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THEMA: Arnold BR41 Achsen / Gestänge ausrichten

THEMA: Arnold BR41 Achsen / Gestänge ausrichten
Startbeitrag
Dampflokfan - 27.07.17 18:56
Hallo N-Bahner,

ich bin gerade dabei aus eine vergoldeten Arnold BR41 Schlepptender Dampflok eine fahrendes Model umzubauen. Auf diese Art und Weise bin ich günstig an ein neues Fahrwerk gekommen.
Dazu habe ich mir Achsen mit brünierten Rädern besorgt, die ich in diese Lok einbauen möchte.
Ich habe schon viele Loks zerlegt und hatte bisher eigentlich noch nie größerer Probleme die Räder mit dem Gestänge auszurichten, damit die Lok wieder gut fährt.
Bei meinem aktuellen Projekt will es aber nicht so richtig klappen. Die Räder drehen sich zwar relativ frei - ich merke aber doch beim Drehen mit der Hand, dass die Räder mit montiertem Gestänge nicht zu 100% frei laufen.
Ich habe jetzt schon eine ganze Weile probiert - besser wird es aber nicht.

Nun meine Frage: Es ist doch egal wie rum ich die Achsen einsetzte. Die Achsen sind beidseitig isoliert.
Der Versatz der Bohrungen in den Rädern ist vorgegeben. Kann es notwendig sein einzelne Räder um 180 Grad zu drehen?
Ich habe auch gesehen, dass im Gestänge, dass die 4 Achsen verbindet keine Langlöcher für die Befestigungsbolzen vorhanden sind. Ist die Fertigung bei diesen alten Arnold Loks so genau gewesen, dass es keine Langlöcher bedarf? Andere Hersteller haben sehr wohl Langlöcher für die Befestigung der Gestänge am Rad vorgesehen.
Oder ist eine der neuen Achsen evtl. versetzt und die Problem kommen daher?
Danke vorab für Eure Hilfe.
Gruß

Robert
  

Hallo Robert,

wurden die Räder auch auf der Achse im Seitenvergleich (rechts, links) exakt um 90 Grad versetzt ausgerichtet ?

Gruß
Frank
Hallo Robert,

liegen die Achsen in Fahrtrichtung alle gleich, nicht das eine um 180 verdreht in der Achsaufnahme im Fahrgestell liegt. Sollte es nicht der Fall sein, dann nur erstmal zum Testen auf einer Seite die Steuerung ansetzen. Wenn sich jetzt alle Räder leichtgängig drehen, die Gegenüberliegende Seite Prüfen, wie die Stellungen der Bolzen stehen. Diese müssen Exakt durch die Bohrungen der Steuerung sichtbar sein. Da ich doch nicht dieses Feingefühl hatte, die Räder mit den Fingern zu drehen um ein evtl. hacken zu spüren, stelle das Fahrgestell auf ein Gleis und von vorne oder hinten an der Lok schieben. Habe so schon etliche Steuerungen wieder hin bekommen.

Kannst Du von Deinem Problem Fotos machen, würde Helfen.

Gruß
Hans-Werner

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Hallo Robert   Ich bin mir leider nicht ganz sicher , aber ich meine es gibt zwei Versionen der Arnold 41er
und ich meine genau im Fahrgestell liegt der Unterschied  
Gruß Werner
Hallo Werner,

Du hast Recht - es gibt die älterer Version, bei der nur drei Achsen Zahnräder haben und die erste Achse nur durch die Kuppelstangen angetrieben wird und die neuere Version mit Zahnrädern auf allen vier Treibachsen.
Mein Fahrwerk hat vier Achsen mit Zahnrädern. Die neuen Achsen habe natürlich auch alle Zahnräder.

@2 Die Kuppelstangen bei meiner Lok sind nicht geteilt sondern verbinden alle 4 Kuppelachsen, nicht wie auf dem Fotos von Hans-Werner nur die ersten drei.

Bei neu gelieferten Achsen kann ich doch hoffentlich davon ausgehen, dass der Versatz der Räder der linken zur rechten Seite genau stimmt. Ich hoffe nicht die Räder auf den Achsen gegeneinander verdrehen zu müssen.

Ich werde mich noch einmal in Ruhe an die Aufgabe begeben. Ich werde noch einmal alles demontieren und von vorne beginnen..

Gruß

Robert
Hallo,

heute früh habe ich mich erneut mit dem Fahrwerk der BR41 befasst. Ich habe die Steuerung wieder demontiert und nur die Kuppelstangen, die jetzt nur die die erste, zweite und vierte Achse verbinden montiert gelassen.
Dann habe ich mit dem Ausrichten begonnen.
Mir ist aufgefallen, dass ich beim Schieben der Lok einen unrunden Lauf fühlen konnte. Beim Blick von oben auf das Fahrwerk konnte ich sehen, dass sich die Kuppelstange zwischen der zweiten und vierten Achse (dritte läuft ja aktuell nur so mit) leicht nach außen biegt - also gibt es eine leichte Spannung zwischen zweiter und vierte Achse. Nachdem ich die Lage der vierten Achse korrigiert habe läuft das Fahrwerk gut.
Trotzdem passt die Lage der Bohrungen in der dritten Achse, in die die Kurbelzapfen der Steuerung eingesteckt werden nicht richtig.
Nachdem ich diese Achse um 180 Grad gedreht habe und wieder lange probiert habe bis alles leicht läuft bin ich nun hoffentlich am Ziel.
Das Fahrwerk lässt sich nun mit montierter Steuerung leicht schieben - nicht ganz so leicht wie ohne Steuerung - das ist aber hoffentlich normal.
Jetzt hoffe ich, dass die Lok mit eingebautem Motor gleichmäßig fährt.

Zusammenfassend kann ich bis hierher sagen, dass es doch sein kann, das Achsen um 180 Grad gedreht eingebaut werden müssen um einen gleichmäßigen Lauf zu erreichen.

Gruß

Robert
Hallo ,  was ich auch schon einmal hatte . Die Kuppelstange war rechts mit Links vertauscht   .  Die angedeuteten Ölbehälter zeigten nach unten . Damit humpelte die Lok auch
Gruß Werner
Hallo Werner,
das ist ein guter Hinweis. Manche Sachen Vergisst man einfach aber genau diese sind wichtig.
Und wenn man völlig daneben liegt Hüpft die Lok.

https://youtu.be/gtYPiVqr9Kg

Gruß
Hans-Werner
Hallo Hans-Werner,

Wahnsinn - aber so etwas wollen wir auf unseren Anlagen nicht wirklich sehen!
Erstaunlicherweise drehen die Räder trotzdem mit relativ gleichmäßiger Geschwindigkeit. Bei dem Hub hätte ich mit einer stark schwankenden Drehzahl gerechnet.

Ich bin jetzt bei meinem Exemplar gespannt wie sie sich mit eingebautem Motor auf dem Gleis verhält.

Theoretisch sollte sie ruhig laufen, da das Fahrwerk, das Getriebe, die Radsätze und die Steuerung nagelneu sind.

Gruß

Robert
Hallo Robert,

da es sich im Video um meine Hüpf-Lok handelt, diese Verdrehte Antriebsachse war NEU.
Habe das eine Rad auf der Achse dann so weit Verdreht, bis die Bohrungen Überein stimmten, Fertig mit viel Schweiß.

Nur ein Tipp, evtl. kennt Ihr diesen aber schon. Zum Testen bevor die Bolzen gesetzt werden nehme ich Steckpinnadeln und setze die Triebwerkstangen auf die erste und letzte Achse. Jetzt kann man in aller Ruhe die Achsen in der Mitte entsprechend Justieren.

Gruß
Hans-Werner


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