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THEMA: Erster entwurf Schattenbahnhof

THEMA: Erster entwurf Schattenbahnhof
Startbeitrag
Richau* - 18.01.17 11:52
Hallo liebes Forum,

zuerst möchte ich mich einmal kurz vorstellen.

Mein Name ist Andre, ich bin 29 Jahre alt und komme aus dem beschaulichen Lipperland.
Das sollte denke ich erstmal reichen

Ich möchte anfangen, meinen Kindheitstraum von einer eigenen Modellbahn zu verwirklichen. Zuerst kam mir die Frage, welche Spurgröße es denn werden soll. Nach einigem hin und her habe ich mich für die Spur N entschieden. Da ich finde, dass diese Spurgröße alles mitbringt, was man sich wünscht und dennoch keine Lagerhalle benötigt um etwas schönes in einer für mich passenden Anlagengröße zu erstellen.

Also habe ich mir erstmal ein gutes Planungsprogramm besorgt. Denn ich möchte gerne so viel wie möglich vorplanen, um nicht später die großen Probleme zu haben.

Nachdem ich mich nun etwas schlau gemacht habe, habe ich einfach angefangen zu zeichnen.

Hier mal ein Paar Eckdaten:
Plattengröße - L-Form - 2,50m x 2,70m x 0,9m tiefe
Gleissystem - Fleischmann Modellgleis

Ich habe hier nun mal meinen ersten Entwurf des Schattenbahnhofes.
Längster Stellplatz - ca. 2,0m
Kürzester Stellplatz - ca. 1,6m

Ich würde mich über Anregungen aber auch über Kritik freuen.

Ich hoffe ich habe nichts vergessen. Ansonsten nimmt es mir bitte nicht übel

LG Andre


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Hallo,

zwei Tipps dazu:

- ich würde den Platz nach rechts hin weiter ausnutzen

- ich würde Züge NIE in so engen Bögen abstellen. Manchmal rucken die Loks auch im Digitalbetrieb etwas heftiger an und dann zieht es die Wagen in die Kurvenmitte. Du hast Möglichkeiten weichere Bögen zu bauen, die würde ich nutzen. Allerdings lässt die starre Geometrie deines Gleissystems keine Übergangsbögen zu. Ich würde dir trotzdem zu Flexgleis raten.

Grüße Torsten




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Hallo Thorsten,

vielen dank für deine Antwort. Ich versuche gerade auch noch etwas anderes. Ich stelle es ein, sobald ich fertig bin.

Was meinst du mit "Starre Gleisgeometrie"?

LG
Thorsten meint "starr", weil Du ja die Stückgleise von FLM nehmen willst. Speziell in Kurven lassen sich mit Flexgleis (in meinen Augen) schönere Verläufe legen. Auch auf geraden Abschnitten ist man mit Flexgleis sprichwörtlich flexibler


VG Jörch :)
Hallo Jörg,

Fleischmann hat von seinen Gleisen ja auch Flexgleise.
Diese versuche ich jetzt zu verbauen.

Was haltet ihr von der Dreiwegeweiche? Ich habe gelesen, dass man Bogenweichen und auch Doppelkreuzungsweichen vermeiden soll. Sollte man die Dreiwegeweiche auch vermeiden?
So, hier nun ein meiner Meinung nach verbesserter Plan.

Ich würde mich freuen, wenn ihr hierzu eure Meinung abgebt. Auch was die Funktionalität angeht.

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Hallo,
meiner Meinung nach sollte ein Schattenbahnhof funktionell sein. Deiner Variante würde ich, wenn möglich, wie folgt ändern.

Gruß NormaN

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Hallo Andre,

es kommt auch drauf an, wie gut du später dran kommst. Ist genug Abstand nach oben? Oder planst du vielleicht abnehmbare Landschaft darüber?
So ein weichenantrieb kann auch mal kaputt gehen, von späteren Umbauten wie trennstellen für belegtmelder mal abgesehen.
Ansonsten finde ich den Entwurf gut, evtl vorne eine Öffnung um mal einen Zug zu verändern wäre auch kein Nachteil.

Gruß
Andreas

Hallo zusammen,

@ Norman: vielen dank für deine Änderung. Ich glaube aber, dass der 2. Entwurf von mir doch etwas besser ist.

@ Andreas: ich Plane zwischen dem Schattenbahnhof und der Oberen Ebene ca. 40 cm "Luft" Das ganze wird dann mit einer Gleiswendel ausgestattet. Außerdem wollte ich die Strecke an der Plattenkante frei lassen, so das man den ausfahrenden Zug sehen kann.

LG
Andre
Hi Andre,
hab' ich gar nicht gesehen, dass der 2.Entwurf von Dir war.

NormaN
Hallo

Was meiner Meinung nach fehlt sind Wendegleise; im aktuellen Gleisplan fahren die Züge immer gleich raus, wie rein, mit der Lok vorne.

Gruss Acki
Andre,

in Abhängigkeit der Zuglänge und des Gewichts der Wagen wird es Dir die Züge beim Anfahren umhauen. Ich denke, dass eine über 90 Grad Biegung zu viel des Guten ist. Die Kurven sollten deutlich weicher sein, auch wenn dadurch Länge abhanden kommt.

Und natürlich auch Stumpfgleise.

Berry
Moin Andre

Kurven in Schattenbahnhofsgleisen sind dann kein Problem, wenn diese im hinteren Bereich der Züge sind, also Lok und mindestens die erste Hälfte des Zuges gerade stehen. Und dann natürlich sanft bremsen und anfahren.
40cm Luft sind schon ordentlich. Da sollte die Zugänglichkeit kein Problem darstellen.
Ansonsten wie schon geschrieben auch ein paar Gleise für Triebwagen und/oder Wendezüge vorsehen.

Gruß  Ralph

P.S. Bei mir hat sich am vorderen Anlagenrand eine Art "Grabbelbereich" bewährt. Also ein etwas nach vorne gezogenes Gleis mit etwas Platz nebenan, wo Nahgüterzüge umgebildet werden konnten und die Wagen dafür eben dort auf dem freien Bereich zwischengeparkt wurden...

P.P.S. Ich hatte auch eine Art Umfahrung im Schattenbahnhof - denn nicht immer ist der vorderste Zug auch der, der als nächsten fahren sollte... Also einmal um die Kehre und wieder hintenanstellen.
Hm,

ich will ja kein Spielverderber sein und dich in deiner Euphorie der Planung nicht bremsen.
Aber hast du dir bereits ein
"Lastenheft" o. "Pflichtenheft" deiner zukünftigen Modellbahn erstellt?
Klingt kompliziert, bedeutet aber ganz einfach:
# Was erwartest du von deiner Modellbahn?
# Wie willst du die Anlage steuern?
# Welche Züge sollen fahren?

## Was erwartest du von deiner Modellbahn?
+ Viel Gleise, Landschaft unwichtig o. Gleichgewicht von Landschaft zu Gleise
+ Nur Züge fahren sehen o. auch selbst umändern (= im Bahnhof verändern, inkl. Bahnkunden [= z.B. Ladestraße, Güterschuppen]
+ Flachland o. Gebirge
+ nur Hauptbahn oder Hauptbahn mit Nebenbahn
+ .......

# Wie willst du die Anlage steuern?
+ händisch mittels Regler, ect.
+ teilautomatisch, halbautomatisch, vollautomatisch
+ mittels Digitalzentrale oder mittels PC
+ ......

# Welche Züge sollen fahren?
+ nur Lokbespannte (= Lok immer in Fahrtrichtung)
+ Wendezüge, Triebzüge (=Fahrtrichtung wechselnd)
+ ..

Mit deinen persönlichen Wunschvorgaben (=Pflichtenheft) hast du bereits die Rahmenbedingungen für die "Grobplanung".
(kleiner Tip: versuche bereits bei der Planung gedanklich die Anlage in Betrieb zu nehmen [= in Gedanken die Züge über die Anlage fahren])


Mein persönlicher Tip:
* jedes Schattenbahnhofgleis sollte gleich lang sein [= individuelle Befahrungsmöglichkeit]
(ansonsten mußt du bzw. deine Steuerung wissen, welcher Zug in welches Gleis darf oder nicht darf.
* Wendezuggleis, bzw. Stumpfgleise ebenfalls gleich lang.

40 cm "Freiraum"; von SOK Schattenbahnhof bis SOK obere Eben oder tatsächlich 40cm von SOK Schattenbahnhof bis Unterkannte des tiefsten Punktes (z.B. Unterflurweichenantrieb) der oberen Ebene?

40cm Freiraum sind bei 1% Steigung dann 40m Gleislänge
40cm Freiraum sind bei 2% Steigung dann 20m Gleislänge
40cm Freiraum sind bei 4% Steigung dann 10m Gleislänge
(auch wenn der eine oder andere behauptet auch größere Steigungen seinen kein Problem     .......
........ ich persönlich habe mich bei meiner ersten Anlage auf diese Experiment eingelassen und bin kläglich gescheitert [macht halt keinen Spaß, wenn nur die Lok alleine die Steigung hoch kommt]
Auch uninteressant wenn nur die starken Loks die Steigung hoch kommen. Es sollen alle Streckenloks [logisch daß eine KÖF ..], ergo auch die schwächste die Steigung bewältigen.

Gleiswendel:
"Generell den größt möglichen Radius verwenden. Hier Knausern ist vorprogrammierter Ärger [macht keinen Spaß die Wendeln umbauen zu müssen, wenn man während des Betriebes drauf kommt....]Vermeide für Wendel R1 u. R2.
Bei 0,9m Anlagenbreite, kannst du als Wendelaußenradius 400mm verwenden. Bei Doppelgleiswendel ist der Innenradius dann um den Gleisabstand geringer.
Wenn du damit Probleme hast, überlege dir ob du nicht die Chance hast, daß die Anlage in den Wendelbereichen breiter werden könnte. Statt 0,9m eventuell 1,0m o. 1,1m o. 1,2m.
(Eine Modellbahn muß nicht aus rechteckigen Platten bestehen, denn die offene Rahmenbauweise erlaubt viele Möglichkeiten.

mfG.
"tattoo"



Lieber Andre,

ich habe u.a. auch in meinem Schattenbahnhof eine Flm Dreiwegweiche verbaut. Funktioniert problemlos, im Gegensatz zu einigen Flm Bogenweichen auf meiner Anlage.
Leider musste ich aber feststellen, dass die Verarbeitungsqualität bei den Fleischmann Weichen nicht sehr konstant ist. Nicht bei jeder Weiche liegen die Enden der Zungen an der Außenschiene an, wie sie es müssen. Ein genauer prüfender Blick beim Kauf reicht meist schon, um eine "schlechte" Weiche zu erkennen.

Was die Steigung im Gleiswendel, nein, eigentlich im Allgemeinen betrifft, würde ich tatsächlich auf keinen Fall mehr als 4% Steigung bauen. Bei Deinen angepeilten Zuglängen ist damit zu rechnen, dass nicht alle Lokomotiven höhere Steigungen bewältigen. Erst recht keine Schlepptender-Dampfloks mit Tenderantrieb oder andere Loks mit wenig auf den angetriebenen Achsen lastenden Gewicht.

VG Frederic

Hallo und Guten Morgen;

wow wieder einige Antworten mehr.

Danke für die ganzen tollen Tipps!

Lieber Tattoo, ich habe mir zwar im groben schon Gedanken gemacht, wie meine Bahn aussehen soll und wie ich das ganze umsetzten möchte, allerdings noch nicht im Detail. Da werden ich mir noch einige Gedanken machen müssen.

Hallo Frederic,
danke für die Info. dann werde ich lieber ohne die Weiche planen. Da ist mir das "Risiko" zu hoch, damit auf die klappe zu fliegen. Also meinst du, dass 4% Steigung noch in Ordnung sind, wenn ich meinen Radius dann etwas erhöhe?
Statt Gleiswendel kann doch auch eine Rampe eingeplant werden, schön hinten am Anlagenrand entlang, dann sind auch 2% kein Problem.
Wieso hast Du 2 getrennte Zugspeicher? Suche mal nach "sequentiellem Zugspeicher"

Helko
Nachtrag zum equ. Zugspeicher:
wenn mit TC gesteuert, müssen die Gleise nicht alle gelich lang sein, sondern die Blockabschnitte können kürzer sein (70-100cm), so dass in einem Gleis mehrer und unterschiedlich lange Züge abgestellt werden können!


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