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THEMA: Vorbild u. Modell oder Original u. Fälschung

THEMA: Vorbild u. Modell oder Original u. Fälschung
Startbeitrag
brummi - 25.08.13 13:23
Hallo,

der Titel mag etwas seltsam sein, trifft aber eigentlich den Kern der Sache.
In der EJ Bibliothek "Anlagenplanung vorbildgerecht" Band III aus dem Jahre 1995 ( !! ) wird eine Anlage über zwei Ebenen vorgestellt, nach Motiven der Eifel und Ahrregion. Die Bauart über zwei Ebenen ist hierzulande noch immer etwas exotisch, in den USA allerdings weitverbreitet.
Das Motiv auf dem Bild 1 entstammt diesem Heft und hat mich immer schon gereizt.
Ich benötigte nun ein Modul von ca. 140 cm Länge das seinen Platz vor dem Fenster haben sollte und herausnehmbar ist. Als Problem und auch als Herausforderung sah ich die Situation der nach hinten verschwindenden Flußpartien. dies erschien mir wegen der doch geringen Modultiefe von nur 45 Zentimeter problematisch. Nun, ich denke ich habe das ganz gut gelöst. Was jetzt noch weiße Styroporfläche ist wird als Fels, Wiese und Baum bzw. Busch gestaltet und tarnt somit später den nach hinten verschwindenden Flußlauf.

Ich will hier nicht den modellbahnerischen Lehrmeister und Landschaftsbau-Papst spielen, sondern vielmehr den Anfängern, Neueinsteigern und anderen noch etwas zögerlichen Hobbykollegen aufzeigen, was Gleispläne sein können und oft auch sein wollen. Nämlich Anregung und Unterstützung beim Planen der eigenen Anlage.

Es ist unschwer zu erkennen, daß ich die Zeichnung von Reinhold Barkhoff aus der EJ Broschüre nicht sklavisch übernommen habe, aber ebenso leicht sieht man, wie ich diese Anregung meinen Platzverhältnissen, Wünschen und Möglichkeiten angepaßt habe.

Also ran ans Werk ihr Zauderer, Zögerer und die, die sich nix zutrauen. Es ist nun mal nicht immer möglich einen fertigen Plan eines Dritten zu übernehmen, aber viele Ideen von Anderen, kombiniert mit den eigenen Vorstellungen ergeben Eure ureigene Traumanlage.

Ich werde in loser Folge weiter von meinen Baufortschritten berichten und wünsche Euch noch einen schönen Sonntag.

LG  Richard

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He 1

Hier seht Ihr noch ein paar Fotos dieses Segments.

Man braucht wohl etwas Phantasie, aber die weißen Styroporstellen werden noch begrünt, es werden noch Felsen aufgebracht um die steilen Böschungen glaubhaft darzustellen etc.

die beiden Brücken rechts entstanden aus dem bekannten Faller Viadukt bzw. aus der Arnold Unterzugfachwerkbrücke. Die Steinbogenbrücke links ist ein Eigenbau aus Faller Styrodurplaten und Kartonplatten. Den Bogen habe ich eifach vom viadukt übernommen.

Zwei Worte noch zu den Signalen. Es handelt sich um alte Siba Signale aus ehem. DDR Produktion im Maßstab TT. Das einflügelige vorne hat, wie einige andere auch, sehr feine signalflügel, während das Doppelflügelsignal etwas größere Flügel besitzt. Nach und nach werde ich diese Signale aber auch auf die kleineren Flügel umrüsten. Um die Höhe etwas zu kaschieren, werde ich den Sockel mit dem Antrieb versenken. Also in meinem Fall einen Ausschnit ins 8 mm Trassenbrett sägen und das Signal von unten montieren.
Puristen mögen die Detailtreue monieren, aber aus normalem Blickabstand fällt das kaum auf. Ich habe diese Signale für 2 bis 3 Euro auf Börsen erstanden. Sie sind somit eine preiswerte Alternative zu Vissmann und anderen.

LG  Richard

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Hier ein paar Fotos vom Baufortschritt.

Richard

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Und weiter geht´s durchs Ahrtal.......


Richard
Wenn´s funktioniert kommen noch Bilder

Richard

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Hi Richard,

Sieht gut aus. Du kannst mehr als drei Fotos posten. Einfach den Eintrag editieren und weitere Bilder hochladen. Dann können wir die besser ankucken

Gruß Tom
Und weiter....

Richard

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Übrigens, die braunen Flächen werden noch begrünt und hinten kommt auch noch was hin. doch davon später.

Richard

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Hallo Richard,

da steckt schon viel Arbeit drin und das Ergebnis kann sich sehen lassen, vor allem da, wo schon begrünt wurde. Die Brückenszenen gefallen mir.
Ich mache auch viel mit Styrodur, schön einfach zu bearbeiten und leicht. Dabei habe ich mir angewöhnt, relativ schnell die weissen Flächen vorab mit einer einfachen Fassadenfarbe entweder Erdbraun oder Gesteinsgrau anzustreichen. Man kann dann leichter die Gesamtwirkung beurteilen.

Freue mich auf weitere Bilder
Detlef
Moin Detlev,

danke für Deinen netten Kommentar.

Klar, da steckt viel Arbeit, aber auch viele Pausen drin. Pausen deshalb, weil ich mir vorab die Szene vorzustellen versuche. Und dann muß ich ja darauf achten, den Charakter der Landschaft über diese 1,4 m nicht zu verändern. Nach rechts schließt sich später noch ein 80 x 80 großes Eckmodul an auf dem ein Weingut mit den Weinbergen und eine Burganlage ihren Platz finden sollen. Ebenfalls im Stil von rotbraunem Untergrund.
Nach links geht es dann in einer Kurve zum Bahnhof und der Kleinstadt, dort kann die Landschaft wieder wechseln.
Ich habe gestern den Fluß noch einmal mit Windows Color überstrichen und bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden.
Jetzt wird erst mal Strauch- und Buschwerk auf die noch braunen Stellen aufgebracht, danach folgt die restliche Begrünung mit dem Elektrostat. Aber dazu will ich erst die Landschaft zum hinteren Abschluß fertig gestalten - dort laufen 2 Gleise verdeckt - damit das alles in einem Zug gemacht werden kann. Ja und die Gleise muß ich auch noch einschottern und die beiden Signale setzen.
Aber das wird schon. Habe ja Zeit und Rom wurde auch nicht an einem Tag erschaffen.
Dies nur als Tip für die ganz Ungeduldigen: Es juckt natürlich in den Fingern, endlich voran zu kommen und fertig zu werden. Aber übertriebene Eile versaut das angestrebte Ergebnis und bringt letztendlich nur Frust und Ärger.
Nächste Woche bin ich schon weiter und es folgen mehr Bilder.

LG Richard
Hallo Richard,

das gefällt mir ganz gut! Nette  Landschaft mit interessanten Details, bei dem rechten Viadukt finde ich den "Nebenarm" des Flusses klasse -- auch wie der Pfeiler in Flußbett steht samt Befestigungen!
Insgesamt hast Du die Vorlage wirklich gut getroffen
Bei der Selbsbaubrücke links (die an sich gut proportioniert ist und sehr schön in die Landschaft integriert wurde) fällt mir allerdings auf, dass keine Gewölbe vorhanden sind, was ich etwas schade finde; das paßt nicht zum restlichen detailgenauen Stil...
Die Abhilfe ist ein Geduldsspiel, aber machbar: Aus dünnem Karton die Steine entweder einzeln (für den großen Bogen) oder komplett (für die kleineren) ausschneiden und entsprechend aufkleben (wenigstens auf der Sichtseite), danach nochmal mit Farbe drüber gehen. Es wäre schade, wenn eine so gut für Fotos von Zügen geeignete Stelle so einen baustatischen Fehler haben sollte...
Das Resultat sollte ähnlich wie im letzten Bild von #6 aussehen.

Weiter so und viele Grüße
Michael
Moin Michael,

freut mich, daß mein Machwerk Dir und den anderen gefällt. Und es ist gut, wenn neben einem Lob auch konstruktive Kritik, wie von Dir, kommt.
Ich habe aber die Gewölbe keineswegs vergessen. Man sieht sie nur sehr schlecht auf den Fotos. Schade, die Brücke ist schon eingebaut, ich kann sie nicht mehr auf die Seite legen und fotografieren. Aber wenn man vor dem Modul steht, Aufbauhöhe ist 1,1 m, sieht man die ausgemauerten Bögen.
Die Brücke zu bauen war eigentlich recht simpel. Ich habe nicht zuletzt aus Kostengründen auf vorhandenes Material zurückgegriffen und die Vorder und Rückseite aus Faller Styrodurplatten geschnitten. Vorlage war das Viadukt auf der rechten Seite. Das Viadukt aufgelegt, die Konturen mit einem Bleistift nachgezogen und sauber ausgeschnitten. Die Breite richtete sich nach dem oben liegenden Trassenbrett.
Bei den Gewölben bin ich dann einen Kompromiß eingegangen. Ich hatte noch Mauerplatten aus Karton, auch von Faller, in annähernd dem Grau wie das Styrodur. Allerdings in HO. Damit habe ich die Innenbögen "ausgemauert". Da die Brücke aber nicht so offen im Gelände steht wie das Viadukt rechts, denke ich mir, damit kann man leben.
Es ist aber gut, daß Modellbauer wie Du genauer hinschauen, nur so entdeckt man kleinere oder größere Fehler die einem selbst vielleicht nicht ins Auge fallen.
Ich möchte aber auch nicht verschweigen, daß dies eigentlich mein erstes Projekt ist, das ich mit viel Geduld und Akribie angehe. Ich hatte zwar schon früher die eine oder andere Anlage begonnen, auch verschiedene Motive durchgestaltet, aber immer kam irgendwann der Punkt, wo meine eigene Ungeduld das Ergebnis ins Negative zogen. Das sollte und wird mir hier und am noch zu bauenden Rest der Anlage nicht wieder passieren. Mit Ruhe und Geduld erreicht man dann so etwas wie im vorliegenden Fall und ich erfreue mich immer mehr an den Fortschritten.

Vielleicht sind die Bilder und mein Baubericht auch ein Ansporn für diejenigen, die sich bisher so etwas nicht zugetraut hatten. Ich bin kein Superbastler und heiße auch nicht Brandl oder Langmesser, aber ich glaube man kann erkennen, daß man auch mit einfachen Mitteln gute Ergebnisse erzielen kann. Und sich einen der Meister zum Vorbild zu nehmen ist sicher kein Fehler. Das Wichtigste ist, die Sache langsam und mit Geduld angehen, dann wird´s auch was.

Und wie es weiter geht, seht Ihr demnächst in diesem Theater, äh Forum.

LG Richard

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Hallo Richard,

da habe ich mich wohl nicht richtig ausgedrückt. Ich meinte die radial zum Bogenmittelpunkt stehenden Steine, die das Gewölbe von vorne sichtbar zeigen. Bei Deiner Brücke laufen die Fugen alle waagerecht durch, müssten aber um die Bögen herum auf den jeweiligen Bogenmittelpunkt zeigen. Im letzten Bild von #6 kannst Du das bei der gekauften Brücke gut sehen: ich meine die etwas dunkleren Steine um die Bögen..
Die im Inneren des Gewölbes vorhandenen Mauern habe ich schon vorher bemerkt
Ach ja, noch was zur "Fehlervermeidung", wenn Du die Steine anklebst: der Abschlußstein des Bogens muss sich genau oben im höchsten Punkt des Bogens befinden, auf keinen Fall darf da eine senkrechte Fuge sein! Ein --- auch in Natura -- immer wieder gerne gemachter Fehler! Entweder hält so ein Gewölbe nicht lange oder man erkennt daran eine aufgeklebte "Verzierung" (auf Betongewölbe).

Deine Sätze
Zitat - Antwort-Nr.: 11 | Name: brummi

daß man auch mit einfachen Mitteln gute Ergebnisse erzielen kann

und
Zitat - Antwort-Nr.: 11 | Name: brummi

Das Wichtigste ist, die Sache langsam und mit Geduld angehen, dann wird´s auch was.


kann ich nur unterstreichen! Volle Zustimmung.

Viele Grüße
Michael
Hallo Michael !

Mensch, du bist aber pingelig. Ha Ha !

Das war ein falscher Fehler von mir. Wollte diese Steine noch anbringen und habe es dann vergessen. Das nennt man wohl altersbedingte Moba-Demenz. Aber mal sehen, ob das nicht auch noch nachträglich geht.

LG  Richard


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