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THEMA: Micro-Diorama mit Unkraut

THEMA: Micro-Diorama mit Unkraut
Startbeitrag
MHAG - 13.09.13 12:26
Hallo Leute!

In dem Thread zu meiner Vitrine hatte ich nach Unkraut am Bahndamm gefragt
( http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show...e%20landschaft#aw71) und einige Antworten bekommen.
Als Zusammenfassung, was an höher wachsenden Blühpflanzen am Bahndamm so möglich ist:
- Lupinen  (rote, blaue und violette Farbtöne, Boden, mit langen Blütenständen)
- Goldrute  (gelbe Rispen mit grünem Blattwerk, hoch)
- Schafgarbe   (weiße Dolden mit zartem Grün, mittelhoch)
- Rainfarn  (gelbe Blüten, mittelhoch)
- Sauerampfer  (ohne auffallende Blüten, aber insgesamt mit auffälligem braunrot, niedrig)
- Brennnessel  (dunkleres Grün. mittelhoch)
- Heckenrosen (weiß und rosa Blütchen, Strauch)

Nachdem ich etwas Zeit hatte (auch zum Nachdenken, wie sowas dargestellt werden könnte), konnte ich experimentieren.

Da ich aber auch ausprobieren will, wie die Teilchen wirken, habne ich mir ein Stück Styrodur (was denn sonst ) abgeschnitten und  auf der 30mm x 60mm großen "Platte" mit der Pinzette eine Landschaft herausgearbeitet. Dabei habe ich nur den Bach "herausgezuupft", die restliche Fläche ist mit einem Pinselstiel ge- und zerdrückt.
Wie üblich habe ich mit Wasserfarben alles eingefärbt:
- Viel Wasser und wenig blau ergeben den Bach (später vielleicht noch etwas Acryl-Klarlack...)
- verscheidene Grüntöne für Wiesen etc.
- Braun und beige für Erde und Sand
Die violetten Kleckse sind nur Standorte für Lupinen (unabsichtlich, später nicht mehr sichtbar).

Auf den Bildern ist _kein_ Streumaterial drauf, ich habe nur die offenporige Oberfläche vom Styrodur bemalt!

Zur Aufzucht des Unkrauts berichte ich dann in eigenen Einträgen hier.

Viele Grüße
Michael

PS Tante Edit meinte, dass auch hier die Brennnnessel 3n haben...

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So, gleich die erste Anpflanzung: Lupinen

Die gehen recht einfach herzustellen aus dünnen Litzendrähtchen. Ich habe Stücke von 2-3cm verwendet, ungefähr in der Hälfte geknickt und verdrillt. Die offenen Enden habe ich mit einer Zange mit geriffelten Backen ein paar Mal fester gepackt, dadurch ergibt sich diese unregelmäßige Form der Blütenstände. Danach Farbe drauf: zuerst violett aus dem Malkasten (ist mehr Aufwand), später einfach mit einem roten Edding drüber (das reicht auch und geht viel schneller).
An der Stelle, wo die Lupinen stehen sollen, habe ich ein paar feine Schaumstoffflocken aufgeklebt und die verdrillten Enden in ein zuvor mit einer Nadel "ins Grüne" gepiekte Löcher gesteckt.
Fertig.
Als Vereinfachung (schon im Bild) habe ich mir das Verdrillen gespart und nur noch kurze Litzenstücke entsprechend behandelt (Zange und Farbe) -- das geht dann noch schneller!

Viele Grüße
Michael

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Es geht weiter mit: Goldruten

Das größte Problem dabei waren die Blätter. Wie kann man die einigermaßen glaubwürdig darstellen? Und vor allem: wie kann man die "Teilchen" in großer Menge einfach herstellen?
Die Idee: feiner Strandsand (ich war im Urlaub ) an dünne Drähte geleimt und mit grün und gelb eingefärbt sollte was Golrutenähnliches ergeben. Also ausprobieren!

Der erste Versuch, Kunststoffkleber (Faller Expert) zu verwenden, hat prinzipiell funktioniert, nur ist die Verbindung Sand -- Draht hinterher nicht so stabil. Man kann den Draht herausziehe und es bleibt ein feines Röhrchen aus Sand und Farbe übrig, das leider nicht so stabil wie gewünscht ist. So klappt's also nicht.
Also habe ich Uhu tropffrei und Pattex Classic ausprobiert: jeweils einen Tropfen auf einen Karton und die Drahtstücke erst da durchgezogen und dann durch den Sand geschwenkt. Mit beiden Klebern hat's gut funktioniert. Man muss nur schnell sein, mit einem Tropfen schafft man etwa 8 bis 12 "Stangerl", dann ist der Tropfen aufgebraucht bzw. angetrocknet. Aber es klappt ganz gut und geht auch einigermaßen schnell. Zum Trocknen habe ich die gesandeten Litzenstücke in Styrodur gesteckt (wohin denn sonst, oder? ). Nach dem Trocknen bekamen die "Sandlitzen" ihren grünen Anstrich aus Wasserfarben. Leider war ich dann etwas ungeduldig und bin mit gelber Farbe über die Spitzen drüber -- dadurch ist das Gelb etwas im Grünen verschwunden. Aber ok, ist ja zum Erfahrungsammeln, ich werde nochmal mit gelber Abtönfarbe drüber gehen. Erstmal taugt's.
Anschließend werden die Litzen einzeln "gepflanzt", und zwar in dichteren Gruppen, am Rand durchaus die etwas kürzeren. Den "Pflanzgrund" habe ich vorher braun gefärbt.

Viele Grüße
Michael

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Ich hätte gerne einen Bruchteil Deiner Geduld ;o)
Lg Peter
Und gleich noch was: Brennnessel     (die 3n sind einfach ungewohnt!)

Das war eine Zufallsentdeckung: Vor Jahren habe ich mal die (begrasten) "Spülbürstentannen" zurechtgestutzt, damit die ein etwas "wilderes" Aussehen bekommen. Die dabei abgeschnittenen Borsten habe ich (gewohnheitsmäßig) in ein Gläschen gefüllt ("vielleicht brauch ich das Zeug mal") : Als ich letztens in meiner "Grünbox" was zum Beflocken gesucht habe, ist mir das Gläschen wieder in die Hände gekommen. Kurzer Blick -- Geistesblitz -- Unkraut!  
Also habe ich mir ein paar von den bestreuten Borsten genommen, feine Löcher ins Styrodur gepiekt und die Borsten da reingesteckt. Einzelne sehen nicht so gut aus, aber in der Menge kann man es durchaus für Brennnesseln halten, oder?

Viele Grüße
Michael

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Hallo Peter #3,

sooo schlimm ist das garnicht Nur jetzt am Anfang, wo ich noch nicht genau wußte, wie was zu machen ist, dauert's halt etwas länger.
Die Lupinen z.B. sind mittlerweilet im 30sec-Bereich...  (Abschneiden, prägen, mit Edding einfärben, pflanzen)
Die Goldruten haben nur die langen Trocknungszeiten, der Rest geht flott. Da werde ich bestimmt auch noch Verbesserungen finden (z.B. lange Litzenstücke sanden und färben, erst vor dem Pflanzen zerschneiden und die Spitzen gelb -- keine Wasserfarbe mehr, sondern Abtönfarbe -- färben).
Bei den Brennnesseln geht's noch schneller.
Und ich habe noch was kleines auf Lager...

Viele Grüße
Michael

Edit hat die Farbtypänderung ergänzt

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Hallo Gunter #5,

die Ätzteile kenne und habe ich auch, die kommen später an die Reihe.
Momentan geht es mir mehr darum, bestimmte Pflanzenarten, die in trockenem Gelände (an Bahndämmen etc.)  massenweise stehen, nachzubilden. Farne sind ja eher an Waldrändern oder auf Lichtungen zu finden, der Rhabarber mag's gerne sehr feucht...
Seerosen werde ich wahrscheinlich nicht unterbringen können.

Aber die Bilder ähh die Motive sehen wirklich gut aus!

Viele Grüße
Michael
Servus Michael

Nice Work.

Versuch es doch mal mit Leim, nur wenig verdünnen so das ein leichter Film beim Eintauchen hängen bleibt.

Greetings from Austria
Gerhard
Wie schon angekündigt:  gelbe Blümchen   (oder Rainfarn?)

Dazu habe ich ein Litzenkabel (das, das auch die bisherigen Litzendrähtchen "gespendet" hat) auf 4cm abisoliert und die Drähtchen aufgefächert. Dann wurden die Enden in einer Lötflamme angeschmolzen (einfach kurz in die Flamme halten). Dadurch entstehen am Ende der Drähte Kügelchen, je nachdem wie lange man das Ende in die Flamme hält, größer oder kleiner.
Mit gelbem Nagellack (Empfehlung: Nagellack trocknet sehr schnell und hält fast überall) habe ich dann die Kügelchen eingefärbt. Nach dem Trocknen wurden die Tropfen mit etwa 3mm langen "Stielen" abgeschnitten. Die Stiele sind übrigens durch das Ausglühen mattbraun, könnte man sicher auch noch grün färben.
Zum "Pflanzen" habe ich gelbgrüne Flocken (ich glaube, die sind von Faller) aufgeklebt und die "Blüten" durch die Flocken ins Styrodur gesteckt. Da mir die Nagellackfarbe dann doch nicht so gut gefallen hat (ist aber eine gute Grundierung), bin ich nochmal mit etwas gelb-oranger Wasserfarbe tupfend drübergegangen.
Ich weiß zwar nicht, was ich da jetzt genau dargestellt habe , sieht aber aus etwa 20cm Entfernung schon recht gut aus Nur bei extremen Macroaufnahmen wirken die Teilchen etwas "außerirdisch"

Viele Grüße
Michael

PS: Für Autobauer sind die angeschmolzenen Kügelchen als Peilstangen interessant -- nur als Tipp nebenbei

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Nur mal so zwischendrin: Euer Rhabarber, den ihr ans Ufer stellt ist im Original Pestwurz. So viel Zeit muß sein

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wutach_fg4.jpg
http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliche_Pestwurz

Aber die Ähnlichkeit ist ausreichend. Ich habe auch gerade welchen in der Anzucht

Eine Anmerkung zur Goldrute: Das Laub kommt mir sehr dunkel vor. Vielleicht ist das aber nur auf den Fotos so. Ein Blick in den Garten zeigt mir jedenfalls sehr helles grün ( Kanadische Goldrute, knapp 2 Meter hoch ) http://www.floraweb.de/pflanzenarten/foto.xsql?suchnr=5679

Für die dargestellt Jahreszeit würde sich dann noch Heide anbieten und jede Form der Sonneblumenartigen (nein, nicht die klassische, sondern die Stauden!) wie diese hier: http://www.flickr.com/photos/bossco139/6167310822/ ( Knollige Sonnenblume).

Schöne Arbeiten und eine Freude zu sehen, daß andere zumindest auch mal mehr als 5 Pflanzen in der Natur auseinander halten können!

Ob ich mich aber auch an solche Details wagen soll... mal schauen.

Danke für die Anregung auf jeden Fall! Weiter so!

Gruß
Klaus


Hallo Klaus / teppichbahner #10,

das mit dem "Rhabarber",  hmm, "Pestwurz", hmm -- halt was großblättriges, das es gerne sehr feucht hat  
Pflanzen und ich: "man nannte mich den schwarzen Daumen" (oder so )
Deswegen mach ich die Teile ja aus Metall -- die _können_ gar nicht eingehen!
Aber Du hast schon recht -- nur bei nDetail steht das Zeug unter "wilder Rhabarber" drin...

Und wegen der Goldrutenfarbe: die ist real nicht so dunkel und blaustichig, das liegt leider an der Fotobeleuchtung. Aber da mache ich auch noch was, wenn's in Serie geht. Ich brauche ja ein paar qcm davon...

Wage Dich ruhig an solche Details! Es macht Spaß und geht ganz einfach Und die Wirkung ist anschließend auch toll Auch für's eigene Ego

Viele Grüße
Michael
Hi,

"Pestwurz", "Wilder Rhabarber" oder wie auch immer - geht auch (zur Not) ohne Ätzteile ...

... hab das Gewächs schon vor vielen Jahren aus simplem 80gr Druckerpapier hergestellt.

Blätter ausgeschnitten, mit Sekundenkleber-Gel auf einen abgewinkelten 0,4mm Draht geklebt, angemalt und in vorgestochene Löchlein geklebt. Ist zwar nicht ganz so detailliert wie die Ätzteile, aber - zumindest in unserem Maßstab - durchaus akzeptabel, oder!?

Grüssla Manni

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Hallo Manni #12,

jetzt kommen die Zauberer so langsam aus ihren Verstecken!   Hab' mir doch gedacht, dass da schon mehrere was in dieser Art gemacht haben müssten...  

Sieht gut aus, Dein "Großblattgewächs"! So was habe ich mir auch schon mal überlegt, momentan brauche ich es aber noch nicht (das kommt aber noch). Dann werde ich das auch mal auf Deine Art probieren, denn es überzeugt durchaus. Und durchaus akzeptabel
Hast Du das richtig ausgeschnitten mit der Schere (=Sträflingsarbeit ) oder mit dem Locheisen (oder ähnlichem) gestanzt?

Viele Grüße
Michael
Zitat - Antwort-Nr.: 13 | Name: Michael

Hast Du das richtig ausgeschnitten mit der Schere (=Sträflingsarbeit  ) oder mit dem Locheisen (oder ähnlichem) gestanzt?



... einzeln und in verschiedenen Größen geschnitten - mit so was:
http://img838.imageshack.us/img838/6866/2615r.jpg

Grüssla Manni

PS.: Danke für die Blumen ...

Hallo Manni #14,

irgendwie komme ich mit dem Bild nicht so ganz klar -- was ist denn das? Kreisschneider? Stanze?

Aber zu
Zitat - Antwort-Nr.: 14 | Name: mannis-n-bahn

einzeln und in verschiedenen Größen geschnitten

kann man nur "Respekt" sagen...

Viele Grüße
Michael
Hi Michael,

das ist ein Maskierfolienschneider.

So ein Ding verwendet man z.B. beim Airbrush. Wenn man beispielsweise auf einem Künstlerkarton eine Maskierfolie aufzieht und die unterschiedlichen Bildbereiche nach und nach freillegt (also Konturen ausschneidet um scharfkantige Details zu sprühen) tut man sich mit so einem Schneider wesentlich leichter als z.B. mit einem freihand geführten Skalpell.

Am unteren Ende des mittleren Gestänges ist dazu eine um 360° frei drehbar gelagerte, auswechselbare,  kleine, scharfe Klinge befestigt.
Mit dem oberen Rändelrad kann man dabei den "Anpressdruck" der federnd gelagerten Klinge sehr fein justieren, so dass die Klinge nur den Maskierfilm schneidet, den Karton aber nicht verletzt.

Durch die Justierbarkeit ist dieses Schneidegerät sowohl für dünnste Folien, als auch für Papier und dünnen Karton prima geeignet. Man kann damit selbst feinste Details konturenscharf ausschneiden, durch einfaches "Nachfahren" der Konturen.

Zur besseren Verständlichkeit hab' ich mal - auf die Schnelle - (extra für Dich) mit meinem Maskierfolien-Schneider drei "Pestwurz-Blätter" ausgeschnitten.
Siehe Bildanhänge!

Alles klar?

Grüssla Manni

Tante Edit: Korrektur ...

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Hallo,

Da musste aber erstmal zweimal drüber nachdenken, bis sich dir die Funktionsweise erschließt

Auf dem Bild in @13 habe ich nämlich folgendes gesehen:

1 roter Plastikring, der alles zusammenhält und auf dem Grund zu liegen kommt.
1 Rändelrad, mit dem man durchs Drehen den schwarzen Anpresspömpel, der gegen den Grund drückt, in der Höhe verstellen kann
2 Gestänge in der Mitte, die möglicherweise dafür sorgen, damit der Grund, wenn der Anpresspömpel presst, sich gleichmäßig duckt und keine Wellen schlägt

Auf dem Bild in @13 habe ich dann gesucht:

An den Gestängen in der Mitte, also den mittleren Gestängen, die beiden silbernen - wo ist da bloß die "frei drehbar gelagerte, auswechselbare,  kleine, scharfe Klinge"? Und vor allem: wo haben die ihr "unteres Ende"? Weil: der schwarze Anpresspömpel kann es ja nicht sein - der drückt ja nur nach unten. Und: auch da keine Schneide nicht zu sehen.

Grüße
Werner K.
Hi Werner,

OK, den roten "Maskierfolien-Schneider" habe ich nur auf die Schnelle gegoogelt, weil ich mir die Arbeit ersparen wollte meinen eigenen zu fotografieren.
Bei diesem roten (Plastik-Billig-Modell) sieht es tatsächlich so aus, als ob die Klinge fehlt. Die wird nämlich lediglich von unten (mit eingefettetem Schaft) - in das schwarze Teil - eingesteckt.

Der schwarze "Anpresspömpel" wie Du ihn nennst ist tatsächlich die Aufnahme für das Messerchen. Die beiden verchromten Querstangen dienen hingegen nur der Stabilität und primär dem ebenen Andrücken des zu schneidenden Materials (z.B. Papier)

Auf den Bildern von meinem (deutlich hochwertigeren) Maskierfolien-Schneider - aus Alluminium - solltest Du aber das kleine Messer sehr wohl erkennen!?

Bei diesem sorgt der verchromte Ring fürs "glatte Papier" im Bereich der schneidenden Klinge!

Alle Klarheiten beseitigt?

Grüssla Manni

Hier noch mal der "Rote", diesmal mit erkennbarer Klinge:
http://www.ae-h.de/airbrush/maske/maskmaster.jpg
Hallo Manni,

alles klar, danke für die genaue Erklärung. Da ich mit Airbrush bisher noch nichts gemacht habe (und demzufolge auch noch nichts maskiert), kannte ich sowas garnicht. Mir war nur das Prinzip der Schneidplotter mit Computerunterstützung bekannt, das ist also dann das manuelle Gegenstück.
Sehr interessant für meine Mini-Teilchen -- muss ich mir mal die Anschaffung überlegen...  

War übrigens auch nochmal fleißig und habe ein paar "Pusteblumen" gepflanzt -- damit werden die "gelben Ausserirdischen" zu Löwenzahn  
Bei Macro-Aufnahmen sind sie nicht optimal, aber bei einem Foto-Abstand ab etwa 20cm sehen die tatsächlich so aus wie gewünscht... mit bloßen Augen sowieso...   
Diesmal habe ich auch anderes Licht verwendet -- sieht gleich viel freundlicher aus ohne Blaustich.
Herstellung der Pusteblumen:
Wieder Litze in Lötflamme gehalten, bis die kleinen Kügelchen da waren (siehe oben). Diesmal habe ich dann weißen Nagellack verwendet. Wieder kurz abgeschnitten und ins Styrodur gesteckt.

Viele Grüße
Michael

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Hi Michael,

aus "normalem" Betrachtungsabstand, bzw. auf den "Tastatur-Fotos" sehen Deine Gewächse echt gut aus! Fotografier mal bei Tageslicht, dann schaut's bestimmt noch besser aus!?

Grüssla Manni
Hallo Manni,

danke für die Blumen
Wird jetzt etwas dauern, bis ich wieder neue Fotos machen kann. Außerdem braucht's dann schönes Wetter (ist am Abend immer schwierig )
Vielleicht habe ich bis dahin auch schon mit der "Großserie" der Goldruten angefangen , damit in der Vitrine wieder was weitergeht. Dieses Micro-Diorama ist ja nur ein Test-Objekt.

Viele Grüße
Michael
Hallo Michael,

hast du etwa Unkraut-Ex verwendet oder warum geht es hier nicht weiter? Die letzten 2 Jahre gab es bestimmt den einen oder anderen schönen Tag zum Fotografieren *pfeif*

Noch ne kleine Anmerkung meinerseits: mir erscheinen die Brennessel im Vergleich zum Preiserlein als etwas zu hoch gewachsen. Weniger wäre wahrscheinlich mal wieder mehr.


Grüssle
Jürgen

PS: sehr interessante Arbeit - wie immer von dir!
Hallo Jürgen,

tja, das Micro-Diorama -- irgendwo existiert es schon noch -- bloß wo? Stimmt schon, da wollte ich mal wieder weiter machen mit neuen "Züchtungen" und besseren Fotos, aber die Zeit, die Zeit...  

Muss ich suchen zum Weitermachen. Falls mir was zum Weitermachen überhaupt einfällt (Ja, habe noch Ideen )

Zu den Brennnesseln: Die kenne ich mit Wuchshöhen von über einem Meter, wären also nicht zu hoch.
Aber mir gefallen meine nicht mehr so, wenn ich mir die Bilder ansehe. Vielleicht wirken sie aber anders, wenn ich sie wieder vor mir habe Also: Micro-Diorama suchen!

Und danke für's Lob!

Viele Grüße
Michael
Juchhuh!

Hab' das Micro-Diorama gefunden, die Sonne scheint -- also Fotos gemacht! Wie vor zwei Jahren versprochen

Die Farben sind in der Sonne schon viel besser, das Kunstlicht drückt das grün doch sehr in Richtung blau. Komischerweise fällt das aber nur bei Fotos auf, beim normalen Betrachten nicht.
Zwischenzeitlich ist da auch noch etwas Schilf gewachsen (aus Sisal-Fasern, grün gefärbt mit braunen Spitzen). Und die Bahnstrecke nebenan scheint aufgelöst worden zu sein, nur noch Acker und ein paar verrostete Drahtseilständer...  

Also: Versprechen eingelöst!

Viele Grüße
Michael

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Hallo Michael,

vielleicht interessiert dich folgendes:

Ich hatte in meiner Ziegelmauer (die richtige draußen) mal in den Fugen Moos. Dieses bestand aus dem dichten Moos"schwamm", den man so kennt, und draus sprossen "Stengel", die waren sehr klein und am Ende hatten sie eine kleine längliche braune Verdickung. Wenn man diese "Stengel" nahm, waren sie perfekte Binsen in Form und Maßstab.

Alles nur Theorie, ich habe es nicht für die Moba verwendet (man müsste sicher irgendwie konservieren - Glyzerin?), aber sie sahen wirklich perfekt aus ... Jetzt könnte ich sie brauchen, aber das Moos ist weg.

Eben nur so als Anregung gedacht, wenn jemand mal Schilfbinsen am Gewässerrand darstellen will.

Viele Grüße
Frank
Hallo Frank #25,

diese Moosteile kenne ich auch -- aber ich habe ebenfalls noch keine Konservierungsmöglichkeit dafür gefunden. Leider welken und faulen die sehr schnell, die sind nach dem "Pflücken" nach wenigen Minuten schon dahin.... Denn die sehen wirklich wie kleine Rohrkolben aus.
Als Ersatz habe ich mir schon mal welche aus dünnem Draht gemacht, indem ich den Draht beige gefärbt und mit einem Ende in dicke braune Mattfarbe getaucht hatte. Eigentlich sah das ganz gut aus, aber die Farbe hat sich nicht am Draht gehalten.
Da ich aber damals keine Rohrkolben brauchte, habe ich da nicht weiter experimentiert. Aber jetzt, wo ich in der Vitrine einen kleinen Bachlauf habe, könnte sowas ganz gut wirken. Mal sehen, ob ich eine bessere Farbe und/oder Methode finde.

Viele Grüße
Michael
Hallo!

Ich hole das mal wieder aus dem Dornröschenschlaf, denn ich habe wieder was neues ausprobiert.
Mit dem Laser wollte ich eigentlich Farne herstellen, habe aber statt dessen ""Edelasche" produziert Erst nachdem ich die Farnwedel zu einer Art "Dreieck mit Stängel" reduziert hatte, erhielt ich ein verwendbares Ergebnis.
Der Stängel ist allerdings nicht brauchbar (also weg damit), das Dreieck habe ich an einen (erstmal unbehandelten) Draht geklebt.
Mit etwas Wasserfarbe sieht das jetzt tatsächlich nach einem oft gesehenen großblättrigen Gewächs aus -- welches könnte das sein? Bin nicht so der Botaniker...
Jedenfalls darf es jetzt probehalber auf dem Microdiorama posieren

Viele Grüße
Michael

PS: ...sind leider nur Handy-Bilder in schlechter Beleuchtung...  

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Hallo Michael,

na ja, um die dreieckigen Schnipsel herzustellen ist der Laser dann ja wohl überflüssig geworden... da tut es dann ja nun wirklich ein Messer...

meint
Roger

Hallo Roger!

Zitat - Antwort-Nr.: 26 | Name:

na ja, um die dreieckigen Schnipsel herzustellen ist der Laser dann ja wohl überflüssig geworden... da tut es dann ja nun wirklich ein Messer...


Nicht so ganz, denn beim Messer haben die Dreiecke dann gerade Schnittkanten -- das sieht man recht deutlich. Ausserdem, schneide doch mal so kleine Dreiecke

Das "Schnittmuster" (sehr stark vergrößert) für die "Dreiecke" habe ich mal angehängt. Was davon übrig bleibt sieht man oben in #27...

Viele Grüße
Michael



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Hi Michael,

ein Dreieck hat per Definition gerade Kanten.
Was du da jetzt zeigst sind also keine Dreiecke wie oben beschrieben...

Aber wie auch immer, sehr kleine Dreiecke lassen sich mit dem Messer sehr schnell schneiden:
Zwischen zwei parallelen Schnitten (Höhe des Dreiecks) in wechselnder Richtung die Schenkel schneiden. Da fällt dann pro Schnitt ein Dreieck an.

Gruß
Roger
Hallo Roger!

Von Dreiecken im geometrischen Sinn war nicht die Rede, da steht bei mir was anderes:
Zitat - Antwort-Nr.: 27 | Name:

nachdem ich die Farnwedel zu einer Art "Dreieck mit Stängel" reduziert hatte


Erst danach taucht der Begriff "Dreieck" zur Textvereinfachung ohne Anführungszeichen auf...

Zitat - Antwort-Nr.: 30 | Name:

Aber wie auch immer, sehr kleine Dreiecke lassen sich mit dem Messer sehr schnell schneiden:
Zwischen zwei parallelen Schnitten (Höhe des Dreiecks) in wechselnder Richtung die Schenkel schneiden. Da fällt dann pro Schnitt ein Dreieck an.


Dann mach mal und zeig´ uns Dein Ergebnis Und achte darauf, dass es wie eine Pflanze aussieht Also maximal 1mm breit und 2mm hoch...

Viele Grüße
Michael

PS: So sah der "Farn" vor der Reduzierung aus (wieder stark vergrößert):


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Hi Michael,

da habe ich nun aber gleich 2 gehörige Verständnisprobleme!

1. Was ist ein Dreieck im nicht geometrischen Sinn?
2. wie bildet man ein nicht geometrisches Ding geometrisch ab?

Außerdem war sehr wohl von Dreieck die Rede:
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Der Stängel ist allerdings nicht brauchbar (also weg damit), das Dreieck habe ich an einen (erstmal unbehandelten) Draht geklebt.

Da ist also ein Dreieck mit Stängel des Stängels beraubt worden - und da bleibt dann kein Dreieck übrig??

Und wegen Dreiecke schnippeln also gerade bei dir als unser unangefochtener Spezialist für extremstes Kleinzeugs bin ich mir doch sicher, dass du in deinem Equipment etwas geeignetes finden wirst, um den Papierstreifen dabei zu halten...
Aber ich warne dich vor einer Enttäuschung! Denn wenn man Dreiecke aus Papier schneidet, sieht das Ergebnis nach dreieckigen Papierschnipseln aus - und nicht wie eine Pflanze!

Gruß
Roger

Hallo Roger!

Ich warte immer noch auf den Beweis Deiner Fähigkeiten:
Zitat - Antwort-Nr.: 30 | Name:

sehr kleine Dreiecke lassen sich mit dem Messer sehr schnell schneiden:
Zwischen zwei parallelen Schnitten (Höhe des Dreiecks) in wechselnder Richtung die Schenkel schneiden. Da fällt dann pro Schnitt ein Dreieck an.


Natürlich geeignet für die Pflanzendarstellung!
Zitat - Antwort-Nr.: 28 | Name:

na ja, um die dreieckigen Schnipsel herzustellen ist der Laser dann ja wohl überflüssig geworden... da tut es dann ja nun wirklich ein Messer...


Also mach endlich mal -- oder geht Sprüche klopfen einfacher von der Hand als was selber zustande zu bringen?

Nachdenkliche Grüße
Michael
den es nicht wundert, wenn solche Kommentierungen manchem das Posten verleiden...
Hallo Michael,

für einen ersten Versuch finde ich deine Pflanzen auf jeden Fall gelungen.
Gerade weill deine Dreiecke keine geraden Seiten wie nach einem Schnitt mit einem Skalpell oder so haben sondern durch das Lasern leicht ausgefrast sind, wirkt es natürlicher.

Vielleicht solltest du dich nicht an Farnen orientieren sondern dich an Pflanzen mit größeren Blättern versuchen?

Viele Grüße,
Moritz

PS: Und bitte weiter solche Bastelleien zeigen. Und sei es nur, weil man dann weiß was nicht den gewünschten Effekt hat und es selbst nicht auch noch versucht :).
Hallo Michael,

ich verstehe deinen Aufriss nicht!
Okay, die Schnipsel liegen nun hier, in der verlangten Größe (soweit ich sie gerade nicht beim Husten in der Gegend verteilt habe... *lach*).
Ich stelle fest, dass es genau so funktioniert wie von mir vorgeschlagen! Außer, dass die Größe für meine Optik erwartungsgemäß grenzwertig ist, kann ich da auch bei der Größe keine Probleme bei der Methode erkennen.
Also dann verrate uns doch mal wo du sie überhaupt siehst, wenn das nicht nur eine Provokation sein sollte.

meint
Roger
Hallo Roger,

Du hast oben geschrieben
Zitat - Antwort-Nr.: 28 | Name:

na ja, um die dreieckigen Schnipsel herzustellen ist der Laser dann ja wohl überflüssig geworden... da tut es dann ja nun wirklich ein Messer...


Und da möchte ich jetzt sehen, wie man solche Pflanzen einfacher herstellen kann -- mehr nicht.
Denn ja, der Laser ist Aufwand; für die paar "Blätter" oben im Rahmen braucht er etwa 17min. Und dann kommt noch die Kleberei mit dem Draht dazu -- lästig und nervenaufreibend.
Wenn es besser/einfacher/schneller geht, immer her damit. Ich vermute, dass ich nicht der einzige bin, der sowas wissen will...

Neugierige Grüße
Michael
Michael,

also die 17 Minuten brauche ich für die Schnippelei der 32 (Stückzahl aus #32) Teile sicher nicht!
Und alles andere bleibt ja unberührt.

Gruß
Roger
...und wie sieht das dann fertig aus? DAS ist ja das interessante, nicht nur wie lange das Schnippeln dauert...

immer noch neugierige Grüße
Michael
Das Ergebnis sind gleichschenklige Dreiecke aus Papier, 2mm hoch, 1mm breit.

Oder was willst du noch wissen?

verwunderte Grüße
Roger
Du schreibst in #28, dass es ohne Laser nur mit dem Messer geht, solche Rohteile für Pflanzen herzustellen -- und genau das möchte ich gerne sehen, wie diese Pflanzen nach Deiner Methode aussehen.
Mehr nicht.
Denn dann kann ich mir den Aufwand mit den Laser zu diesen Zweck sparen und was anderes mit dem Laser schneiden.
Oder ist das eine "Geheimwissenschaft"?

immer noch neugierige Grüße
Michael
Die DREIECKE zu schneiden, die bei dir nach dem Entstielen übrig blieben...

Gruß
Roger
Hallo Michael,

vielen Dank für deinen Bericht mit Fotobelegen. Für mich sehen die Pflanzen überzeugend aus, auch wenn ich nicht genau weiß, welche es sein könnten.
Auch ich würde sie gerne mit Rogers Ergebnissen vergleichen (vor allem, weil ich keinen Laser zur Verfügung habe), aber da kommt wohl leider nichts.
Zeige bitte weiterhin deine sehr inspirierenden Basteleien.

Gruß Gerd
Hallo!

Zu später Stunde ein paar bessere Bilder, zwischenzeitlich ist auch noch etwas mehr gewachsen...
Die Stängel sind diesmal aus ausgeglühtem Kupferlackdraht gemacht und etwas dicker, so lassen sie sich leichter verarbeiten. "Nachgegrünt" habe ich wieder mit Wasserfarben; durch den Brennrand ergeben sich nette Schattierungen -- zwar nicht beabsichtigt, aber gern genommen
Und nicht vergessen, das Männchen ist knapp 11mm hoch

Viele Grüße
Michael

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Hallo Michael,
du hast anscheinend einen grünen Daumen 😂.
Mir gefallen deine speziellen Basteleien sehr gut👏👍.
Grüße Dietmar
Hallo Michael,
auch von mir: größten Respekt! Ich finde in diesem Maßstab die konkrete Blattform total unwichtig, sondern einfach nur beeindruckend großblättrige Pflanzen welcher (undefinierbaren) Art auch immer zu sehen.

VG, Steffen,
der mehr Wert auf Bilder legt als auf Quatsche
Hallo,

das
Zitat - Antwort-Nr.: 44 | Name:

du hast anscheinend einen grünen Daumen


halte ich für ein Gerücht Deshalb sind die Pflänzchen bei mir ja aus Kunststoff, Metall, Papier und Sand Echte überleben bei mir leider nicht lange

Die "großen Blätter" sind auch nicht ganz gleich, bedingt durch das Herausbrennen mit dem Laser, was das "Natürliche" daran begünstigt. Jedenfalls kann (könnte ) ich die Vitrine (das war ja der Auslöser für diese Gewächse) inzwischen mit passenden Pflanzen ausstatten -- wenn ich bei der Vitrine mal vorwärts kommen würde Aber da bräuchte ich einfach mehr Zeit am Stück und vor Ort, nicht immer nur wenige Minuten...

Jedenfalls freut es mich, wenn es Euch gefällt -- vielleicht regt das ja auch zum Nachbau an

Viele Grüße
Michael


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