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THEMA: Wie Weichen mit Fahrstrom versorgen/Block-/Automatikbetr.

THEMA: Wie Weichen mit Fahrstrom versorgen/Block-/Automatikbetr.
Startbeitrag
aaron - 03.12.15 12:18
Guten Tag an das Forum,

ich beschäftige mich mit folgender Frage:
Aufgrund des geplanten Einsatzes von Automatikbetrieb mittels PC-Programm soll die Anlage in Blöcke unterteilt werden.
Weichen gehören definitionsgemäß nicht in einen Block, sondern dazwischen.
Also isoliere ich den einen Schienenstrang direkt vor und hinter der Weiche, bzw. vor und hinter einer Weichenstraße.
Die Weiche selbst muss aber natürlich auch mit Fahrstrom versorgt werden.
Wie löst Ihr das praktisch, und zwar ganz besondere in Bezug auf KATO-/TOMIX-Weichen?

Bei Kato kann ich kein Fahrstromkabel unten an den Schienenverbinder löten, denn ich kann den so präparierten Schienenverbinder nicht an die Weiche stecken, da unmittelbar hinter und vor der Weiche ein Isolationsverbinder eingesetzt werden muss.
Also Kabel direkt und voll sichtbar außen an den Schienenstrang löten?

Dann hab ich aber immer noch das Problem mit der Stoppweiche, dessen Funktion sich zumindest bei den langen Kato-Weichen sowie allen Tomix-Weichen nicht abschalten lässt: Je nachdem an welchem Schienenstrang isoliert wurde und wie rum die Weiche eingebaut ist, könnte es ja passieren, dass ein Zug über seinen geplanten Bahnhofshalt hinaus in das Weichenfeld hineinrutscht (Steuerung via Lokeinmessung und 1 Melder pro Block). Gemeldet wird dies jedoch nicht, weil die Weiche möglicherweise "falsch" in die andere Richtung geschaltet ist (der Zug sollte ja gar nicht in die Weiche fahren und sie aufschneiden), und somit der Abschnitt der Weiche, in die der Zug einfuhr, stromlos geschaltet ist (trotz Kabeleinspeisung, aber eben am anderen Abzweig, die dann aufgrund der Stoppfunktion nicht in den vom Zug befahrenen Abschnitt überleitet wird). Es erfolgt dann keine Rückmeldung (ich hatte geplant, auch die Weichen an den Rückmelder anzuschließen als eigenen Rückmeldeabschnitt, um die Sicherheit zu erhöhen).

Danke und viele Grüße

Hallo aaron,

es ist Beides möglich.
- Weichenstrasse/Weichen mit gesondertem Fahrstromanschluss versehen
- dto. als Block definieren und vom Belegtmelder überwachen lassen

und wenn du per PC Betrieb machst, ist auch keine Stopp-Weichen Funktion zwingend erforderlich

gruß
hajo
Hallo aaron,

ich speise meine Weichen immer von der Spitze. Davor habe ich ein kleines Gleisstück (48 oder 64) und dann erst isoliere ich. So kann ich normale Unijoiner zum Einspeisen benutzen.

Auch nach den Weichen habe ich meist ein kleines Gleisstück, das mir den stromlosen Bereich vor dem nächsten Block sogar verlängert. Ich begrüße die Abschaltfunktion als Schutz, denn auch im Digitalbetrieb sitzt oft ein Depp (meiner einer) am Regler, der sonst die Weiche auffahren würde.

Allerdings verwende ich drei Sensoren pro Block. Ein Stromfühler mit Railcomauswertung als Belegtmelder und je ein Reed Kontakt am Anfang und am Ende jedes Blockes. Die Weichenstraßen selber überwache ich nicht.

Gruß
Siggi
Hallo,

Ich würde zusätzlich noch empfehlen die echte Weichenposition Rückzumelden. Dies geht über eine einfache Schaltung mit Optokuppler oder mit einem Reedkotakt an/in der Weiche.
Falls das einspeisen nicht beim Schienenstück funktioniert kannst du die Weiche öffnen und so den Strom einspeisen. Bei den kurzen Katoweichen gibt es zudem noch die Schrauben heranziehen.

Um sicherzustellen, dass keine Fahrzeuge in den Weichenbereich fahren würde ich Reflexlichtschranken verwenden. Dann gibt es auch keine Problem mit geschobenen Zügen oder Dampfloks mit Tenderantrieb.

Gruss,
Matthias
@Hallo Siggi,
das Einspeisen von der Spitze her löst aber nicht das Problem der Stoppweiche, oder? Wenn die Weiche auf Abzweig A geschaltet ist, der Zug fährt aber von B her herein, liegt dort kein Strom, es wird also keine Weichenbelegung gemeldet, und dummerweise werden viele meiner Züge dennoch weiterfahren, da mehrere Achsen miteinander verbunden sind, die den stromlosen Abschnitt vorübergehend mit Strom versorgen (der aber eben nicht an den Belegtmelder weitergeht).
Ich müsste wohl beide Abzweige mit Strom speisen? Recht aufwendig...

@Matthias,
habe eben probeweise mal eine lange Kato-Weiche geöffnet.
An welche Kontakte lötest du das Kabel an?
Und vor allen Dingen, wie führst du das Kabel aus der Weiche heraus? Der Deckel schließt die Weiche komplett ab, da bleibt kein Spalt für ein herauszuführendes Kabel.

Viele Grüße
Hallo aaron,

Ich habe leider kein Foto bereit.

Wichtig ist , dass die Kabel der Mechanik nicht in den Weg kommen. Zur Einspeisung reicht es aus wenn du die äusseren Schienen verbindest. Beim mittleren Anschluss kann man den Optokopplkerschaltkreis zur Weichenlagebestimmung anschliessen. Für die Litzen muss man ein Loch in den Deckel bohren oder mit dem Seitenschneider am Rand etwas abzwacken.
Viele Grüsse,
Hallo,

jetzt erhöhe ich den Schwierigkeitsgrad dieses Threads :)
Hat sich schon mal jemand daran versucht, die zweigleisige Tram-Abwzeige-Weiche von Kato Unitram in einen entsprechenden Automatikbetrieb einzubinden?

http://www.kato-unitrack.de/gleise/weichen/unit...e-weiche-rechts.html

Hier würde mich interessieren, ob es möglich ist, die Weichen ebenfalls von den davor und dahinterliegenden Blöcken zu isolieren und mit eigenem Fahrstrom zu versorgen.
Der Tipp von Siggi (kleines Gleisstück vor/nach der Weiche) greift nicht, weil solches Material nicht vorhanden ist für das Tramsystem bzw. nicht in das Tram-Geometrie-Raster passen würde.
An die Schiene seitlich löten geht auch nicht mehr, da in die Straße eingelassen. Und von unten?
(ich habe das Produkt noch nicht, kann also nicht nachschauen)
Wie habt Ihr das gelöst?

Viele Grüße
OK, anscheinend hat dies noch niemand versucht.... Schade! :)


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