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THEMA: Der Henker der Altbauloks: Baureihe 111 und ihre Varianten

THEMA: Der Henker der Altbauloks: Baureihe 111 und ihre Varianten
Startbeitrag
Kai F. Lahmann - 25.01.18 12:56
Die Baureihe 111 war schon in unserem Thread über die fehlenden Elloks ein Thema - denn obgleich es einige Modelle dieser Baureihe gibt, sind diese doch eher unbefriedigend.

Die Loks wurden in den 1970ern beschafft, um zum einen die verbliebenen Altbau-Elloks zu ersetzen (die Stückzahl der 111 entspricht genau der zum Beginn der Beschaffung noch verbliebenen Vorkriegs-Elloks, 227 Exemplare), zum anderen um dfen gestiegenen Bedarf nach Loks für 160 km/h zu erfüllen.

Der Prototyp wurde am 10. Dezember 1974, die Serienloks dann nicht einmal ein halbes Jahr später ab Mai 1975 abgenommen, die Beschaffung dauerte bis 1984. Wie so oft, gab es bei der Lok dann auch insgesamt sechs Bauserien, mit der sich dann auch einige Änderungen ergaben.

http://www.bilder-hochladen.net/files/big/ju9b-1ug-98e6.jpg

Die 111 001 besitzt als Exklusiv-Merkmal zwei gleich lange Griffstangen an den Führerstandstüren. Ansonsten entspricht sie der ersten Bauserie bis zur 111 070: Lackierung in ozeanblau/beige, runde Puffer, eine senkrechte Griffstange rechts an der Front und zunächst Einholm-Stromabnehmer der Bauart SBS 65. Diese müssen die Loks jedoch nach kürzester Zeit an die Baureihe 103.1 abtreten, da man bei 160 km/h auch noch mit DBS 54 fahren kann, bei 200 aber nicht mehr. Da das für Doppeltraktion auch nicht geht, werden einige Loks recht bald dann doch wieder mit SBS 65 ausgestattet.

Die Loks der zweiten Bauserie 111 071 bis 111 110 machten hingegen den umgekehrten Weg durch. Diese Loks waren zunächst mit DBS 54 ausgestattet und wurden nach kurzer Zeit für den Einsatz in Doppeltraktion mit SBS 65 nachgerüstet. Ansonsten sind die Loks identisch zur ersten Serie.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Stromabnehmer_111/b09-111_111.jpg

Die dritte Bauserie 111 111 bis 111 146 hatte diese Probleme nicht, für den Einsatz vor S-Bahnen reichte ein DBS 54. Die Verwendung von DBS 65 kam jedoch durchaus vor, so etwa bei der 111 111. Diese Loks waren in der S-Bahn-Lackierung mit oranger Bauchbinde lackiert.

Die vierte Bauserie ist 111 147 bis 111 178. Diese Loks besitzen nun immer einen SBS 65. Also… eigentlich, so 111 161 zeitweise aus der Art. Zudem haben diese Loks nun rechteckige Puffer.

Die fünfte Bauserie 111 179 bis 111 210 bekommt nun wiederum andere Stromabnehmer der Bauart SBS 81. Bei diesen ist der Senkantrieb nun in den Rahmen integriert - im Modell verschwindet er damit schlicht. Darüber hinaus wird ab dieser Bauserie die Griffstange an der Front waagerecht angebracht. Die Loks 111 179 bis 111 188 sind dabei weiterhin in S-Bahn-Lackierung, die weiteren wieder ozeanblau/beige. Aufgrund der späten Auslieferung haben hiervon nur einige der S-Bahn-Loks die orientrote Lackierung bekommen.

http://www.my-fotoseiten.de/bahn/fotos/db111/e11121601.jpg

Die sechte und letzte Bauserie 111 211 bis 111 227 ist zu den vorgenannten identisch. Die 11 214 wird als einzige Lok dieser Serie später orientrot.

Später werden einige Loks mit rechteckigen Puffern nachgerüstet, so etwa die 111 044. In der verkehrsroten Ära werden die Loks generell mit weiteren Griffstangen an der Front und oft mit Stromabnehmern DSA 200 (wie sie etwa auch auf der 185 installiert sind) ausgestattet. Dabei entfällt bei den ersten vier Bauserien der Senkantrieb, so dass auf dem Dach ein Rahmen zurückbleibt.

****

Modelle der Baureihe 111 gab es in Spur N insgesamt vier (oder fünf…).

- Von Lima als Formvariante der sowieso schon missratenen 184 mit völlig missratenen Proportionen.

- Von Arnold mit hinterlegten Fenstern und dadurch bedingtem massivem Mittelsteg. Auch sonst kein Modell für eine weitere Betrachung.

- Von Minitrix die 111 001, zunächst in einem leider zu hellen blau/beige, später dafür mit diversen falschen Nummern - immerhin wenigstens meistens maximal aus ersten drei Bauserien, so dass die Pufferform passt. Dem Modell fehlen die Tritte unter den Türen völlig und auf dem Dach sind viele Details, etwa das Makrofon nur grob angraviert. Auch an der Pufferbohle fehlen sämtliche Details wie Leitungen oder der Tritt vorne rechts. Die Lok wurde später mehrfach technisch recht radikal überarbeitet, wobei an der Optik jedoch nichts grundlegendes geändert wurde.

- Von Fleischmann eine Lok der fünften Bauserie, zunächst als (zu hell blaue) 111 205 und als S-Bahn 111 188, später zudem als korrekte 111 216. Darüber hinaus wurde die Form unverändert für diverse andere Varianten mit oft ohne Not unpassender Nummer verwendet - etwa einer orientroten Lok aus der ersten Bauserie, die die Farbe nie hatte. Auch hier ist die Pufferbohle leer, dafür ist das Dach feiner detailliert. Technisch wurde nur eine Schwungmasse und eine Digitalschnittstelle später eingeführt - beides deutlich später, als man das für diese Merkmale sonst kennt. Glühlampen (daher auch kein Schluss-, dafür permanentes Führerstandslicht) und einen rasanten Dreipoler gibt es nach wie vor.

- Als minimale Formvariante gab es mehrere Versionen , für die man dem Modell einen DBS 54 samt angesetztem (!) Senkantrieb verpasst hat, zuletzt 2014 die 111 044 in ozeanblau/beige. Diese Lok hat praktischer Weise irgendwann rechteckige Puffer bekommen; die Griffstange hat Fleischmann dagegen nicht geändert. Bei der verkehrsroten 111 162 (mit SBS 65) hat man diese Verbesserung offenbar schon wieder vergessen - oder soll das ein DSA 200 sein?

****

Was bleibt, was fehlt?
- Bei Minitrix eine mäßig schöne 111 001, die entweder zu blass und technisch antik oder falsch nummeriert und neuerdings grundlos [Soundversion gibt es keine] zu leicht ist.
- Bei Fleischmann ein optisch noch immer sehr gutes Modell der fünften und sechsten Bauserie, dass seine Identität seit 20 Jahren leugnet und technisch nur die allermötigsten Verbesserungen zur allerspätesten Zeit bekommen hat.

Fehlen tun uns mit zu den Rändern abnehmenden Kompromissen alle Serienloks von 111 002 bis 111 178 und ihrem Durcheinander der Stromabnehmer. Ebenso die Formänderungen für zusätzliche Griffstangen und DSA 200.

Edith: Fleischmann Formvariante schon vorher.

Gruß Kai


Moin Kai,

danke für die Zusammenstellung, mehr Silbertablett für potentielle Hersteller geht nicht.

Gruß, Carsten
Ich kann ja noch ein Goldtablett draus machen…

Hallo Trix, bitte nochmal eine neue 111 001 mit korrektem Blauton, wo die Lok gerade wieder so schön lackiert wurde.

Hallo Fleischmann, ihr habt die fünfte und sechste Bauserie, bitte auch nutzen. 111 214 bitte in orientrot.

Verbesserungen der Form sind gerne willkommen, dabei dann durchaus auch weitere Varianten.

Gruß Kai
Hallo Kai,

vielleicht noch als Ergänzung zur Fleischmann-Lok:
Zumindest bei der 044 gab es noch eine weitere Formänderung - nämlich einen ziemlich überflüssigen Sockel unter dem Stromabnehmer. Den sieht man nicht, außer man möchte SBS 65 draufbauen - das geht da nämlich nicht, zumindest nicht reversibel...

(den gleichen Schmarrn hat Fleischmann übrigens bei der E19/119 auch gemacht und den Panto bei nach der blauen E 19 bei allen anderen Varianten durch einen überflüssigen Sockel mal nen Millimeter höhergelegt... Sinn? Keine Ahnung...)

Viele Grüße
Robert

PS: Die einzig nummernmäßig korrekte orientrote 111 ist immer noch die aus dem Hause Trix (068), aber halt mit der bekannten "Schwäche", die Griffstangen der 001 zu haben... Weder Arnold noch Fleischmann waren in der Lage, eine der zich real existenten orientroten Vorbildnummern zu erwischen...
Den separaten Senkantrieb müsste aber bereits die Lufthansa-111 gehabt haben... (wahrscheinlich Formänderung anlässlich der orientroten "036"...)
@3: Du hast Recht, da sind sogar noch mehr mit Senkantrieb - nämlich alle die einen DBS 54 haben. Die Lufthansa-Lok hat sogar als einzige (!) einen korrekten SBS 65 mit Darstellung des Senkantriebes - warum diese Variante nicht weiter verwendet wurde (etwa jetzt für die 162) ist mir ein Rätsel, das sieht nämlich richtig gut aus:

http://hosting13044.af9b1.netcup.net/BA_TxG01/TxG8182-2.jpg

Senkantrieb nachrüsten und Puffer tauschen, wären viele Loks schonmal ein ganzes Ende ihrem jeweiligen Vorbild näher, hat da jemand passende Teile? Und eckige Puffer für Trix suche ich auch noch; da ist dann vor allem auch noch die 151 ein Thema…

Gruß Kai
Hallo Kai,

bei Trix wären runde und eckige Puffer bei der 111 gleichermaßen ein Thema - hat die Kiste doch diese fürchterlichen 70er-Jahre-Stummelchen. Ich weiß jetzt nicht, ob sich die Puffer dort einfach tauschen lassen - bei der Trix-120 und deren Taurus hingegen war es kein Problem.

Apropos Trix: Meine "dunkelblau/beige" 111 058 hat nachträglich die korrekt großen roten Bundesbahnkekse von Fleischmann bekommen - schaut jetzt viel besser aus als die originalen "Mini-Kekse". Und eine weitere Version ist nun auch entstanden...

Viele Grüße
Robert
Hallo zusammen,

als Ergänzung zur Fleischmann 111 044 (ich glaube, das war die jüngste Neuauflage der 111 aus diesem Hause):  

- das Modell verfügt über keine (!) Schwungmasse
- Die Betriebsnummern an den Stirnseiten sind um rund einen Millimeter zu tief aufgedruckt. Klingt nicht viel, ist aber optisch störend.
- Die Digitalschnittstelle ist liegend so ungünstig angebracht, daß nur extrem kurze Decoder wie z.B. PD05A verwendet werden können. Standarddecoder wie DH05C oder DH10C stehen seitlich über und sind ohne Auslöten der lokseitigen Buchse nicht verwendbar.

Grüße, Jürgen
Die Trix 111er hat Hülsen mit Steckpuffern, Austausch einfach

Gruß, Micha
Hallo,
sehr interessanter Thread von Kai. Ich wünsche mir dringend eine 111, gerne auch mit "Zwangsdecoder» und Geräusch. Ich würde mindestens drei Varianten kaufen: o/b, S-Bahn (oranger Streifen) und Lufthansa. GFN oder Trix wäre mir in dem Falle sogar egal - anyone?

Viele Grüsse
Sven
Hallo
die Fleischmann 111 ist viel zu dick , das verunstaltet das ganze Modell grundsätzlich .Obwohl einige Details bei der Flm besser gestaltet sind habe ich  diese durch eine Minitrix Lok ersetzt,die angegossenen Signalhörner habe ich durch entsprechende Ersatzteile von Flm ersetzt.
Mfg
BLSAe208

PS
ein neues Modell wäre natürlich willkommen , vielleicht von Jägerndorfer,wenn diese alle ÖBB - Loks abgearbeitet haben.
Hallo,
inzwischen geht der Bestand der Baureihe111 auch zusehends zurück.Triebwagen,147 und Privatbahnen machen Ihr das Leben schwer.

Gruß
Thomas
Zitat - Antwort-Nr.: 10 | Name: Throge

inzwischen geht der Bestand der Baureihe111 auch zusehends zurück.Triebwagen,147 und Privatbahnen machen Ihr das Leben schwer.



Hallo,

in den nächsten Wochen wird es auch die Baureihe 111 mit 3 Exemplaren bei einer Privatbahn geben.


Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name: BLSAe208

die Fleischmann 111 ist viel zu dick , das verunstaltet das ganze Modell grundsätzlich .Obwohl einige Details bei der Flm besser gestaltet sind habe ich  diese durch eine Minitrix Lok ersetzt,die angegossenen Signalhörner habe ich durch entsprechende Ersatzteile von Flm ersetzt.



Die Baureihe 111 ist beim Vorbild 3130 mm Breit.

http://mobadaten.org/wiki/FLM_7348_DBAG_V_BR_111_Elektrolokomotive

Im Maßstab 1:160 sind das umgerechnet 19,56mm. Spaßeshalber habe ich mal mit meinem analogen Meßschieber die Breite meiner Fleischmann 111 gemessen. Es sind 19,65mm! Die verunstaltete Front der Fleischmann 111 muss also von der massiven Überbreite von 0,09mm kommen

Grüße
Markus


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@6: Es gab jetzt noch die 111 162 in Verkehrsrot. Aber man fragt sich manchmal schon, ob bei Fleischmann einer sitzt, der die Modelle gezielt unattraktiv macht…

@11: 3130 wie bei der 150, die 151 mit 3110 einen Hauch weniger und die 110/112/139/140/(141?) bei 3080 mm.

Nur messe ich bei meinen Modellen fast durchweg weniger, nicht selten 0,5 mm. Ist dieser Vorbild-Wert noch über irgendwas anderes?

Gruß Kai
Kai, die Verkehrsrote 111 ist das die 734603 aus dem Startprogramm? Was ist an der jetzt verkehrt?
Gruß Björn
Hallo

Ich weiß gar nicht was ihr alle habt wegen der Fleischmann 111er. So schlecht sieht die die nun wirklich nicht aus und wegen der wegen der "Überbreite"  kann man auch mal ein Auge zudrücken. Man kann es auch mit der Nietenzählerei übertreiben und sie über das erfreuen was man hat.

Sorry Leute aber das musste jetzt einfach raus.

Grüße
@13: Genau die. Von außen erstmal nur fehlende Senkantriebe und Griffstangen an der Front (die sind gleich doppelt falsch: Falsche Bauserie und spätere Zubauten fehlen). Aber mit Blick auf #6 weiß ich nicht, was einen innen noch für Überraschungen erwarten. Die bescheuerte Schnittstelle hat sie zumindest weiterhin.

Gruß Kai
Ahoi!

Ich hab sowohl die Mtx, also auch die GFN 111 gerade mal nachgemessen. Ausgehend vom Original mit 3130 mm sollten es ja in N 19,5625 mm sein. Nun kann meine Schieblehre nur zwei Stellen hinter dem Komma und bei mehreren Messungen kommen leicht unterschiedliche Werte raus, also in der zweiten Kommastelle.

Mtx 19,43
GFN 19,57

Beide Werte in der Mitte der Lok gemessen. Nebeneinander geben beide ein passendes stimmiges Bild ab, der Unterschied ist für mich nicht zu erkennen.

Cheers
Jens

P.S.: Ich trotzdem nix gegen neues/überarbeitetes Modell .)
Das würde ich im Rahmen der Messungenauigkeit identisch nennen

Mit Dank an N-Joern noch ein Foto der beiden Modelle (der Keks an der 001 ist dabei nicht original):
http://666kb.com/i/dqfgk4tnnvb5mvsf8.jpg

Das sind jeweils exakt die Loks, die oben als Vorbildfoto zu sehen sind. Insofern ist auch die unterschiedliche Parkposition der Scheibenwischer passend :)

Gut zu erkennen jeweils die Anordnung der Griffstange neben dem Keks; weniger gut das unschöne Makrofon bei Trix.

Gruß Kai
Hallo zusammen,

lt dieser Quelle gibt/ gab es 25 Varianten der BR 111, von zwei Firmen: Minitrix und Fleischmann. .
http://www.modellbau-wiki.de/wiki/BR_111#Spur_N
Vor der Loknummer 111 001 bis 111 216.
Diese gab es in verschiedenen Farben, auch in S-Bahn Kleid und Lufthansa- Dekor.
Beste Grüße
Klaus
Danke für die Vergleichsbilder.

Rote Stromabnehmer täten der Lok gut und wären zumindest für die Linke auch richtiger

Viele Grüße
Dirk
@15:
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Aber mit Blick auf #6 weiß ich nicht, was einen innen noch für Überraschungen erwarten.



Hallo Kai, Überraschungen erwarten einen da eigentlich keine, die Lok wird mit derselben Technik ausgeliefert, wie sie schon bei der Erstauflage dieses Modelles zum Einsatz kam. Das heißt unter anerem auch Beleuchtung mit Glühlampen, die durch die Führerhausabgrenzung strahlt und dieses störend hell ausleuchtet. Lediglich die Platine erfuhr eine Erneuerung, die jedoch durch die quer liegende Decoderbuchse als verunglückt bezeichnet werden muß.

Ich habe, wie weiter oben bereits erwähnt, die Lok nach Auslöten der Buchse mit einem DH05C verkabelt, die Glühlampen durch LED ersetzt und die Führerhausabteilung mit schwarzer Farbe behandelt, so daß der Lichtdurchtritt reduziert wird. Die Lok läuft nun trotz des schwungmassenlosen Fleischmanndreipolers recht ordentlich. Einzig der damals verlangte Preis dieser Neuauflage erscheint vor  dem Hintergrund der technischen Rückständigkeit zu hoch. Als Bastelgrundlage zu Gebrauchtpreisen ist das Modell aber brauchbar. Die zu tief aufgedruckte Frontnummer ist ärgerlich, aber aus MoBa-üblichem Betrachtungsabstand auf der Anlage fahrend auch nicht soo stark störend.

Von oben betrachtet und mit der Hobbytrain-E40 verglichen, wirkt die E40 übrigens wesentlich eleganter, weil schlanker, die 111 dagegen fast pummelig. Woran das en Detail liegt, muß ich mir noch einmal genauer ansehen. Die Hobbytrain-Lok verjüngt sich zur Front hin deutlich stärker als die FLM-111. Ich weiß aber nicht, ob das im Original auch so ist.

Grüße, Jürgen
Hallo,

was mir in Bezug auf den Henker fehlt, ist die Variante mit roter Bauchbinde, wie sie zumindest 111 156, 158, 175 und 176 zeitweise trugen.

Oder mag mir zufällig jemand eine reinorange/kieselgraue umlackieren?

Gruß Gregor
Hallo zusammen,


ist grade erst aufgefallen. Schaut Euch das erste Foto von 111 001 in Nr. 0 an, was die dranhängen hat. Nur mal so als Querbezug zum damaligen Thread zum DM-Toys-Set.

Viele Grüße
Christian Strecker

PS: Halt, nehm es wieder zurück. Ist anscheinend ein Museumsfoto (UIC-Nummer an der Längsseite unterhalb der Betriebsnummer)
Hallo,

@Kai: Danke für die Fleißarbeit!

Natürlich gibt es noch eine Reihe Detail-Varianten, die in N fehlen, so z.B. eine S-Bahn-111 mit Dürr-Keks oder die von Gregor erwähnten 4 Sonderlinge mit verkehrsroter Bauchbinde. Fotos davon z.B. hier (etwas scrollen):
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?17,6904673,6904673

Nochmal zur 111 001: Diese trug bei der Ablieferung an der Seite die Loknummer im beigen Bereich und nicht wie der Rest der Loks im blauen, Foto z.B. auf Bundesbahnzeit.de:
http://www.bundesbahnzeit.de/galerien/100J%20E%...0001.jpg?=1317560979
Minitrix hatte das bei der Erstausgabe auch richtig berücksichtigt, nur leider (wie schon geschrieben) mit dem damals üblichen verkorksten "blau". Ich meine, die Nummer wäre irgendwann auch nach unten gewandert, so wie es die aktuelle Museumslok zeigt.

Im übrigen hat Fleischmann irgendwann auch die Gehäuseform im Bereich der Pufferbohle verbessert, das Loch ist kleiner geworden, die Pufferbohle ist runtergerutscht. Das war bei Einführung des NEM-Schachtes. Anbei ein Foto meiner 3 111er, wovon die S-Bahn-Lok den originalen Ausschnitt (mit von mir nach unten versetzter Pufferbohle) aufweist und die anderen beiden die überarbeitete Form (wobei meine 111 in o/b auf einem alten Fahrgestell läuft). Die Bügel sind übrigens auch alle nicht mehr original.

Zitat - Antwort-Nr.: 20 | Name: Jürgen

Von oben betrachtet und mit der Hobbytrain-E40 verglichen, wirkt die E40 übrigens wesentlich eleganter, weil schlanker, die 111 dagegen fast pummelig. Woran das en Detail liegt, muß ich mir noch einmal genauer ansehen.


Nach meiner Messung sind Hobbytrain-E40 und Konsorten rund 0,5 mm zu schmal, daher wirken die recht schlank. Die Fleischmann E40 etc. sind hingegen rund 0,5 mm breit, 111 hab ich noch keine vermessen.

Viele Grüße,

Udo,

der sich auch über eine gelungene Standard 111 der ersten oder zweiten Serie freuen würde.

Die von Udo K zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo Christian,

ja, die 111 001 ist aktuell im Besitz des DB Museums in Koblenz Lützel. Sie ist aber relativ oft mit den Rheingoldwagen unterwegs (sind die nicht auch von Lützel?). Ich habe selber eine Fahrt in der Kombination mit dem Club-Wagen mitgemacht. Insofern passt der Bezug zum DM-Set schon.

Nur den Kanzlerwagen, den wir dabei hatten, gibt es wohl nicht (oder)?

Hier wurden wir abgelichtet
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?4,7090319

Und hier nochmal an einem anderen Tag:
https://www.youtube.com/watch?v=sq3DgNsoPsg

Ich vermute, dass die Kombination heute öfter vorkommt als früher...

Viele Grüße

Dirk
Hallo,

also eine S-Bahn-111er mit roter Bauchbinde gibt es doch sehr wohl...
Leider hat das Modell mindestens 4 Mängel:

- es stammt von Arnold (= Mittelsteg im Fenster, halboffenes Maschinenraumfenster, Pufferhülsen in Kastenfarbe)
- es hat einen schwarz-weißen Bundesbahnkeks
- es existiert bereits seit ca. 1981 (und das Vorbild erst seit 1997 oder so...)
- Einholmpantos französischer Bauart (Arnold-Seuche bis in die späten 90er...)

(Das Modell läuft übrigens sehr gut - aber zwecks der Optik steht man da ja eh weit genug weg...)

Arnold hatte damals einen guten Riecher für die Zukunft!
Nur bei der orientroten V65 hat deren Kristallkugel versagt...

Viele Grüße
Robert
> Nach meiner Messung sind Hobbytrain-E40 und Konsorten rund 0,5 mm zu schmal, daher wirken die recht schlank.

Dann bin ich also nicht zu blöd zum Messen (etwa 18.6 mm mit Lamellen, 19.1 mm mit Klatte), in dem gleichen Bereich liegt auch die Arnold-E40 mit ihren DDL (18.8 mm). In verschiedenen Tests heißt es dann, das wäre richtig… Gibt es da irgendwie noch einen zweiten Weg, wie man die Angabe der Breite interpretieren kann? Da steht doch nichts weiter vor als die Lüfter…?

Ob die Nummer bei Trix noch als 111 001 tiefer gewandert ist oder erst mit der Umstellung des Modells zur 111 003 bin ich leider auch noch unschlüssig; noch habe ich kein Foto gefunden, wo man an tiefer Stelle ein "001" lesen kann.

Was den Museumszustand angeht, musste ich doch etwas grinsen: Die UIC-Nummer im "Modellbahntürkis" zur Tarnung ;)

Gruß Kai
Moinsen,

@ Kai

Deine Arbeit in allen Ehren, du hast dir hier richtig Mühe gemacht die Bauartunterschiede aufzulisten - Unterschiede die mir teilweise noch nicht bekannt waren - finde ich sehr gut. Aber, seien wir mal ehrlich, anders als bei den Einheitselloks, sind diese optischen Unterschiede viel zu gering, als das man von Flm oder Mtx erwarten könnte, diese künftig zu berücksichtigen, eher wird es irgendwann einmal von Hersteller X eine Neukonstruktion geben.

Interessant in dem Kontext finde ich, dass bei den meisten von Mtx und Flm ausgelieferten langen 103 die verkehrten Lüftergitter dargestellt wurden. Darauf habe ich zwei-, dreimal hingewiesen, darauf reagiert hat niemand, obwohl dass ein viel markanteres Detail ist, als sämtliche Bauartunterschiede bei der 111. Schließlich machen die Lüftergitter bei der 3er 40-50% der jeweiligen Seitenwandflächen aus.

Gruß
Marco
Hallo,

die falsche Lüfterbauart einer Lok (wie bei der langen 103) fallen einem als Kenner sofort ins Auge. Ob jetzt eine Lok 0,5mm zu schmal oder zu breit ist fällt im Gegensatz den allermeisten vermutlich doch gar nicht auf. Wir jammern hier doch bei diesen Maßabweichungen im Zehntelmillimeterbereich auf allerhöchstem Niveau.

Eine 111 als Neukonstruktion wird von Hobbytrain wahrscheinlich irgendwann kommen. Das Chassis mit Motor und Platine ist von der 110/139/140 bereits vorhanden - es fehlen nur neue Drehgestelle und ein neues Gehäuse und fertig ist die neue Hobbytrain 111 als Neuheit 201X

Grüße
Markus
Hallo,

@Marco, #27:
Du hast vermutlich recht, die Bauartunterschiede, die hier zusammengetragen werden, interessieren die meisten N-Bahner und damit die Hersteller wenig. Was wem störend, wenig störend oder gar nicht auffällt, bleibt eben subjektiv. Das Zusammentragen der Fakten ist trotzdem lobenswert, finde ich.

Zur 103: Das ist einfach ein Trauerspiel, die vor wenigen Jahren neu erschienenen 103-Varianten von Minitrix & Fleischmann gingen an meinen Erwartungen weit vorbei und blieben auch weit hinter dem aktuell Möglichen in N zurück. Die falschen Lüfter sind dabei ja nur ein Detail. Keines dieser Modelle hat den Weg zu mir gefunden. Aber auch hier reicht den meisten N-Bahnern das, was die beiden Hersteller da geliefert haben.

Sowieso ist mir schon lange klar, dass den meisten N-Bahnern Dinge egal sind, die mir wichtig sind. Ich kann z.B. bis heute nicht verstehen, warum die Minitrix 150 derart gelobt wird. Mir kommt die Lok mit ihrer in meinen Augen vermurksten Front nicht auf die Anlage.

Viele weitere Beispiele könnte ich noch anführen. Mach ich aber nicht, sondern gehe lieber zu meiner Anlage spielen und habe Spaß.

Viele Grüße,

Udo.
Moin Udo,

da bin ich vollkommen bei dir, was die 103 und 150 angeht. Neben den verkehrten Lüftergittern missfallen mir sowohl bei der Flm- als auch der Mtx-103 die Fronten mit den viel zu großen Spitzenlichtern. Ich als 103-Sammler durch und durch, der sich richtig auf die Modelle gefreut hat, ich habe mir noch nicht mal im Abverkauf eine gegönnt, weil sie es mir nicht wert sind. Wie du schreibst, heute ist viel mehr möglich.

Nicht ganz so vermurkst finde ich die 150, aber trotz allem überzeugt mich das Modell nicht und bis heute fährt davon auch keine auf meiner Anlage. Abgesehen vom zwischenzeitlich eingeführten  Zwangssound dem ich mich sowieso verweigere. Die Roco-Loks müssen reichen.

Was die 111 angeht, bin ich mit meiner von GFN weitgehend zufrieden, wegen meiner bräuchte es nicht zwingend eine Neukonstruktion, ein 5-Poler in der GFN würde schon reichen als Überarbeitung. Aber, wie Markus schreibt, ist eine neue 111 von HT nicht ganz abwegig und relativ günstig herzustellen, da dass Chassis von der 110/140 herhalten könnte. Ich würde aber eher auf 202x tippen, als 201x, kommt ja nur noch '19.

Gruß
Marco
Die insgesamt immerhin vier unterschiedlichen Stromabnehmer der 111 kann man schon deutlich unterscheiden und die Pufferform auch. Ebenso, dass die Griffstange an den Türen bei Trix eben für die meisten Käse ist (und bei Arnold übrigens für alle, die haben zwei lange…). Die ganzen Griffstangen an der Front sind aber wohl wirklich eher esoterisch.

Was die Breite angeht, so sind 0,5 mm tatsächlich schon deutlich zu sehen, wenn beide Modelle nebeneinander stehen - Vergleiche etwa der verschiedenen 140, die sich in diesem Bereich bewegen, hatten wir hier schon mehrfach.

Die 150 von Trix gefällt mir, weil sie "mit Abstand am wenigsten falsch" ist. Die Arnold ist gefühlt eher 0,5 cm zu breit (zumal an der Front) und Roco hat "vier Einfachlampen". Dagegen sehe ich die Diskussionen zur Form der Minitrix-Lok eher als subjektiven Eindruck an.

Gruß Kai
Hallo Kai,

Zitat - Antwort-Nr.: 31 | Name: Kai

Die 150 von Trix gefällt mir, weil sie "mit Abstand am wenigsten falsch" ist.


Aus dieser Perpektive braucht es für Dich ja gar keine stimmigen Modelle, irgendeines der vorhandenen Modelle ist ja immer das, was "mit Abstand am wenigsten falsch" ist. Einerseits gefällt Dir dann schon mal alles, was konkurrenzlos am Markt ist (wie z.B. die seltsame 78.10 von Minitrix) und andererseits verstehe ich nicht recht, wo Deine Forderung nach weiteren 111-Varianten herkommt: Für die Varianten, die Du gerne hättest, kannst Du doch einfach das hernehmen, das am wenigsten falsch ist. Mehr braucht es dann doch nicht.

Ich sehe die Sache anders: Für mich muss ein Modell gewisse Mindestkriterien erfüllen. Und wenn es das nicht tut, gefällt es mir nicht. Und Sachen, die mir nicht gefallen, kaufe ich nicht.

Viele Grüße,

Udo.
Hallo Udo,
Dein Beitrag scheint mir etwas verbissen zu sein.
An das gute kann viele sich doch freuen, ersetzten kann man es ja immer sollte das bessere kommen.
Ich wurde auf ein für mich wichtige Baureihe nicht verzichten, egal ob es veraltet und/oder einige Fehlern hätte.
Man wird ja wohl mal ein paar Jahre verschlafen dürfen?

🤔
BG, Lutz!


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