1zu160 - Forum



Anzeige:
aat-net - amerikanische und kanadische modellbahnen

THEMA: Biegevorrichtung für Rohre mit geringem Durchmesser gesucht

THEMA: Biegevorrichtung für Rohre mit geringem Durchmesser gesucht
Startbeitrag
cl - 18.12.19 00:34
Hallo zusammen,

nachdem ich mich bisher eigentlich nur mit Vorbild und Modell von Rollmaterial beschäftigt habe, wollte ich jetzt endlich auch mal etwas basteln. Ich dachte, ich versuche mich mal am Selbstbau von Laternen/Lampen. Dafür suche ich eine Biegevorrichtung für Messing- bzw. Alurohre mit einem Durchmesser zwischen 0,3 und ca. 1,5 mm. Kennt jemand sowas? Bisher habe ich nur etwas für mehr als 3 mm gefunden.

Oder kennt jemand eine alternative Methode, mit der man sauber ohne Knicke biegen kann?
Methoden wie das Befüllen der Rohre mit Sand oder Lötzinn halte ich für wenig praktikabel und bei diesem kleinen Durchmesser vermutlich auch nicht für umsetzbar. Oder irre ich mich da?

Danke vorab.

Gruß,
Carsten



Hallo Carsten
Versuche es doch mal mit verschiedenem zu befüllen. Wachs, Knete, Nylonfaden, was auch immer.

Gruß

Christian
Hallo Carsten,

schau dir mal ab https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1140926&start=2#aw21 die Texte und Bilder von Schumi55 an. Der baut Laternen (auch mit gebogenen Masten) aus noch viel dünneren Rohren. Vielleicht kannst du von ihm Tipps bekommen. Seine Lampen sind jedenfalls zu bewundern.

Adventliche Grüße
Wolfgang
Vorab: Ich habe die Maße im ersten Beitrag korrigiert, nachdem ich inzwischen festgestellt habe, dass es Rohre bereits ab 0,3 mm Durchmesser gibt (Hersteller: Albion Alloys). Hatte ich bisher nicht gefunden.

Zitat - Antwort-Nr.: 1 | Name: Mobafan160

Versuche es doch mal mit verschiedenem zu befüllen. Wachs, Knete, Nylonfaden, was auch immer.


Hast du denn eine Idee, wie ich Wachs oder Knete bei einem Innendurchmesser von ca. 0,2 bis 0,6 mm da rein (und sauber wieder raus) bekomme? Ich leider nicht. Deshalb hatte ich die Variante mit dem Sand oder Lötzinn ja auch wieder verworfen.

Zitat - Antwort-Nr.: 2 | Name: Wolfgang Sch.

Bilder von Schumi55


Ich vermute ja, dass das modifizierte China-Lampen sind. Ich werde aber mal bei ihm anklopfen. Danke.

Gruß,
Carsten
Hallo,
da bei solch dünnen Materialien normalerweise keine größen Kräfte nötig sind, geht vielleicht Folgendes:
Es gibt keramische Lötplatten, die jede Menge Löcher für Haltestifte haben. Ev. reichen sogar die Stifte in den entsprechenden Löchern, sonst Mikrokugellager. Damit Kannst du eine einfache "Biegemaschine" bauen. Und die Lötplatte ist ja auch sonst nützlich.
suche mal bei e*ay nach Lötplatte oder Lötunterlage

LG
Thomas
Hallo Carsten,,

ich weiß jetzt nicht, wie lange Deine Rohre sein sollen, aber schau auch mal da rein:
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1116840

Viele Grüße
Michael
Hallo Carsten

@2 du hast ja die Masse geändert...
Eine Seite zu löten, Wasser rein, andere Seite zu löten. Dann biegen, am besten gleich einige Leuchten in einem Stab, dann auflöten/absägen.

Gruß

Christian
Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: MHAG

wie lange Deine Rohre sein sollen


Kommt auf die Lampen an. Anfangen will ich mal mit Wandlampen und schaue dann, wo ich lande.
Ich weiß aber nicht, wie mir der genannte Thread helfen soll. Bei den stärker gebogenen Lampen hast du dich ja ums Biegen von Röhrchen gedrückt und Draht verwendet

Ich hatte ja eigentlich gehofft, dass schonmal jemand eine perfekte Lösung gefunden hat.
Sieht aber wohl so aus, dass ich doch selbst experimentieren und das Lehrgeld übernehmen muss

Dann danke ich erstmal allen Beteiligten.

Gruß,
Carsten
Hallo Carsten,

bei einem Biegeversuch habe ich so eine feine Kanüle ( Ø0,60mm, L30mm Codierung blau) um 180° gebogen mit einem Radius von geschätzt 2mm. Ein Lackdraht ließ sich danach noch durchschieben...
Kann´s aber gerade nicht zeigen, ein Foto habe ich davon nicht gemacht und das Teil liegt zuhause. War ohne Zange, nur mit den Fingern  gebogen.
Übrigens ist das nicht sehr viel Lehrgeld: ein 100er-Pack der Kanülen (Steril-Datum fast abgelaufen) hat mich unter 4 Euro gekostet -- 4 Cent sollte das Experiment schon wert sein

Aber gerade bei Wandlampen würde ich eher einen stabileren Draht als Träger verwenden und den 2. Leiter als dünnen Haardraht "festlackieren", den sieht man dann nicht mehr. Eine Befestigung (sowohl durch die Wand als auch mit einer Wandkonsole) mit dem stabilen Draht erscheint mir insgesamt einfacher. So kann man die (mechanischen) Lötarbeiten an der Lampe durchführen, bevor irgendwas "Elektrisches" gemacht wird. Auf diese Weise leben LEDs manchmal länger

Viele Grüße
Michael
Hallo Carsten,

ich habe mir aus einem  CD oder 3 1/2 Zoll Laufwerk ein Treibrad ausgebaut. 1mm Messingrohr kann man damit wunderbar biegen, dünneres Rohr geht mit Sicherheit auch.

Gruß
Klaus

Die von Rotter* zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo Carsten !

Da man 0,3 mm Rohre nicht füllen kann, Innen Durchmesser 0,1 mm versuche es mit einem Draht 0,1 mm einzufädeln und zu biegen , und den Draht nachher rauszuziehen sollte machbar sein. Falls Du im Besitz einer Drehbank bist könntest Du dir eine Vorrichtung selber bauen. Rundmesssing oder anderes Material mit deinem Durchmesser eine Rille eindrehen mit dem von Dir aus brauchbaren Durchmesser sowie einen ich nenne
es Streicher selber bauen. Sieh Dir im Baumarkt einen Einfachen Rohrbieger an und mache eine Mini-Version selber daraus.

Siehe auch Beitrag 9 Einfach super.

mfg.
       Helmut B
Carsten,

Besorge dich eine Biegezange: https://www.waloo.nl/media/catalog/product/cac.../4003773023173_1.jpg

Ben (Holland)
Hallo Carsten,
da hätte ich noch meinen Senf dazu:
Rohrstück ablängen (evtl. 2 mm mehr),
ein end mit Kinderknete verschliessen,
Wiener Kalk einfüllen,
biegen.
bisher keine Probleme (ausser einer kleinen Staubexplosion
wbr. Jörg
Hallo zusammen,

für den Selbstbau eines entsprechenden Biegegeräts fehlen mir die entsprechenden Werkzeuge und Kenntnisse. Eine Drehbank besitze ich leider nicht und kenne auch keinen, der eine hat.

Den Hinweis auf die CD-/Diskettenlaufwerke werde ich mir auf jeden Fall merken und meine Sammelkiste für Elektronikschrott mal durchsuchen. Ich glaube aber, da habe ich nix mehr in dieser Richtung.

Zitat - Antwort-Nr.: 8 | Name: MHAG

Lötarbeiten an der Lampe


Eigentlich hatte ich nicht vor, irgendetwas zu löten. Rohre/Lampenschirme wollte ich kleben, SMD-LEDs kaufe ich lieber fertig bedrahtet, auch wenn das eine Kleinigkeit teurer ist.

Vielen Dank nochmal für die zusätzliche Tipps.
Ich werde berichten, sofern meine Bastelversuche meinem Anspruch genügen werden

Gruß,
Carsten

Hallo,

die Methode des Füllens mit feinem Sand (Vogelsand) habe ich schon ausprobiert, evtl. das Rohr an der Stelle warm machen.

Grüße Michael Peters
Hallo;
Beim Biegen von grösseren Krümmungen sind die Modellbauer, die die Möglichkeit haben eine Rundung mit Nut aus Metall anzufertigen von Vorteil. In  diese Nut muss das Rohr genau hineinpassen und so schon einmal das Abflachen, was gleichzeitig auch eine Verbreiterung bewirkt, einschränken, die Rohrbiegevorrichtung, wie etwa die von Fohrman, arbeiten nach diesem Prizip, aber eben mit grösseren Durchmessern, Material zum Auffüllen des Innendurchmessser dürfte bei leichtem Nachgeben des Materials sehr schwer zu dem gewünschten Effekt verhelfen, eventuell beides kombinieren oder eben nur leichte Krümmungen mit Rohren vornehmen.
Gruss Jürgen
Hallo Christian,

Zitat - Antwort-Nr.: 6 | Name: Mobafan160

Eine Seite zu löten, Wasser rein, andere Seite zu löten. Dann biegen, am besten gleich einige Leuchten in einem Stab, dann auflöten/absägen.


deine Methode klingt interessant. Hast du sie selber praktiziert oder ist das erst eine Idee?
Momentan habe ich nichts zu biegen, aber würde dennoch gerne wissen, ob sie funktioniert

Schöne Grüße, Carsten
Hallo Carsten

eine Idee. Ich würde es mit Wasser versuchen falls nichts anders in die dünne Rohre geht (Sand, Puder, usw). Musst nur schauen das das Wasser das Rohr wirklich komplett füllt, denn Wasser lässt sich nicht komprimieren, Luft aber schon! Ansonsten in der Vertikalen biegen, dann weiss du das die Restluft oben ist (erst ein wenig rütteln..). Eine Zange wie bei #11 bekommst du aus China ganz günstig. Dann mit der Zange nicht drücken, sondern nur drumrum biegen.
Und ein langes Rohr gleich so oft wie möglich mit vielen Leuchten biegen, das spart dir das zu und auflöten.
So würde ich es machen, ich denke das klappt.

Gruß

Christian
Hallo Christian,

danke für die Rückmeldung. Da Wasser nicht komprimierbar ist, finde ich deinen Ansatz so spannende. Wenn es soweit ist, probiere ich das mal. Einziger Knackpunkt könnte sein, dass beim zulöten etwas Wasser verdampft. Vielleicht quetsche ich das Ende auf kurzem Abschnitt flach und muss nur den übrigen Schlitz verlöten.
Eine Rundbiegezange habe ich, ansonsten sollte jeder runde Körper geeignet sein, um einen passenden Durchmesser zu erhalten, Stichwort: Bohrer-Set.

Schöne Grüße, Carsten
Hallo Carsten,

eine einfache Biegevorrichtung kannst Du dir sehr einfach selbst bauen. Geh in den Baumarkt und besorge dir Unterlegscheiben mit dem Außendurchmesser der deiner Biegung entsprechen soll und zwei größere. Die kleineren kommen in die Mitte und die Größeren außen, dabei darf der Abstand zwischen den beiden Äußeren nur geringfügig größer sein als der Rohrdurchmesser den Du biegen willst.
Den Scheibenpack schraubst Du einfach auf ein Holzbrett, zusammen mit einer Anschlagschaube zum Festhalten des Rohranfangs und dann langsam biegen.

Viele Grüße aus Landsberg am Lech

Ralph
Hallo Carsten,

wollte noch Bilder nachreichen von meinem Biegeversuch. Habe extra nochmal einen Draht durchgeschoben, ziemlich dick (0,18mm) diesmal, da ich den dünnen (irgendwas um 0,05mm) gerade nicht griffbereit hatte Die Zange diente beim Biegen nur als Halter, die Kanüle habe ich nicht richtig gegriffen, sie war nur als "Schablone" im Einsatz. Die Kanüle habe ich langsam um eine "Zangenbacke" von Hand gebogen.

Zitat - Antwort-Nr.: 7 | Name:

Bei den stärker gebogenen Lampen hast du dich ja ums Biegen von Röhrchen gedrückt und Draht verwendet


Damals hatte ich die Kanülen noch nicht... und den Haardraht ebenfalls nicht. Bin aber immer noch der Meinung, dass ein Draht als stabiler Halter und Pol mit einem Haardraht als 2.Pol (mit Lack/Farbe befestigt) eine bessere und einfachere Alternative ist. Momentan habe ich aber keine Zeit, ein Testexemplar zu bauen -- vielleicht im neuen Jahr mal..

Viele Grüße
Michael

Die von MHAG zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo Michael,

finde es erstaunlich, wie gut die Kanülen sich biegen lassen. Hätte die als wesentlich »härter« erwartet. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich für andere Bastelzwecke ganz feine, recht kurze Kanülen habe. Und sie brauchten abgelängt zu werden.

@Ralph, die Unterlagscheibenidee ist gemerkt

Schöne Grüße, Carsten
Zitat - Antwort-Nr.: 21 | Name: Carste-N

finde es erstaunlich, wie gut die Kanülen sich biegen lassen


Das wundert mich auch. Hatte ich so nicht erwartet.
Danke, Michael. Dann ist das ja leichter umzusetzen als gedacht.

Gruß,
Carsten


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;