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THEMA: Fahrgeräusche

THEMA: Fahrgeräusche
Startbeitrag
Pit [Gast] - 28.10.04 12:11
Hallo Zusammen,

habt Ihr auch schon festgestellt, daß digitale Loks einfach lauter vom Fahrgeräusch
sind ? Dies habe ich bei mehreren Loks schon festgestellt.
Besonders schlimm finde ich die neue V200 von Trix mit neuem Selectrixdecoder.
Dort vernimmt man ein regelrechtes Pfeifen . Ist das Normal ?

Gruß Pit    

Meine V200 ist sowas von leise.Welcher Wert für die Motorsteuerung ist denn programmiert?

Jürgen H.
@Jürgen

sowas........
Die Motorsteuerung ist ( glaub ich ) auf Standard eingestellt. Ich habe die
IB, da habe ich im Format Seletrix kein Einfluß. Zwar ist der Decoder auch
DCC tauglich, aber in diesem Modus geht die Beleuchtung nicht.
Irgendwie stimmt d was nicht. Welche Möglichkeiten  habe ich ?

Gruß Pit      
Ja, das ist normal.
Der Motor wird vom Decoder mit einer gepulsten Spannung angesteuert und nicht mit reiner Gleichspannung. Diese Impulse haben eine Frequenz von 60-120Hz für Eisenmotoren (Brummen) über 1(?)KHz (bei Sx) bis zu 32 kHz für Faulhaber (unhörbar).
Bei bestimmten Motoren, insbesondere Glockenanker, kommt es zu Resonanzen - wie auch bei einem analogen Fahrpult mit Impulsbreitensteuerung - mit der Ansteuerfrequenz, die hörbar werden können.
Wenn man empfindlich auf solche Töne reagiert kann man nur Decoder mit hoher Frequenz benutzen. Bei Sx kann ich mich nicht aus, bei DCC wären das z.B. die Decoder von Tran und Zimo.

Ob die Motoren schaden nehmen? Laut Motorenhersteller ja, aber ich habe noch nie in der Praxis davon gehört.

Edward
@ Edward

Danke für die beschreibung. Das sind ja tolle Aussichten !
@4 Falls du auf die Motorenhaltbarkeit anspielst...
Laut Faulhaber verkürzt sich die Lebensdauer - von 50000h auf 25000h Nach 1000h durften aber alle Zahnräder der Lok eh runter sein, alle Lager verschlissen und das Gehäuse hätte auch reichlich gelitten. Ist echt mehr theoretisch...

Edward
@Pit
Soweit ich weiß liegt die Variable für die Motorfrequenz innerhalb des Selectrix - "Standards" . Diese müsste doch ansprechbar sein. Es ist der Parameter Impulsbreite, der vierte Wert. Die ersten 5 Werte sind auch mit der Intellibox programmierbar. Habe selber einige Selectrix Dekoder und die IBOX.

Viele Grüße, Lutz
http://www.lutz-roemer.de .
Pit,

bei der V200 mit Faulhabermotor sollte der Decoder unbedingt auf den Regelmodus für Glockenankermotoren eingestellt werden! Beim 66838 kann man dies mit der IB per DCC CV-Programmierung (byteweise) durchführen - Werte siehe Anleitung.

Wenn im DCC Modus das Licht nicht geht, ist die Default-Einstellung für den DCC Fahrstufenmodus vermutlich auf 14 gesetzt. Wenn Du das auf 28 änderst, funktioniert das Licht. Ich betreibe die Decoder mit einer reinen DCC Zentrale und damit funktioniert alles.

Grüße, Peter W.

Grüße, Peter W.
@ Pit

Mit der IB sind alle Selectrixeinstellungen bis auf das Programmieren des Analogmodus möglich. Beim 66838 (DHL160 oder SLX870) ist dies nicht nötig, da er die Betriebsart selbstständig erkennt.
Normale Werte in der Selectrixprogrammierung Impulsbreite 1-4. Für Faulhaber Motoren sollte aber in den erweiterten Werten der Wert für die Variante der Motorregelung auf 4 gestellt werden.
Auslesen der erweiterten Werte durch Eingabe der Adresse 0 und alle Werte auf 1, dann programmieren drücken und wieder auslesen. Dann die Werte ändern, zum abspeichern die Halteabschnitte auf 2 stellen und programmieren. Dann wieder die normalen Lokwerte einstellen und programmieren. Geht leider mit der IB nicht anders aber funktioniert.
Bei der DCC Programmierung CV50 auf Wert 3, CV 49 dann anpassen bis die Lok am saubersten läuft.
Im DCC Modus müssen an der IB 28/128 Fahrstufen eingestellt sein, dann funktioniert auch wie Peter W. schon mitteilte das Licht.

MfG  Walter Radtke  MDVR
Jaja, die Faulhis, wie mache ich es denn nun richtig?

Aus # 3 entnehme ich, dass die Faulhis eine besonders hochfrequente Ansteuerung brauchen. Ist das denn in Sx die Impulsweite 1 oder die 4? Und warum ist wie bei# 8 der erweiterte Wert 4 für die Motorregelungsvariante der richtige?

Und wieso sind denn überhaupt gerade die Faulhis so kritisch, was Impulssteuerungen angeht?

Matthias


@#8 Hr. Radtke

Das ist sehr gut beschrieben. An dieser Stelle auch danke daß Sie hier ab und an mitmachen. Ist ja nicht selbstverständlich.

@#9 Matthias
Die SX-Decoder DHL160 bzw. SLX870 verfügen neben dem normalen Einstellbereich in dem

1.) Adresse
2.) Höchstgeschwindigkeit
3.) Anfahr/Bremsverhalten
4.) Motoranpassung
5.) Anzahl Halteabschnitte

eingestellt werden,

auch über einen Bereich mit erweiterten Kennwerten:

Hier kann u.A. zusätzlich die Impulsweite von sehr harter bis sehr weicher Regelung eingestellt werden.

Die optimale Einstellung für Faulhis ist Motoranpassung auf 1 (normale Kennwerte) und Impw auf 4 (erweiterte Kennwerte). Die richtige Kombination aus beiden Einstellungen führt auch bei herkömmlichen Motoren zu einem optimalen Ergebnis. Hier ist eventuell etwas probieren angesagt.

Thomas
@9 "Und wieso sind denn überhaupt gerade die Faulhis so kritisch, was Impulssteuerungen angeht?"

Glockenankermotoren haben einen komplett anderen Aufbau als normale Eisenankermotoren. Ohne jetzt ins Detail gehen zu wollen, hier gibt es ein Bild, wie so ein Motor von innen aussieht: http://www.faulhaber.de/images/produkte/expl_zeichnungen/dc_micromotoren_1.jpg

Die Motoren werden aufgrund ihrer fehlenden Polrastung und dem hohen Wirkungsgrad von uns so geschätzt. Leider gibt es keinen Vorteil ohne Nachteil: Der Motor kann eine wesentlich höhere Winkelbeschleunigung (Drehgeschwindigkeitsänderung pro Zeiteinheit²) erreichen als ein "normaler" Motor. Dadurch kann er einer Impulsfolge besser folgen als ein herkömmlicher Motor - der bildet einfach den Mittelwert aus den Impulsen - der Glockenankermotor folgt den einzelnen Impulsen, das bis zu einigen Tausend mal pro Sekunde. Und das hört man eben. Der Motor läuft nicht rund, er wird im Kreis geschubst
Ab 15000 Impulsen verschwindet der Effekt zunehmend.

Übrigens, beim Vorbild gibt es auch so was: Die modernen "Jammer-S-Bahnen"

Grüße

Edward
@Edward

Du schreibst ganz oben , daß unteranderem die Motorhersteller sagen, daß eventuelle Schäden entstehen können !?
Warum werden dann solche Motoren überhaupt in Fahrzeuge mit
Schnittstelle verkauft, die also Digital fahren sollen ?
Macht dies Sinn ?

Gruß Pit
@12
Die Hersteller von Glockenankermotoren bauen diese nicht primär für die Modellbahnindustrie, sondern für industrielle Anwendungen, z.B. in der Medizintechnik und in der Automatisierungstechnik.
Dort spielt die Haltbarkeit eine wesentlich größere Rolle. Ein Gerät in einem Krankenhaus läuft im Jahr locker 7000h bei 300 Tagen Dauereinsatz. Da der frühzeitige Ausfall eines solchen Motors zu hohen Kosten und Folgeschäden führen kann, orientieren sich die Motorenhersteller natürlich bei ihren Applikationsempfehlungen an einer solch intensiven Nutzung. Die wollen nicht das Risiko eingehen, für falsche Anwendungsempfehlungen haftbar gemacht zu werden oder dass das Produkt einen schlechten Ruf bekommt.
So viel zu den Empfehlungen der Hersteller.

Wie lange nutzt man eine Lok? Wenn man eine Lok am Tag 1h durchgehend fahren lässt und das jedes Wochenende, dann kommt man auf rund 100h im Jahr (52Wochenx2Tagex1h), was bedeutet, dass selbst bei nur 1000h Haltbarkeit des Motors die Lok noch 10 Jahre hält! Wie dann der Rest der Lok aussieht möchte ich aber nicht wissen

Warum werden solche Motoren in Fahrzeuge eingebaut?

Du bist vermutlich noch keine Lok mit Glockenankermotor gefahren Wie immer muss man bei Lösungen zw. Vor- und Nachteilen abwägen. Beim Faulhaber überwiegen die Vorteile: Sehr niedrige Anlaufspannung, wartungsfrei, keine Polrastung, hohe Laufruhe, "genormte" Industrieteile. Insgesamt ein seidenweicher Fahreindruck. Als Nachteile wären zu nennen: Der Preis, bei Digitalbetrieb die möglichst hohe Ansteuerfrequenz.
Die Vorteiel sind so überragend, dass z.B. sb-Modellbau Umrüstsätze für Loks anbietet, die als Rennsemmeln bekannt sind.

Edward
Hallo,

ich habe bezüglich zu den Fahrgeräuschen noch eine Frage.
Ich habe eine 62 von Fleischmann mit Twindecoder.
Da wird in der Beschreibung unter dem Punkt Programmieren angegeben,
daß bei setzen des CV's 51  Bit 2=1 das Fahrgeräusch zu minimieren sei.
Nun wollte ich das Testen und stellte dabei fest, daß sich dieses Bit nur auf 0
sich setzen läßt. Woran könnte dies liegen. Ich prgrammiere mit der IB im Modus
Bitweise.
Wer hat Erfahrungen mit dieser Lok von FM.
Gruß Pit


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