "händisch" mit der Z21 und App. ABC ist die einzige Automatik, die bei uns zum Einsatz kommt, wenn man das überhaupt so nennen will.
Und der letzte Wagen hat immer eine Stromabname, Widerstand oder Zugschluss.
Die selbstgebauten 18Stück ABC-Module werden durch 3 mal Uhlenbrock 63320 Rückmeldemodul und 1 mal Uhlenbrock 63410 Schaltmodul geschaltet. Die Z21 stellt dabei nur die Spannung für das LocoNet bereit.

Allerdings und das könnte der "Bringer"sein, habe ich alle Blöcke beidseitig getrennt und beide Pole immer eingespeist.
Das gibt unter der Anlage zwar einen ziemlichen "Drahtverhau" aber es funzt seit dem ersten Einschalten - immer - mit knapp 40 Loks.
Gleichzeitig mit 4 Loks in jede Richtung ( meine Mitspielerin neigt manchmal zum übertreiben).

Würde Dir gerne irgendwie weiterhelfen - aber wie?

Beste Grüße Lutz!

Die Bilder sind vom Testaufbau.



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Hallo,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

die ABC-Bremse ist richtungsunabhängig


Das stimmt nicht. Sinn und Zweck der asymmetrischen Bremsfunktion ist es, dass die Lok vor einem Halt zeigenden Signal anhält, in der Gegenrichtung jedoch durch fährt. Außer man stellt es so ein wie Lutz.

Ansonsten ist ausschlaggebend, welche Schiene getrennt ist - links oder rechts.
Dabei ist die korrekte Polung der Lok wichtig, bei DH kann man die Gleisanschlüsse bekanntlich elektronisch umpolen.

Im Decoder kann man daher einstellen, ob die Bremsfunktion auf die positive oder negative Halbwelle oder beide reagieren soll. Die Schaltschwelle lässt sich doch auch einstellen, warum muss man da die Diodenkette vergrößern?

Kann es sein, dass die Gleisspannung bei dem Test zu gering war und damit der Unterschied zu klein?

Die Analogerkennung sollte man besser ausschalten.

Grüße, Peter W

Hallo Freunde,

hier noch ein Nachtrag zu meinem Thema.

Die von mir bislang verbauten 8 Dioden, zur Erzeugung der ungewöhnlich extremen unsymetrischen Digitalspannung für meine entarteten Decoder D&H PD10MU, haben mich gestört. Jetzt habe ich diese Dioden durch eine Zener-Diode 5,1V 5W ersetzt und das funktioniert. Es ist eine 1N5338 wie es sie z.B. bei Reichelt gibt. Sie vermindert die Spannung einer Halbwelle also um 5,1V, so dass diese Halbwelle 11V statt 16V hat. Die Zener-Diode verträgt nur knapp 1A Dauerstrom, aber das ist ausreichend. Kurzschluss auf der Schiene bringt die mit 3A spezifizierte Zentrale z21 zum Abschalten, ohne dass die Diode kaputt geht. Dioden vertragen allgemein sehr hohe Impulsströme. Zu beachten ist, Zener-Dioden werden in Sperrrichtung betrieben. Zener- und Schottky-Diode müssen also gleich gepolt verbaut werden.

Gruß von Aron



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