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THEMA: Bezeichnung Ein-Ausfahrsignale

THEMA: Bezeichnung Ein-Ausfahrsignale
Startbeitrag
eiche - 03.08.04 23:46
Ich grübele gerade über einen Orignalbahnhofsgleisplan und hätte mal eine Frage zu den Signalbezeichnungen. Also ok - normalerweise je nach Zählrichtung Ausfahrtsignale mit P xx oder N xx. So habe ich dies auch gelernt. Wie aber war dies früher (Gleisplan so 1930 - 1940)? Genauer gefragt, seit wann gilt die Bezeichnung mit P und N? Ich habe hier einen Bahnhof mit 5 Gleisen. Das Hauptsignal am Hausbahnsteig hat die Bezeichnung B. Dann kommt das Hauptgleis in Gegenrichtung ohne Signal. Das Hauptgleis in gleiche Richtung, wie "B" hat ein Signal C. Die anschließenden Überholgleise haben Hauptsignale D und E.
------E-------------------------<->-----------
------D-----------------------<->-------------
------C-----------------------<-------------
Bahnsteig
------------------------------->--------------
------B---------------------<->--------------
Hausbahnsteig
EG
Fragen also: Wieso fehlt A? Wurden die Hauptsignale ohne Rücksicht auf dazwischenliegende Gleise immer fortlaufend hochgezählt?

Gruß
Bernd

A fehlt nicht, A ist das Einfahrsignal an diesen Bahnhofskopf. Am anderen Bahnhofskopf wird das Einfahrsignal wohl F heißen, die ausfahrsignale mit G, H..... weitergehen. Die noch heute gültige Regel wurde irgendwann in den fünfziger Jahren eingaführt, aber bis alle Signale "umbenannt" waren, gingen noch Jahre ins Land.

Gruß, V100
Wären dann nicht die anderen Asig F...G und das Esig H? Dann sind nämlich alle Signale nach Kilometer durchbuchstabiert. So ähnlich gilt das heute noch ind er Schweiz, wobei hier
A = Esig
B + Gleisnr = Asig
C + Gleisnr = Asig
D = Esig

Felix
Nö, so richtig geregelt war eigentlich nur, das man bei einem Einfahrsignal mit A anfing zu zählen. für dem aderen Bahnhofskopf gab es beide Varianten, Durchbuchstabieren nach Kilometer, also Esig am anderen Kopf hat den höchsten Buchstaben, oder Durchbuchstabieren je Bahnhofskopf, also Esig des zweiten Kopfes kriegt den Buchstaben der auf das letzte Asig des ersten Kopfes folgt, die Asig des zweiten Kopfes dann folgend. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass es daneben noch andere Bezeichnungsvarianten gab. Um diesen Wildwuchs zu vereinheitlichen, wurde dann das System Esig heißen A und F, Asig heißen N und P, jeweils mit Gleismummer, weiter Einfahrsignale B,C,.. oder G,H.. eingeführt.

Gruß, V100
Da gibts übrigens für Bahnhöfe eine ganz einfache Regel:
Alles Private Nach Feierabend!

Damit ist die Reihenfolge der Signale in Kilometrierungsrichtung festgelegt.
Einfahrsignal(e) in Km-Richtung: A
Ausfahrsignale gegen Km-Richtung: P
Ausfahrsignale in Km-Richtung: N
Einfahrsignal(e) gegen Km-Richtung: A

Viel Spaß beim Beschriften!

Das letzte heißt natürlich:
Einfahrsignal(e) gegen Km-Richtung: F

@ Jörg D.
Die Antwort ist ja mal wohltuend präzise!
Eine Frage habe ich aber noch: Was ist Kilometrierungsrichtung?

Gruß
K.U.Müller
@6 K.U. Müller / Schon mal die Kilometersteine an einer Bahnlinie beobachtet? Jede Linie hat ihre Zählrichtung! Ist übrigens eine "Wissenschaft" für sich und besonders in Ballungsgebieten kann man hieraus noch durchaus den Aufbau des Schienennetzes nachvollziehen. Ist also nicht so, dass es eine durchgehende Kilometrierung von Großstadt A nach Großstadt B gibt. Das wechselt mitunter - historisch bedingt - alle 10 Km. Gruß Bernd
Danke für die Information. Allerdings frage ich mich, wer denn dann in einem Bahnhof jeweils festlegt, ob ein Signal in km-Richtung oder dagegen aufgestellt wird. Wahrscheinlich der Bahn-Wissenschaftler
Jedenfalls entnehme ich Deiner Antwort, dass ich auf meiner Anlage die Richtungen selbst bestimmen kann.

Gruß
K.U.Müller
@8
Du darfst das, die Kilometrierungsrichtung entspricht der Kursbuch-Zählrichtung, da hast du entweder die aufsteigenden oder in Gegenrichtung die absteigenden Kilometer-Angaben.

Gruß Stefan
Wenn die Strecke von A-Stadt nach B-dorf führt (gebaut wurde), ist die Zählrichtung von A nach B. Wenn von B-Stadt nach A-Dorf gebaut wurde, ist die Zählrichtung von B nach A.

Felix
@ 8 Ja, K.U. - das kommt nun darauf an wie vorbildgerecht Du bauen möchtest. Die Kilometrierung kannst Du selbstverständlich selbst festlegen. Mit der Aufstellung der Signale hat diese allerdings nichts zu tun. Da mußt Du - wie beim Vorbild - Deine betrieblichen Absichten festlegen und danach die Signalestandorte bestimmen. Hast Du Dich dann aber in beidem einmal festgelegt ergeben sich zusammen mit dem Standort des EG und den Gleisnummern die Signalbezeichnungen von alleine. Ob dies nun Wissenschaft ist kann dahingestellt bleiben - jedenfalls kamen offenbar seit 1950 Lok- und Zugführer damit zurecht. Gruß Bernd
Unter http://web.utanet.at/smiderkr/asr/desigaxgleisbez.html findet man eine ausführliche Beschreibung der Gleis- und Signalbezeichnungen (die ja miteinander zusammenhängen) bei den ÖBB.
lg
Albert


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