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THEMA: Verzicht auf Trennstellen bei GMB?

THEMA: Verzicht auf Trennstellen bei GMB?
Startbeitrag
scifitrain - 07.01.16 15:22
Hallo Fachleute,
bei meiner kleinen N-Platte von 200x90cm liegen alle Blöcke zwischen Weichen. Alle Blöcke haben eine eigene Gleisstrom-Einspeisung aus einer Ringleitung. Gesteuert werden soll via PC ( ITrain bzw. Traincontroller). Kein Block ist bisher isoliert. Da mehrere Züge fahren sollen, brauche ich eine Block- und Gleisbesetztüberwachung.

Überall lese ich nun, dass die GBM in ein isoliertes Teilstück angeschlossen werden sollen. In meinem Fall frage ich mich warum?

Plan ist es, GBM von LDT einfach an das Massekabel zu stöpseln und über den s88-Bus die Rückmeldung via Dicostation an den PC zu geben. Fährt die Lok dann  in den Block, fließt Strom von rechter Schiene über die Achse in die Masseschiene und damit in den GBM, der melden kann. Zumindest in der Theorie. Was passiert in der Praxis?

Besten Dank von einem Unerfahrenen.
Christian

Hallo Christian,

die Belegtmeldung im GBM wird durch den Strom erzeugt, der durch den Verbraucher (Lok) fließt. Dafür musst Du dann den Gleisplan in Blöcke aufteilen und entsprechende Trennstellen einbauen.
Ohne Trennstellen könntest Du mit Lichtschranken oder Hall-Sensoren rückmelden.

Mit S88 würde ich nicht mehr anfangen.

Grüße
Stephan
Hallo Christian,

Du schreibst "Kein Block ist bisher isoliert". Wie definierst Du denn einen Block?
Wenn bisher nichts isoliert ist, dann hast Du doch schlicht einen großen Stromkreis, der halt nur mehrfach eingespeist wird. Da könnte dann genau ein GBM-Eingang melden......

Gruß
Lars
Hallo Christian,
wenn du die Ausgänge des Belegtmelders an verschiedene Schienenabschnitte legt und die nicht gegenseitig isolierst, versorgen alle Ausgänge des Belegtmelders gemeinsam die ganze Anlage. Wie sich dann der Strom über die einzelnen Ausgänge des Belegtmelders verteilt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, auch - aber nicht nur - von der Position der Lok. Der Belegtmelder meldet einen Abschnitt nur denn als "Belegt" wenn der Strom durch diesen Ausgang einen festgelegten Wert übersteigt. Je nach Stromaufnahme kann bei deiner Konstruktion einer, zwei, mehrere oder gar kein Abschnitt als belegt gemeldet werden.
Ich hatte vor längerer Zeit vergessen,  eine Trennstelle zu setzen und mich dann gewundert, dass bei langsamer Geschwindigkeit der Lok keiner der beiden Blöcke belegt gemeldet wurde, bei höherer Geschwindigkeit dann immer beide. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich den Fehler gefunden hatte.
Viele Grüße
Friedhelm
Hallo zusammen

und danke für die Rückmeldungen.

@Lars
Block = Gleise zwischen zwei Weichen. (Passt bei meinem Gleisplan so.) Die Weichen leiten den Gleisstrom überraschenderweise nicht durch.

Digital soll man doch auch mit virtuellen Blöcken fahren können???

@ Stephan
Bei 8 Gleisstromanschlüssen leiten dann 8 Massekabel den Stromfluss jeweils über die einzelnen GBM-Eingänge. Insoweit verstehe ich <<< Da könnte dann genau ein GBM-Eingang melden...... >>> nicht.

@ Friedhelm
Habe ich auch nicht verstanden. Der RM-GB-8 N von LDT hat Anschlüsse für separaten Digitalstrom und Eingänge für von den Gleisen kommenden Infos (Bin da). Via s88 geht es dann zurück an Zentrale/PC. Heißt für mich Laien: Die GBM-Intelligenz hat ihren eigenen Strom, fährt aber eine Lok aufs Gleis meldet das Massekabel den "Lokstrom" auf den jeweiligen Eingang und der GBM reagiert. Fließt kein Strom über den Verbraucher Lok, meldet der GBM auch nix.

Nach wie vor verwirrt grüßt
Christian
Hallo Christian,

hatte das mit der "Masse" übersehen. Der Bus (S88) und das Digital-Signal am Gleis müssen galvanisch getrennt sein, sonst knallt es.

Ließ Dir mal das hier durch:
http://www.vsdm.ch/wcms/ftp//v/vsdm.ch/uploads/...nblckekorrigiert.pdf
Vielleicht wird es dann klarer.

Grüße
Stephan
Hallo Christian,
da verwechselst du etwas:
Der RM-GB-8 N hat 8 Ausgänge (nicht Eingänge) von denen aus die Gleisabschnitte mit Strom versorgt werden. Die sind in 2 Gruppen zu je 4 Ausgängen eingeteilt und zu jeder Gruppe gehört ein Eingang für die Digitalspannung. Das ist die Reihe mit den Anschlussklemmen. Auf der anderen Seite des Bauteils ist der Anschluss für das Bus-Kabel. (Siehe https://www.ldt-infocenter.com/dokuwiki/doku.php?id=de:rm-gb-8-n )
Wenn deine Weichen den Strom nicht durchleiten können sie die Trennstelle ersetzen. Aber prüfe bitte, ob das in beiden Weichenstellungen immer so ist. Eigentlich sollten auch sogenannt "Denkenden Weichen" den Strom in der eingestellten Fahrtrichtung durchleiten. Vermutlich leitet da nur ein Schienenverbinder nicht gut. Darauf kannst du dich aber auf Dauer nicht verlassen, weder darauf, dass Schienenverbinder immer gut leiten, noch auf das Gegenteil.
Aufgrund deiner Argumentation vermute ich, du denkst an die Kontaktgleise der Analog-Technik. Damit haben die Belegtmelder nichts zu tun. Die Belegtmelder messen den Strom, der zu dem Gleis fließt. Ist ein Schwellwert überschritten, melden sie "belegt".
Virtuelle Blöcke erfordern virtuelle Melder und die werden durch Messung der Laufzeit und dann folgende Berechnung der Strecke über die Geschwindigkeitskennlinie bestimmt. Dazu muss es notwendig vorher einen realen Melder geben.
Viele Grüße
Friedhelm
Fortsetzung ...
Alle Anschlüsse ans Gleis gebracht, jeweils einen Isolierverbinder am Blockanfang und -ende angebracht (nur Masse-Schiene!), alles verdrahtet und ... nix geht.

Am Gleis liegt im Block Digitalstrom an, kann ich messen. Der Zug fährt im Block und der GBM meldet ordentlich. Aber, nach dem Isolierverbinder bleibt die Lok stehen. Unabhängig, ob da sofort eine Weiche oder noch ein Stück Gleis kommt. Auch Änderung der Polarität bringt keine Verbesserung. Eigentlich müsste doch Strom fließen, da die Lok ja die Verbindung zwischen den Schienen herstellt, tut er aber nicht.

Ich habe nur innerhalb der einzelnen Blöcke Strom. Aber nicht mehr in den Weichen und Zwischenstücken. Offenbar mache ich da einen Denkfehler, der mir aber nicht aufgeht.

Was sagen die Profis? (Bsp.-Anschlußschema im Anhang)

Gruß Christian


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@7 - und woher bekommt der Gleisabschnitt links seine Fahrspannung?

So, wie du das gezeichnet hast, hängt das Gleisstück in der Luft.

anmerkend
hajo
@8 Habe den Gleisanschluß nun ergänzt. Wie gesagt, Lok fährt nur innerhalb der weichenfreien Blöcke.
Gruß Christian

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Mion Christian,

Die Weichensektion, in deinen Bild Rechts, braucht auch noch ein roten Faden.... eh, Draht

Grüße aus Assen (NL)
Jan
@ Jan

stimmt. Der Strom muss ja auch abfließen können. Jetzt habe ich den Faden wieder aufgenommen.

Gruß und Danke
Christian
Nach vier Wochen Lieferzeit aus Japan und sechs Wochen Zoll konnte ich die Stromanschlüsse endlich einsetzen. Alle GB-Blöcke sind nun beidseitig isoliert.

Hatte allerdings dann noch ein größeres Kurzschlussproblem zu klären. Auch hier lag der Fehler beim Anwender. Ich erwähne dies nur, damit andere Anfänger nicht in dieselbe Falle laufen.

Die Bereiche für "einfachen" Gleisstrom hingen direkt am Trafo, die Gleisbereiche mit Melder am Booster (+). Die Ableitung (-) lief über eine gemeinsame Verteilerleiste. Da die beiden Phasen nicht identisch waren, kam es zum Kurzschluss, wenn die Lok von dem einen in den anderen Bereich wechselte. Nun haben beide Bereiche die Versorgung und Ableitung aus einer Quelle. Die Lok schnurrt wieder zufrieden.

Ende des Dramas Dank an die Ideengeber.

Gruß, Christian


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