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THEMA: 3D-Druck statt Spritzguß in der Großserie - der neue Trend?
THEMA: 3D-Druck statt Spritzguß in der Großserie - der neue Trend?
ih-wo - 28.10.16 19:41
Hallo,
kürzlich lief mit die Busch-Neuheit 8361 über den Weg (Traktor "Junior", im Volksmund besser bekannt unter dem Namen eines schwäbischen Sportwagenherstellers mit "P"). Da der Preis günstig war, habe ich zugeschlagen:
https://www.busch-model.info/automodelle/katal...tr2=1&attr8=2016
Erstaunlich: Wo ich das Modell nun in der Hand halte, sieht mir das ganz nach einem 3D-Druck aus!
Bei den Busch-NH 2016 findet sich noch ein weiterer Traktor samt Anhänger, außerdem eine Feldbahn-Attrappe und Spielplatz-Ausstattungen - sind das auch 3D-Drucke? Nach den Fotos könnte es so sein. Diese Modelle sind für 3D-Druck eigentlich geschickt gewählt, weil filigran mit vielen Durchbrüchen. Der passende Anhänger zum Traktor (Busch 8362) zeigt leider auch das typische Durchhängen in der Mitte, was ich bei meinen Shapeways-Ausdrucken manchmal beobachtet habe. Trotzdem, die Makro-Produktfotos tun dem kleinen Traktörle unrecht, denn es sieht in Natura durchaus gut aus. Was ganz klar fehlt, ist die Detailbemalung/Bedruckung. Also die teure Handarbeit, die ich nun nachholen muß.
Auch von Noch gibt's neuerdings Weichenspannwerke etc. als 3D-Druck-Teile. Was haltet ihr von diesem neuen Trend, "Großserienprodukte" (wo die Serie inzwischen gar nicht mehr so "groß" ist) mit dem 3D-Drucker herzustellen? Wie ist die Qualität, und wie hoch mag die Auflage wohl sein?
LG, Andreas
kürzlich lief mit die Busch-Neuheit 8361 über den Weg (Traktor "Junior", im Volksmund besser bekannt unter dem Namen eines schwäbischen Sportwagenherstellers mit "P"). Da der Preis günstig war, habe ich zugeschlagen:
https://www.busch-model.info/automodelle/katal...tr2=1&attr8=2016
Erstaunlich: Wo ich das Modell nun in der Hand halte, sieht mir das ganz nach einem 3D-Druck aus!
Bei den Busch-NH 2016 findet sich noch ein weiterer Traktor samt Anhänger, außerdem eine Feldbahn-Attrappe und Spielplatz-Ausstattungen - sind das auch 3D-Drucke? Nach den Fotos könnte es so sein. Diese Modelle sind für 3D-Druck eigentlich geschickt gewählt, weil filigran mit vielen Durchbrüchen. Der passende Anhänger zum Traktor (Busch 8362) zeigt leider auch das typische Durchhängen in der Mitte, was ich bei meinen Shapeways-Ausdrucken manchmal beobachtet habe. Trotzdem, die Makro-Produktfotos tun dem kleinen Traktörle unrecht, denn es sieht in Natura durchaus gut aus. Was ganz klar fehlt, ist die Detailbemalung/Bedruckung. Also die teure Handarbeit, die ich nun nachholen muß.
Auch von Noch gibt's neuerdings Weichenspannwerke etc. als 3D-Druck-Teile. Was haltet ihr von diesem neuen Trend, "Großserienprodukte" (wo die Serie inzwischen gar nicht mehr so "groß" ist) mit dem 3D-Drucker herzustellen? Wie ist die Qualität, und wie hoch mag die Auflage wohl sein?
LG, Andreas
Beitrag editiert am 28. 10. 2016 23:32.
Hallo Andreas,
du hast dir die Antwort schon selbst gegeben: Die Großserien sind nicht mehr so groß.
Da rechnen sich weder Vorlaufzeit noch Formenbaukosten, dafür kann man das Produkt schneller auf den Markt werfen, was sonst irgendwer währenddeseen tun würde/könnte.
Gruß
Roger
du hast dir die Antwort schon selbst gegeben: Die Großserien sind nicht mehr so groß.
Da rechnen sich weder Vorlaufzeit noch Formenbaukosten, dafür kann man das Produkt schneller auf den Markt werfen, was sonst irgendwer währenddeseen tun würde/könnte.
Gruß
Roger
Hallo Andreas,
in ein paar Jahren wird vielleicht auch der 3D-Druck von Metallwerkstücken für die Modellbahnhersteller interessant werden. Diese Drucker wird es aber sicher nicht bei Tschibo und Co geben.png)
Grüße
Markus
in ein paar Jahren wird vielleicht auch der 3D-Druck von Metallwerkstücken für die Modellbahnhersteller interessant werden. Diese Drucker wird es aber sicher nicht bei Tschibo und Co geben
Grüße
Markus
Der NCI hat auf der vergangenen Nürnberger Messe in diese Richtung recherchiert. Tenor unter den Herstellern: Der 3D-Druck ist qualitativ (Auflösung, Nachbearbeitung) noch keine Alternative zum Spritzguss.
Dann kommt hinzu: Auch Modelle aus dem 3D-Drucker müssen lackiert umd beschriftet werden. Da ändert sich nichts ggü. Spritzguss. Das Sparpotential ist also beschränkt - von "Losgrösse 1" (dem Traum jedes Logistikers) kann keine Rede sein.
Es dauert also noch ein paar Jahre oder gar Jahrzehnte (auch und gerade, wenn ich den Fortschritt der vergangenen 30 Jahre betrachte)
Felix
Dann kommt hinzu: Auch Modelle aus dem 3D-Drucker müssen lackiert umd beschriftet werden. Da ändert sich nichts ggü. Spritzguss. Das Sparpotential ist also beschränkt - von "Losgrösse 1" (dem Traum jedes Logistikers) kann keine Rede sein.
Es dauert also noch ein paar Jahre oder gar Jahrzehnte (auch und gerade, wenn ich den Fortschritt der vergangenen 30 Jahre betrachte)
Felix
Hoi FreuNde,
um die gezeigte Qualität drucken zu können reicht ein Drucker für knapp 800 EUR.
Spitzengeräte kosten mal leicht 'ne 1/4 Mio, da ist allerdings nur die Objektgrösse größer, weniger die Auflösung.
Als DLP-Drucker (einfach gesagt "druckt" der flüssiges Resin mit Laser) mit 0.0025 mm Layerhöhe.
So ein FDM/FFF "Drucker" "Druckt" ja in Schichten von unten nach oben bzw. bei DLP auf dem Kopf (aber auch von unten nach oben).
In der gezeigten Qualität also durchaus machbar.
Auch Materialien wie ABS ("normal" ist PLA), gibt auch auch schon Nylon, Holz, PET (ja, die alten Flaschen
) und -zig andere.
Natürlich ist die Bruchfestigkeit an so kleinen Modellen in unserem Massstab nie so hoch wie bei größeren Teilen die wir aus ABS kennen.png)
So einen Trecker druckt der in ca. 6 min - also durchaus interessant den Artikel (gerade bei weniger nachgefragten) Just-in-Time zu fertigen.
Und: wer so ein Teil hat BRAUCHT keinen Lieferanten/Hersteller für Zubehör mehr.png)
Doei
Trixi
________ ________ _<>__<>_
|_trixi.i-robots.biz_|___|------|-----|,,,,,,,,,._
-oo-----oo-''-oo-----oo-`'o"O-OO--OO-O"oo
um die gezeigte Qualität drucken zu können reicht ein Drucker für knapp 800 EUR.
Spitzengeräte kosten mal leicht 'ne 1/4 Mio, da ist allerdings nur die Objektgrösse größer, weniger die Auflösung.
Als DLP-Drucker (einfach gesagt "druckt" der flüssiges Resin mit Laser) mit 0.0025 mm Layerhöhe.
So ein FDM/FFF "Drucker" "Druckt" ja in Schichten von unten nach oben bzw. bei DLP auf dem Kopf (aber auch von unten nach oben).
In der gezeigten Qualität also durchaus machbar.
Auch Materialien wie ABS ("normal" ist PLA), gibt auch auch schon Nylon, Holz, PET (ja, die alten Flaschen
Natürlich ist die Bruchfestigkeit an so kleinen Modellen in unserem Massstab nie so hoch wie bei größeren Teilen die wir aus ABS kennen
So einen Trecker druckt der in ca. 6 min - also durchaus interessant den Artikel (gerade bei weniger nachgefragten) Just-in-Time zu fertigen.
Und: wer so ein Teil hat BRAUCHT keinen Lieferanten/Hersteller für Zubehör mehr
Doei
Trixi
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Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name:
wer so ein Teil hat BRAUCHT keinen Lieferanten/Hersteller für Zubehör mehr
nein, er BRAUCHT dann einen Lieferanten für die Daten, die der Drucker verarbeiten soll...
Den Resindrucker, der 800 EUR kostet und das Teil in der Qualität auswirft, möchte ich gerne sehen... 😀
EtchIT hatte kürzlich mal den Pors... äh, Junior als Fertigmodell im Angebot, auch 3D-Druck und bemalt (z.Zt. aber leider nicht). Der Vergleich beider Modelle wäre interessant.
LG, Andreas
EtchIT hatte kürzlich mal den Pors... äh, Junior als Fertigmodell im Angebot, auch 3D-Druck und bemalt (z.Zt. aber leider nicht). Der Vergleich beider Modelle wäre interessant.
LG, Andreas
Beitrag editiert am 29. 10. 2016 03:42.
Guten Morgen,
weiterträumen!
Qualität = Auflösung = Preis Getät+Preis Druckzeit....
Na? Klingelt es?
WE
weiterträumen!
Qualität = Auflösung = Preis Getät+Preis Druckzeit....
Na? Klingelt es?
WE
Klingeling....kost nur noch 680 Kracher
Auch gehört ?
Doei
Trixi
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Auch gehört ?
Doei
Trixi
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Guten Morgen,
wie weit die Techik hier ist, vermag ich nicht zu sagen. Ich habe aber vor 2 Jahren einen Jernsehbericht gesehen, der aufgezeigt hat, was für Möglichkeiten in der Technik stecken. Da wurde 'Metalldruck' gezeigt ebenso wie Mehrfarbdruck. Ganze Getriebe wurden in einem gedruckt. Die Hauptzahnräder des ICE3 wurden in 3D-Druckern gesintert. Das war schon vor 2Jahren. Führt man sich vor Augen, wie hoch Inkjet-Drucker heute auflösen, ist die Vorstellung von hochauflösenden 3D-Farbdrucken sicher kein Sience Fiction mehr.
Solche Modelle wären vermutlich seidenmatt und müssten für Hochglanz lediglich in ein 'Lackbad', wie man es heute in der Augenoptik macht. Das gleich Modell in verschiedenen Spurweiten ist dann nur noch Skalierung für den Hersteller. Der Drucker ist exakt der selbe ohne jede Rüstkosten oder Formkosten. Die Kalkulation ist eine ganz Andere. Denkbar wären ab Werk verschmutzte oder gealterte Wagen, da die Oberfläche ggf als Textur aus Photos übernommen werden könnte.
Jens
wie weit die Techik hier ist, vermag ich nicht zu sagen. Ich habe aber vor 2 Jahren einen Jernsehbericht gesehen, der aufgezeigt hat, was für Möglichkeiten in der Technik stecken. Da wurde 'Metalldruck' gezeigt ebenso wie Mehrfarbdruck. Ganze Getriebe wurden in einem gedruckt. Die Hauptzahnräder des ICE3 wurden in 3D-Druckern gesintert. Das war schon vor 2Jahren. Führt man sich vor Augen, wie hoch Inkjet-Drucker heute auflösen, ist die Vorstellung von hochauflösenden 3D-Farbdrucken sicher kein Sience Fiction mehr.
Solche Modelle wären vermutlich seidenmatt und müssten für Hochglanz lediglich in ein 'Lackbad', wie man es heute in der Augenoptik macht. Das gleich Modell in verschiedenen Spurweiten ist dann nur noch Skalierung für den Hersteller. Der Drucker ist exakt der selbe ohne jede Rüstkosten oder Formkosten. Die Kalkulation ist eine ganz Andere. Denkbar wären ab Werk verschmutzte oder gealterte Wagen, da die Oberfläche ggf als Textur aus Photos übernommen werden könnte.
Jens
Arnold_Huebsch - 06.11.16 09:40
Folks!
Die 3D Drucker sind definitiv heute bereits für unsere Modelle geeignet. Die Frage ist nur wann die Industrie darauf umsteigt. Neben den Kosten der neuen Maschinen, wenn sie technisch dazu geeignet sind, ist ein weiterer Aspekt zu beachten. Die jetzigen Spritzguss Maschinen müssen sich selbst einmal herein verdienen. Die Finanzierung ist über Jahre verteilt konzipiert. Die existierenden Formen verursachen kaum Fertigungskosten mit solchen Maschinen, es kann damit Geld verdient werden. Das wird die Verbreitung der 3D Drucker verlangsamen. Für neue Formen könnte es ein Umdenken geben.
Neue Projekte, die erwartbar geringe Auflagen haben könnten mit 3D Druckern überhaupt erst realisierbar werden. Da kommt auf die Fertige sicher einiges am Umdenken in den kommenden Jahren.
-AH-
Die 3D Drucker sind definitiv heute bereits für unsere Modelle geeignet. Die Frage ist nur wann die Industrie darauf umsteigt. Neben den Kosten der neuen Maschinen, wenn sie technisch dazu geeignet sind, ist ein weiterer Aspekt zu beachten. Die jetzigen Spritzguss Maschinen müssen sich selbst einmal herein verdienen. Die Finanzierung ist über Jahre verteilt konzipiert. Die existierenden Formen verursachen kaum Fertigungskosten mit solchen Maschinen, es kann damit Geld verdient werden. Das wird die Verbreitung der 3D Drucker verlangsamen. Für neue Formen könnte es ein Umdenken geben.
Neue Projekte, die erwartbar geringe Auflagen haben könnten mit 3D Druckern überhaupt erst realisierbar werden. Da kommt auf die Fertige sicher einiges am Umdenken in den kommenden Jahren.
-AH-
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