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THEMA: Pendelautomatik - aber wie?

THEMA: Pendelautomatik - aber wie?
Startbeitrag
Karl [Gast] - 18.01.05 23:24
Vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen !

Ich benötige für eine Y-förmige Nebenbahn (Haltepunkte A,B,C) eine Pendelzugsteuerung welche möglichst simpel aufgebaut ist; aber es auch ermöglicht den Zug (es ist nur einer vorgesehen- zb VT98+VB98 ) an den Endpunkten für 10-30 Sek. verweilen zu lassen.

hier das Problem nochmal gezeichnet :

http://img130.exs.cx/img130/8991/pendelst4cd.jpg

Wer weiss Rat ?

Ich danke im Voraus und verbleibe

mit freundlichem Gruss
der Karl

Zuerst automatisieren wir die Weiche: Du brauchst drei Kontaktgleise oder andere Impulsgeber: Je eines kurz vor Puntk A, B und C. Die Kontaktgleise B und C schalten ein bistabiles Relais. Kontaktgleis A steuert die Weiche um und zwar je nach der Stellung des bistaiblen Relais:

Zug komme von B. Kontaktgleis B schaltet das Relais in Stellung "links". Kontaktgleis A wird befahren, nachdem die Weiche frei ist und schaltet die Weiche nach links.
Zug fährt demnach von A nach C. Kontaktgleis A wird überfahren, Weiche wird wieder links gestellt (passiert nichts mehr). Kontaktgleis C wird überfahren, Relais wird in Stellung "rechts" gebracht.
Zug fährt von C nach A zurück. Kontaktgleis C wird nochmals überfahren (passiert nichts). Kontaktgleis A wird befahren, nachdem die Weiche frei ist und schaltet die Weiche nach rechts.
Zug fährt von A nach B zurück.

Die eigentliche Pendelautomatik sollte sich nun mit einem handelsüblichen Baustein erledigen lassen.

Felix
Viessmann hat eine m. E. gute Pendelautomatik. Bin da elektrotechnisch wenig bewandert...
Hallo Felix,
danke erstmal für deine Ausführungen- nur ist mir die Funktionsweise nicht ganz klar. Wenn ich es richtig verstehe , gehst du anscheinend von aufschneidbaren Weichen aus-die leider nicht vorhanden und auch zZ nicht im Etat sind.

Das selbe gilt auch für Pendelautomatik-Bausteine-sie sind für mich zu teuer.

Hast du vielleicht da eine einfache Schaltung , die auch für Elektrik-Laien zum Selbstbau geeignet ist ?

Eine eine einfache Zeichnung von allem wäre hilfreich

es grüsst

der Karl
> aufschneidbaren Weichen

Njet. Funktion ist so: Wenn die Weiche stumpf befahren wird, speichert das Relais die Richtung, wohin die Weiche das nächste mal geschaltet wird. Geschaltet wird immer dann, wenn das Fahrzeug die Weiche an der Spitze verlassen hat.

> Das selbe gilt auch für Pendelautomatik-Bausteine-sie sind für mich zu teuer

Hm. Bisschen sparen?

Mit ein klein wenig Tricksen könntest du das Relais auch gleich verwenden, um die Polung der Fahrspannung umzukehren. Dann pendelt der Zug zwar, aber er hält nicht an - kann niemand ein- oder aussteigen. Der Trick besteht darin, die Schaltgleise im richtigen Abstand vom Prellbock anzubringen.

Felix
Danke für deine Hinweise Felix , mit ihrer Hilfe und der modifizierten Zeitschaltung aus der Rubrik Elektrik hab ich mir mal folgende Schaltung gestrickt:

http://img75.exs.cx/img75/1034/pendells4wa.jpg

Ich glaub einfacher gehts nimmer! Und alle Forderungen sind erfüllt.
Nun kann der VT brummeln

Gruss Karl
Bei Conrad gibt es für 16,95 Euro eine simple Pendelzugautomatig
Artikel-Nr.:   216524 - U0
Gruß
Klaus

@5
Die Zeitsteuerung schaltet einfach die Fahrrichtung alternierend hin- und her, ja? Es wird davon ausgegangen, dass der Zug den Halteabschnitt (Sperrdiode am Gleis) sicher erreicht hat.

Weil man das nicht / nicht immer garantieren kann, schaltet K2 die Weiche auf Gerade und das Speicherrelais auf Links, bzw. K1 die Weiche auf Ablenk und das Speicherrelais auf Rechts, ja? Die Weiche wird aber grundsätzlich über K3 geschaltet. Die direkte Schaltung über K1/K2 ist SIcherheitsmassnahme für unzeitig umgepolte Fahrspannung, ja? Kann man so machen.

Für die Verhinderung der unzeitigen Umsteuerung genügt jedoch die Diode D1/D2 _ODER_ die Umschalter 2 und 3 des Relais, wenn ich das Schema richtig verstanden habe. Weshalb hast du beides einhezeichnet?

Ob das Elektronik-Schema rund um den Timer stimmt, kann ich nicht beurteilen.

Grundsätzlich finde ich es gut, dass du die Schaltung selbst entwickelst. Das ist immer sehr lehrreich!

Felix
@7

Die Funktion der Zeitschaltung hast du richtig erkannt ,Felix, und der Zug erreicht die Endpunkte bei entsprechend gewählter Taktfrequenz (Zeit) mit Sicherheit und verweilt dort.

Mit der Zeitschaltung bzw dem Umpolen hat die ganze Weichensteuerung eigendlich gar nichs zu tun...hier geht es vielmehr darum die Schaltung in die Lage zu versetzen jederzeit in der richtigen Position zu sein , egal wo zB bei der Inbetriebnahme der Ausstellungsanlage der Zug aufgegleist wird.
Denn die Weiche muss in jedem Fall geschaltet werden , da sie aus betriebstechnischen keine Aufschneidbare sein kann. Derwegen das scheinbar doppeltgemoppelte. Spiels mal gedanklich in allen Varianten durch.

@6
bevor ich 17€ ausgebe , bau ich es mir mit Conradteilen für 5-7 € selber !
denn die Automatik von Conrad entspricht im grossen und ganzen der gezeigten Schaltung....schmunzel.
Hallo Karl,

Leider hast du ein paar kleine Fehlerchen eingebaut:

Die Diode bei A must du andersherum einbauen, sonst bleibt der Zug nicht vor dem Prellbock stehen und fährt nach umschalten der Richtung nicht mehr an.
Auf D1 und D2 kannst du verzichten.
Eine Neutralstellung (wie du gezeichnet hast) kann das biestabile Relais R1 nicht annehmen.

Du kannst auch auf Kontaktgleise verzichten wenn du parallel zu jeder "Stop-Diode"  die LED eines Optokoppler mit Vorwiderstand schaltest. Sein Ausgangstransistor kann einen weiteren Transistor das Relais und Weiche Schalten.

Christian  
Hallo Karl,

bin dir noch eine Erklärung mit den Optokopplern schuldig:

http://img124.exs.cx/my.php?loc=img124&image=optomelder2jt.png

Sobald der zug in dem durch die diode abgetrennten bereich nach links einfährt (obere schine +) kann durch die Diode kein ausreichend großer Motorstrom mehr Fließen und der Zug bleibt stehen. Allerdings fließt durch den Vorwiderstand und die LED im Optokoppler ein Strom, der den fototransitor des Optokopplers in durchschalten läst. Der Transistor V2 sorgt lediglich für eine Stromverstärkung, damit Relais und Wechenantrieb geschaltet werden können. D1 dient als Schutzdiode gegen Verpolung und als sog. Freilaufdiode um die im Abschaltaugenblick die zulässige Spannnung am Transitor zu begrenzen, was sonst zur Zerstörung führt.

Auch das bistabile relais läst sich durch zwei Transitoren als sog. bistabile Kippstufe ersetzen. Den NE555 kann man ebenfalls dazu verwenden.

Christian
PS: Ich hoffe der link funktioniert.
  
@8
> jederzeit in der richtigen Position zu sein ,

Ja, genau.

Der Hinweis von Christian (9) "Kehren der Diode bei A" ist richtig.

Felix

@ 9/10

Hallo Christian,

mit der Diode bei A hast du Recht-da war der Fehlerteufel am Werk !

Die kleine Mimik mit dem Optokoppler ist interessant (als Gleisbesetzmelder zB) , hilft hier aber nicht recht weiter,da nach meiner Erfahrung ein Fahrspannungs unabhängiger Schalter (hier Reedkontakte) deutlich störungsärmer um nicht zusagen absolut störungsfrei arbeitet.
(Es handelt sich hier um einen Teil einer Ausstellungsanlage und ist somit allen möglichen Umwelteinflüssen -vornehmlich unsauberer Luft- ausgesetzt)

Ein Ersatz des Relais (das nur um beide Schaltungszustände zu demonstrieren so gezeichet wurde) durch Transistoren bzw NE555 (absolut unsinnig- NE 555 hat eine viel zu geringe Belastbarkeit) ist auch nicht praktikabel, da A) die Relaiskontakte gebraucht werden und B) ein aufgesockeltes Relais im Störungsfall schnell getauscht werden kann...im anderen Fall aber Lötarbeit ansteht. Ansonsten habe ich nichts gegen Transitorschaltungen

Was die Dioden D1/D2 anbetrifft - so schaue mal oben unter @7 und @8.


Gruss
Karl


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