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THEMA: Z-Schaltung

THEMA: Z-Schaltung
Startbeitrag
Wutz - 29.12.04 11:21
Servus.
Ich habe einige Fragen zum Thema Z (Zuordnungs) Schaltung.
In konventionellem, analogem Betrieb stehe ich vor der Frage, wieviele Regler ich in meinem Bhf wirklich benötige.
Der erste Gadanke war der, zwei Streckenregler und zwei Rangierregler  zu verwenden. Dabei würden die Streckenregler oder die Rangierregler von den Bhf Einfahrten her den zu befahrenden Gleisen zugeordnet:
Ein Durchfahren der hauptgleise mittels Fahrregler und ein =zeitiges Rangieren mit RR 1 im oberen und RR2 im unteren Bhf Bereich wäre möglich.
Die Simpel version würde lediglich zwei regler benötigen: Oben und Unten Bhf.
Was meint Ihr:
- Kann man zwei druchfahrende Züge und zwei rangierfahrten überhaupt bewältigen?
- genügt es lediglich zwei regler zu haben? (wenn zB im oberen Bhf Bereich durchgefahren wird kann unten ohne probleme rangiert werden und vv)

Bin gespannt:

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Die alte Fremo-Z-Schaltung erlaubt es (wenn ich mich richtig irre), jeden Gleisabschnitt individuell auf einen von 5 Reglern aufzuschalten. Damit werden beliebige, nicht-fixe Stromkreise und ein "quasi gleichzeitiger" Betrieb möglich - vorausgesetzt, es sind mehrere Mitspieler im Bahnhof anwesend. Ich halte die Bedienung jedoch für ziemlich unübersichtlich.
http://www.fremo.org

Die "intelligente Z-Schaltung" von Klingeberger aus den 80er Jahren basierte auf Drehschaltern bei der Einfahrweiche, mit welchen aus bis zu 6 (glaub ich) Fahrreglern einer ausgewählt und auf die Einfahrweiche (und die Strecke) aufgeschaltet werden konnte. Pro Strecke / Einfahrweiche ein Drehschalter. Der Fahrstrom wurde dann mittels standardisierter Relaismodule entsprechend der Weichenlage bis ins Bahnhofsgleis weitergegeben. Dadurch wahr Mehrzugbetrieb möglich, wobei jeder Zug "seinen" Fahrstrom durch die Weichenstrasse mitnahm. Das Konzept hat mir immer gefallen; wurde dann durch die Digitalsysteme "überholt". Es wird nicht mehr aktiv beworben, aber ich denke, es gibt immer noch Produktunterstützung.
http://www.klingeberger.de

Die W-Schaltung von Fremo HOm ist im Grunde eine abgeänderte Z-Schaltung, bei der immer ein kompletter Bahnhof auf einen von zwei Reglern aufgeschaltet werden kann. Simpel einfach, modularisiert und doch mehrzugtauglich - wobei das sich allerdings beschränkt auf "zwei Züge kreuzen sich". Viel mehr ist jedoch auch gar nicht notwendig auf einem Bahnhof an eingleisiger Strecke.

Meine eigene Z-Schaltung ist angelehnt an die Schaltungsempfehlungen von NTRAK im oNeTRAK-Manual. http://www.ntrak.ch/index_d.html
Da kann der ganze Bahnhof wahlweise auf einen aus zwei Reglern aufgeschaltet werden. Damit ist ebenfalls "zwei Züge kreuzen sich" möglich.
Die Regler sind irgendwo an der Analge eingesteckt unbd speisen zwei globale Speiseleitungen. Der zweipolige Umschalter, welcher die Z-Schaltung realisiert, schaltet dann einfach den Bahnhof an die eine oder andere Speiseleitung.
Ergänzt habe ich das Konzept mit einem zweiten Umschalter, den ich zum ersten in Serie geschaltet habe. Dadurch wird es möglich, einen lokalen Fahrregler zusätzlich zu betreiben.

Was mir an dem Konzept gefällt, sind die wenigen Schalter. Zwar kann nur der gesamte Bahnhof umgeschaltet werden, aber ich bin der Meinung, die kurze Wartezeit für den Rangier während der Zugsdurchfahrt ist keine Behinderung. Wichtig ist eigentlich nur, dass die Rangierlok in der Zeit auf einem abschaltbaren Gleisabschnitt steht (z.B. Stopweichen).

Für einen NTRAK Bahnhof habe ich ein Stellpult gebaut, welches einige solcher "Z-Umschalter" enthält. Durch die Farben sollte die Funktion selbsterklärend sein. Der Bahnof (braun) kann auf jeden Fahrregler (rot, gelb, blau, grün, lokal) aufgeschaltet werden.
http://www.railimages.com/albums/felixgeering/afe.jpg

Ismael's Z-Schaltung http://www.1zu160.net/elektrik/zschaltung.php verwendet eine gemeinsame Masse. Das halte ich für SCHLECHT! Besser ist eine doppelpolige Einspeisung und ebenso doppelpolige Trennung an den Trennstellen. Die Fehlersuche wird übersichtlicher, da es keine gegenseitigen Beeinflussungen irgendwelcher Art geben kann.

Deine Skizze zeigt einen Bahnhof an Doppelspurstrecke? Das ist natürlich ein wenig anders als bei Einspur. Ich vermute, du brauchst einen Fahrregler für das Nordgleis und einen Fahrregler für das Südgleis. Wenn dieser Betrieb automatisiert ablaufen soll, brauchst du die unabhängige Zuordnung der übrigen Gleise auf den lokalen Regler, wie du's ja auch geschrieben hast. Ich denke, ein lokaler Regler reicht. Wenn sich herausstellt, dass du einen zweiten lokalen Regler brauchst, kannst du ihn immer noch später hinzubauen, wenn du dir jetzt überlegst, wie das geschehen kann.

Felix
>>>Was mir an dem Konzept gefällt, sind die wenigen Schalter. Zwar kann nur der gesamte Bahnhof umgeschaltet werden, aber ich bin der Meinung, die kurze Wartezeit für den Rangier während der Zugsdurchfahrt ist keine Behinderung. Wichtig ist eigentlich nur, dass die Rangierlok in der Zeit auf einem abschaltbaren Gleisabschnitt steht (z.B. Stopweichen).
## Das klingt gut
>>>
Deine Skizze zeigt einen Bahnhof an Doppelspurstrecke? Das ist natürlich ein wenig anders als bei Einspur. Ich vermute, du brauchst einen Fahrregler für das Nordgleis und einen Fahrregler für das Südgleis. Wenn dieser Betrieb automatisiert ablaufen soll, brauchst du die unabhängige Zuordnung der übrigen Gleise auf den lokalen Regler, wie du's ja auch geschrieben hast. Ich denke, ein lokaler Regler reicht. Wenn sich herausstellt, dass du einen zweiten lokalen Regler brauchst, kannst du ihn immer noch später hinzubauen, wenn du dir jetzt überlegst, wie das geschehen kann.
### Ja genau. zwei Regler jew einen für N und S Gleis.

Danke Dir, werde mich mal durcharbeiten

CU
WE
Hallo Felix,
ich verwende eine leichte Abwandlung der Fremo-Z-Schaltung:
Bei mir "holt" sich der Regler des Endbahnhofes den Zug. Ein durchfahrender Zug wird also nicht in meinem Zwischenbahnhof von meinem Orts-Regler versorgt, sondern per Schalter auf den "Regler von links" bzw. "Regler von rechts" zugeordnet.

Den oder die Orts-Regler dienen nur den hier haltenden bzw. rangierenden Zügen / Loks. Anzahl der Ortsregler entsprechend erwartetem Rangieraufkommen.

Gruß aus LeverkuseN
Peter JuNge
@1 Felix, Du hast da ein paar gute Gedanken geschrieben. Besonders hat mir dies mit der doppelpoligen Trennung gefallen. Ehe jetzt die Fachleute über mich herfallen: Ich weis, dass dies zu machen ist. Ich weis aber auch, dass dieser verfluchte gemeinsame Rückleiter schon viel "Leid" über manchen Mobahner gebracht hat. So teuer sind ja Kabel heute auch nicht mehr. Felix, ich wollte das Thema Z-Schaltung schon immer mal grundlegend aufarbeiten. Weil ich nämlich völlig frei im Einsatz von Fahrpulten sein will. Ich werde mich 2005 mal bei Dir melden. Zu Wutz: Es ist m.E. weniger eine Frage des Gleisplanes, als wirklich die Frage wieviel Regler Du (!) gleichzeitig bedienen willst. Daher ist dies bei Modulanlagen sicher anders zu sehen, weil da eben viele miteinander Betrieb machen. Auch die alte Frage nach Festspannungen gehört mit dazu. Mein Vorschlag: 3 Fahrregler zum echten regeln. Ein Fahrregler zum verdeckten regeln. und zwei Festspannungen. Gruß Bernd
@3
Eigentlich redest du von der Fremo W-Schaltung, nicht wahr? Ansonsten hast du auch ein prima Konzept.

@4
Klar, melde dich... Bei Schreiben des Beitrags 1 ist mir aufgegangen, dass ich bei meiner Webseite eine ausführliche Seite über Z-Schaltungen hinzufügen könnte. Oder auch für Ismael. Wir werden sehen...

Felix
Guten Morgen.
Also die Strecke "regelt sich selbst" = Festspg. von Norbert W`s Blockelektronik.
Im Bhf soll man im Grunde schon selbst fahren. Aber eben wenn Rangieren angesagt ist, kann s schon sein, dass ein EC durchrauscht. Wenn der dann an der FS hängt sollte man ja trotzdem noch im Güterbereich rumheitzen können, mittels RR (Rang.Reg.)
Ich habe da wie oben gesch. schon eine gute Idee, die ist aber mit enormen Aufwand verbunden und die Frage ist ob man das was ich da vorhabe denn überhaupt je nutzen wird.
Also im x-tremfall könnten dann auf den Hauptgleisen je ein Zug je Richtung durchfahren, während = zeitig im oberen (östl) und unteren (westl) Teil des Bhf ein RR seperat bedient werden könnte. Das überblickt doch kein Mensch?
Hmmm!!?
CU
WE
@6
Wie wärs damit? Sollte noch knapp zu überblicken sein:

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Jeder "Knollen" ist ein zweipoliger Umschalter:
links = "Streckenfahrregler"
rechts = "Bahnhofsregler"
wobei die oberen Gleise zum oberen Streckenregler zugeschaltet werden und die unteren beiden Gleise zum unteren Streckenregler. Die Weichenköpfe werdem dem jeweiligen Durchfahrgleis fix zugeordnet.

Damit hast du drei Regler:
Strecke Ost (oberes Gleis, Festspannung)
Strecke West (unteres Gleis, Festspannung)
Bahnhofsregler (Regeltrafo)

Während die IC's durchrauschen, kannst du unabhängig weiterrangieren - da nur ein Bahnhofsregler, kannst du natürlich nur eine Rangierlok gleichzeitig fahren lassen.

Wenn du einen IC auf dem oberen Gleis übers Ausweichgleis leiten willst, stellst du einfach das Ausweichgleis auf "Streckenfahrregler" und fertig. Unten dito.

Wenn du einen IC von der oberen Strecke aufs untere Gleis nehmen willst (geht das überhaupt? Ich sehe in der Skizze keine Weichenverbindungen), stellst du den ganzen Bahnhof auf "Bahnhofsregler" und stellst Spannung und Fahrrichtung etwa gleich ein wie der Streckenfahrregler eingestellt ist.

Wenn du kreuz und quer rangieren willst, stellst du alle Einfahrsignale auf Rot und alle Gleise auf "Bahnhofsregler".

Die Schaltung kann beliebg verkompliziert werden für weitere Funktionen... aber ich denke, diese "Einfach-Version" bringt dir sehr viel, bei kleinem Aufwand (ein Kippschalter pro Gleis).

Felix
Hallo,
- vier Zugbewegungen auf einmal im Bahnhof ?  Das wär mir zu stressig, und zwei Rangierloks simultan zu steuern würde ich mir auch nicht zutrauen. Ich habe daher  den Durchfahrtsbereich des Bahnhofs an die Streckenspannnung gelegt und bediene den Rest des Bahnhofs mit nem Rangierregler, der bei Bedarf auch auf die einzelnen Durchfahrtsbereiche gelegt werden kann. Das dann die Einfahtrtsignale runter müssen ist ja klar. Wenn bei Dir die einzelnen Rangierbereiche sehr groß sind oder weit auseinander liegen, wäre eventuell ein zweiter Rangierregler sinvoll, macht dann aber die Verkabelung aufwändiger.
Grüße,Jörg
Hi.
Ja genau so.
"..geht das überhaupt?" Ja, geht.
So in etwa werde ich das wohl machen. S` stimmt, mehr kann man eh nicht überblicken
Merci!
CU
WE


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