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THEMA: Fleischmann Ersatzmotoren

THEMA: Fleischmann Ersatzmotoren
Startbeitrag
Slotrowdy - 21.01.15 09:27
HI Leute
Ich habe nach längerer Pause mal wieder etwas Zeit fürs Hobby und muss feststellen , die einst defekten Motoren laufen noch immer nicht.
Auf der Fleischmann Homepage habe ich Ersatz gefunden für  meine V100 (7230) und die BR39 (7138) für jeweils ca. 50€ !!
Ist das Normalpreis oder gibt es günstigere Alternativen?

Hallo Guido,
die meinen das wirklich ernst. Ich persönlich würde bei dem Preis lieber noch ein paar Euro drauflegen und gleich einen Glockenankermotor einbauen. Alternativ kannst du auch einfach mal den Gebrauchtmarkt durchforsten.

Viele Grüße
Carsten von 1001-digital
Hallo,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

die einst defekten Motoren laufen noch immer nicht


Hast Du sie schon zerlegt, gereinigt, Wicklungen durchgemessen, die Kohlen ausgeheizt, ausgeglühte Federn ersetzt und neu abgeschmiert?

Preise auf der Webseite sind immer UVP, gültig direkter bei Bestellung ab Werk. Der Händlerpreis kann niedriger sein.
Günstigere Alternativen sind möglich, wenn Du feinwerktechnische Kenntnisse hast.
Beachte, dass FL Motore eher Langsamläufer sind.

Für die V100 wird es sich vermutlich nicht rentieren, aber bei der schönen BR 39 würde ich persönlich in einen Glockenankermotor investieren.

Grüße, Peter W.
Nachtrag: Auf Grund der kurzen Wellen beim Tenderantrieb der BR 39 könnte auch ein Motraxx Motor (z.B. Conrad Art.Nr. 229023 EUR 21,-) mit 2 Wellenenden funktionieren. Möglicherweise benötigt man dann neue Schnecken bzw. bei Verwendung der Originalschnecken Adapterrohre (Hülsen) um den unterschiedlichen Wellendurchmesser auszugleichen.

Grüße, Peter W.
Moin und danke für die schnellen Antworten
Für die V100 habe ich mich gerade auf dem Gebrauchtmarkt umgesehen und werd mir dort Ersatz besorgen.
Der defekte V100 Motor wird zerlegt und gereinigt,Federn überprüfen geht auch  klar
aber was heißt "die kohlen ausgeheizt"??

Über Glockenankermotoren hab ich schon einiges gelesen, mich aber mit dem Umbau nie ernsthaft befast.
Wie aufwändig ist denn so ein Umbau.

Meine feinwerktechnischen Kenntnisse würde ich mal so beschreiben.
Ein Dampflok Gestänge auseinander zu frickeln hätte ich eher keinen bock zu, andererseits habe ich vor meiner schöpferischen Pause meine Arnold 221 fräsen lassen und mit selbst hergestellten Schwungmassen versehen.

Gruß Guido

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

aber was heißt "die kohlen ausgeheizt"??


Hallo Guido
Gemeint ist die Kohlen auf den heißen Lötkolben zu legen und dort aus zu glühen damit Öl verbrennt. das siehst du am aufsteigenden Rauch und auch am brutzeln auf der Kohlenoberfläche. Nimm aber vorher die Federn von den Kohlen weil die sonst ausglühen und funktionslos werden. So lange drauf lassen bis kein Rauch mehr aufsteigt.
Für den Umbau auf Faulhabermotoren würde ich die Fachwerkstatt wählen, weil meistens Fräsarbeiten notwendig werden.

Gruß elber
Hallo Guido,

wenn sich die Kohlebürsten mit Fett voll gesogen haben (klebrig-schmierend, starkes Bürstenfeuer) dann kann man das Fett aus den Sinterkohlen ausheizen, in dem man die Kohlen auf den heißen Lötkolben legt - so lange, bis es nicht mehr raucht. Das erspart den unnötigen Austausch der Kohlebürsten wenn sie nicht abgenutzt sondern nur verfettet sind.

Grüße, Peter W.
Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name: Slotrowdy

aber was heißt "die kohlen ausgeheizt"??



Hallo Guido!

Ich denke es ist das Ausglühen der Kohlebürsten gemeint, vieleicht hiflt Dir dazu das hier weiter:

http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=729710

http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=678785

http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=630779

Grüße Andreas
Hallo Guido,
für das Reinigen des Motors habe ich hier eine Anleitung verfasst:
http://www.1001-digital.de/pages/basteln-bauen/...n/motorreinigung.php

Viele Grüße
Carsten von 1001-digital
Zitat - Antwort-Nr.: 8 | Name: msfrog

für das Reinigen des Motors habe ich hier eine Anleitung verfasst:
http://www.1001-digital.de/pages/basteln-bauen...n/motorreinigung.php


Asche auf mein Haupt: Das habe ich ja noch gar nicht gesehen! Sehr gute Anleitung!

Grüße Andreas
Hallo Leute
Erstmal danke für die schnelle Unterstützung
Stand der Dinge ist der : Meine V100 hat einen günstigen Ersatzmotor aus der Bucht bekommenund läuft wieder einwand frei.
Nach einigen suchen habe ich auch die "defekten" Motoren wieder gefunden .
Alles zerlegt, gereinigt  und mit neuen Kohlen versehen. Motor läuft wieder!!!
Jetzt habe ich festgestellt das das Fahrwerk der Lok Festsitzt.
Mit dem Daumen und etwas Nachdruck ist es nun wieder in Bewegung aber halt Schwergängig.
Was nun ? Ich habe mittlerweile gehört das einige Eisenbahner ihre Schätzchen ins Ultraschallbad legen ggf. in Petroleum.
Was meint ihr dazu?
Hi !

Ich würde mir erstmal die Drehgestelle ansehen ob evt. Staub / Schmutz in den Ritzeln vorhanden ist, wenn ja diesen entfernen und abölen.
Wenn nicht erstmal abölen.
Das
mit dem Ultraschallbad würde ich erst vorschlagen, wenn Punkt 1 natürlich ohne abölen
erledigt ist.

Gruß Thomas

Hallo Slotrowdy,

welche denn jetzt, die V 100 oder die BR 39?

V 100:
Drehgestelle ausbauen und soweit wie möglich zerlegen, d.h. die Achsen sollten raus.
Dann alles Gründlich reinigen: Ich nehme Isopropanol in eine kleinen Marmeladenglas, da die Teile reinelegen. Das kannst du auch in ein mit Wasser gefülltes USB stellen.
Da kommt zuweilen Dreck raus ohne Ende.
Bei unlackierten Teilen ist das kein Problem, lackierte Teile kommen ins USB welches mit Wasser-Spülmittel gefüllt ist.
Dann zusammenbauen und sparsam ölen.

BR 39:
Tender zerlegen Achsen brauchen nicht ausgebaut werden, Teile auch wieder in Isopropanol reinigen (mit oder ohne USB).
Achsen der Lok - wenn die Treibräder festsitzen oder nicht leichtgängig sind, diese mit isopropanol - mit ein Spritze mit Kanüle - an den Achsen leicht benetzten und wirken lassen. das ganze mehrmals machen und zwischendurch immer mal wieder die Leichtgängikeit prüfen. Isopropanol sollte nicht unbedingt auch das lackierte Gehäuse kommen, kann die Bedruckung lösen.

Gruß Detlef


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