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THEMA: Next18 Decoder und Analogbetrieb?

THEMA: Next18 Decoder und Analogbetrieb?
Startbeitrag
Horst_K - 14.01.14 09:22
Kann mir mal bitte jemand, der erstens eine Lok mit Next18-Schnittstelle  (z. B. HT E310/E410 oder Liliput E44.5 oder E10.0 oder sonst eine andere) und zweitens einen der neuen Decoder eines einschlägigen Herstellers mit dieser Next18-Schnittstelle besitzt, einen Test machen, wie sich dieser Decoder (nur mit den Grundeinstellungen, ohne besondere Konfiguration) im Analogbetrieb verhält? Mich interessieret insbesondere folgendes:

- fährt die Lok dann in die richtige Richtung oder verkehrt herum?
- brennt die Stirnbeleuchtung (weiß), nur in einer oder in beiden Fahrtrichtungen?

Ich frage gezielt deshalb, weil ich mittlerweile drei Loks besitze, alle mit einem DH18A ausgerüstet. Dort funktioniert digital alles so, wie es soll, die Decoder lassen sich mit allen vorgesehenen Werten beschreiben und richtig auslesen und verhalten sich danach auch dementsprechend. Aber wenn ich eine der so ausgerüsteten Loks auf ein Analoggleis stelle, dann verhält sie sich in den o. g. beiden Punkten fehlerhaft, d., h. sie fährt in die falsche Richtung und die Stirnbeleuchtung bleibt stets dunkel, unabhängig davon, was in CV13 und vor allem CV14 eingestellt ist. CV14 steht ja standardmäßig auf 3, was bei den D&H-Decodern bedeutet, dass die weiße Stirnbeleuchtung im Analogbetrieb je nach Fahrtrichtung leuchten sollte. Dass die ggf. vorhandenen roten Rückleuchten bei Bedarf für analog erst entsprechend konfiguriert werden müssten, ist bekannt, aber sie bleiben auch bei jeder denkbaren Konfiguration (Stichwort Funktionsmapping) stets dunkel, wo bei anderen D&H-Decodertypen (in passenden Loks natürlich) immer alles nach Plan funktioniert hat.

Normalerweise sind ja die D&H-Decoder meine persönlichen Favoriten, aber nun würde mich interessieren, ob entsprechende Decoder anderer Hersteller hier richtig funktionieren und dieses Verhalten ein Bug bei den DH18A ist.

Danke schon mal im Voraus für eure rege Unterstützung.
Gruß
Horst

Also entweder alle drei Loks haben den gleichen Bug (sowohl Motoranschlüsse als auch Gleisanschlüsse oder Blindstecker von Next18 falsch verkabelt, sehr unwahrscheinlich) oder der Decoder isses. Mit einem Multimeter (Ohmmessung) und feinen Spitzen solltest du erkennen können, ob die Buchse (leer, ohne Blindstecker oder Decoder) korrekt nach Standard verkabelt ist. Pin1 sollte mit der rechten Schiene verbunden sein.

Gruß,
Harald.
Hallo Harald,

erst einmal danke für deine schnelle Antwort. Aber:
Ich sagte ja bereits, dass im Digitalbetrieb alles nach Plan korrekt funktioniert, auch die (richtige) Fahrtrichtung und die Licht- bzw. Funktionsausgänge. Und mit dem lokeigenen Analogdummy geht auch alles richtig.
Also kann es doch keine falsche Verkabelung sein, zumindest nicht in der Lok. Oder liege ich hier falsch?

Deshalb interessiert es mich ja gerade, wie das Verhalten beim Einsatz von Decodern anderer Hersteller ist.

Gruß
Horst
Hallo Horst,
frag doch einmal direkt bei D&H nach.
Gruß,
Fritz
Hallo Fritz,

Zitat

frag doch einmal direkt bei D&H nach.


Habe ich gemacht, nur bis jetzt noch keine Antwort erhalten.

Ich glaube allerdings auch nicht, ob man mir bei D&H wird sagen können, wie das Verhalten entsprechend beim Einsatz von Decodern anderer Hersteller ist... (So habe ich allerdings dort auch nicht nachgefragt, sondern nur, ob es sich hier ggf. um einen Fehler bei den DH18A handelt.)

Gruß
Horst
Hallo,

mit Hilfe der elektronischen Vertauschungen kann man bei DH die Gleisanschlüsse tauschen. Dann fährt die Lok analog anders herum und das Licht sollte dann auch funktionieren - ist wohl einseitig mit Gleisseite verkabelt, nicht mit Plus, dann passiert sowas.

Grüße, Peter W.
Hallo Peter,

danke für deine Antwort. Die falsche Fahrtrichtung kann ich in der Tat durch Vertauschen der Gleisanschlüsse korrigieren, das funktionierte auch problemlos, CV51=4.
Nur das Licht funktioniert damit leider nach wie vor nicht. Bleibt dunkel, egal, welche Einstellungen ich vornehme.

Schade, aber darauf bin ich bereits selbst gekommen.

Gruß
Horst
Hallo Horst,

was passiert wenn Du auch noch die Lichtanschlüsse mit CV51 tauscht?

Grüße, Peter W.
Wenn die Gleisanschlüsse der Schnittstelle falsch verkabelt sind, dann kann das sehr wohl nur bei Analog eine Rolle spielen. Ich glaubs aber deiner Beschreibung nach nicht. Aber einfach mal nachmessen.

Wenn das Licht _einseitig_ nicht funktioniert, dann ist oft Verkabelung gegen eine gemeinsame Gleissseite schuld. Aber wenn das Licht _beidseitig_ in _beide_Richtungen_ nicht geht ist was anderes dran Schuld. Ausser man hätte das Licht konsequent zur _falschen_ Gleisseite hin verkabelt. Damit die Birnchen oder LED mit Richtungswechsel funktionieren, muss der eine Pol in die Schnittstelle und der andere Pol nach der "Plusseite", also in der analogen Fahrtrichtung gesehen nach rechts verkabelt werden.

Was sagt dir dein Multimeter?

Gruß,
Harald.
Hallo,

@Peter #7:
folgende Auswirkungen bei Änderung der CV51:

CV51=0  
digital: Fahrtrichtung richtig (in Richtung Führerstand 1 = vorne) und weißes Spitzenlicht jeweils vorne in Fahrtrichtung
analog: Fahrtrichtung falsch herum, Licht bleibt ständig aus

CV51=4 (Gleisanschlüsse vertauscht)
digital: keine Änderung zu CV5=0
analog: Fahrtrichtung jetzt richtig, Licht bleibt ständig aus

CV51=6 (Lichtanschlüsse und Gleisanschlüsse vertauscht)
digital: Fahrtrichtung immer noch gleich wie oben, Licht aber jetzt jeweils hinten
analog: wie bei CV51=4, also Fahrtrichtung richtig, Licht immer aus

@Harald #8:
Das was du so schreibst ist mir schon alles soweit klar. Mit dem Nachmessen habe ich allerdings praktische Probleme, weil ich erst mal die Lok zerlegen und die Leiterbahnen nachvollziehen müsste, um die richtigen Kontaktpunkt zu den Lichtanschlüssen (wahrscheinlich vor Schutzdiode und Widerstand)  zu finden, das möchte ich nun wirklich nicht tun. Und ehrlich gesagt sehe ich auch keinen wirklichen Sinn darin, denn wie gesagt: sowohl 1. digital mit Decoder und 2. analog mit Analogstecker stimmt ja alles.

Hat denn niemand einen Next18-Decoder von Zimo, ESU oder Tran zur Hand?

Gruß
Horst
Hallo Horst,
Zimo und Tran hab ich da. Aber nur einen ESU-Decodertester, keine richtige Lok zum Testen

Viele Grüße
Carsten von 1001-digital
Hallo Carsten,

Danke. Wahrscheinlich ist auch das von mir aufgegriffene Problem bzw. sind die in Frage kommenden Loks und Decoder noch zu neu für einen derartigen Vergleich.

Aber ich gebe noch nicht auf. Eigentlich müssten ja bereits einige Loks mit Next18-Schnittstelle verkauft sein, so z. B. die E 310/E410 von Hobbytrain und natürlich alle von Liliput. Vielleicht gibt es doch noch jemanden, der eine solche Lok besitzt und sie digitalisieren möchte bzw.bereits digitalisiert hat. Dann wäre es sicher kein großer Akt, diese mal für mich aufs Analoggleis zu stellen.

Gruß
Horst
Hallöchen,

Mein geschildertes Problem hat sich nun, nach Gesprächen direkt mit dem Entwickler bei D&H, dahingehend aufgeklärt, dass bei diesem Decodertyp offenbar ein bislang noch nicht bemerkter Hardwarefehler vorliegt, Konkret wurde anscheinend seither ein falsches Bauteil verbaut. Betroffen hiervon ist lediglich der Typ DH18A. Die  Produktion soll ab sofort entsprechend umgestellt werden.

Ich habe daher heute meine drei DH18A zum Umtausch an D&H geschickt und werde von dort demnächst fehlerfreien Ersatz bekommen, sobald das erste Los der Neuauflage vorliegt. Über das Resultat werde ich dann hier wieder berichten.

Gruß
Horst
SD18A sind Deiner Aussage zufolge NICHT davon betroffen ???
Gruß Gunter
Hallo Gunter,

deine Frage kann ich nicht mit Gewissheit beantworten, weil ich keinen SD18A besitze und deshalb auch nicht testen kann. Allgemein ist für mich persönlich das Vorhandensein von Sound bei der Modellbahn unwichtig.

So wie ich aber aus dem o. g. Telefongespräch mit dem D&H-Mitarbeiter herausgehört habe, scheint der SD18A nicht betroffen zu sein. Er sagte mir, dass er persönlich eine Hobbytrain 181 besitzt und diese mit einem SD18A ausgerüstet hat. Dabei sei ihm bei ausführlichen Tests der von mir aufgezeigte Fehler nicht aufgefallen.
Erst danach, als ich bei ihm angeregt hatte, in diese Lok auch mal einen DH18A einzustecken und damit zu testen, kam dann dort das Bewusstsein über den geschilderten Fehler auf, mit der Notwendigkeit der erwähnten Produktionsumstellung.

Letzte Gewissheit über deine Frage wird man dann haben, wenn auf der Homepage von D&H über diesen Vorgang berichtet wird. Das wird sicher erst dann erfolgen, wenn auch die neue Produktionstranche verfügbar ist.

Gruß
Horst

Edit meinte noch, ich solle vielleicht erwähnen, dass man das auch leicht selbst testen kann, wenn man einen SD18A und eine passende Lok besitzt. Einfach einstecken und aufs Analoggleis stellen. Dann besteht Gewissheit über diese Frage und über eine entsprechende Info hier im Forum würden sich dann bestimmt die nächsten Nutzer freuen.


Hallo zusammen,

ist der SD18A schon lieferbar - ich warte beinahe sehnsüchtig

Viele Grüße
Steffen
Hallöchen,

wie versprochen hier nun die Auflösung meines Problems:
Letzte Woche habe ich meine drei an D&H zugesandten DH18A repariert wieder zurück erhalten. Lt. Begleitbrief hat Herr Hass "einen Widerstand aufgelötet und ein Update der FW gemacht".

Tatsächlich erkennt man bei genauem Betrachten, dass das schräg stehende Bauteil nachträglich aufgelötet wurde. An dieser Stelle befand sich lt. Zeichnung in der Bedienungsanleitung zuvor ein Bauteil mit drei Beinen, womöglich ein Transistor oder dergl. Das neu aufgelötete Bauteil trägt als Beschriftung eine 0 und könnte somit ein sogen. 0-Ohm-Widerstand sein; tatsächlich messe ich mit dem Multimeter einen Widerstand von ca. 7 Ohm, was allerdings auch auf die Architektur im eingebauten Zustand zurückgeführt werden kann.

Resultat ist jedenfalls, dass der Decoder nun genau das macht, was er auch soll. Sowohl digital als auch analog funktioniert nun alles Bestens, und auch das Fahrverhalten im Analogbetrieb ist nun dank der neuen Firmware kaum mehr wiederzuerkennen und steht dem mit "nur" dem Analogstecker in nichts mehr nach.

Im Gegenteil. Ich möchte sogar behaupten, dass sich nun auch die Ausrüstung mit einem aktuellen D&H-Decoder mit aktualisierter Firmware lohnt, auch wenn man nur den Analogbetrieb vorhat. Das Fahrverhalten ist nun in keiner Weise schlechter und durch die Einstellbarkeit z. B. der analogen Höchstgeschwindigkeit ergibt sich auch bei den sogenannten "Rennmaschinen" nun ein nie gekanntes feinfühliges analoges Fahrverhalten.
Nur schade, dass bei manchen älteren Konstruktionen die Beleuchtung falsch, d.h., nur einseitig an eine Schienenseite angeschlossen ist, wodurch dann mit Decoder in diesen Fällen das Licht in eine Richtung dunkel bleibt.

Gruß
Horst

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