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FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Umsatzrückgange in Spur N

THEMA: Umsatzrückgange in Spur N
Startbeitrag
Klaus Lübbe [Gast] - 01.03.03 21:25
bei allem Jammern über zurückgehende Umsätze ist es vielleicht hilfreich, sich auch einmal nach den Ursachen umzusehen.
Ich behaupte einfach mal, daß gar nicht weniger Geld für Modelle im Maßstab 1:160 ausgegeben wird, es fließt nur in andere Kanäle.
Der riesige Erfolg von eBay/Modellbahn beruht hauptsächlich auf einer deutschland-/europaweiten Modellbahnbörse für Gebrauchtwaren.
Es werden auch Neuwaren angeboten, die Gebrauchtwaren überwiegen aber in N bei weitem.
Ich selbst habe in den letzten zwei Jahren deutlich mehr als die Hälfte meines Modellbahnbudgets für Online-Auktionen ausgegeben, etwa um gesuchte Hobbytrain-Artikel zu erwerben.
Ich stehe nicht alleine, die meisten hier im Forum bieten auch bei eBay.
Das bedeutet aber auch, daß ich in Modellbahngeschäften für Neuware erheblich weniger Geld ausgegeben habe.
Statt dessen wurde das Geld in Waren investiert, die für die Modellbahnindustrie keinen neuen Umsatz bringen, da sie bereits bezahlt wurden.
Erst mit einer gewissen Sättigung im Gebrauchtmarkt (der vor dem Internet kaum existierte) werden die Umsätze für Neuware wieder steigen.
Dazu kommt, daß im N-Bereich zunehmend Nachlässe aufzulösen sind, die den Gebrauchtmarkt immer weiter vergrößern.
Hinzu kommt, daß ein Großteil dieser Gebrauchtware nie im Anlageneinsatz stand und zumindest optisch eine sehr gute Figur macht.
The Internet changes everything!
Grüße
Klaus

jau, genau daher sind imho auch langfristige Sortimente kaum sinnvoll - von einigen (sehr wenigen) Standard-Artikeln mal abgesehen! Solange es keinen Fortschritt gibt, wird es eben auch keine Neu-Käufe geben...
Hallo Klaus,

natürlich hat jeder nur einen begrenzten Teil seines Einkommens für das Hobby zur Verfügung und sieht auch zu, daß er Modelle bekommt, auch verflossene, die er gern beseitzen möchte,
Andererseits habe ich im letzten Jahr meinen Etat kaum ausschöpfen können. Ich fand z.B. hervorragend, daß der RAm-TEE auf den Markt kam, aber was da letztlich für ca. 300,- Euro an "perfekten" optischen Unzulänglichkeiten geboten wird, ist einfach haarsträubend. Da hilft auch kein noch so gutes Fahrverhalten etc. weiter. Ich habe dieses Geld einfach nicht ausgegeben, obwohl ich es hätte können, aber eben nur für eine anständige Gegenleistung. Und so ist es bei machem Artikel, den man nur unter Zurückstellung vieler Bedenken kauft, weil er nicht anders zu haben ist, z.B. die NOHAB-Nasen mit den falschen Dächern.

Gruß Holger
Für mich gibt es ein Limit bei den Preisen für Lokomotiven, und das ist 150 Euro. Mehr bin ich nicht bereit auszugeben und kaufe dann gebraucht. Dann muss ich halt etwas warten.
Ich weiss auch langsam nicht mehr, wo der Gegenwert von 30 Euro bei einem simplen IC-Waggon ohne Beleuchtung sein soll.

Es ist ganz einfach das Gefühl, mit dem Gegenwert beschissen zu werden.
Gruss
Cox
@ holreini,
Du hast da wirklich ein sehr gutes Beispiel gebracht. Da ich die blaue MOHAB sozusagen vor meiner Haustüre gesehen habe, mußte ich auch sehr lange überlegen, ob ich sie mir kaufe oder nicht. Klar, altes Modell mit einigen Unzulänglichkeiten zum überhöhten Preis, aber wenn man ein bestimmtes Modell unbedingt haben möchte, ist man natürlich  zu Kompromissen bereit (zwangsweise). Aber bei dem RAm war einfach die Grenze des Zumutbaren überschritten, und das hat wahrlich nichts mit überzogenen Ansprüchen zu tun.
Hallo,
auch ich habe ebay wie die meisten als neuen Marktplatz entdeckt und habe letztes Jahr ca.2/3 meiner Ausgaben über diesen Handelsplatz getätigt.Wobei man auch Neuware günstig bekommt und ich gute Modelle zum basteln und für Umbauten finde.
Oft ist aber zu beobachten das manche hier über Ladenpreise
hinweg bieten ??und die Festpreise zunehmen.
Es wird sicher auch weniger gekauft doch Hochpreise treiben einen doch förmlich zu ebay.
Wie sagt doch eine Werbung- geiz ist geil -
@ Cox,
genau so wie Du empfinde ich auch; und habe mir auch Limits gesetzt.
Da ich immer noch, und so wird es die nächsten Jahre bestimmt bleiben, in Deutschmark umrechne, kann ich nicht über meinen Schatten springen und für mich unrealistische Summen ausgeben. Einen simplen Schnellzugwaggon für 30 € = 60 DM halte ich auch für überreizt .Einen aktuellen Vergleich aus dem N-Bahn-Magazin 2. 2003. Rheingold % Waggons von Arnold 1988 162 DM = 82,83 €, heute 159,00 € = 330,54 DM als Set. Einzeln 208,00€ = 406,== DM, ein Waggon 81 DM. Das MTX Set mit Lok DRG 18 434 kostet 339,00 € = 663 DM. Für 663 DM müssen viele Familien die Lebensmittel für 4 Wochen kaufen um durch zukommen. Man muß auch mal diese Relationen sehen.
Wenn ich dann mein Nettogehalt von 1988 mit dem von heute vergleiche, und zwar ohne eventuelle interne Aufstiege im Berufsleben, bekomme ich bei weitem nicht das doppelte Nettogehalt.
Da ich immer wieder Vergleiche, kann ich nicht verstehen warum die Artikel so exorbitent in den letzten Jahren gestiegen sind.
Es ist schon genügend diesbezüglich hier geschrieben worden und deshalb will ich jetzt nicht mehr weiter darauf eingehen.
Nur eines müssen die Hersteller mal begreifen, die Pinunzen für das Hobby werden bei den heutigen Besteuerungen usw. nicht mehr, eher weniger. Da ist es doch klar, daß der Modellbahner auch versucht zu sparen wo es geht. Folglich wird das zur Verfügung stehende Mobabudget für den Markt geringer ausfallen.
Wenn ich weitere Überlegungen anstelle, komme zu folgendem Ergebnis. Das zur Verfügung stehende Ausgabekapital der N-Bahner wird so ziemlci gleich geblieben sein, nur der Gegenwert an Artikel ist durch die Teuroisierung fast halbiert. Folglich wird die Menge an produzierten Artikeln halbiert sein, der Umsatz vermutlich nicht. Er ist eben geringer wegen Internetkäufen von Gebrauchtartikeln.
Darauf sollten sich die Hersteller einstellen und nicht überzogene Preisvorstellungen versuchen durchzusetzen.
Es müssen wieder bezahlbare Mobaartikel her. Da sollten die Hersteller mal auf die Anwender von der Basis hören und sich in Foren umsehen und nicht bei Händlern, die ja nur das für Gut darstellen, was den meisten Schotter abwirft, also M*-Sammlerartikel.
Dies ist halt meine persönliche Einstellung und Haltung bezüglich des Teuro. Bitte immer den Gegenwert in DM vor Augen halten. Der Umrechnungsfaktor minimiert die Zahl, aber nicht den Wert.
H-W
Der geile Geiz treibt uns in die wirtschaftliche und seelische Depression. Geht lieber zu den notleidenden Banken und nehmt Kredite auf!
Mal im Ernst: Der Modellbahnmarkt ist olipolistisch, zumindest was die Großserie betrifft. In so einem Fall gibt es zwei Möglichkeiten: ruinöser Wettbewerb mit einem Monopolisten am Ende oder Absprachen über Programm, Preise usw. Sieht so aus, als würden unsere Moba-Anbieter beides gleichzeitig schaffen. Uns können nur knallhart kalkulierende  Neuanbieter helfen.
Hans-Georg
PS: Damit Kai nicht extra reinfunken muss: Tragt Euch bei Buschmann für Heris ein!
richtig Hans-Werner,
aber war es nicht schon immer so, wenn die allgemeine Preisspirale bei 3 Prozent drehte, wurden die Modellbahnen 6 - 7 Prozent teurer. Allerdings muß man, allerdings nur ein wenig, berücksichtigen, daß die Modelle vielfach auch perfekter wurden, z.B. bei der Bedruckung. Wenn ich so an die z.B. TEE-Wagen der 70er-Jahre denke mit ihren unsauberen Farbtrennkanten oder lückenhaften Bedruckungen, oft nicht einmal wischfest, so hat sich da doch einiges verändert, was gewisse Preisaufschläge rechtfertigt, allerdings nicht Preissprünge, wie sie sich heute darstellen.

Ich sehe vor mir ein Ü-Ei-Inhalt, eine 89-er Dampflok und muß gestehen, daß sich das Gehäuse auf den ersten Blick kaum von dem einer vergleichbaren Modellbahn-N-Dampflok unterscheidet. Allerdings hatte ich für das Ü-Ei nur 89 Pfennig bezahlt. Formenbau muß also nicht so teuer sein, wie die Modellbahnindustrie immer behauptet.

Gruß Holger
Hallo H-W,

bezahlbare Mobaartikel gibt es nur auf dem Gebrauchtmarkt und da mache ich seit Jahren regen Gebrauch davon.
Außerdem gibt es viele Artikel sowieso nur gebraucht, weil sie bei den Herstellern gerade nicht im Katalog sind.

Der Ruf nach sogenannten "Hobbymodellen" ist fragwürdig, weil sie erstens nicht viel preisgünstiger wären und dann würde das Geschrei der Nietenzähler wieder losgehen  ...
Machen wir uns nichts vor: Wir haben uns ein sehr teures Hobby ausgesucht und die Hersteller werden wohl kaum die Preise senken!
Ich wäre schon froh, wenn sie fürs Geld wenigstens Qualität liefern würden und keine Produkte, die man ständig zur Nachbesserung an MärTrix zurückschicken muß  ...

Übrigens hatte Minitrix 1995-96 mal ein Hobbysortiment unter der Bezeichnung "Trainer" angeboten (18000er Artikelnummern). Da hatten die Loks dann eine vereinfachte Bedruckung und keinerlei Beschriftung, aber - wer will denn sowas kaufen ?

Gruß Ulrich
viel interessanter wäre, wieso der N-Markt ja anscheinend *relativ* zum Gesamtmarkt abnimmt und nicht alles etwa gleich stark!
@Hans-Georg
gut für Dich, dass noch keiner gemerkt hat, dass es "oligopolistisch" heißen müsste.
Die N-Bahner können können als Konsumenten auf die Hersteller ohnehin nur wenig Einfluß ausüben, weil deren "Kerngeschäft" nun mal H0 ist. Wenn wir nicht genügend "mitziehen", dann konzentriert man sich eben auf H0 (siehe ROCO und BRAWA). Arnold war als einziger Hersteller wirklich auf N-Bahner angewiesen.
Außerdem scheinen H-Nuller nicht so mäkelig zu sein wie wir und der Sammleranteil ist größer.

Gruß Ulrich
Mir ist irgendwie supekt, dass für die höheren Preise immer die Detaillierung, die Bedruckung und die ach so überzogenen Wünsche der Modellbahner herhalten müssen.
Fakt ist:
Wie im Klauenbeitrag erwähnt, reichts nicht mal zur Beilage von billigen Profikupplungen.

Die Antriebstechnik ist Vietnamkrieg-Niveau. Kein Faulhaber als Standard, ungünstige Getriebeübersetzungen. Nur die Digitaltechnik kann das mildern.

Die Karossen sind Weltklasse, zugegeben. EIN Plastikteil! Und was wird da ein Bohei um die Bedruckung gemacht! Schaut mal auf Euer linkes Handgelenk. Kleine perfekte Ziffern auch auf gewölbtem Corpus sind bei Armbanduhren seit Jahrzehnten Stand der Technik.

Das alles kann doch wohl nicht der Grund für das überzogene Preisniveau sein. Lächerlich!
Freunde ,
es geht beim Umsatzrückgang einzig und allein darum , daß da wo kein Geld ist, auch nichts gekauft wird. Beispiel :
vor 10 Jahren erwarb ich zwei Arnold-T3 zum Preis von 100.-DM bzw.110.-DM . Heute will Lima 150.-€ dafür haben , also eine Preissteigerung von 200%. Mein Einkommen ist in den letzten 10 Jahren NICHT um 200% gestiegen, das hat schon das Finanzamt verhindert. Wenn Hersteller, um ihre Versager im Management hoch bezahlen zu können glauben, Phantasiepreise verlangen zu müssen, die dann logischerweise vom Kunden nicht akzeptiert werden, so braucht man nicht über Umsatzeinbrüche zu Jammern. Sie sind hausgemacht !
Herbert
das Problem ist wohl auch, dass in H0 die Preissteigerungen - gerade bei Loks - oft noch viel schlimmer sind. Eine Schlepptenderlok von M* oder Roco unter 300€ in H0? Vergiss es!
Wenn ich den Vergleich der alten Arnold mit den neuen MTX-Rheingoldwagen sehe oder die V 200 von Trix mit der von Roco vergleiche, sind die neuen eben nicht um Klassen besser, wie es die Preiserhöhung vermuten ließe. Ich glaube, es hat einfach etwas mit einem anderen unternehmerischen Denken zu tun. Heute muß sich der Einsatz der Formen viel schneller amortisieren als früher, also werden die Produkte zwangsweise teurer.
@ joh
Nicht nur schneller, sondern auch früher (= bei einer geringeren Stückzahl). Deshalb die limitierten Jahresaktionen: Wir geraten in Panik, kaufen sofort die gesamte Auflage, und die teueren Formen liegen nicht lange rum.
Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Die Formen werden dank neuer Aluminiumlegierungen billiger (ggü. Stahl). Das betrifft zwar nur die Herstellkosten und nicht die Konstruktion, aber immerhin kommt die Post mit Stückzahlen von 2 x 3500 (zu einem allerdings sehr stolzen Preis) offensichtlich über die Gewinnschwelle. Das müssten andere doch auch schaffen.
Ein "Insider" erzählte mir mal, dass grosse hersteller heutzutage im Katalog Artikel habn, die mit Kunststoffklatschformen hergesellt werden. Diese Formen sind nach ca. 300 hergestellen 1A Stück zum wegschmeissen.
Klärt mich doch mal bitte über die Formen auf.

Basis ist die Zeichnung. Mit CAD doch wohl kein Problem.
Dann fräst man direkt von der Zeichnung die Formen. Ich glaube, das heisst CIM. Die Daten werden von der Zeichnung gleich in die Maschine übermittelt. Machen die das so?
Im Prinzip ja. Aber bevor man sich an den CAD-Rechner setzt, muß man recherchieren, nachdenken, konstruieren, nachdenken ... Was Du CIM nennst, ist CAM (Computer Aded Manufacturing). CIM war ein Flop (es menschelt halt überall). Die Konstruktion ist durch CAD nicht unbedingt einfacher geworden, nur bequemer.
Aided, nicht Aded
Ich vermute doch mal, dass die Hersteller Zugriff auf die Originalzeichnungen haben.
Ich habe bei GOTTWALD (die Eisenbahnkrahne und die schweren Gittermastkrane) gearbeitet. KIBRI hatte da Zugriff.
Dan hat Maffei sicher auch die CAD-Dateien der S3/6 zur Verfügung gestellt. Darum ist die so gelungen
Hans-Georg, verarsche mich nicht :)))
Mal ernsthaft: Ich denk schon, dass die Zeichnungen noch existieren.
Mich wundert nur eins, wieso muß eine Lok oder ein Wagen in Deutschland der Schweiz und Östereich, immer den vierfachen Preis haben. Denn wenn ich in den USA oder Canada mir die Loks und Wagen anschau, dann sind die von der Aufmachung her genaus so gut, wenn nicht besser als bei uns. Nur mit dem Unterschied, bei denen wird zwar auch auf Profit geschaut. Aber bei unseren Managern ist nur die eigne Kohle im Vordergrund. Denn bei deren Chefs ist es so geregelt, daß sie nur viel verdienen wenn sie viel verkaufen. Bei unseren Chefs gibts das nicht, die bekommen ihre Kohle so oder so. Deswegen ist es diesen Herren doch Shitegal, ob sie was verkaufen, Hauptsache sie bekommen den Hals voll. Das ist das große Übel und wenn sich da nichts ändert, können wir noch so viel in Foren und Zeitungen über die überhöten Preise schreiben, es bringt nichts. Denn wie schon oben einer schrieb, wir verdienen nicht 200% mehr wie vor 10 Jahren, aber die Manager. Nur zum Vergleich 1971 hat ein langer Reisezugwagen von Arnold 9,75 DM gekostet, der gleiche Wagen kostet heute fast 25€ also um die 50 DM. Normalerweise sollten diejenigen, die die Preise mache, rot anlaufen und sich ins Eck stellen. Das sollte mal her Balke anbrangern, aber das tut er ja nicht.

Jürgen 01

Jürgen
Für den Manager eines Unternehmens ist es auch völlig gleichgültig, welches Unternehmen er führt. Heute Kühlschränke, morgen Modellbahnen - Hauptsache, man fällt weich.
Hallo Jürgen,
wo hast Du den so billig gesehen????
Ein Grund für die günstigeren Preise könnte auch sein, dass in Nordamerika fast 4 mal so viele potentielle Käufer leben wie in Deutschland. Das verteilt die Fixkosten besser.
Übrigens werden nordamerikanische Arbeiter, weil in der Regel nicht besonders qualifiziert, sehr schlecht bezahlt. Bei uns sind Formenbauer hochqualifizierte Spezialisten.
Die Frage ist: Sieht man das dem Produkt an?
Gruß
Hans-Georg
Hans Georg, stimmt nicht
1.) ist der Nordamerikanische Markt zergliederter als der europäische -deshalb gibt es so wenig US-Dampfloks.
Was ein PRR Fan kauft, kann für einen ATSF Anhänger vollkommen überflüssig sein und umgekehrt.
2.)Über die Qualifikation von Formenbauern weiss ich nichts -aber die Intermountain hat offensichtlich Herrn Ade geklont.  
Gruss
Stephan
@ Einspruch, Hans-Georg,

die meisten US-Modelle werden in Asien hergestellt!

@ Stefan,

was meinst du mit Intermountain und Ade?


dennyc
Dennyc, Herr Ade war der brilliante Konstrukteur der Röwa (dann Ade, jetzt Bemo) Formen - und ähnlich brillantes gibt es heute von Intermountain.
Micro-Trains, Intermountain und Deluxe Innovations werden m. W. in den USA hergestellt.
Gruss
Stephan
US-Modelle billiger? Wohl lange nicht mehr im MR geblättert! Im MR vom April 2003 (lag bei mir am 28. Februar im Kasten!) wird eine neue N-Diesellok von Athearn (nicht gerade ein High-End-Anbieter) getestet. Kostenpuknt: knapp 100$, Fahreigenschaften: sehr, sehr, sehr schnell, langsam fahren unmöglich! HO-Dampflok erreichen auch in den USA mittlerweile locker die 300 - 400$. Billiger sind Modellbahnen zur Zeit nur noch in England, aber N-Modelle auf Graham-Farish-Niveau würde wohl bei uns keiner mehr kaufen.

Volker
@ Stephan und Hans-Georg,
da müsst Ihr garnicht den grossartig den Markt analysieren. Sobald DB, SBB und ÖBB auf den Loks kleben, ziehen die Preise im deutschen Kartell ab! Hier einige Angebote guter japanischer Lokomotiven:

MIBA Oktober 2002, Seite 86
Tomix Ellok EF210 Euro 58,80

MIBA November 2002, Seite 97
TOMIX Shinkansen 7-teilig Euro 290,-

Beide Angebote von Heiko Stoll

Ich habe selbst ein paar Shinkansen und japanischer Loks. Alles mit Beleuchtung und Schaltmagnet. Guter Lauf, alles ok! Und glaubt nicht, dass die ohne Profite für Hersteller und Händler verkauft werden.

Bildet Euch selbst ein Urteil.
Gruss
Cox
Sorry Schreibfehler: Der Shinkansen von TOMIX kostet Euro 209,-
Volker, die Herstellerpreise in den USA gelten praktisch nie.
Ich will keine F59PHI, sollte ich eine wollen, würde ich ca $65 bezahlen
http://www.4nscale.com/products.asp?m=75&t=38

Gruss
Stephan
Hallo joh + N-Bahner
Das stimmt, was Du schreibst, wenn man bedenkt, daß der neue Märklinchef vorher Bohrmaschinen vertrieben hat. Will nicht unbedingt lästern, aber das ist wie überall wo es nicht klappt, siehe Bahn-AG! Würden die nur einmal jemanden an der Stelle wo´s drauf ankommt einsetzten, der auch was davon versteht, dann würde es glaube ich schon besser laufen. Aber die Posten werden nur untereinander verschoben, daß ja keiner in den Klüngel kommt und mal mit ihren Machenschaften aufräumt.

Jürgen 01
Hallo,

wenn es so einfach wäre: man nehme eine CAD-Zeichnung, zieht das ganze auf 1zu160 und lässt dann die Arondiermaschiene ihr Werk tun. Geht leider nicht. Stahlblech im Maßstab 1zu160 ist mehr als dünn... nur als Beispiel. Auch genau umgerechnete Proportionen passen oft genug optisch überhaupt nicht. Dafür braucht man ein ganz gutes Auge und jede Menge Erfahrung. Ein kompletter Werkzeugsatz für eine Lok kostet gerne bis zu 250.000 €. Noch Fragen? Wieviel N-ler gibt es "noch"?. Es ist ein Rattenschwanz. Vielleicht müssten die die Produktion nach Asien verlagern, damit die Preise etwas günstiger werden.

Peter A.
Dies hat Noch mit der VT 18 ja probiert - mit der Folge, das man wegen den Währungsschwankungen mehrere Jahre auf das Modell warten durfte, und billig ist es auch nicht.
Angeblich soll die Produktion mit Einführung neuer Lasertechnik ja günstiger werden, aber wenn die Preise erst einmal ein bestimmtes Niveau erreicht haben, geht kein Hersteller freiwillig runter.
dann kommen wir dann doch, um vernünftige Endverbraucherpreise zu erzielen dahin, daß die Produktion der Einzelkomponenten von jeweiligen Fachbetrieben erfolgt. Dies bedeutet , es gibt jeweils eine Gehäuseform eines Loktypes für alle Hersteller gleich. Farbvarianten könnten dann wieder getrennt aufgebracht werden. Beim Antrieb mit Motor, Getriebe und Module für Decoder etc. würde genau so verfahren.
Es gibt dann wie im Automobilbau einige Zulieferer, auch aus Asien, die Systemkomponeneten preisgünstig, dank dann besserer Ausnutzung der Anlagen, wegen höherer Stückzahl, Lohnvorteilen usw. fertigen und zur Montage an einen Montagbetrieb liefern.
Dort erfolgt die Endmontage, Endkontolle und Versand an den Verteilhersteller, denn mehr ist der nicht. Nur noch Sonderproduktionen in kleiner Stückzahl mit Sonderwünschen jeglicher Art ( Motor, Sondergetriebe für Rangierarbeiten, Beleuchtungsvarianten etc. ) würden dann von dem Hersteller hier noch erfüllt. Dies würde zur Vereinheitlichung und Uniformierung mit günstigen Preisen führen. Ob dies allerdings so unser Wunsch ist? Meiner gerade nicht. Wir sollten dann lieber Wege finden, die Arbeit und somit Arbeitsplätze so weit wie möglich hier im Land zu belassen. Dafür zahlen wir ja auch etwas mehr, aber nicht die Supergehälter der  Absahnneumanager.
H-W
Was wir wirklich brauchen würden, wäre ein neuer Hersteller mit Gespür für die vorhandenen Marktlücken, der die Traute hat, etwas für den normalen Geldbeutel zu bringen. Aber wenn schon Brawa wieder aussteigt, ist das sehr unrealistisch.
@ Joh,
hier könnte ich mir nur noch Piko vorstellen, denn die haben in HO so einiges positives für den Anwender gebracht.
Die ursprünglichen Überlegungen Limarnold könnte vielleicht in diesem Segment etwas zum Wiedereinstieg, Anfang in dieser Richtung tun, können wir vergessen.
Wenn man mal ehrlich ist, dürfte doch eigentlich nur ein Hersteller, der auf mehreren Beinen, wie M*mit Töchtern, steht etwas in dieser Richtung tun. Nur die haben es ja als Quasimonopolist nicht nötig. Hier zählt nur noch die Gewinnmaximierung für die Shareholder und natürlich Geschäftsführer.
Leider.
H-W
Ich glaube wir drehen uns hier im Kreis.
Klar gehen die Umsätze zurück. Aber warum ist das so? Weil die Produktion so teuer ist, ergo die Preise deswegen so hoch sein müssen? Sollte dies der Fall sein, dann frage ich mich, ob es sowas wie Einsparungen im Moba-Bereich aufgrund von Erfahrungen, Kostensenkungsprogrammen, Produktionsverlagerungen, etc. gibt, auch wenn man bedenkt, dass vieles noch in Handarbeit gefertigt wird, und wenn ja, warum werden diese dann nicht and den Endverbraucher weitergegeben? Klar, die Preise werden natürlich kalkuliert um die Kosten zu decken. Aber sind die Preis so kalkuliert, dass sie die Kosten decken oder nicht vielmehr so, dass sie gewinnbringend sind? Sie müssen natürlich gewinnbringend sein, denn das verlangen zum einen die Anteilseigner zum anderen kann man nur so Kapital für neue Investitionen erhalten. Die Frage ist nur, wie gierig sind die Moba-Hersteller beziehungsweise die Eigner?

Ausser den Preisen im Hinblick auf die Kosten muss man sich die Preise im Hinblick auf den Markt anschauen. Da wurde schon trefflich erkannt, dass der eine oligopolistische Struktur hat. Wenige grosse Anbieter bestimmen den Markt. Fragt sich nur ob der nicht schon kartellähnlich ist, denn die Preissteigerungsraten sind schon verdächtig viel höher als die normalen Teuerungsraten. Hier würde es Sinn machen wenn ein neuer Anbieter als echte Konkurrenz in den Markt eintritt. Könnte man meinen, mit BRAWA wäre dies so ein Kanditat. Komischerweise trifft dies aber nur teilweise zu, denn die Preisunterschiede (Dieselloks vs. E-Loks/Dampfloks) sind schon erheblich. Zudem stellt sich die Frage ob BRAWA dies überhaupt will/kann?

Es wird aber auch behauptet, dass der N-Markt schrumpft. Ist das so? Und heisst das, dass es weniger N-Bahner gibt, ist deren Budget kleiner oder geben die einfach nur weniger aus? Da oftmals von Nachwuchsmangel gesprochen wird, deutet dies daraufhin, dass es weniger N-Bahner gibt. Wenn dieses Marktsegment also schrumpft, ist es schon klar warum die Preise steigen (anm.: vielleicht nicht representativ, aber merkwürdigerweise sind bei mir im Verein genauso viele H0´er wie N-Bahner, aber die jüngeren sind überwiegend 9mm Fans).

Ein weiterer Grund für das Schrumpfen (Stagnieren?) der Umsätze in Spur N ist sicherlich eine mögliche Kaufzurückhaltung. Warum halten sich die Kunden aber zurück? Oder halten die sich gar nicht zurück? Sollten die Kunden sich zurückhalten, so ist sicherlich der Staat mit seiner extrem hohen Staatsquote der Hauptschuldige, es weiss doch jeder, dass hohe Steuern die Kaufkraft mindern.
Ich glaube aber viele halten sich nicht zurück, sondern versuchen grösseren Nutzen zu erlangen, in dem sie ihr Geld im Gebrauchtwarensektor ausgeben. Damit wird natürlich auch signalisiert: "hey Produzenten, ihr seid zu teuer"! Juckt die das? Offensichtlich nicht, es wird wohl genug Leute geben, die die teueren Produkte kaufen, sonst wären alle schon pleite oder alternativ aus dem Marktsegment ausgestiegen, Roco macht´s ja vor.
Aber auch die Angebotspalette ist ausschlaggebend, am Markt vorbei zu produzieren kann sich niemand erlauben (siehe Brawa: wenn ich "Amerikaner" herausbringe benötige ich doch eine passende Lok dazu!). Nochmal zu Roco, ist ein sehr gutes Beispiel, die Umsätze gehen sicherlich nicht zurück weil Roco zu teuer ist. Aber die Angebotspalette ist zu unattraktiv, weil nicht innovativ. Die Alternativen wären investieren oder aussteigen.

Ich will gar nicht darüber diskutieren ob Preise für das eine oder andere Modell gerechtfertigt sind oder nicht. Fakt ist für mich, dass eine Dampflok nicht mehr als 200,- € kosten darf und das ist schon eine sehr hohe Schmerzgrenze. So wie ich das sehe, werden die Preise in absehbarer Zeit nicht sinken. Das bedeutet aber, entweder wir kaufen die angebotenen Produkte (je nach gusto), oder der N-Markt wird so unattraktiv für Grossserienhersteller, dass die sich aus dem Segment zurückziehen und es nur noch Kleinserienhersteller gibt.

Also kaufen wir nichts, schrumpft der Markt weiter und die Preise steigen weiter. Kaufen wir aber jeden Dreck, werden die Preise sicherlich etwas moderater steigen - einzig positive daran , die Spur N wird etwas länger überleben und vielleicht gibt es ja doch mal jemanden der den Markt von unten aufrollen wird.
Gruss HeNdrik
@ HeNdrik,
vielen Positionen stimme ich zu. Einer aber nicht, das mit dem etwas längerem Überleben der Spur N bei Kauf allen Murkses der Hersteller.
Die N-Bahn ist letztlich doch die Spur mit den meisten echten Mobahnern, die auch etwas machen, fahren, spielen und nicht nur die Modelle im Schrank verstecken.
Sollte diesen Kunden ihr Material entzogen werden, ich bin überzeugt, daß die meisten nicht zu Halbnullen werden.
Dann wird so lange weiter gewurschtelt, in ebay und Börsen gekauft, bis wirklich nur noch Schrott und ein paar wenige superhochpreisige Kleinserienhersteller übrig sind. So einen N-Abgesang würde ich unter gar keinen Umständen zustimmen.
Du schreibst ja selbst, daß bei den jüngeren in eurem Club mehr N-Bahner sind, also ist doch Nachwuchs und Potential da.
Es müßten vielleicht mal Produzenten hier auftreten, die den Bereich Moba als Anhängsel mit betreiben, als Mischkonzerne. Diese könnten auch, wenn sie gewillt sind, längere Zeit am Markt mit niederen Preisen arbeiten und Marktanteile holen. Ein reiner Mobahersteller hat doch gar nicht das notwendige Kapital für längere Zeit gegen M*Trx mit Niedrigpreisen durchzuhalten.
In anderen Bereichen wurde so etwas auch versucht mit dem Ergebnis, daß entweder der Neuling nach 2-3 Jahren , oder auch schon früher verschwunden ist, oder er hat die Preise nach einiger Zeit entsprechend den der marktführenden angepaßt.
Die haben ihn dann halt leben lassen, bzw. er ist von sich aus ausgeschieden, oder von einem der großen geschluckt worden.
Ein Hersteller, der weltweit tätig ist und im asiatischen Raum produzieren läßt, könnte vielleicht so eine aufmischer Rolle spielen und auch durchstehen.
Aber warum sollte er auf höhere Marktpreise und somit mehr Gewinn verzichten, wenn der Markt es her gibt.
Ich glaube wir drehen uns hier im Kreise und werden letztendlich im Interesse der Fortführung unseres Hobbys die Kröte mit den ständig steigenden Preisen schlucken.
Es wird halt der finanzielle Rahmen bleiben, nur die gekauften Artikel werden weniger. Und dies interpretiert dann der Markt mit Rückgang der N-Bahner.
Rückgang ja, der Anzahl der gekauften Artikel wegen Preise, aber nicht der Anzahl der N-Bahner. Für die vielen weniger gut betuchten und jungen Leute ist diese Entwicklung frustrierend, und müßte unbedingt gedreht werden.
Aber wie??
Ideen sind gefragt.
H-W
ich hatte heute erst eine passende Vorlesung, in der man alle 5 Minuten sagen konnte "genau so ist es!".. wieso kostet denn dieses Werkzeug 250.000eur? Dann muss man DAS mal versuchen zu ändern, kann mir doch keiner erzählen, dass man heutzutage soetwas nicht für einen Bruchteil davon hinbekommt.
Übrigens gibt es um Qualitätsmanagement - und dabei kommt ein deutlicher Unterschied zwischen europäischem- und US-Verständlis raus. Hier sieht man Kundensupport nur als Kostenfaktor, in den USA ist es der Kernpunkt und wichtiger, als die internen Kosten.

Ein schönes Diagramm:
von 100 unzufriedenen Kunden beschweren sich 4 und jeder (!) erzählt das 10 anderen.

..da sollte die Modellbahn-Industrie mal die Probleme sehen!
@Kai: Dann gehöre ich zu der US-Fraktion.
Umsatzrückgänge bei N ?
Wenn ich die Bestellungen meiner Kunden anschaue, dann frage ich ich wozu H0 ?
Meckern über Leistungen bei mir gerne unter den bekannten email-Adressen
Hallo,

Gründe für den angeblichen Umsatzrückgang (bei Neuware) sind meiner Meinung nach (neben den in den letzten 2 Jahren drastisch gestiegenen Preisen und dem sich ständig ausweitenden Second Hand Markt) auch lange Lieferfristen, Einmalserien und wenig Konkurrenzmodelle anderer Hersteller (wenn Trix z.B. seine Taigatrommel jahrelang nicht im Katalog hatte, dann konnte man sie eben nicht bei der Konkurrenz bekommen). Der Ausfall der Arnold-Modellpalette ist bisher auch wenig berücksichtigt worden. Die Arnold-Kleinloks werden halt nirgendwo sonst angeboten, sind aber gebraucht noch reichlich im Angebot. Solche Engpässe wird es wohl in H0 nicht geben. Ferner gibt es in N vermutlich weniger Vitrinensammler als in H0.
Eigentlich sollte die Lage auf dem N-Markt noch viel besser sein als bei TT (hört man da ähnliche Klagen?), aber die Hersteller in TT sind relativ kleine Firmen, die noch auf ihre Kunden angewiesen sind und sich nicht viel Frechheiten erlauben können, ohne ihre Existenz zu gefährden.
Nach der Pleite von Arnold und der Übernahme von Minitrix durch M* gibt es halt keine Firmen mehr, die auf das N-Geschäft wirklich angewiesen wären.

Gruß Ulrich
@Kai L.: Vorlesung? Sind denn jetzt nich Semesterferien?
@Tjissen: mag sein, gibt hier auch Ausnahmen. Wenn ich einige Aktionen von Ladenhändlern höre, die Kunden Hausverbot verpassen, die sagen, die Ware woanders günstiger zu bekommen!

@HeNdrik: heute vorbei (schon..)
Das Problem, den Kundensupport nur als Kostenfaktor zu sehen, ist bei allen großen Firmen so. Das meiste wird heute als Massengeschäft gesehen. Übrigens: die nervigste Frage, die man einem Händler stellen kann: Warum ist das Produkt X bei Ihnen viel teurer als bei Händler Y? Ganz einfach: 1. Habe ich genug Kunden, die diesen Preis bezahlen und keine dummen Fragen stellen und 2. Wenn du ein cleverer Kunde wärst, würdest du mir nicht diese Frage stellen, sondern hättest das Produkt längst bei Y gekauft. Man kann gar nicht glauben, wie viele Kunden gerade im Hobbybereich überhaupt keine Preisvergleiche machen und alles schlucken, was der sogenannte Händler ihres Vertrauens ihnen vorsetzt. Nur ganz wenige trauen sich wirklich, etwas zu sagen oder die Konsequenzen zu ziehen.  
Nur noch etwas, was die ganze Sache völlig absurd macht:
Wenn wir von einem durchschnittlichen Marktpreis von 200,- € für eine Dampflok ausgehen, würde jeder Hersteller, der nun plötzlich Dampfloks für 150,-€ anbietet, plötzlich arge Probleme haben. Denn die meisten Kunden würden sagen: Huch, so günstig, da kann ja die Qualität nicht gut sein! Wenn er dasselbe Produkt aber für 250,-€ anbietet, sagen die Kunden plötzlich: Der ist teurer, also muß die Lok auch besser sein. Wenn ein Hersteller also wirklich günstigere Loks anbieten sollte, muß er zusätzlich auch noch sehr vie Geld investieren, um den Kunden von der Qualität des Produktes zu überzeugen. Absurd, aber es ist so.
Hallo,

das würde ja heissen, das genau deswegen M* so erfolgreich ist. Man nehme den VK-Preis von GFN oder Roco mal 2 ....

Peter A.
@ Joh,
da sieht man mal wie weit wir hier schon, bedingt durch Abzocke, Unwissenheit und teilweise Blindheit gekommen sind. Das Beispiel mit der Preisreduktion ,ohne entsprechende Information bezüglich des Produktes, und dem Kaufverhalten, kann ich bestätigen.
Bei einer Preissenkung wird oftmals vermutet, da muß ja was faul sein, freiwillig verzichtet doch niemand auf Kohle.
So eine bekloppte Einstellung haben wir schon.
Unsere Marketingfuzzis haben den Käufern schon eingbleut, daß wenn etwas billiger wird, was nicht in Ordnung ist.
Nur bei bekannten großen Konzernen wie Aldi, Lidl usw., bei denen die Waren bei vielen Test auch gut bewertet wurden, gilt der Spruch nicht.
Die haben Vertrauen aufgebaut.
Sollte ein Mobahersteller mit wirklich preiswerten Modellen kommen, müßte gleichzeitig in Tests der Fachzeitschriften das Modell auch für gut befunden worden sein und diese Ergebnisse im Spielwarenhandel ausliegen bzw. darauf hin gewiesen werden, um den Kunden, Käufer zum Kauf zu bewegen.
Vielleicht hängt dies mit der Mentalität der Deutschen zusammen, oder warum verhält sich der Käufer oftmals so.
Vielleicht sollte mal ein Mobahersteller seine N-Produkte bei Aldi, Lidle und Co. ins Geschäft bringen, so wie Mehano letztes Jahr. Die Artikel liefen doch gut. Bei Reklamationen sind die vor genannten immer sehr großzügig, kulant, also kundenfreundlich und dies ist bekannt. Bei Reklamationen hat dann nämlich der Hersteller ein Problem. Er bekommt die beanstandete Ware komplett zurück und muß löhnen. So läuft es dort, da ist der Kunde noch Kunde und nicht Abzockmasse.  
Die Marktstrategen dieser großen Ketten wissen genau, was Negativreklame am Image bewirken kann.
Klar der Vergleich hinkt, alleine schon in dem Verhältnis der umgesetzten Massenartikel, aber er zeigt doch gewisse Trends und Käuferverhalten. Sollte mal als kleine Diskussionsgrundlage und Denkanstoß dienen.
H-W
Bei Märklin kommt noch der Grundsatz "Metall gut - Kunststoff schlecht" dazu. Junge, kauf dir Märklin, dann hast du was solides. Preise dienen auch dazu, eine bestimmte Qualität und Begehrtheit auszudrücken - auch wenn die Realität eine andere ist.
H-W,
das ist wirklich ein interessantes Thema. Es gab ja vor Jahren mal den Versuch, über den Namen Primex Eisenbahnartikel von Märklin in Supermärkten anzubieten. Dieser Versuch mußte zwangsweise scheitern und dies unabhängig von der tatsächlichen Qualität dieser Produkte.
Der Kunde verbindet mit dem Begriff Modellbahn hochwertiges Spielzeug, dies wurde ihm ja über Jahrzehnte hinweg erfolgreich eingebleut Und hochwertiges Spielzeug kann ich eben nicht bei jedem Supermarkt um die Ecke einkaufen. Übrigens ist dies auch für den Hersteller gefährlich, weil er ja schnell in den Geruch eines Billiganbieters von Schund kommt. Beispiel Krokodil: Jeder Modellbahnhersteller hat das Krokodil im Sortiment und es ist immer die teuerste Lok. Dies hängt aber nicht mit den tatsächlichen Produktionskosten zusammen, sondern mit der Illusion des Kunden, das dies ein ganz besonders wertvolles Modell ist. Auch hier hat die jahrzehntelange Werbung ein Bild aufgebaut, das durch den Preis unterstützt wird.
Hallo,

das lag aber wohl mehr an der erstklassigen Beratung. Primex hatte in den 70ern auch ein "Spielwaren-Fahrrad-Nähmaschienen-Multifunktionsladen" ("Krämer" nannte man sowas damals) in meinem Heimatort. Mein Vater wollte mich von dem P-Zeug überzeugen, weil es am Ort war. Als kleiner Junge habe ich schon mit dem Kopf geschüttelt, vor allen Dingen wie zwischen Fahrradsattel und Fliegenklatsche eine Modellbahn verkauft werden sollte... Super. Hätte von Loriot sein können.
Ich blieb stur und wollte Spur N und bekam es auch.

Peter A.
Hallo,

das lag aber wohl mehr an der erstklassigen Beratung. Primex hatte in den 70ern auch ein "Spielwaren-Fahrrad-Nähmaschienen-Multifunktionsladen" ("Krämer" nannte man sowas damals) in meinem Heimatort. Mein Vater wollte mich von dem P-Zeug überzeugen, weil es am Ort war. Als kleiner Junge habe ich schon mit dem Kopf geschüttelt, vor allen Dingen wie zwischen Fahrradsattel und Fliegenklatsche eine Modellbahn verkauft werden sollte... Super. Hätte von Loriot sein können.
Ich blieb stur und wollte Spur N und bekam es auch.

Peter A.
Hallo,

das lag aber wohl mehr an der erstklassigen Beratung. Primex hatte in den 70ern auch ein "Spielwaren-Fahrrad-Nähmaschienen-Multifunktionsladen" ("Krämer" nannte man sowas damals) in meinem Heimatort. Mein Vater wollte mich von dem P-Zeug überzeugen, weil es am Ort war. Als kleiner Junge habe ich schon mit dem Kopf geschüttelt, vor allen Dingen wie zwischen Fahrradsattel und Fliegenklatsche eine Modellbahn verkauft werden sollte... Super. Hätte von Loriot sein können.
Ich blieb stur und wollte Spur N und bekam es auch.

Peter A.
Um mal in Kai Lahmann´s Spuren zu wandeln:

Ich würde mir gerne die Waggons selbst montieren. Ich finde nämlich die mittlerweile auf 30 Euro angezogenen Preise für einen simplen IC-Waggon ziemlich happig.

Warum auch nicht? Die Häuschenbausätze sind schwieriger zu montieren. Das ist doch so simpel, Fertigmodelle würde ich nur optional, von mir aus für 30 Euro, angeboten werden.
Würde ich als Hersteller mal ausprobieren.

Ich meine auch, dass die Fahrzeugböden nicht detailliert werden müssen.

Gruss
Cox
cox: das hatten wir schonmal, die Prüfkosten und der norwendige Support bei Bausätzen fressen jeden Kostenvorteil wieder auf, es bringt einfach nichts. Ich denke, dass das Geheimnis schon da zu suchen ist, wo Brawa angefangen hat: Preise teilweise bei der Hälfte der Mitbewerber, es werden Varianten ohne Ende umgesetzt und im inneren wird erst geplant, dann einfach, aber überlegt konstruiert.

Was man im inneren der Brawa-Loks findet, habe ich noch bei keinem Hersteller derart komprimiert gefunden - statt wirkungsloser Kostenverursacher, wie winzigen Schwungmassen oder den berüchtigten Steckschnittstellen, gibt es hier:
- wartungsfreie Motoren
- LED-Beleuchtung
- Lötschnittstellen
- Auslauf trotz fehlender Schwungmasse

dazu kommen:
- Top Service, Konstruktionsfehler werden kostenlos korrigiert (etwa die Haftreifen der E95 oder die Platine der V160)
- eine Website, die extrem informativ ist - alle Waschzettel online, Ersatzteillisten für Waggons, Tipps zum Digitalumbau (einziges Manko ist die exzessiveJavaScript-Nutzung)

doch seit Brawa die historischen Elloks entdeckt hat, wird das nichts mehr, zumal die mehr kosten, als 2-3 der Dieselloks.


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