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THEMA: Wie am effektivsten Kabel löten?

THEMA: Wie am effektivsten Kabel löten?
Startbeitrag
suNsurfer6 - 14.04.16 14:11
Hallo,
ich hab mal eine Frage zu euren Erfahrungen.
Ich muss eine ganze Menge Weichenkabel verlängern.
Wie ist die effizienteste Möglichkeit, die Kabel zu verlöten.

Bei meiner Testanlage hab ich die Kabel miteinander verdrillt und dann verlötet. Das dauert aber leider ewig und ist irgendwie auch umständlich.

In der SuFu bin ich bis 2014 zurück, hab aber nichts wirklich passendes gefunden.

LG
Manuel

Hallo,

ich würde Lötösenleisten einbauen, anstelle fliegender Verlängerung.
So kann man dann ggf. einen defekten Antrieb auch wieder ablöten wenn dieser getauscht werden muss.

Grüße, Peter W.
Ich biege beide Enden zu einem "Haken", verhakle dann beide Haken (gleich wie beim Fingerhakeln) und drille die ein wenig zusammen. Und dann kommt das Brateisen.

So zeigen beide Enden des entstehenden Kabels in verschiedene Richtungen. Das ginge auch mit Verdrillen, würde aber erst nach dem Löten halten.

Felix
Hi,
danke euch beiden. Ich werde das mit dem Fingerhakeln probieren......

LG
Manuel

PS: Peter: was sind Lötösenleisten?
Hallo Manuel,

ich verlängere die Kabel mit Lötleisten ausserhalb der Kabelkanäle.

Das sieht dann in Etwa so aus:

Dieses Bild
ist nur für eingeloggte User sichtbar: Login
  

https://lh3.googleusercontent.com/-R9RES8zyZjM/.../20160410_164457.jpg

Die Stecker gehen dann zu anderen Segmenten

LG Claus

Edit: Ich lag wohl mehrere Jahrzehnte falsch - die Dinger heissen Lötösenleisten. Man lernt nie aus

Edit 2: Bild eingefügt

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Moin Manuel,

Zitat - Antwort-Nr.: 3 | Name: suNsurfer6

was sind Lötösenleisten?


Bitte: https://www.google.nl/search?q=L%C3%B6t%C3%B6s...biw=1366&bih=673

Ich hab meine Weichendrahten auch mit dem Felix Fingerhakeln methode verlangert, aber zusätzlich noch jeder Ader mit Schrumpfschlauch isoliert (vor dem verloten den schlauch darüber schieben
Kannst auch jeder Ader wenige cm ersetzt Verbinden so das sich die Lotstellen nicht untereinander Beruhren.

Grüße aus Assen (NL)
Jan

Wären Aderendhuelsen und Luesterklemmen auch eine Lösung?

/Martin
Lüsterklemmen: neee! Eine gute, dauerhaft niederohmige Verbindung ist gelötet, allenfalls gequetscht.

Felix
Hallo,

ich verdrille die Kabelenden, verzinne sie und dann einfach die Enden parallel legen und miteinander verlöten, Schrumpfschlauch drüber und fertig. Das hält bombenfest. Kein unnötiges verdrillen der beiden Kabel miteinander.
Mein Vater - Elektroingenieur - macht das auch schon immer so.

Grüße,
Matthias
@Felix: Und was ist an der aufs Kabel gequetschten Aderendhuelse, die in der Luesterklemme klemmt nicht gequetscht?

/Martin
Die Lüsterklemme

Das Zeuch ist, je nach Baumarktqualität, grauenhaft.
Und Hand aufs Herz: Ich hab noch niemanden im Moba-Bereich Aderendhülsen verwenden sehen.
(Was nicht heisst, dass es das nicht geben kann - dürfte aber eher selten sein.)

Felix
Zitat - Antwort-Nr.: 10 | Name: fgee

Ich hab noch niemanden im Moba-Bereich Aderendhülsen verwenden sehen



Hallo Felix,

bei meinen Funktionsdecodern und Belegtmeldern arbeite ich ausschließlich mit Aderenthülsen, natürlich mit einer Crimpzange (und nicht evtl. mit Flachzange gequetscht). Funktioniert ohne Probleme.

Dieses Bild
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https://lh3.googleusercontent.com/-eOSipYhlf2M/.../20160413_100413.jpg

Unter dem Brett habe ich es gelötet aber lieber.

LG Claus

Edit: Einfügen des Bildes ausprobiert - Klasse Ismael!

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Hallo zusammen

Ich als KFZ Mechaniker werfe noch als schnelle, einfache Alternative Lötverbinder in den Raum. Das ist eine Art Schrumpfschlauch, in der Mitte mit Lötzinn gefüllt. An beiden Enden das Kabel einschieben, mit Heissluft erwärmen, erst schrumpft der Schlauch und dann das Zinn für eine gute Verbindung.

MfG Oliver

Nachtrag: mal ein Link mit Bildern : http://www.elek-tron.de/Kabelverbinder/Loetver...r-freie-Auswahl.html
und diese Lötverbinder halten ?
Also ich verwende die ja im PKW / LKW Bereich, man kann zwar an so eine Verbindung kein Elefant dranhängen, aber sie sind stabil und wasserdicht. Leider sind die 3 -4 cm wo der Verbinder sitzt nach dem abkühlen steif und nicht mehr biegbar.
Moin,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Wären Aderendhuelsen und Luesterklemmen auch eine Lösung?

´

im Gegensatz zu Felix sage ich: ja, auch ohne Aderendhülsen...

So arbeite ich schon seit Jahren und hatte bisher noch keine Probleme, bei den Schrauben der Lüsterklemmen aber immer einen Ansatzpunkt für Meßgeräte oder ein Kabel zum Schalten der Weiche. Die Ursache für den gesuchten Fehler lag dabei nie bei der Lüsterklemme, eher bei einem gelösten Kabel im Sub-D-Stecker.

Gruß
Kai
Hallo Leute,
das sind ja jetzt eine Menge Alternativen. Ich danke euch dafür - auch fürs Zeigen der Fotos.
Jetzt kann ich mal Verschiedenes probieren und sehen, womit ich am besten klarkomme.
LG
Manuel
Die Lötstellen halten gut, haben aber einen Nachteil. Am Ende der Lötung neigen sie zum Abbrechen. Deshalb wird im Fzg-Bau nicht gelötet. Auf der Modellbahn ist es solange egal, wie die Anlage ortsfest steht. Wenn es eine Austellungsanlage ist, die ständig auf und abgebaut wird, kann sich das negativ bemerkbar machen.

Ich persönlich verwende wo immer es geht, Aderendhülsen, schon weil ich jahrelang im Schaltschrankbau gearbeitet habe. Leider aus Platzgründen meistens die ohne Kragen.

Zur Lüsterklemme: Es gibt 2 verschiedene Arten von Lüsterklemmen. Die einfachen haben nur eine Schraube im Klemmraum und sind nur für starre Leitungen vorgesehen. Wer die für flexible Leitungen nimmt, hat sich schon eine Fehlerquelle eingebaut.

Die richtigen haben zwischen Schraube und Klemmraum noch ein kleines Blech drin, zum besseren Einführen nach oben abgewinkelt. Die kann man bedenkenlos auch für flexible Leitungen nehmen.

So, genug kluggeschissen.

Viele Grüße
Bernhard
Hallo,
ich nehme gerne Federzugklemmen. Die mit dem Hebel.

Kein Löten, Schrauben oder Aderendhülsenaufbrigen...
Einfaches Öffnen bei Bauteiletausch.
Zum Beispiel Wago 221 und 222.

Nur ein bisserl auf die Fingerkuppen muss man schon aufpassen,
sonst hat man wieder so kleine Blutblasen.

L.G.
Lutzl

<sonst hat man wieder so kleine Blutblasen>

Deshalb liegen die Dinger schon seit Jahren in der Schublade - grausliges Handling ...

Gruß
Peter

Zitat - Antwort-Nr.: 10 | Name: fgee

Und Hand aufs Herz: Ich hab noch niemanden im Moba-Bereich Aderendhülsen verwenden sehen.



Was ja erstmal nichts heißt

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Eine komplette Bilderserie von unserem Aufbau ist unter http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=876893#aw2 zu finden.

Gruß,
Torsten

Edit: Das mit den neuen Bildfunktionen funktioniert bei mir einfach gar nicht...

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Haööo,
Aderendhülsen nimmt man bei feinadrigen Litzen, wenn diese ohne Löten,
in einer Schraubklemme befestigt werden.

Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name: Putzzwerg

Deshalb liegen die Dinger schon seit Jahren in der Schublade - grausliges Handling ...



Kein grausliges Handling, aber wohl zwei linke Dauen.
Verbrannte Finger beim Löten?

L.G.
Lutzl

Es ging um die Wago-Hebel-Klemmen, die in der Tat schwer zu öffnen sind. Ich mache immer alle Klemmen auf (mit einem kleinen Schraubendreher) und schließe nur die belegten.

Viele Grüße
Bernhard
Hallo, ich nehme Aderendhülsen (ohne Kunststoffanteil, nur Metallhülsen mit leicht aufgebördeltem einen Ende ) sehr gerne beim Verbinden von 2 Enden von dickem mehradrigem Kabel, z,B, 1,5 mm² unter der Platte. Dabei schiebe ich zuerst ein Stück Schrumpfschlauch über ein Kabelende und schiebe es mindestens 10 cm weit auf das Kabel, damit es nicht schon beim Löten warm wird und schrumpft !! Jetzt entferne ich die Isolierung mindestens 1 mm mehr als die Aderendhülse lang ist, stecke eine Hülse, die deutlich dicker ist als das Kabel, über das unverdrillte Ende eines Kabels, und drücke das andere Kabel gegenläufig in die Hülse. Jetzt liegt die Hülse auf einer Seite an der Isolierung des einen Kabels an, auf der anderen Seite liegt ca. 1 mm Kupferlitze frei. Die beiden Kabelenden kann ich auch unter der Platte gut mit den Fingern einer Hand festhalten und mit der anderen Hand mit einer speziellen Aderendhülsen-Zange die Hülse quetschen. Die Verbindung ist dann schon stabil. Mit dem Lötkolben wird dann die Hülse erhitzt und an der freiliegenden Stelle des Kupferdrahtes kann ich das Lötzinn ansetzen. Es schiesst in den Innenraum der Hülse und gibt eine super Lötstelle. Früher habe ich diese dicken Litzen verdrillt, haben sich oft wieder beim Löten gelöst, auch war ein Schrumpfschlauch schwierig drüberzuschieben. In der unbequemen Lage unter der Platte ist es mit Hülse für mich viel einfacher, obwohl ich mir einen Autositz auf Rollen konstruiert habe, bei dem ich die Lehne so einstellen kann, dass die Entfernung von Augen und Händen zur "Arbeitsstelle" passt.
Es geht nach Eingewöhnung schnell und Finger-verbrennen gehört der Vergangenheit an!

Gruß Ulf
Hallo Ulf,
da machst Du dir eine schöne Arbeit, aber das ist alterungsbeständig.

Wir Strippenzieher nennen sowas "zugfest geschrumpft".

Also ich öffne die Blutblasen nach dem Wagoklemmenverriegeln mit einer spitzen Nadel.

L.G.
Lutzl
Hi,
ich hab am Wochenende die Methode von Felix probiert, also Kabelenden verdrillen, einen Haken formen, verhängen und löten.
Das hat super funktioniert und geht auch einigermaßen schnell.

Ich denke, dass das meine Methode für die Zukunft wird.
Wenig Aufwand und hält bei einer stationären Anlage sicher ewig.

LG
Manuel
Hallo,
beim Einhaken ( wir sagen Ösen-Biegen) besteht die Gefahr,
dass der Kontaktübergang zu klein ist.

Zwei Bögen haben weniger gemeinsame Berührungsstellen als zwei Gerade.

Hier ist ein hoher Übergangswiderstand ( Bruzzelstelle) vorausgeplant.
Deshalb ist das in der Energietechnik (Stromversorgung) nicht empfohlen.
In der HF-Technik würde das als eine Art "transduktorische" Antenne wirken.

Im Modellbahnbau, wo wenig Elektronen langsam fließen, mag das ein probates Mittel sein.

Man schaue sich doch mal die Verspannung von Oberleitungen an.

L.G.
Litzl

@26
Was für ein schei*** - oder auf höflich: Grau ist alle Theorie.

Beim Verlöten einer Lötstelle (auch zweier Haken) entsteht ein Lotstück, dessen Querschnitt immer um Faktoren (!) grösser ist als der Q. der beteiligten Leiter.

Probier's halt selber aus, wenn du's nicht glaubst.

Felix

Edit: verallgemeinert auf "Lötstelle"

Hi,
nicht schon wieder streiten......
Für mich funktionierts gut und das war der Sinn dieses Threads.
LG
Manuel
Naja,
haben schon vor 100 Jahren ganz Andere überlegt.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Beim Verlöten einer Lötstelle (auch zweier Haken) entsteht ein Lotstück, dessen Querschnitt immer um Faktoren (!) grösser ist als der Q. der beteiligten Leiter.



Kommt man aber selber d´drauf.
Lot ist weich, dünn und biegt sehr gern weg.

Frag doch mal Herrn Edison.

Bei Werkstoffkunde gepennt?

Für die Modellbahn reicht es aber aus.
Oder wenn man schnell was "flicken" muss, damit die Produktion weiter geht.
Bis das zugelassene Ersatzteil verfügbar ist.


L.G.
Lutzl


Schau dir doch mal irgend eine (!) Lötstelle an, zum Bleistift auf irgend einer (!) Printplatte (nicht SMD).

Ausserdem: Du redest von HF- und Energietechnik. Das ist nicht themengerecht im Bezug, um den es hier geht. Was soll das. Sechs, setzen!

Hohe Übergangswiderstände entstehen, wenn Schraubverbindungen sich lösen - daher meine Abneigung gegen Lüster- und sonstige Schraubklemmen. Dem ist jede Lötverbindung (selbst eine suboptimale) haushoch überlegen.

Erfahrung aus 35 Jahren Modellbahnhobby.

Praxis schlägt Theorie.

"und damit zurück ins Studio"

Felix

Hallo,
bei einer Platine hat man einen fixen Punkt.
Schon mal versucht eine gebrochene Platine zu löten?
Wie lange hält das wohl?

Schön sind diese Folienleiter ( in Smartphones etc..). Aus dem Reflow-Lötofen halten die Lötstellen.
Sobald man aber mit dem besten E-Lot dran geht, löst sich das Zeugs ab.

Zudem haben diese neuen bleifreien Lote sehr unangenehme Eigenschaften.
Haben ein ganz kurzes Temperaturfenster und verlaufen sehr zäh. Bilden keine saubere
glänzende Oberfläche und neigen schnell zur Kugelbildung.

Da kann man mit unserer Erfahrung nicht mehr viel ausrichten.
Da heißt es, raus aus dem Büro-Fuzzz-Sessel und sich selber mal wieder in die Werkstatt stellen.

Nur gut dass ich die Modellbahn habe, und noch altes Bleilot für viele, viele Jahre..

L.G.
Lutzl


Hallo zusammen,

aus der Praxis gesprochen, beim Verhaken und leichtem Zusammendrücken liegt das Drahtende jeweils U-förmig zusammen. Beim Verlöten wird demnach das gesamte Ende der jetzt parallel liegenden Drähte mit Lötzinn ausgefüllt und hält ewig. Schrumpfschlauf darüber, mit dem Lötkolben bei minimalem Abstand geschrumpft und man hat eine Kurzschluss sichere Verbindung bei beiden Weichendrähten.

Mach ich wie Felix seit zig Jahren.

Grüße an alle
Enrico
Zitat - Antwort-Nr.: 26 | Name: Kerner*

Im Modellbahnbau, wo wenig Elektronen langsam fließen...



Au ja ! Der war gut !
Langsam fließende Elektronen = SUPER !
Das beweist fundierte Fundamentalkenntnisse.

Weiter so, das würzt das Forum.

MfG
  HOLLA

PS: und bei 15 kV fließen sie dann mit 298Tsd km/sek ???
Hallo HOLLA,
Du weißt doch dass annähernd Lichtgeschwindigkeit auch
langsam sein kann.

*Oder wie war das mit dem Metaphern,
die Jeder verstehen soll?

L.G.
Lutzl.


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