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THEMA: Digitalisierung: Gehäuse (begrenzt) leitfähig

THEMA: Digitalisierung: Gehäuse (begrenzt) leitfähig
Startbeitrag
Lio - 05.01.16 22:27
Hallo,

wie es sich gehört, messe ich für die Digitalisierung nach den üblichen Entfern-/Trennarbeiten alles durch, um schädliche Verbindungen aufzudecken, besonders Gleis zu Motor.

Ich messe das mit einem Multimeter, indem ich den maximalen Widerstandsbereich (bei mir: 20 Megaohm) benutze und die Fehleranzeige für überschrittenen Messbereich als Widerstand = unendlich, also getrennt, nutze.

Nachdem ich bei der Fleischmann 62er nun die linke Kontaktbahn Gleis -> Motor aufgetrennt habe, musste ich zu meinem Erstaunen feststellen, dass über die deutliche Lücke hinweg ein Widerstand verschieden von Unendlich auftrat. Auf der anderen Seite (die dortige Kontaktbahn ist anders geführt) maß ich Unendlich.

Neugierig geworden, hielt ich die Messspitzen an verschiedene Gehäuseteile. Überall Unendlich, nur auf dem Umlauf (wenn die Messspitzen allerdings nahe beieinander waren) und auf dem inneren Kunststoffteil, wo beide Teile der getrennten Kontaktbahn aufliegen, messe ich  0,2 bis 0,3 Megaohm.

Nun ist mir klar, dass z.B. meine Haut auch einen Widerstand verschieden von Unendlich hat (zwischen den Zeigefingern: 3 Megaohm) und einen Stromfluss ermöglicht, das hatte ich schonmal bei einer fliegenden Verdrahtung von LEDs bemerkt: sie leuchteten über die  meine Drähte haltenden Finger. Aber von dem Kunststoff hätte ich es nicht erwartet. Der gemessene Widerstand sollte dennoch unbedenklich sein, oder?

Na, sicherheitshalber werde ich noch isolieren ...

Viele Grüße
Frank

Hallo Frank,

der Meßbereich des Ohmmeters sollte nicht auf den maximalen sondern auf den minimalen Meßbereich eingestellt werden, am besten, wenn Du ein Ohmmeter mit Durchgangspiepser hast.

Grüße Michael Peters
Hallo Michael,

das verstehe ich jetzt nicht. Wenn ich den minimalen wähle (bei mir: 200 Ohm) und die Fehleranzeige kommt, heißt dass doch nur, dass kein Widerstand im gewählten Messbereich vorliegt, aber doch möglicherweise im nächsten (bei mir: 2000 Ohm), und so weiter und so fort.

Oder habe ich einen Denkfehler?

Viele Grüße
Frank

(Durchgangspiepser hätte ich gern.)
Hallo Frank,

alles was oberhalb von 200Ohm ist, ist relativ uninteressant. Das können sogar Übergangswiderstände auf dem Decoder selbst sein.
Außerdem wirken, wie Du schon selbst festgestellt hast, die Meßspitzen und ~kabel sowie Du selbst als Antenne.

Grüße Michael Peters
Hallo FreuNde,
auch ich habe teils bei der Digitalisierung so Probleme mit den "Widerständen" bei den Motoren gehabt.
So z.B. bei den Modellen Flm VT 614 Nr 7430, MTX VT 98 Nr 12980, Arnold Kroko Nr 2468.
Frage: Gibt es eine Liste über die Motorwiderstände die bei den älteren Motoren üblich sind ?
Nach der Digitalisierung von z.B. des Vt 614 lief dieser einwanfrei, doch nach etlichen Betriebsstunden plötzlich Kurzschluß. Nun fing die Sucherei an, von woher ?
Für Werte bin ich dankbar !
Mit Grüssen
wajo
Hallo Wajo,

die Wicklungswiderstände liegen abhängig von der Motorbauart (3-/5-Pol, Schnell-/Langsamläufer) zwischen 15 und 30Ohm (Ausnahme Glockenankermotor).
Im Rahmen der Digitalisierung sollte man auf jeden Fall eine gründliche Motorreinigung (auf bei neuen Loks) vornehmen.
Analog fallen verdreckte /verölte Kollektoren erst auf, wenn der Motor abraucht, digital, wenn bei dem Decoder die Kurzschlußerkennung anspricht (hoffentlich).

Grüße Michael Peters
hallo,

ihr habt alle ein bischen recht.
Messungen im Meg Ohm Bereich taugen als Isolationsmessungen für Spannungen Größer 60V.

Bei unseren 20V entstehen bei größer 20 K Ohm Ströme die nicht mal Belegtmelder auslösen oder gar Decoder in den Tod reissen.

Darum sind Messungen bis zu 20 K Ohm ausreichend.
Ausserdem sind Schaltungen mit Leds bei modernen Loks zu beachten, diese können schon für Verwirrung sorgen.

Ich nehme an wajo #4 meint den Übergangswiderstand vom Motoranschluss an das Gehäuse. Denn um den geht es hier.

ich habe meine beiden VT614 Motoren mit Tesafilm vom Gehäuse "getrennt" und den untern Motorpol direkt an den Decoder Pin 1 gelötet.
ich denke mal das da "unten" ein problem entstehen kann...

gruss Hartmut

Hallo Hartmut,

"Bei unseren 20V entstehen bei größer 20 K Ohm Ströme die nicht mal ..." wollte ich hören, um sicherer zu sein. Trotzdem fühlte ich mich wohler, nachdem ich nach Isolation mit Farbe wieder das erwartete Verhalten hatte.

Viele Grüße
Frank


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