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THEMA: Rückkehr von TT: ein paar persönliche Erfahrungen
nach zwei Jahren "Fremdgehen" mit TT bin wieder zurück bei N, und möchte euch an meinen Gedanken teilhaben lassen.
Nach wie vor halte ich den Maßstab 1:120 für ideal, gar nicht mal so sehr wegen der Detailierung an den Fahrzeugen, sondern eher für die Basteilein im Umfeld. Weil ich N-Straßenlaternen mit der Dicke von Baumstämmen einfach nicht schön finde; weil in 1:120 Beschriftungen stimmiger aussehen; weil das Gleissystem von Tillig ansehnlicher ist. Und nicht zuletzt fällt die Bastelei grundsätzlich einfacher (man wird ja nicht jünger). Das deutlich geringe Angebot an (West-)Modellen hat mich nicht gestört - weniger ist manchmal halt auch mehr.
Aber ich habe bei TT einige Erfahrungen gemacht, die man auf den ersten Blick nicht unbedingt auf dem Schirm hat.
- Die TT'ler basteln zu gerne - das Zurüsten von Teilen hat bei einigen Modellen kaum akzeptable Ausmaße. Das Zurüsten der DB-V100 von Tillig ist eine wahre Herausforderung. Nun könnte man argumentieren, das wäre im Modellbau eine hinnehmbare Tatsache; allerdings lobe ich mir da die Einfachheit der N-Modelle, die fertig aus der Schachtel fallen, statt 30 Einzelteile verkleben zu müssen. Obendrein kann man manche Modelle mit Zurüstteilen gar nicht zurück in die Packung legen. :-/
- Da schließt sich an: kauft man TT-Modelle gebraucht, dann fehlen nicht selten Zurüstteile. Umgekehrt ist jedes zugerüstete Modell nicht mehr "neuwertig", da ja schon verbastelt. Wenn man die Sammlung immer mal variiert und Modelle via Gebrauchtkauf und -verkauf austauscht, ist das in TT eine echte Herausforderung.
- Apropos Gebrauchtkauf: die Preise für neuere TT-Modelle bleiben auch gebraucht sehr stabil - man kann fast keine günstigen Schnäppchen machen. Viele Modelle steigen sogar im Wert, wenn der Abverkauf durch ist, was wohl mit den ingesamt kleineren Markt zusammenhängt. Ich habe einige TT-Modelle neu beim Händler gekauft, die ich mittlerweile zu höheren Preisen wieder abgegeben habe. Sicherlich ist Werterhalt eine feine Sache - aber für einen stattlichen Wagenpark ist dieser Markt dann doch sehr kostspielig.
- "Randproblem": Tillig verpackt seine Modelle in Kartons, die fünfmal, sechsmal (oder mehr) so groß sind wie bei vergleichbaren N-Modellen. Das beansprucht einen gewaltigen Platz. Und selbst beim Gebrauchtkauf macht sich das bemerkbar, weil jeder noch so kleine Wagen stets ein Paket für sich beansprucht...
- Und obendrein ist TT immer noch derart eine Nische, dass viele Modelle einfach zu teuer sind. Als Neuware nehmen sich die Preise nicht viel, aber gebraucht ist das N-Angebot einfach riesig. Bei TT muss man - gerade bei den Loks - nicht selten den drei- bis vierfachen Preis für ein Modell gegenüber einer vergleichbaren N-Version ausgeben.
- Die Recherche im Internet ist bei N wirklich wunderbar möglich - es gibt so viele Datenbanken mit Infos zu JEDEM Modell; in TT findet man zu manchen Fahrzeugen nur ein paar Daten auf osteuropäischen Seiten...
- Eine richtige Akzeptanz in Westdeutschland wird TT wohl nie mehr erlangen. Als ich mit TT angefangen hatte, gab's die zwei TT-Fachmagazine in unserer Kleinstadt bei mehreren Zeitschriftenanbietern; mittlerweile sind sie mangels Nachfrage aus allen Sortimenten verschwunden.
Und obendrein habe ich noch eine ganz besondere Erfahrung gemacht: das Völkchen im "TT-Board", dem größten TT-Forum im Netz, ist eine Gruppierung für sich. Vielleicht trete ich damit jetzt dem einen oder anderen auf die Füße, aber der Umgangston ist rau. Nicht nur, weil man als Neueinsteiger in die Spur durchaus häufiger patzige Antworten bekommt, sondern auch, dass die TT'ler ihre Spur gegenüber Neulingen eigenartiger Weise schlecht reden, ja fast schon abzuriegeln versuchen. "Du willst Dampfloks fahren? Was willste dann mit TT?" - "Du magst die Bundesbahn? Dann bist'e bei TT falsch." - "Piko bringt den VT98? Den kann doch keiner von uns gebrauchen!" - und so weiter, und so weiter... Einmal musste ich sogar die Wessie-Keule einstecken - das muss doch wirklich nicht sein.
Da lobe ich mir das 1zu160-Forum hier - trotz gelegentlicher Ausnahmen ist diese N-Community eine viel freundlichere Welt.
Fazit: 1:120 ist ein hervorragender Maßstab. Die Modelle, die heute auf den Markt kommen, sind meist tadellos. Schaut man aber über diesen Tellerrand hinaus, wird's schwierig. Ich werde die TT-Modelle wieder abgeben. Glücklicherweise geht das ohne großen Verlust.
Das wollte ich nur mal runterschreiben, für jene, die vielleicht auch mal mit einem Wechsel geliebäugelt haben.
Grüße,
Steve
Ich finde Spur N als Kompromiss ideal:
- nicht zu fitzelig (z) und klein genug, um halbwegs glaubhafte Anlagen auf akzeptabler Fläche umsetzten zu können
- Angebot an Artikeln ist zufriedenstellend (HO natürlich sehr gross)
- mittlerweile oft tolle Detaillierung zu okeyem Preis
- n-bahn-Magazin und forum hier 😀
- durch kleinen Maßstab muss nicht jeder Minifurz nachgebildet werden
- Modelle kompatibel
sehr interessanter kleiner Bericht. Ich habe auch manchmal Lust auf was grösseres.
Und manchmal finde ich die kleinen Z Bahnen einfach zu gut!
Ich halte mich dann lieber zurück auch wenn mit steigendem Alter die N-Bahn immer winziger erscheint!
So manche Dampflok in HO ist auch einfach zu lecker. Aber man weiss ja, wo das hinführt. Auf YouTube kann man Filme von Leuten sehen, die sitzen selbst auf der Lok...
Wahnsinns Hobby
Viel Spass!
Frank
in jungen Jahren stand ich auch vor der Wahl, HO auf Grund der Platzproblemen aufzugeben. Ein Vergleich von TT und N hatte damals bei mir ergeben, daß TT keine wirkliche Alternative zu HO ist. Der Platzgewinn wäre nur gering. Einzig N hat einen deutlichen Platzgewinn zur Folge. Ich bin folglich dann auf N umgestiegen und halte diesen Schritt auch heute nach Jahrzehnten noch für richtig. Und für die Augen gibt es auch im Alter Brillen.
Im TT-Board war ich auch einige Zeit. Ich kann nur sagen, ein seltsamer Haufen. War damals froh, dort wieder weg zu sein.
Gruß
Rainer
ein Kommilitone von mir fährt TT und hat mal aus dem Nähkästchen der Foren und Modulbaugruppen geplaudert. So wie ich ihn verstanden habe ist das dort wie bei der judäischen Volksfront und der Volksfront von Judäa...
Grüße,
Rico
http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?010,8050472
http://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?010,8112444
Hab's mir aber aus ähnlichen Gründen aus dem Kopf geschlagen. N kann ich mit meinen Wurstfingern gerade noch so händeln, bei Z wird's schon schwierig, wenn man was selber bauen will.
LG, Andreas
in einer Moba- Zeitschrift stand, dass einer auf Spur Z gewechselt hat, weil er im Altersheim weniger Platz hat.
Ein Bekannter wechselt zur Spur 1, da musste er, wenn er Hütten baute , jeden Nagel darstellen, wurde zu anstrengend.
Habe sehr große Hände und bin überrascht, dass meine Feinmotorik noch so gut ist, vielleicht liegt es an meiner langen Modellbautätigkeit.
Gruß
Klaus
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Schon erstaunlich, dass man in TT bei einem gebrauchten Modell mit Fehlteilen rechnen muss und der Preis trotzdem stabil hoch ist.
Na ja, das wird sicherlich von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Wenn man beim großen Auktionshaus nach TT-Modellen sucht, bekommt man massig altes Material aus Vor-Wende-Zeiten hinterhergeworfen. Was jedoch in den vergangenen 10, 15 Jahren neu auf dem Markt kam, wird gebraucht kaum angeboten. Entsprechend hoch fallen dann die Preise aus, wenn doch mal ein solches Modell auftaucht. Das fällt natürlich erst recht dann auf, wenn man - so wie ich - gezielt und epochentreu sammelt. Dann übertrumpfen die bezahlten Preise nicht selten den ursprünglichen Händlerpreis.
Und nochmal allgemein: es geht mir nicht darum, den TT-Maßstab oder die Modellqualität abzuwerten. All diese bekannten Gründe, die immer wieder als Vorteil der TT-Spur genannt werden, stimmen; TT ist durchaus eine ideale Spur. Aber die oben aufgeführten Punkte sind halt "Randerfahrungen", die ja üblicherweise kaum betrachtet werden.
Irgendwie beruhigt es mich, dass auch andere von einem "seltsamen Haufen" sprechen... hab' schon sehr an mir gezweifelt.
Grüße,
Steve
Während die N-Hersteller den Osten zunächst vor allem über Fahrzeuge erschlossen haben, die in den Westen kamen bzw. hier zumindest bekannt waren - etwa 243, 01.5, 132 oder Gbs 1500 - gab es andersrum in TT viele West-Exoten, die im Osten weder bekannt noch verwendbar waren. So haben Silberlinge ewig gedauert (dabei kamen die oft in den Osten) und m-Wagen gibt es meines Wissens bis heute nur dünn. ganz dürftig kommen mir Güterwagen vor - da ist selbst das DR-Angebot in N besser.
Gruß Kai
DR-Bahner Jörch
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Interessante Beobachtungen - vor allem die Selbstkritik bezüglich des DB-Angebotes ist ein deutlicher Wandel zu den TT-Missionaren, die schon vor 10 Jahren "jetzt geht auch DB" propagiert haben.
Kai, es ist keinesfalls so, dass der VT98 im TT-Board grundsätzlich abgelehnt wurde. Die Ankündigung hat die TT'ler gespalten - die eine Hälfte hielt das Modell für einen wichtigen Schritt, um abseits der DR-Ostalgie Marktanteile zu gewinnen, die andere Hälfte hat diese Enscheidung aber in Grund und Boden geschimpft und Piko den finanziellen Kollaps vorhergesagt. In den Beitragen schwang deutlich mit, dass die Hersteller die Finger vom unrentablen West-Kram lassen sollen, da TT nun mal für DR-Bahner sei. Im Kern kann ich die Argumentation nachvollziehen, aber diese Schärfe und diese "Unsere DR, unsere Spurweite"-Mentalität im TT-Forum ist schon erschreckend.
Im Übrigen bekommt man mittlerweile viele "klassische" DB-Modelle auch in TT als gelungene Umsetzung, aber dann greift halt immer wieder die o.g. Preispolitik: die Modelle werden einmal aufgelegt, abverkauft und sind dann vom Markt; wer rückwirkend diese Fahrzeuge haben möchte, muss sehr hohe Gebrauchtpreise in Kauf nehmen.
Grüße,
Steve
danke für den interessanten Einblick in die (wollte angesichts deiner Schilderungen vom TT-Board schon fast sagen: hinter den eisernen Vorhang der) TT-Welt.
Die Modelle sind schön und in der Detaillierung H0 ebenbürdig. Dennoch sehe ich 1:120, wie auch 1:87, als Zwischenmaßstäbe, deren Vorteile für mich die Nachteile nicht aufwiegen würden. Die mögliche Großzügigkeit von N lässt sich eben nur mit viel mehr Fläche erzielen.
Meine alternative Spurweite wäre wenn schon, dann 0 Allerdings mit anderen Szenarien, piffeliger eben
Was anderes, hab ein paar neue TT-Sachen (DB V80 m. Dekoder und ein paar Güterwagen) abzugeben. Würdest du also Ebay empfehlen?
Schöne Grüße, Carsten
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Was anderes, hab ein paar neue TT-Sachen (DB V80 m. Dekoder und ein paar Güterwagen) abzugeben. Würdest du also Ebay empfehlen?
Bei der V80 ausgerechnet weniger. Tillig hat das Modell in diversen Startpackungen verteilt, und gerade deswegen erzielt diese Lok leider keine hohen Preise.
Unabhängig davon habe ich gute Verkaufspreise immer im Marktplatz des TT-Boards erzielt.
Grüße,
Steve
Das mit den Gebrauchtpreise: Wie im richtigen Leben: Wenn zu teuer, dann nicht kaufen. Ab und zu kann man schon auch zu vernünftigen Preisen etwas finden. Und mit der Zeit gibt's auch mehr DB! Ist für die Hersteller halt auch ein Henne Ei Problem. Muss sich auch rechnen!
Gruß Holger
hm, zumindest bisher hab ich im TT-Board keine schlechten Erfahrungen gemacht. Sogar als "Artfremder" hab ich keine irgendwie negativen Kommentare abbekommen. Vielleicht sinds nur ein paar wenige, die quer schlagen.
Ein paar wenige TT-Fahrzeuge hatte ich auch schon auf dem Tisch. Ich muss sagen, ich bin recht froh über unsere N-Loks. Die TT-Teile, die ich da hatte, waren konstruktiv teilweise etwas fragwürdig. Verklebte LEDs, Loks, die bei Entfernen eines Teils fast in alle Einzelteile zerfielen, kaum zugängliche Platinen usw. usf. Ich fidne, die N-Hersteller machen da nen besseren Job.
Viele Grüße
Carsten
in letzter Zeit wurde es etwas ruhiger dort. Wie du schreibst, es sind auch immer nur ein paar wenige, die kennt man ja mitlerweile auch.
Letzte Woche habe ich eine Piko mit nem ESU Lokpilot 4 ausgestattet. Ging absolut problemlos (musste aber Kabel anlöten, weil Schnittstelle nicht passend war). N-Modelle hatte ich noch nicht auf dem Tisch, kann daher nichts dazu sagen.
Leider hat sich ja nun Roco aus der TT Szene verabschiedet. Schade, denn das waren sehr gute Modelle. Dementsprechend sind jetzt auch die Gebrauchtpreise......
sehr interessante Gedanken im Eingangspost und sicher hilfreich für diejenigen, die sich einen Umstieg oder "mal so ein Diorame nebenbei" überlegen, weil man daran zunächst nicht denkt.
Ich stand nach der Wende vor der Frage, TT weiterzumachen (besser gesagt: nach dem Berufsstart und abgebauter Anlage wieder neueinzusteigen) oder umzusteigen. Damals sprach gegen TT die Unsicherheit, wie und ob es weitergeht. Daher entschied ich mich für N. Dort wiederum gab es keine/wenige/unpassende DR-Modelle. Da ich wiederum zur DB keinen Bezug hatte, wählte ich Epoche II. Klar, auch dazu hatte ich vom Alter her keinen Bezug, aber die reine Dampflokzeit reizte schon ungemein.
Jahre später, als der TT-Markt wieder wuchs, hätte ich meine Entscheidung vielleicht anders gefällt, DR war und ist ja dort das Kernthema.
Ich bin aber mit N absolut zufrieden: ich hätte kaum meinen Bahnhof in Originallänge in TT realisieren können. Inzwischen ist auch in N der DR-Markt gewachsen, so dass ich einen "Zweitsatz" DR-Fahrzeuge habe, die alternativ meine noch unfertige Anlage bespielen können.
TT reizt mich daher nicht mehr, ich verfolge aber nebenbei in etwa die Entwicklung, rein aus nostalgischen Gründen. Ich bin hingegen kürzlich zu 0e (Magic Train) fremdgegangen, selbst dort gibt es Epoche II. Wer mal reinschauen möchte: https://w.stummiforum.de/viewtopic.php?f=172&t=154055 (allerdings ruht die Arbeit daran derzeit).
Viele Grüße
Frank
ich danke dir SEHR dafür, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst! Für mich, der ich TT im Prinzip als ideale Baugröße ansehe, aber eben gerade KEINE Lust zum beständigen Basteln und Zurüsten habe, sind sie unglaublich wertvoll.
Und was du über das TT-Board schreibst, muss ich zu meinem Leidwesen bestätigen. Ich finde schon den Umgangston in unserem 1:160-Forum oft mehr als grenzwertig, aber im Vergleich zum TT-Board befinden wir uns hier geradezu in einem Sanatorium.
Das Gute am TT-Board: Wenn man - wie ich - einen Narren an der DR gefressen hat, findet man dort gute Informationen. Ansonsten ist es eher dazu angetan, potenzielle Interessenten eher zu vergraulen denn zu binden.
Liebe Grüße
Holger
Ich bin vor 12 Jahren in das Modellbahnhobby wieder eingestiegen.
Als in Westdeutschland geborener war die TT Bahn zu damaligen Zeit noch untypisch.
Entweder ist es vererbt worden oder man hatte schon vorher Bezug dazu.
Gut geholfen hat mir ein Modellbahnverein.
Nun sind so viele Jahre vergangen und so langsam wechsele ich zu N.
Der Abstand von H0 zu TT ist mir zu klein.
Man sagt ja immer TT geht gerade so auf den Tisch. Dabei haben die Wagen so einen extremen Überhang das es verboten aussieht.
Man sagte auch immer dass die Spur TT in etwa die Qualität von H0 hat.
Mittlerweile würde ich sagen das Spur N die Qualität mindestens wie TT hat wenn nicht sogar besser.
Tillig konstruiert immer noch nach Bausätzen. Dabei kommt dann viel mit Kompromissen heraus.
Die Zurüstteil Orgie ist immer noch das Tüpfelchen vom i.
In N sind Griffstangen entweder direkt angespritzt oder schon angebaut.
In N ist viel mehr realisierbar auf der selben Fläche und sieht mittlerweile trotzdem sehr hochwertig aus.
Vor allem Modellbahnanlagen gibt es in N schönere als in TT.
Wenn wir von Dioramen sprechen ist der Unterschied gravierender. Gibt es fast keine!
Das schöne ist. Die Preise für Rollmaterial bleibt stabil. Das heißt ich kann es oft sogar mit Gewinn wieder verkaufen.
Ich finde die Unterschiede von N zu TT bzw. dann auch von TT zu HO auch als zu gering.Das ganze habe ich hier schon mal vor einige Jahren so ähnlich geschrieben und wurde schier geteert und gefedert!
Als N Bahner würde mich eher Spur 0 reizen aber der Platzbedarf ist einfach viel zu groß.Wo in N eine richtig große Anlage möglich ist gibt es in TT und HO gerade mal eine kleinere Nebenbahn.In O reichst gerade zum Rangierdiorama auf der selben Fläche.
In den alten Bundesländern wird TT wohl nie eine größere Rolle spielen und in den neuen Bundesländern ist die TT eben schon lange bekannt und damit auch mehr verbreitet.Interessant ist aber das einige Hersteller durchaus TT verstärkt anbieten.
Gruß
Thomas
Zitat
...Interessant ist aber das einige Hersteller durchaus TT verstärkt anbieten...
weil für die fünf Neubundesländer für N in etwa das Gleiche gilt, wie bei TT in den Altbundesländern. Oft ist es dort auch so, daß viele noch das alte Piko Preisgefüge im Kopf haben. Dazu kommt noch, daß viele, die zu DDR-Zeiten "ihrer N" frönten, vor einer grundsätzlichen Entscheidung standen: wech mit dem "alten" Piko Gleiszeuchs und von vorne anfangen. Oder als reine "Nostalgieanlage" behalten, um die alten Piko Schätzchen nicht einrosten zu lassen *g*. Da sich zu DDR-Zeiten viele ja nicht aus "Spaß" für N entschieden hatten bei dem "Angebot", sondern aus Platznot, haben die wenigsten Anlagen "überlebt". Platte geräumt, Gleise verkauft und mit neuen Gleisen wieder angefangen. Die Folge, Piko N-Gleis wird einem noch immer vergleichsweise "hinterhergeworfen". Und da sehr viele mit der "neugewonnen Freiheit" oft auch in der Lage waren, sich räumlich zu verändern, zu vergrößern, entschieden sich davon dann oft viele entweder für TT (war ja "Standard") oder gleich H0.
Und da das Angebot für TT noch immer schwerpunktmäßig "im Osten" liegt, ist es bei N mit Einschränkungen noch immer genau umgekehrt.
Also dürfte sich so mancher Hersteller Gedanken machen, ob es klug sein könnte, diese potentiellen Kunden nicht auch anzusprechen...
meint grüßend
Roland
P.S. in einem gewissen Fachforum hat sich auch innerhalb der Jahre wenig geändert
genau das sehe ich auch so.
Letztes Jahr sind die neuen DB AG Doppelstockwagen vorgestellt worden. Das man erstmal eine Variante des VVO und später erst für ganz Deutschland anbietet spricht schon einiges für die Marktausrichtung.
Dabei sind die Modelle zwar hübscher als die 10 Jahr älteren Modelle.
Trotzdem qualitativ schlechter.
Gruß Sven
PS im Bild sieht man das Tillig Bettungsgleis im kleinsten Radius R11 und darüber das Kato Bettungsgleis aus der Startpackung M1. Radius 315
Ich sehe hier definitiv den Platzvorteil von TT gegenüber N. Nicht!
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Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
PS im Bild sieht man das Tillig Bettungsgleis im kleinsten Radius R11 und darüber das Kato Bettungsgleis aus der Startpackung M1. Radius 315
Ich sehe hier definitiv den Platzvorteil von TT gegenüber N. Nicht!
Hallo,
du kannst sicher auch ein HO Flexgleis auf diesen Radius biegen und sagen, das HO nicht mehr Platz braucht
Im Ernst, wenn du Tillig R1 vergleichen willst, solltest du auch Kato R1 mit 21,6cm als Vergleich ranziehen.
VG Nico
Sven schreibt:
das Wort Nicht hast du übersehen?
TT hat gegenüber N definitiv keinen Platzvorteil. Ich hatte als Kind TT, dann mit 14 wurde alles irgendwie weg gegeben, war auch zerspielt, verbastelt und übehaupt, ein Tonbandgerät und ein Stereo-Radio sollte es jetzt sein. Und dann kam der Zufall im Hobby-Laden, der auch die von mir begehrten elektronischen Bauteile führte, weswegen ich dort war. Die Verkäuferin hat mir einen Ost-Fuffi zu viel raus gegeben und sich über meine Ehrlichkeit dermaßen gefreut, dass sie mich beim nächsten Mal gefragt hat: Sie haben doch früher auch mal Eisenbahn gekauft... interessieren Sie sich dafür noch? Ähmmm, im Moment nicht aber warum fragen Sie? Gucken Sie mal... Schub hinter der Theke auf: Piko N, alles einzeln aber nachdem die Kiste und mein Portemonnaie leer waren fuhr zuhause eine franz. Ellok mit vier Kühlwagen. Dann kam eins zum anderen, Gebrauchtmarkt in der Tageszeitung usw. Zur Wende war dann Piko fast komplett. Dass man auf den Gleisen von damals mit Arnold, Minitrix usw fahren kann war schnell klar, dass es schöneres gibt auch.
Also Probegleise gekauft, Minitrix und Fleischmann, bei Fleischmann hängen geblieben und eine kleine Anlage gebaut. Diese dann wieder abgerissen und mit Peco neu gebaut, die Fleischmann Gleise tun seitdem im Schattenbahnhof ihren Dienst.
Irgendwann kam als Geschenk aus Bayern eine Kiste mit Minitrix-Gleisen. Mein Sohn, damals knapp 8 Jahre, hatte die Idee für eine Winterbahn. Die war hier schon ein paar Mal zu sehen und ist jetzt bei einem netten Modellbahner in Chemnitz zuhause.
Fazit: ein zurück auf TT würde ich heute nimmer machen und damals war die Entscheidung für N eher Zufall, ein gute Zufall.
Dennoch, auf Börsen eine lange Zeit immer mal neidisch auf TT geschaut, die alten Loks, die man aus der Kindheit kannte... V180, E11, ungarische M61, die 130 005, das waren Sachen, die es zum Teil in N erst seit ein paar Jahren gibt, von Personenwagen reden wir erst gar nicht. Mittlerweile gibt es in N fast alles was damals in TT schon allgegenwärtig war, Brawa sei dank, mit dem U-Boot fing es ja in den 90ern an, von der Minitrix Ludmilla reden wir heute nicht mehr aber es fehlt noch etwas, eine 23.10 und die war damals meine erste Dampflok, zu einem Eigenbau bin ich leider noch nicht gekommen.
Die Fotos von vor 30 Jahren sind nicht so toll, die Piko noch auf ORWO Color, irgendwann mal die Negative gescannt, auch das gescannte Negativ von 1995 auf Kodak, nicht viel besser.
Grüße Torsten
Die von dampfrailfan zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login
ich habe das Wort "nicht" tatsächlich überlesen. Weil es auch irgendwie keinen Sinn ergibt. Warum soll ein größerer Maßstab (TT) einen Platzvorteil gegenüber einem kleineren (N) haben?
Die französische E Lok war damals mein einziges N Modell, sonst HO.
Umso mehr hat es mich gefreut, dass die Lok die letzten Jahre von Trix neu konstruiert wurde.
VG Nico
Zitat - Antwort-Nr.: 26 | Name: fragensteller
Warum soll ein größerer Maßstab (TT) einen Platzvorteil gegenüber einem kleineren (N) haben?
Ja stimmt der Satz ist irgendwie fehl am Platz.
Eigentlich hätte ich von Platzvorteil gegenüber H0 schreiben müssen.
Da ich gerne nach Vorbild baue. Hatte ich mir Vorbildgleispläne in TT und in Spur N umgerechnet.
Ein Vorbildgleis was 315 m Länge hat. Verbraucht in TT 2,6m und in N 1,96m.
Die knapp 0,6m machen da schon was aus.
In das Gleis passen 20 4-Achser plus Lok.
Plus Weichenstraße ist man in TT bei gut 3,5m und in N bei ca. 2,6m.
Die 3,5m muss man im Hobbyraum erstmal für so eine Gleislänge zur Verfügung haben. Ich finde da macht sich der Platzvorteil in N schon bemerkbar.
Trotzdem reden wir hierbei um eine Abstellanlage für einen vorbildgemäßen aus 20 4-Achser plus Lok bestehenden Zug.
Wenn wir anfangen über kleine Durchgangsbahnhöfe mit Vorbildgleislänge nachzudenken müssen sich viele Spur TT Modellbahner in der Länge auch reduzieren.
Heftig finde ich was man für einen Platz im Maßstab 1:87 braucht. Wir reden hier von 4,81m. Fast 5m für eine popelige Awanst.
Der Sprung von N zu H0 ist daher schon groß.
Gruß
Zitat - Antwort-Nr.: 17 | Name: digimoba
Leider hat sich ja nun Roco aus der TT Szene verabschiedet. Schade, denn das waren sehr gute Modelle. Dementsprechend sind jetzt auch die Gebrauchtpreise......
ROCO hat die BR 86 in TT für 2025 angekündigt, zudem wurde das Sortiment von Kühn übernommen und nun angebote.
Grüße
Steffen
.
Gruß Holger
TT hat sie und sie sehen auch so aus, N nicht
Drei....davon 2 aktive Museumsloks der Baureihe 23.10. TT hat sie. N nicht
Museumsbaureihe Baureihe 41.10 (DR) mit 34er Tender. TT hat sie. N nicht (nur 32er)
Baureihe 58.30. TT hat sie. N nicht
Über Tenderloks wie T14.1 (93) oder 83.10 wollen wir gar nicht erst reden.
..........und wenn ich höre, dass die 56.2 noch immer rennsemmelt und Schwierigkeiten in Weichenstraßen hat......haha!
So kann man im Osten keine neuen Rentner zur N überreden und die Verkaufszahlen werden somit insgesamt auch nicht besser.
Naja. ich bleibe trotzdem N-Bahner
Gruß Sven
bin ebenfalls ehemaliger TT-Bahner, welcher 2014 zur Spur N kam. Vor über 10 Jahren war die Euphorie über die wachsende Bundesbahn-Vielfalt schon vorhanden. Das freute mich damals auch sehr, da ich den Wechsel von DR auf DBAG so um 2008 startete. Die Preispolitik von den ganz großen Herstellern und das fehlende Zubehör wie Signale, Straßenfahrzeuge, veraltete Gebäudebausätze, etc. brachten aber keine weitere Zündung. Ja, Herpa brachte mal 2-3 modernere LKW´s auf den Markt, die sehr gut für den Umbau geeignet waren, aber das wars! Was bringen mir die tollen Schienenfahrzeuge wenn das Drumherum nicht vorhanden ist. Und dies ist heute nicht besser geworden. Heute ist man als Neueinsteiger sehr gut auf dem osteuropäischen Bereich wie Polen und Tschechien, sowie seit Jahren im Bereich der DDR, sehr gut bedient. Sehe es ja im Freundeskreis, was da alles neu auf dem Markt kam und kommt. Wie es dann in ein paar Jahrzehnten weitergeht, bleibt offen... Denn die DR-Freunde werden gefühlt weniger...
Es reizt mich aber nicht wirklich auf TT zurückzukehren. Vielleicht mal später, wenn die Motorik und Sehkraft für die Spur N nicht mehr ausreichend ist. Aber noch bin ich mit dem Thema Japan sehr zufrieden....
Zum Thema TT-Board... Insgeheim ist es eher ein Mecker-Board, kein Thema ohne einen Seitenhieb, negativer Kritik oder "früher war alles besser". Was das Benehmen und der Umgang ist aber nicht viel anders wie in anderen Foren, die ich bisher kennenlernen durfte. Es liegt aber auch meist an ein paar wenigen Personen, die immer wieder auffallen.
Anders sieht es dann aber auf den TT-Stammtischen aus. Dort ist fast immer eine sehr gute Stimmung und es entwickelten sich sehr gute Freundschaften in den Jahren. Zwar bin ich kein TT-Bahner mehr, besuche aber regelmäßig einen Stammtisch, wo auch spurweitenübergreifend Modelle gezeigt werden können und dass seit Bestehen des Stammtisches. Und da können die Teilnehmer auch mal über den TT-Tellerrand sehen, was auf dem Markt machbar ist.
Gruß Ulli
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