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THEMA: Decoder anlöten

THEMA: Decoder anlöten
Startbeitrag
Willi [Gast] - 24.02.03 21:50
Hi zusammeN,
jetzt will ich es endlich wagen;: Decoder einbauen. Ich habe da den Kittel von Arnold (hatte ich schon mal hier erwähnt), der hat nur eine Lampe für Front-, Rück-, und Innenbeleuchtung, keinen Lichtwechsel. Die Decoder sind ja standardmäßig für Lichtwechsel eingerichtet. Kann ich gelb und weiß (sind das immer die Farben für die Beleuchtung?) zusammen mit der Lampe verbinden? Sonst hätte ich ja nur in einer Richtung Licht. Oder muß ich das umprogrammieren? Oder habe ich einen Denkfehler? Oder....oder was?
Vielen Dank!
Willi

HALT !!!
Nicht gelb und weiß zusammenlöten, dann rauchts...
Also, mal langsam:
Ja, gelb und weiß sind immer die Kabel für die Lichter, weiß in Fahrtrichtung vorn (Schlot voraus, wenn Lok schwarz = Dampf),
und gelb für Rücklicht.

Wenn bei Dir alles nur mit einer Lampe geht, dann am besten nur ein Kabel anschließen und die entsprechenden CVs so programmieren, dass nur das dann angeht.
Ich schick erst mal diesen Beitrag ab, lauf an den Schrank, und schreibe den Rest ...
... puhh, wieder da.

Also, weißes Kabel an die Lampe anschließen, gelbes Kabel ISOLIEREN (oder ablöten).
Dann musst Du noch die CVs, die standardmäßig auf Richtungswechsel auch fürs Licht sind, umprogrammieren.
Ich glaube, die werden von fast allen so genutzt, sicherheitshalber noch mal nachlesen.
Für Lenz ist das:
CV51.Bit 1 = 1 Funktion A reagiert auf F0, Fnkt.B auf F1

Damit kannst Du dann Dein Licht mit F0, an Intellibox nur function genannt, an- und ausschalten.
Viel Glück und Erfolg wünscht
Ralli aus Hamburg
http://www.pinkrail.de
Hi Ralli,
das nenn´ ich prompten Service, ich hoffe, Dein Schrank ist nicht zu weit weg! Alle klar, zufällig ist es ein Lenzdecoder, und zufällig hab´ ich die Intellibox. Dann kann ja eigentlich nix mehr schief gehen.
Der Lötkolben war übrigens noch kalt. Da trau ich mich erst nach einem schönen, glücklichen und ausgeglichenen Tag ´ran!
Vielen Dank und schöne Grüße nach Hamburg.
Willi
Na, gerne geschehn. Da ich selbst ja einige Beiträge zum Thema Umbau hier bei Ismael verzapft habe (und noch weitere machen werde), lag es mir schon am Herzen, das SCHNELL mitzuteilen.
... und nein, der Schrank ist ca. 3m weit weg, also gab es kein Abend-Jogging (wir haben den Luxus, unsere Modellbahn direkt im WOHNzimmer aufgebaut zu haben...).
Nun gehts aber ins Bettchen, Gute Nacht wünscht weiterhin
Ralli aus Hamburg
@RalliHH

> Nicht gelb und weiß zusammenlöten, dann rauchts...

das stimmt aber so nicht - mit Ausnahme des LF100XF werden die Decoder nicht rauchen, man könnte es also machen. Die Lichtausgänge sind bei den Lokdecodern immer Pull-Down ("Open Collector") Ausgänge und schalten gegen Decoder-Masse.
Allerdings bin ich doch der Meinung, dass man sich so etwas gar nicht erst angewöhnen sollte, das ist Unfug.
Wer Hemmungen hat, die CVs umzustellen, dem empfehle ich doch mal damit rumzuspielen. Man kann nichts kaputt machen, man kann es ja wieder rückgängig machen - ggf. mit einem Reset, sollte man sich gar nicht mehr raus sehen.

Peter W.
Zum Thema Lichtfunktionen und Function Mapping:

Ja, bitte unbedingt vorher die Anleitung des jeweiligen Decoder-Herstellers lesen!! Für die Lichtfunktionen werden je nach Fabrikat und Type entweder unstandardisierte (z.B. Lenz, Viessmann) oder standardsisierte (z.B. GFN, Tran, Zimo) CVs und Bitpositionen verwendet, und auch bei den gemäß NMRA implementierten Verfahren gibt es unterschiedliche Varianten, da die Normen mehrmals geändert wurden.

Digitale Grüße,
Peter W.
Hi zusammeN,
danke für Eure Antworten! Da hab´ ich noch eine, für Spezis bestimmte blöde Frage: Kann mir einer sagen, ob ich bei der Intellibox "bitweise" oder byteweise" zum CV-programmieren wählen muß? Als eingefleischter Pils-Trinker würde ich ja das "Bit" wählen... Im Ernst, ich verstehe den Unterschied nicht so recht, bin aber auch noch Anfänger...
Vielleicht kann mir das ja einer kurz in einem (oder 2) Satz erklären...?
Danke Euch
Willi
Eine CV (configuration variable) ist immer ein Byte, d.h. es sind 8Bit zusammengefasst. Willst Du also in einer CV nur ein Bit verändern, so geschieht das durch Umrechnung des Zahlenwertes. Wie das geht, findest Du hier unter Digital->Umrechnung. Bitweise Programmierung ist auf jedenfall mühsamer als diese kleine Kopfrechenaufgabe
Reinhard Sko.
Hallo!

Das Bitweise programmieren hat hin und wieder Vorteile: Zum Beispiel, wenn du beim Function-Mapping mit der Tabelle arbeitest und weißt, dass du Bit 3 und 5 setzen willst, dann brauchst du es nicht erst in einen Dualwert umrechnen, oder wenn du die langen Adressen aktivierst und Bit 5 in CV 29 setzen musst. Ansonsten muss man den aktuellen Wert der CV 29 auslesen und eben den Dezimalwert von Bit 5 hinzuzählen und dann Byteweise programmieren.

Allerdings können nicht alle Decoder die Bitweise Programmierung. So kannst du beim Tran-Decoder zwar mit der IB Bitweise programmieren und du bekommst ein OK, es funktioniert aber nicht. Daher funktioniert dort auch nicht die automatische "Lange-Adressen-Programmierung" der IB.

lg
ismael
Morgen, Ihr LiebeN,
nach langem Gefummele ist der Decoder drin! Mein erster! Problem war, das ich die ganze Stromaufnahme- und Motorversorgung umbauen mußte. Kein gutes Einsteiger-Modell. Einen Decoder habe ich dabei gehimmelt .Aber jetzt läuft das Ding. Ein Problem gibt es noch: Ich habe die Lampe wie von Euch empfohlen angeschlossen. Funktioniert auch erst mal so, wie es soll: Vorwärts an, rückwärts aus, da gelb brach liegt. Beim Programmieren der CV 51 Bit ...(hab ich nicht im Kopf, bin auffe Arbeit) erhalte ich die Meldung "FEHLER" von der IB. Ebenso bei der Dimm-Einstellung. Weiß jemand Rat?
Dank und Gruß
Willi
Hallo!

Die anderen Parameter lassen sich Problemlos programmieren, oder tritt der Fehler generell auf?

WIMRE hilft es bei einigen Decodern, wenn man in die Zuleitung zum Programmiergleis einen Widerstand (Wert weiß ich jetzt nicht, da ich es noch nicht gebraucht habe) gibt.

Hat wer Erfahrung mit dem Lenz-Decoder und der IB?

lg
ismael
Ja, Ismael, Adresse, Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung/Verzögerung ging problemlos, allerdings habe ich das mit der Paged-Progr. eingestellt. Wie gesagt, alles andere funktioniert normal.
Gruß
Willi
Hi, ich nochmal,
war gerade mal bei Lenz die FAQ´s lesen. Dabei fiel mir ein, daß am Motor so ein kleines quadratisches Plättchen eingesteckt war, das ich als Kondensator oder so eingeschätzt habe. (Ihr merkt, Null Ahnung von Elektronik) Da ich vorher mit einem Uhlenbrock-Decoder experimentiert habe, bei dem diese Bauteile am Motor verbleiben können, habe ich das Ding nicht entfernt. Vielleicht muß das raus??? Oder bin ich völlig auf´m Holzweg??? Ich werde das jedenfalls mal probieren!
Gruß
Willi
Bei Arnold Motoren ist immer ein kleiner Kondensator direkt im Motor versteckt. Bei den kleinen Motorbauarten (wie z.B. in Kittel, Köf, Ee3/3 usw.) ist das ein SMD-Teil, bei den grösseren  ein konventioneller Typ. Üblicherweise sind das bei Arnold 22 nF. Ich würde den drinnen lassen, dieser geringe Wert stört die Regelung überhaupt nicht. Der Kondensator löscht einen Teil der Hochfrequenzenergie, welche durch das Bürstenfeuer entsteht, und macht die Flanken der Impulse, welche durch die Gegen-EMK entstehen, weniger steil. Speziell bei Verwendung von Decodern knapp bemessener Spannungsfestigkeit der Endstufe (z.B. Tran) würde ich den Kondensator drinnen lassen.
CVs würde ich immer im CV-Modus programmieren, ausser das klappt nicht.
Noch ein Tip: Beim LE0521 für die kleinen Arnold-Motoren CV9=2 einstellen (das ist die maximale Regelfrequenz, die der Decoder schafft), dann laufen sie ruhiger.

Digitale Grüße,
Peter W.
Danke Peter, es handelt sich ja auch um den Kittel. Da bin ich froh, daß ich mal richtig lag mit dem Kondensator. Okay, dann kann ich ihn drinlassen. Das mit CV9 werde ich probieren, denn etwas ruckelig läuft der schon. Und die CV51 habe ich im CV-Modus versucht zu programmieren (bei IB CV bitweise), aber genau da bekomme ich die Fehlermeldung. Naja, werde noch mal ein bißchen testen.
Danke jedenfalls für Eure Hilfe
Gruß
Willi
Hallo Willi,

versuche nochmal die CV51 byteweise, das muss auf jedenfall klappen, denn so funktioniert z.B. mein Lenz Compact.

Grüße,
Peter W.
Hallo Ihr LiebeN,
@Peter: Genau so isses! Deine Tipps waren Gold wert. Sowohl die Programmierung "byteweise" , die ich sogar jetzt dank Deiner Hilfe und der Erklärung auf Ismaels Digital-Seite einigermaßen begriffen habe, als auch der Vorschlag mit der Wiederholrate (wußte bisher nicht, was das ist)waren genau richtig. Der Kittel zieht zurzeit ganz langsam seine Kreise, Beleuchtung an, etwas gedimmt, so wie ich es haben wollte! Echt super, die Leute hier im Forum. Hier traut man sich auch als Einsteiger, Fragen zu stellen  )
Vielen Dank Euch allen.
Gruß
Willi
Hallo Willi,

war mir ein Vergnügen, habe auch etwas gelernt - Fazit: Lenz kann offenbar kein bitweises Programmieren.

Digitale Grüße,
Peter W.


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