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THEMA: Lauer SBF-Steuerung und Wendez

THEMA: Lauer SBF-Steuerung und Wendez
Startbeitrag
Tom (Gyngeb) - 06.12.04 17:32
Hallo liebe Leute,

zwecks Sammlung von Erfahrung habe ich mit einer Lauer SBF-Steuerung (LBS10 und LBS20) einen Mini-Test-Schattenbahnhof auf einer Platte aufgebaut. Versuch macht kluch!

Es funktioniert prima und ich habe einige Erkenntnisse gewonnen, die ich in Kürze, beim Bau meines SBF, gut gebrauchen kann. Leider gibt es aber dieses bekannte Problem mit geschobenen Zügen. (Zug schiebt über den Halteabschnitt hinaus, bis die Lok den Stromfühler im Halteabschnitt erreicht).

Wenn sich an der Spitze des geschobenen Zuges ein Wagen befindet der Strom entnimmt (Steuerwagen mit Licht, oder mit einem hochohmigen Widerstand, oder ähnliches (eine normale Wagenbeleuchtung funktioniert allerdings nicht sicher), so schaltet dieser den Strom auf dem Halteabschnitt ab und die Einfahrweiche sofort auf Umfahrung sobald er den Halteabschnitt erreicht. Funktioniert die Einfahrweiche nun als STOPPweiche, so wird der Schiebelok (vor dem Halteabschnitt) ebenfalls sofort der Strom abgeschalten und der Zug steht an korrekter Stelle. So weit, so gut!

Erst beim Abfahren kommt das Problem: Die Einfahrweiche und damit der Fahrstrom für die Schiebelok (da  Stoppweiche) wird beim LBS20 erst ca. 4 Sekunden von Umfahrung auf das Gleis geschalten (Freigabe des Gleises) wenn der Halteabschnitt verlassen wurde.

Ich habe mir dazu mal folgendes überlegt:

Man könnte mit einem zusätzlichen LBS30-Baustein (Schalten der Ausfahrweiche), die EINFAHRWEICHE sofort schalten. D.H. man würde ein LBS30 dazu vergewaltigen statt der Ausfahrweiche eben die EINFAHRWEICHE sofort auf Einfahrt zu stellen.
Und damit bekäme die Schiebelok ihren Abfahrstrom.

Mir ist klar, daß ich durch die sofortige "Freigabe" des Gleises ein Sicherheitrisiko habe. Dieses würde ich aber schon vor der Einfahrweiche anderweitig absichern.
Da ich kein LBS30 habe, hab ich‘s nur mal "händisch" probiert (einfach die Einfahrweiche sofort stellen). Dies hat funktioniert und wenn ich richtig getestet habe, so ist der Ablauf der Steuerung auch nicht durcheinander gebracht worden.

Kann das funktionieren oder habe ich etwas nicht beachtet?
Über Tipps würde ich mich freuen...

Gruß
Tom

p.s. ich fahre analog...

Hallo Tom,

das LBS 20 ist das Problem. Anders, als das LBS 10, ist es zunächst nicht geeignet für Schiebebetrieb.

Aus einem Schriftwechsel mit cox, in dem ich das Problem theoretisch gelöst habe (habe kein Lauer, sondern eine eigene Schaltung entwickelt mit ähnlicher Problematik):

>  
> Wenn das so ist, dann müsste der Abschnitt zwischen
> Weiche und
> Halteabschnitt (= Fahrabschnitt = FA)  über den
> Besetztmeldekontakt (da, wo
> das LBS 90 angeschlossen wird) auf "Aus" geschaltet
> werden. Das Zuschalten
> des Fahrstromes müsste dann den Abschnitt auf "Ein"
> schalten.
> Jetzt vermute ich mal, dass der LBS 20 erkennt, ob
> im Halteabschnitt (=HA)
> noch ein Verbraucher steht und schaltet den
> Fahrstrom ab, wenn HA leer ist.
> Das ist natürlich fatal, wenn wir mit einer Lok
> schieben. Diese würde
> nämlich im HA anhalten und der Zug....
> Also müssen wir mit der Schaltung dem LBS 20
> vorgaukeln, dass der HA noch
> besetzt ist.
>  
> Das geht wie folgt:
> Das Relais schaltet von der allgemeinen
> Versorgungsspannung (AVS) auf die
> Versorgungsspannung des Halteabschnitts (HAVS) um,
> sobald der Besetztmelder
> den HA besetzt meldet. Nun ist der HA und FA
> zusammengeschaltet und der LBS
> müsste solange "Besetzt" melden, bis der gesammte
> Abschnitt leer ist. Dann
> schaltet das Relais um (Versorgung des FA durch AVS)
> und ein Neuer Zug kann
> einfahren.
>  
> Die Grundstellung des Relais sollte FAVS = HAVS
> sein. D.h. das Relais sollte
> durch den Besetztmeldekontakt abfallen.
> So ist beim Einschalten immer der gesammte Abschnitt
> wie der HA geschaltet.


Ich weis nicht, ob cox das ausprobiert hat. Frag mal nach.

Gruss
Lavamat
@Tom: Wenn es Dein Platz zulässt, kannst Du das Problem lösen, indem Du den stromlosen Halteabschnitt so lange machst, wie der ganze Zug ist zzgl. evtl. Zugaben für Auslauf etc. Da wendezüge geschoben ja i.d.R. kürzer sind als Züge mit der Lok vorne, müsste das auf diese Weise gehen. Allerdings brauchst Du auch noch Platz zwischen Weiche und Halteabschnitt, da die Einfahrtweiche sofort umschaltet, wenn im Halteabschnitt ein Verbraucher stehet.
Gruß
Dieter
Hallo Lavamat,
habe schon nach Cox gefragt, aber der ist noch eine Weile verreist. Da muß ich warten...
Mich beschäftigt halt die Frage, ob meine Idee mit dem zusätzlichen, zweckentfremdeten LBS30 funktionieren könnte.

Hallo Dieter,
tja, wenn ich DEN Platz hätte, wäre es einfach.  

Gruß
Tom






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