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THEMA: Spannung am Gleis

THEMA: Spannung am Gleis
Startbeitrag
Scholle - 28.02.15 23:39
Hallo;
Vorweg: Ich bin Analogbahner und beschäftige mich neuerdings sozusagen als Anfänger mit dem Thema digital ( in erster Linie für den Fahrbetrieb).
In einer Abhandlung habe ich gelesen, dass die Gleisspannung beträchtlich höher als die üblichen 14/16 Volt sei. Muss ich jetzt bei den Wagenbeleuchtungen, insbesonders, wenn es sich um Glühbirnen handelt, all diese austauschen und bei den Led´s noch zusätzliche Widerstände einbauen? Bei der Lokbeleuchtung kann man offensichtlich den Stromausgang begrenzen ? Bei allen Dekodern? Für den Beginn, nachdem hier im Forum positiv berichtet wurde, habe ich daran gedacht,  mit der Märklin/Trix Mobile Station2 erste Erfahrungen zu sammeln, aber in der Produktbeschreibung erfahre ich nichts über die mögliche Höchstspannung am Gleis.
Freundliche Grüsse
Jürgen

Hallo Jürgen,


zu den aktuell gelieferten MS 2 wird ein geregeltes Gleichstromnetzteil 18V -  2A  (36VA) mit geliefert.

Mit diesem Netzteil liegt die Gleisspannung maximal bei etwa 17V.

Mit einem Netzteil mit 15V ergibt sich eine max. Gleisspannung von etwa 14V. Diese reicht für einen sicheren Betrieb aus (vorausgesetzt eine "vernünftige" Verdrahtung).


Gruß
Thomas
Hi Jürgen

Die Spannung im Digitalbetrieb beträgt etwa 16-18 Volt. die Birnchen in deinen Wagen halten etwa 14-16 Volt aus. Das heisst du hast 20 % Überspannung an deinen Lämpchen. Du kannst damit fahren, musst dich aber nicht verwundern wenn eines nach dem andern kaputt geht. Dann kannst du alle durch LED ersetzen.

Grüsse, Rolf
Hallo Rolf,


Zitat

Das heisst du hast 20 % Überspannung an deinen Lämpchen. Du kannst damit fahren, musst dich aber nicht verwundern wenn eines nach dem andern kaputt geht



Das gilt aber nur, für die Lämpchen von Innenbeleuchtungen und Triebfahrzeugen (die zwischen Ausgang und Dekoder "Plus" geschaltet sind), also die, die direkt mit der Gleisspannung    o h n e   R e d u z i e r u n g    betrieben werden.

Sind die Lämpchen (z.B. bei Tiebfahrzeugen) zwischen der "Fahrzeugmasse" und dem Dekoderausgang geschaltet liegt eine gepulste Spannung mit einem niedrigerem Effektivwert an.


Gruß
Thomas
Hallo,
an anderer Stelle hier im Forum habe ich gelesen, dass man tunlichst die Anlage eh nicht mit den üblichen 16 V Wechselstrom betreiben sollte - zur Schonung der  Loks - sodern nur mit 14 V Wechselstrom. Das würde völlig ausreichen.
Daraufhin habe ich mir einen alten Titan/Märklin Trafo besorgt, der hat zwei Ausgänge - 14 und 16 V -.
Ausprobiert habe ich jedoch noch nichts.
Was ist eure Meinung ?
Grüßle
Friedhelm
Hallo;
Vielen Dank für die aufklärenden Antworten, wie ich sehe,  scheint man im Allgemeinen mit diesem Thema etwas einfach umzugehen,  viellleicht mit dem Gedanken es wird wohl nicht so schlimm werden, aber 20 % mehr Spannung sollten auch bei Led´s schon beachtet werden.  Wie halten es die Hersteller derzeit bei Wagen die schon werksseitig mit Beleuchtung geliefert werden?
Gruss
Jürgen
Hallo Jürgen,

ich benutze auch die MS2. Ich habe mir allerdings ein Notebook-Netzteil dazu geholt (wie hier im Forum dauernd empfohlen wird). Da mir die ständigen Annahmen über die anliegende Gleisspannung zu unsicher waren, habe ich einfach mal selbst nachgemessen und hier http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show...b3=bulli-tom#x825339 meine Ergebnisse gepostet (Antwort 6):

Mit 15,8V Eingangsspannung kommen am Gleis tatsächlich 13,6V an, bei den oft empfohlenen 14V Eingang hast Du nur noch ca. 12V am Gleis. 12V ist ziemlich knapp bemessen, weit über die NEM-Empfehlung von 14V würde ich aber nicht gehen. Nicht nur die Belastung für die Birnchen steigt deutlich an, sondern auch die der verwendeten Decoder - was im Schadensfall mehr Aufwand und mehr Kosten bedeutet, als ein paar Birnchen...

Und wenn Du besonders kleine Decoder verwendest wie z. B. Tran bekommst Du über 16V sowieso Probleme, da die kleineren Bauteile (auch noch besonders dicht gepackt auf der Platine) einfach weniger Wärme abführen können und damit schneller aufgeben.

Also, mein Fazit: Für den Anfang ist die MS2 durchaus eine ziemlich gute Wahl, aber die Gleisspannung sollte mit einem entsprechenden Netzteil (oder auch z. B. mit dem schicken DSR von Arnold Hübsch, siehe hier: http://amw.huebsch.at/Produkte/DSR.htm ). Damit bist Du auf der sicheren Seite und hast für relativ kleines Geld einen vernünftigen Einstieg.


SchöNeN SoNNtag - Tom
Hallo Jürgen,

bei mir habe ich die Gleisspannung mit Dioden reduziert, siehe hier http://www.herberts-n-projekt.de/basteleien-1/digital-spannungsreduktion/

Denn ich bin der Meinung, daß wenn für ein Gerät eine bestimmte Eingangsspannung vom Hersteller vorgesehen ist, sollte man diese auch zur Verfügung stellen.

Viele Grüße
Herbert
www.herberts-n-projekt.de
Hallo Friedhelm,
wenn du Wechselstromtrafos verwendest, wo schliesst du die dann an?
Für den Fall dass du einen Gleichrichter verwenden willst musst du aufpassen, weil die Scheitelspannung des Wechselstromtrafos um etwa 1.4 mal höher ist (oder täusche ich mich?), als die Durchschnittsspannung. Das heisst, wenn du den Strom gleichrichtest kommst du auf Spannungsspitzen um die 20V schon bei 14V Eingangsspannung Wechselstrom.
Grüsse,
Willi/Treno
Hallo Herbert / #7,

die vom Hersteller gewählte Eingangsspannung beruht aber eher auf der Tatsache, dass vor allem die MS2 für HO (oder größer, je nach Typ) gedacht ist und dort die Decoder deutlich spannungsfester ausgelegt sind; wir "missbrauchen" die ja nur für unsere "Spielzeug"-Spurweite

Betreiben lässt sich die MS2 problemlos noch mit 12V Eingang, ein sehr kurzer Test mit 10V war auch noch positiv - aber da bleibt dann definitiv zu wenig Gleisspannung übrig! Und der schadet es auch nicht, wenn sie weniger Spannung verbraten muss.

@Treno / #8: Da sist richtig, die MS2 braucht DC am Eingang; direkt an einen AC-Trafo würde ich sie lieber mal nicht hängen


LG - Tom
Hallo Jürgen,
in der Fachliteratur werden für Spur N häufig 14 Volt und 2,5 Ampere empfohlen.

Den internen Booster meiner ECoS habe ich daher von 4 auf 2,5 Ampere herabgesetzt. Das Netzteil der ECoS bietet als Minimum 14,5 Volt und der ESU Programmer wird mit einem unregelbaren 15 Volt Netzteil ausgeliefert. Somit habe ich für meine Anlage 15 Volt festgelegt.

Die von Dir angesprochenen 12 Volt werden oft für digitale Spur Z-Anlagen empfohlen. Da dort in der Regel auch die kleinsten N-Decoder verbaut werden, sollte es mit 12 Volt eigentlich bei Spur N auch mit den meisten Decodern klappen.

Allerdings gab es hier schon Berichte, dass einige Decoder bei sehr niedriger Spannung noch ihren Dienst tun, beim Programmieren aber eine etwas höhere Spannung benötigen.

Gruß
Frank


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