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THEMA: Wendezüge im Blockstellenbetrieb

THEMA: Wendezüge im Blockstellenbetrieb
Startbeitrag
mixdorff - 15.01.18 22:34
Hallo miteinander,
Ich habe eine ganze Menge Wendezüge, die ich immer nur mit der Lok voraus fahren kann, weil der Steuerwagen der Lok im Blockstellenbetrieb den Strom klaut. Natürlich müsste man die Züge elektrisch durchbinden, aber damit legt man sich natürlich fest. Außerdem benötigt auch die Lok einen Anschluss (z.B. per Peho-Magnet-Kupplung). Bei Elektro- und Dieselloks lässt sich das ja vielleicht noch verschmerzen, die Kupplung auf einer Seite zu montieren, um mit der anderen "normale" Züge fahren zu können. Bei Tenderloks vielleicht auch, weil sie im Wendezugbetrieb eher Tender voraus gezogen haben. Natürlich sind nur die wendezugfähigen Typen überhaupt betroffen.
Wie handhabt ihr das?
Beste Grüße,
Hansjörg

Hallo Hansjörg

es ist eigentlich immer das gleiche: entweder betreibt man den Aufwand bei den Zügen, oder bei den Installationen. Investition bei den Installationen ergibt eine flexible Lösung bei den Zügen. Eine sehr gut funktionierende Lösung wenden die Modulbahner von spur-N-schweiz an:

http://www.spur-n-schweiz.ch/sns/streckenblock.html

Gerade am letzten Wochenende hat das auch wieder in Balingen funktioniert, und sonst jeweils an der Modell Süd resp. jetzt Modell+Technik in Stuttgart (N-Club international). Stromaufnehmendes Fahrzeug am Anfang, in der Mitte oder am Ende eines Zuges, oder gleich mehrere Tfz an verschiedenen Stellen, viele Wagen, wenig Wagen - kein Problem für den Streckenblock.

LG
Heinzpeter
Hallo  Heinzpeter,
Danke für den Hinweis. Okay, das bedeutet, dass immer ein freier Blockabschnitt zwischen zwei Zügen sein muss, wenn ich das richtig sehe. Bei mir fahren die Züge praktisch Stoß auf Stoß. Das hat zur Folge, dass der Stoppbereich des letzten Blockbereichs beim Überfahren der Blockgrenze abgeschaltet wird. Insofern interessieren mich eher Lösungen, die die Züge betreffen.
Beste Grüße,
Hansjörg
Die Zugsicherung muss auf das letzte Fahrzeug im Zug anspringen - sonst rasselt man etwa auf stehen gebliebene Wagen einfach drauf.
Klar, da verwende ich Schlussleuchten oder Widerstandsachsen, die die Belegtmeldung auslösen. Solange der Block belegt ist, fährt der nächste Zug nicht hinein. Mein Problem ist eher das Starten, wenn der folgende Block freigegeben wird. Da müsste ich sehen, dass der Stopp-Bereich so lange stromführend bleibt, bis die schiebende Lok hinausgefahren ist. Insofern ist der Hinweis auf Änderungen an der Blocksteuerung doch zielführend. Da muss ich mal tüfteln gehen...
Beste Grüße,
Hansjörg
Hallo,

Ich versuche mal zu erklären, wie ich das gemacht habe. Verwendet sind Berg&Bromann Gleisfreimeldebausteine (gibts schon lange nicht mehr), aber das Prinzip ist auf jede Gleisfreimeldung übertragbar. In der Skizze bitte auf die Relais konzentrieren, die dieversen Klötze sind die b&b Bausteine, deren genauer Anschluss hier nicht wichtig ist. Haltebereich ist jeweils ein kurzes Stück, grade so lang wie der längste Auslauf eines Zuges + Sicherheit. Der Blockbereich ist so lang wie der längste Zug incl. Lok. Wenn in dem als Haltebereich bezeichenten Gleisstück ein Strom fließt, zieht das Relais an, wenn nicht ist es abgefallen. Wenn der Haltebereich leer ist, ist der danach folgende Blockbereich auf den dahinterliegenden Haltebereich geschaltet und der dahinter liegende Haltebereich hat Strom. ist der Haltebereich besetzt, wird der nachfolgende Blockbereich auf diesen Haltebereich gelegt und der nachfolgende Haltebereich abgeschaltet.
Damit ist es völlig egal, wo und wieviele Tfz im Zug sind. Wendezüge, Vorspann, Nachschieben alles egal, sobald die erste stromabnehmende Achse in den Haltebereich fährt, wird der Blockbereich umgeschaltet und der Status des davorliegenden Blocks bestimmt, ob er stehen bleibt oder weiter fährt.

Gruß Engelbert


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Hallo Engelbert,
Ja, so ähnlich müsste es vielleicht auch bei mir klappen. Bei mir ist jeder Block in Lok- und Zuglänge aufgeteilt. Wenn der folgende Block besetzt ist und die Lok in den  Lokbereich fährt, schaltet sie sich selber und dem Rest des Zugs auf der Zuglänge den Strom ab. Wird der folgende Block frei, wird auf Lok und Zuglänge Strom geschaltet und der Zug fährt weiter. Das Problem ist eben, dass in dem Moment, in dem der Zug in den nächsten Block einfährt, der Block davor ausgeschaltet wird und sich die schiebende Lok selber den Strom klaut. Insofern müsste man sehen, wie man dies verhindert, ohne die Funktion der bestehenden Schaltung zu beeinträchtigen.
Beste Grüße,
Hansjörg

Zitat - Antwort-Nr.: 2 | Name: mixdorff

das bedeutet, dass immer ein freier Blockabschnitt zwischen zwei Zügen sein muss


Nein. (ich muss zugeben, das Bild im Link in Nr.1 wurde nicht aktualisiert und ist daher missverständlich.)

Wir machen es so: Wenn die Zugspitze zur Stelle kommt, wo der Zug vor dem Blocksignal abbremsen muss, wird dies von der Blocksteuerung erkannt (mittels Reflexlichtschranke im Gleis). Dann steuert die Blocksteuerung nicht einfach einen Brems- oder Halteabschnitt von ein paar cm Länge, sondern die Fahrspannung im GANZEN Block wird gesteuert. Das heisst, der Zug kann fast so lang sein wie der Block und erst noch das Triebfahrzeug hinten haben, und es funktioniert.

http://www.spur-n-schweiz.ch/sns/pdf/streckenblock4_2v.pdf

Der Trick ist also eigentlich, dass die Fahrspannung im GANZEN Blockabschnitt gesteuert wird, nicht nur in einem Haltebaschnitt von ein paar cm Länge.

Felix
Hallo Felix,
Okay, also bei mir werden auch Zug- und Loklänge (Halteabschnitt)  im Block gesteuert, allerdings über Widerstandsmessung, nicht mit Lichtschranken oder Reed-Relais. Wenn jetzt also ein beleuchteter Steuerwagen in den Halteabschnitt fährt, wird der Zug korrekt an der Spitze gestoppt. Wenn dann allerdings der Block dahinter frei wird und der Steuerwagen in diesen einfährt, wird der Block ausgeschaltet, so dass das Ganze nicht weiterfährt, weil die schiebende Lok anhält. Ich müsste also sehen, wie ich es schaffe, dass der Zug noch so lange Strom bekommt, bis er komplett im folgenden Block ist. Vermutlich geht das mit Relais, wie von Engelbert realisiert. Eine Frage dabei ist z.B. ob alle Wagen zwischen schiebender Lok und Steuerwagen im Zug mit Widerstandsachsen ausgerüstet werden müssen.
Beste Grüße,
Hansjörg
Hallo Hansjörg!

Mir scheint, daß Deine Steuerung an einem Punkt modifiziert werden muß. Bisher ist es so, wenn ich es richtig verstanden habe, daß in dem Moment, in dem ein neuer Block belegt wird, der Halteabschnitt im vorherigen Block stromlos geschaltet wird. Das ist beim Vorbild ähnlich. Wenn man in einem langen Zug ziemlich weit hinten sitzt, kann man oft, sehen, daß man an einem roten Signal vorbeigezogen wird. Das Signal fällt auf Rot, kurz nachdem die Lok es passiert hat.

Es gibt in meiner Heimatstadt Emden im Hauptbahnhof zumindest ein Signal, bei dem es anders ist. Da fällt das Signal erst auf Rot, wenn der ganze Zug vorbeigefahren ist. Vermutlich mußt Du Deine Steuerung in eine ähnliche Richtung verändern. Dann würde der Halteabschnitt erst stromlos, wenn der Block komplett frei ist.

Herzliche Grüße
Elmar
Hallo Elmar,
Ja, da liegt der Hund begraben. Leider lässt sich der Aufbau nicht 1:1 wie bei Engelbert nachempfinden, weil jeder Besetztmeldebaustein auch gleichzeitig die Stromversorgung für den Abschnitt übernimmt und daher z.B. Abbremsen und Anfahren realisiert. Man müsste vermutlich beim Einfahren des Zugs in den nächsten Block ein Flip-Flop setzen, das nach dem Ausfahren aus dem vorigen Block wieder zurückgesetzt wird. Das ist bei 25+ Blöcken nicht ganz ohne. Da muss ich mir überlegen, ob ich die Wendezugkombinationen doch elektrisch durchverbinde oder in die Schaltung investiere. Letzteres wäre sicher die zukunftsträchtigere Lösung.
Natürlich müsste durch Widerstandsachsen in allen Wagen verhindert werden, dass der Steuerwagen schon im nächsten Block ist, die Schublok aber noch nicht im Haltebereich, letzterer dann aber scheinbar freigegeben wird. Es kann natürlich sein, dass es eine noch genialere Lösung gibt.
Beste Grüße,
Hansjörg
Moin Hans-Jörg,

dein Problem liegt in der Aufteilung. Teile deinen Block doch in einen langen
und einen kurzen Abschnitt ein.
Der Zug fährt in den langen Abschnitt ein und meldet, kommt die Lok oder
der Steuerwagen in den kurzen Abschnitt wird gemeldet und beide Abschnitte
abgeschaltet. Verläßt der Zug den Block und hat einen Wagen im langen
Block verloren, bleibt der immer noch gesperrt.
Siehe den Beitrag  # 947211, dort ist alles beschrieben.
Ich verwende ebenfalls Broman+Berg und die vom C

Gruß Lutz
Hallo Lutz,
Jeder Block ist bereits in zwei Abschnitte aufgeteilt, eine Zuglänge und eine Loklänge. Das Problem ist nicht das Anhalten, sondern das Losfahren, bzw. Einfahren in den nächsten Block. Da wird der Schublok, die sich noch im vorigen Block befindet, der Strom abgeschaltet.
Beste Grüße,
Hansjörg
Moin Hansjörg,
dann liegt der Fehler in Deiner Schaltung. Wenn der nächste Block frei ist, dann
muß auch der Fahrstrom vollständig anliegen, sonst stimmt etwas nicht.
siehe # 947210 Nr. 10, bei Ausfahrt liegt an beiden Abschnitten Spannung an.
Gruß Lutz
Hallo Lutz,
Wenn  der nächste Block frei ist, wird auch die Fahrspannung eingeschaltet. Wenn die Lok dann in den Block einfährt, wird der vorige stromlos geschaltet. So ist das Prinzip.
Beste Grüße,
Hansjörg
Im Grunde ist es ganz einfach (und liegt NICHT an der Aufteilung der Abschnitte):
Das Signal darf erst auf Halt fallen, wenn der Zug vollständig am Signal durchgefahren ist.

Hierzu ist es notwendig, dass die Blocksteuerung sowohl das vordere Ende des Zuges kennt (für das Abbremsen vor Signal) als auch das hintere Ende des Zuges (für das Halt-Schalten des Signals).

Vermutlich ist das bei dir einfacher hinzukriegen, wenn alle Achsen des Zuges elektrisch leitend sind.

Wir haben es, wie geschrieben, ohne leitende Achsen, sondern mit Reflexlichtschranken gelöst. (Das ist einfach eine andere Sensorik und tut nichts zur Schaltungslogik.)

Felix
Hallo Felix,
Ich habe mich (leider) vor einigen Jahren auf das System festgelegt und muss sehen, wie man das Problem in den Griff bekommen kann. Im normalen Spielbetrieb zirkulieren die Züge einfach in der Konfiguration, die funktioniert. Wenn man aber wenden möchte, geht es nur mit wenigen Triebwagenzügen, die komplett durchverbunden sind. Ich werde bei Gelegenheit mal testen, ob man die Logik stabil erweitern kann.  Auf jeden Fall vielen Dank für die Anregungen!
Beste Grüße,
Hansjörg


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