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THEMA: Peco-Isolierung - Hab ich's verstanden?

THEMA: Peco-Isolierung - Hab ich's verstanden?
Startbeitrag
Volxen - 07.01.16 17:34
Hallo N-Bahner!

Ich bin neu hier und derzeit mit dem Aufbau einer neuen Digital-Anlage beschäftigt und möchte diese mit Peco Code 55-Schienen ausstatten.

Natürlich habe ich mich durch die entsprechenden Anleitungen für die Gleise gelesen, jedoch habe ich immer noch das Gefühl, die Art und Weise, wie man die Isolierungen/Einspeisungen bei Weichen/DKWs durchzuführen hat, nicht richtig verstanden zu haben und suche Hilfe bei richtigen Profis! Deswegen habe ich auf einem Screenshot des Gleisplans für die Einfahrt in einen größeren Bahnhof die Trennstellen (schwarze Striche), die Einspeisungsstellen (rot und grün) eingezeichnet. Kann mir jemand sagen inwiefern ich das Prinzip dort bislang richtig bzw. falsch angewendet habe?

(der Gleisplan ist noch mit Minitrix-Schienen gemacht, soll aber in der gleichen Form mit Peco-Schienen gestaltet werden)

Vielen Dank schon mal!
Volxen

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Hallo Volxen,

ich antworte mal indirekt:

- Sicherstellen, dass die am Herzstück abgehenden (also "inneren") Schienen erst nach einem Isolierverbinder mit dem nächsten Gleis verbunden werden
- Haben die betreffenden Schienen von der anderen Seite noch keinen Einspeisepunkt (z.B. wenn sie zu einem Stumpfgleis führen), dort eine Einspeisung machen
- Generell ist es eine gute Idee, an Einspeisungen nicht zu knausern (ich persönlich habe jedem Gleisstück (bei Flexgleisen ja relativ lang) eine eigene Einspeisung auf jeder Seite gegönnt, auch wenn ich zusätzlich die Schienenverbinder verlötet habe

Ist 14960 eine EKW/DKW? Dann fehlen Trennstellen und entsprechend im dritten Gleis von unten Einspeisungen von rechts.

Problematisch sind auch die beiden EKW/DKW (?) links, zwischen denen und der Weiche 14939 keine Trennstellen sind.

Also wirklich stoisch abarbeiten: an jedem Herzstück nach außen zwei Trennstellen.

Viele Grüße
Frank
Hallo Volxen,
ich baue in Zukunft die Weichen nur noch allseits isoliert ein.

Warum?

jede Weiche bekommt drei verschieden farbige Litzen angelötet und diese hängen nach unten raus:  
Fahrstrom plus - Fahrstrom minus - Herzstück

Vorteile:
- jede Weiche hat einen eigenen Fahrstromanschluss
- Weichenstraßen können ganz flexibel verdrahtet werden, je nach Fahrstraße(n) oder Stromkreisen
- besonders gute Stromverteilung, da jede Weiche versorgt wird
- sehr flexibel, wenn mal Weichengruppen auf einen anderen Stromkreis gelegt werden sollen
- einfachste Verdrahtung mittels Lötleisten
- wenn ein Herzstück falsch verdrahtet ist, sind dann nur Drähte zu tauschen

LG, Peter


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Vielen Dank euch das Hilft mir schon sehr!

@ Frank
Ja die Weichen sollen DKWs sein. Heißt das, ich muss eine DKW an allen 4 Abzweigungen isolieren?

@ Peter
Das klingt nach einer spannenden Idee! Da ist gute Stromversorgung ja garantiert. Jedoch frage ich mich wie das mit der Verkabelung bei dem Herzstück funktioniert? Was genau löte ich da ran? Fahrstrom plus? Frahstrom minus?


Hallo,
am Herzstück lötet man die Stromversorgung vom Umschalter an! Je nach Lage der Weiche bekommt das "Herz" Plus oder Minus.

VG
Christian

@Peter, jop, ich mach das auch so ist einfach sicherer.
#3: Ja.
Hallo Volxen,
Christian hat's schon geschrieben ...

Solltest Du das Herzstück falsch angeschlossen haben, dann brauchst Du nur den anderen Pol anlöten.

Welche Weichen verbaust Du denn? Mit isoliertem oder mit Metallherzstück?
Meine Empfehlung lautet: unbedingt Metallherzstück!

Welche Weichenantriebe siehst Du vor?

Ich habe mal ein altes Foto angehängt.
Die drei Weichendrähte löte ich an Lötleisten.
An alle Lötleisten schleife ich immer Fahrstrom plus und minus durch (Stromkreise beachten!)
Den Herzstückdraht verbinde ich dann nur noch mit Fahrstrom plus oder minus, bzw über das Herzstückrelais

Grüße aus Bayern,
Peter

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Super! Danke! Ich denke ich werde mich dann mal an die Variante von Peter und Christian heranwagen.

Viele Grüße!
Volxen
Hallo Volxen,

du brauchst ein bisschen grundlegendes Verständnis, dann beantworten sich deine Fragen von allein. Auf der Suche nach einem geeigneten Bild bin ich auf http://k.f.geering.info/modellbahn/technik/peco-herzstuecke.htm gestoßen. Lass dich nicht vom eigentlichen Beitragsthema irritieren (das ist der "Digitalschnitt"), mir geht es nur um die farbliche Darstellung der Weiche im ersten Bild.

Grün sind die Zungen und das Herzstück und du siehst auch, dass das Grün bis an das rechte Ende der Weiche ragt. Hier siehst du auch, dass die beiden grünen "Enden" rechts nicht "grün bleiben" können, wenn du fahren willst: sie müssen blaues Potenzial führen, wenn du gerade fahren willst und rotes Potenzial, wenn du abzweigend fahren willst. Also ist daraus unmittelbar klar, dass die rechts innen angrenzenden Schienen, die ja blau bzw. rot führen, mit zwei Trennstellen isoliert werden müssen.

Das war eigentlich alles: Wenn die Weiche auf gerade steht - wie im Bild - liegt die Zunge am blauen Potenzial und somit ist auch das Herzstück mit blauem Potenzial versorgt - alles grün ist jetzt "blau gefärbt". Das passt für den geraden Fahrweg, aber für den abzweigenden Fahrweg führt die obere Schiene des abzweigenden Fahrweges rechts - ich meine die rechts angrenzene, nicht dargestellte - rotes Potenzial. Ohne die Trennstelle wäre hier ein Kurzschluss. Analog für den anderen Fahrweg.

Solang der Andruck der Zungenschiene an die Backenschiene stimmt und dort auch keine Verunreinigung ist, werden also die beiden Zugen nebst Herzstück mit dem gleichen und richtigen Potenzial versorgt. Obige Kommentare besagen: kein Problem. Willst du vorsichtig sein, lötest du an den "grünen Bereich" von unten ein Kabel an, welches du über einen Umschalter mit genau dem Potenzial versorgst, welches für die jeweilige Stellung notwendig ist. Dieser Umschalter wird vom Weichenantrieb gesteuert, so dass du dich nicht weiter darum kümmern musst. Dieser Umschalter ist symbolisch unter der Weiche im Bild dargestellt.

Dass es bei Digitalbetrieb noch zu einem gewissen Problem kommen kann, schildert der gezeigte Artikel. Die dortige Lösung ist eine, eine das Timing berücksichtigende Umschaltung des Relais durch den Weichendecoder eine andere. Diese Lösung bietet z.B. der von mir verwendete Servodecoder von JoKa.

Viele Grüße
Frank

Edit: sehe gerade die sich zeitlich überschneidenden anderen Antworten und deine Reaktion - vielleicht habe ich jetzt zuviel geschwafelt und dir war das schon klar - sorry in diesem Fall.
@ Peter: Ich hatte auf jeden Fall an Metallherzstücke gedacht, auf die Suche nach passenden Antrieben wollte ich mich jetzt begeben, hast du da einen guten Tipp?

@ Frank: Vielen Dank für die genaue Erklärung. Wie gesagt ich war mir bislang noch nicht 100% sicher, ob ich das ganze Prinzip richtig verstanden habe, deswegen kann ich jede Hilfe gebrauchen. Ganz so einfach ist es ja nicht mit den ganzen Isolierungen, Einspeisungen etc. wenn man eine umfangreichere Weichenstraße hat
Hallo Volxen

leitende Herzstücke sind die richtige Entscheidung!
Wirst Du nicht bereuen, wenn mal 'ne Köf über die lange Pecoweiche drüber schleicht.

Ich selber benutze auf meinen analogen Modulen Servos. Dabei habe ich die Elektronik von Winfried Köhne und die von ihm angebotenen Robbe Servos. Die Servos sind zwar etwas groß, haben jedoch eine große Selbsthaltekraft (Getriebehemmung) - die Weiche bleibt mit dem einjustierten Anpressdruck in der Endposition wirklich stehen, selbst wenn keine Spannung anliegt. Ich musste außerdem in sechs Jahren intensiven Modulbetriebes nur drei- oder viermal den einen oder anderen Antrieb nachjustieren. Das ist ok, denn ich will nicht die Justierroutine auswendig lernen, sondern Betrieb machen Sehr zuverlässig!

Ein Modulkollege war sparsamer und hat die Servos von Peter Stärtz genommen (Geiz ist geil) - die sind leider nicht so kräftig und bleiben auch nicht 100% in der Endposition von alleine stehen. Da muss dann die Elektronik ständig nachregeln (bei vielen Servos Stromverbrauch und ausreichende Stromversorgung beachten!). Dafür sind die Servos aber kleiner. Mich persönlich würden die ständigen Nachjustierungen nerven.

Für digital nutze ich die Servos und Ansteuerungen von Rautenhaus. Die bleiben auch in der Endposition stehen, wenn die Spannung abgeschalten wird. Die Leistung der Servos reicht auf jeden Fall aus. Gut gelöst ist auch der vorgefertigte Plastikarm für die Führung des Stelldrahtes.

Wenn ich etwas mehr Zeit habe, dann werde ich mir mal einen Motorantrieb selber basteln - Zahnräder, kleine Motoren und Endschalter hab' ich schon bevorratet ... dürfte wesentlich preiswerter werden als wie alle anderen Antriebsvarianten.

Bleibt noch der originale Peco Weichenantrieb, den es auch in einer LowCurrent Version gibt. Der Antrieb ist sehr zuverlässig und man kann ganz einfach einen Herzstück-Umschalter unten dran clipsen (unbedingt mit Heißkleber sichern, dann hebt er ewig). Diese Einheiten waren an der Anlage meines Vaters über 15 Jahre in Betrieb ohne Ausfall. Und die Anlage war jeden Tag mindestens zwei Stunden in Betrieb. Die Federn der Weichen dürfen nicht entfernt werden. Ist halt ein Klick-Klack-Antrieb - mit akustischer Rückmeldung des Schaltvorgangs.

Ich denke, es wird Dir nicht erspart bleiben, eigene Erfahrungen mit ein paar Mustern zu sammeln. Vielleicht ist ein Modellbahnclub bei dir in der Nähe, dann frage die Mitglieder nach deren Erfahrungen.
Auf jeden Fall gilt hier definitiv nicht: Geiz ist geil.
Meine leidvolle Erfahrung.

Grüße aus ND,
Peter
Hallo,

sorry das ich mich hier dran hänge. Ich bin ebenfalls gerade am Planen mit Peco. Das setzen der Isolierverbinder bei Weichen und bei der DKW ist ja selbst erklärend. Habe seit ein paar Tagen eine neue Peco Kreuzung mit Metallherzstücken vor mir liegen. Dort sind an der Unterseite ebenfalls vier Drähte angelötet. Da die Kreuzung logischerweise keinen Antrieb mit Kontakten oder bewegliche Weichenzungen wie eine DKW oder Weiche hat muss ich die Kreuzung jetzt mit einem separaten Polwenderelais angesteuert werden. Oder wie gehe ich vor wenn ich aus einer zweigleisigen Strecke eine ebenfalls zweigleisige Ausfädelung mit zwei Weichen und dieser Kreuzung bauen möchte? Muss ich dann die Kreuzung jedes Mal über ein Relais für den jeweiligen Fahrweg polen? Oder schalte ich die Kreuzung in Abhängigkeit mit dem Fahrweg der beiden beteiligten Weichen? Oder denke ich heute Abend nach einem langen Arbeitstag zu kompliziert???

Grüße
Markus
Für mich entscheiden ist auch wie du die anlage steuern wirst. wenn du min einem belgtmeldesystem arbeitest must du die blockabschnitte im weichenbereich beachten. ansonsten spielt das keine rolle.
betreffend der einspeisepunkte sind mehrere nicht schädlich. ich bin jedoch nach wie vor der überzeugung das der schienenquerschnitt so gross ist, dass dies auch bei flexgleisen kein problem darstellt. meine blocklänge beträgt min 1,5m bis 2,9m und ich habe immer nur eine einspeisung vom belegtmelder und nie probleme damit.
Ich steuer die weichen mit miniservos an, die zugleich über einen mikroschalter das weichenherz steuer.

gruss

huk
Moin Volker,

ich benutze für meine 0e Module und auch zukünftig für N-Projekte ausschliesslich Peco Material. Die Vorgehensweise bei der Aufbereitung und Ansteuerung der Weichen ist aber immer gleich:

Wie die Weichen und Kreuzungen mit einem kleinen Schnitt betriebssicherer gegen Kurzschlüsse durch schlecht eingestellte Spurmaße oder zu hoher Trägheit beim Weichenschalten geschützt werden können, wirst Du sicherlich schon sehr oft im Netz gefunden haben (Stichwort: Peco Digitalschnitt).

Ich benutze Servos zum Stellen der Weichen und schalte digital.

Anbei habe ich mal die Bilder-Reihe meiner Servo-Antrieb Eigenbau Halter und "Elektronik" angehängt, die funktionieren so recht zuverlässig und können auch noch im eingebauten Zustand leicht nachjustiert werden (Schrauben etwas lösen, Servo in Position drücken und wieder anziehen).

Zum Ansteuern der Servos habe ich die relativ preiswerten DR4024 von Digikejis gewählt, die funktionieren gut und zuverlässig. Aber jeder andere Servo-Decoder mit Herzstück-Ausgang wäre genauso gut.

Grüße Klaus




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Hallo Klaus,

klasse Bilder, die werden Volxen gut helfen. Gestatte mir eine Anmerkung zum Digitalschnitt: Wie ich oben bereits schrieb: Ich sehe zwei Möglichkeiten, das Ursprungsproblem (kurzzeitiger Kurzschluss beim Umlauf) zu lösen: den Digitalschnitt oder eine verzögerte Ansteuerung des Relais. Wollte ich nur nochmal sagen, weil Volxen nun mit gegensätzlichen Ratschlägen konfrontiert wird - möchte nun nicht in seiner Haut stecken, wie er sich entscheidet

Noch eine Frage zu deiner Konstruktion (ich habe nämlich eine andere für den Servo). Ich befürchte immer, dass an der Stelle, wo der Stelldraht durch die Stellschwelle taucht, zu viel Spiel ist. An diesem Kreuzungspunkt ist ja praktisch ein Drehpunkt (wenn man sich den Stelldraht als nach oben stark verlängert denkt, weiß man, was ich meine: das obere Ende des Stelldrahtes bewegt sich dann gegensätzlich, und der Stelldraht "dreht" sich in der Schwelle) - ich hoffe, ich konnte mich verständlich ausdrücken.

Und da die Schwelle aus weichen Kunststoff gemacht ist, müsste doch einiges an zusätzlich nötigem Stellweg (=Drehwinkel) nötig sein und auch das Loch in der Schwelle durchaus leicht ausleiern? Aber wahrscheinlich spricht deine Erfahrung dagegen?

Viele Grüße
Frank
Moin,
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Welche Weichen verbaust Du denn? Mit isoliertem oder mit Metallherzstück?


Seit wann gibt es Peco Code 55 mit isolierten Herzstück????????????????

Gruß Kai
Hi!
Schon immer! Alle ohne "E" in der Bezeichnung.
http://www.peco-uk.com/prodtype.asp?strParents=...;numRecordPosition=1

Gruss,
Micha
@ 16
Das ist Code 80 !!!!!!!
Hallo Volxen,
hab' mal interessehalber Deine Bahnhofseinfahrt in Peco Code 55 mit Minitrix verglichen. Dir ist schon klar, dass Du gut mehr Platz brauchst?

Im Bild oben: Minitrix
2. Bild:  Peco Code 55 Weichen mit kleinem Radius (SLE391/392)
3. Bild:  Peco Code 55 Weichen mit mittleren Radius (SLE395/396)
4. Bild:  Peco Code 55 Weichen mit großen Radius (SLE388/389)

Die Gleisabstände sind bei Minitrix 33,6mm und bei Peco 22,6mm. Bei Peco passen definitiv keine Signale zwischen die Gleise!
Wenn der Gleisabstand größer werden soll/muß, dann geht's bei Peco noch mehr in die Länge.

Grüße aus ND,
Peter

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interesante lösungsansätze.
ich habe das umpolen mit einem microschalter(ein/ein) der direkt auf dem servo sitzt gelöst. bomben sicher und wenn man will noch mit echter positionsrückmeldung (wiederstand für rückmeldung mit gbm). für das stellen nehme ich einen 0.5 federstahldraht. die löcher in der schwelle zeigen nach ix umstellungen keine verbrauchsspuren.
gruss

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