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THEMA: Farbe Bremsumstellhebel

THEMA: Farbe Bremsumstellhebel
Startbeitrag
RainerP [Gast] - 26.04.04 12:33
Hallo,

in der Modellbahnschule Nr. 10 (vom Modelleisenbahner) habe ich folgende Passage zu den Bremsumstellhebeln gefunden:
"Die Schilderflächen werden weiß ausgelegt, dann erhalten die Hebel ihre Farbe. Wenn nur einer oder zwei vorhanden sind, werden sie mit Seidenmattrot hervorgehoben. Ein dritter Hebel für die Umstellung der Zugart wird dagegen gelb gestrichen."
Jetzt erhebt sich für mich allerdings die spannende Frage, welches der dritte, also gelbe Hebel ist?

Hallo RainerP

Die 3 Hebel die du meinst haben folgende Farben und Funktionen.

1. Roter Hebel in Form einer länglichen Schlaufe: dient zum ein oder ausschalten
    der Bremse des jeweiligen Wagens. Zeigt der Hebel nach unten, ist die Bremse
    eingeschaltet. Ist der Hebel waagerecht ist die Bremse ausgeschaltet.
2. Gelber Hebel mit Halbkugel am ende: dient zur Umstellung der Bremsart ( G, P,
    R, R+Mg )
3. Gelber Hebel dient zur Umstellung der Bremse des jeweiligen Wagens. (leer
    oder beladen)

Grüße
Ralf V.
Hmm, das sind jetzt aber 2 gelbe und 1 roter Hebel statt umgekehrt.

??( G, P,  R, R+Mg )??

Noch mal kurz mein Problem (ich will die einfach nur richtig mit einem Pinsel und etwas Farbe einfärben ). Ein Hebel soll gelb sein und 2 rot. Welcher ist der gelbe? Z.B. der linke, der rechte oder der mittlere, der kleine oder der große, der Hebel, der nach oben oder der Hebel der nach unten zeigt, oder wer weiß was ihn sonst noch kennzeichnet.
Bie den Silberlingen ist der rote Hebel länglich wie eine schlaufe wie gesagt er zeigt nach unten wenn die bremse eingeschaltet ist. Der Gelbe Hebel mit der halbkugel zeigt nach oben er ist zur Bremsumstellung. über den drittten Hebel weiß ich nichts aber denke das er nur an Güterwagen ist. Die Silberlinge haben nur zwei Hebel.
MFG OLE
Der "dritte Hebel" ist der sog. Lastwechsel, den gibt es nur an Güterwagen. Am Lastwechsel wir eingestellt, ob der Wagen leer oder beladen ist, entsprechend wird die Übersetung des Bremsgestänges geändert, um bei leeren wagen ein Blockieren der Räder zu verhindern. Moderne Reisezugwagen (übrigens auch einige Güterwagen), sind in der Regel mit automatischen Lastwechseln ausgestattet, bei denen sich die Bremswirkung, je nach Besetzung, automatisch einstellt. Ältere Reisezugwagen hatten überhaupt keinen Lastwechsel.

Gruß, Volker
Moin Gemeinde,
ich hab' da mal im Fachbuch "Fahrzeugtechnik Teil 1" vom
Eisenbahn Fachverlag nachgeschaut:

Roter "Schlaufengriff": Bremse ein/aus, Griff senkrecht:   Bremse ein,
                                                         Griff waagerecht: Bremse aus,
der Hintergrund dieses Absperrorgans ist weiss, rechteckig und rot umrandet.

Gelber "Kugelgriff": Bremsartwechsel, mehrere Stellungen moeglich,
der Hintergrund ist weiss, der Rand gelb

Roter "Winkelgriff": Lastwechsel leer/beladen.
Weisser Hintergrund.
Dieser dient der unterschiedlichen Bremskraft der unterschiedlich schweren
leeren oder beladenen Wagen. Hierbei ist ein beladener Wagen in Stellung
"leer" unkritischer als ein Leerer in Stellung "beladen", da hier durch die
hoehere Bremskraft ein blockieren der Achsen recht wahrscheinlich ist.
Im umgekehrten Fall sinkt durch das niedrigere Bremsgewicht (und dadurch
niedrigere "Bremshunderstel") im schlimmsten Fall die zulaessige Vmax des
Zuges.... Aber ich schweife ab in Vorbildproblematiken.

Ich denke, die Frage zur Farbe der Bremsumstellhebel ist ausreichend
beleuchtet.
Gruesse,
Hartmut (der Blechbahner)
Hallo allerseits,

hatte inzwischen die Gelegenheit, die ganze Sache in natura anzuschauen. Es waren etliche Wagen, die ihren Ursprung sowohl bei der DR als auch bei der DB hatten, entspricht etwa # 6.

Güterwagen:
sie haben 3 weiß hinterlegte Schilder mit folgenden Aufschriften und Hebeln

1. das größte, in etwa trapezartige Form
Hebel rot, zeigt nach oben (also Drehpunkt unten)
Aufschrift "Bremsgewicht" mit 2 Einstellungsmöglichkeiten "leer" und "bel." dazu noch Zahlenangaben z.B. bei "leer" "14", bei "bel."24"; unten steht noch "Umstellgewicht" mit Angabe z.B. "24"
bei 2 DR-Wagen (Gbs und 4-achs. Rungenwagen [wie der Containerwagen von Piko]) war das Schild größer und abgerundet und hatte 3 Einstellmöglichkeiten, "leer", "teil beladen" und "voll beladen"

2. rechteckig (kleiner als 1.)
Hebel rot, zeigt nach unten (wohl die "Schlaufe), Stellungen wie bei # 6
Aufschrift "Druckluftbremse" mit 2 Einstellungsmöglichkeiten "eing." und "aus"

3. rechteckig (kleiner als 1.)
Hebel gelb, zeigt nach oben
2 Einstellungsmöglichkeiten "Güter Z.." und "Personen Z."

Außerdem gibt es unter den Wagen Drähte, die am Ende einen kreisförmig gebogenen Draht als Griff haben. Dieser Griff ist rot und es steht "autom" drauf.

Personen-/Bauzugwagen:

- die haben die Schilder 2. und 3. (4-achs Rekowagen, Vorkriegseilzugwagen, Bauzugwagen)
- ein Bauzugwagen hatte nur Schild 3.
- 2-/3-achsige Rekowagen und Doppelstockgliederzug haben keine Schilder
Der gebogene Draht müsste dafür dasein die Bremszylinder zu entlüften, um die Bremse zu lösen, wenn der Wagen alleine stehend aus irgendeinem Grund nicht gebremst sein soll, normalerweise braucht man dafür Druck auf der Leitung, somit ist es ohne Lok nicht möglich die Bremsen zu lösen. Um dass zu umgehen  sind die Drähte da.

Gruß
Dirk
Die Bremsart "Güterzug" G dient dazu, die Geschwindigkeit des Entweichens der Luft aus der Hauptbremsleitung zu verzögern, damit der Zug nicht ungleichmäßig bremst (zuerst würden sonst die Wagen, die näher bei der Lok sind bremsen und erst verzögert die weiter entfernten).
AFAIK fährt in Österreich bereits alles (alle Züge, auch Güterzüge) mit der Stellung R (also Reisezug), manche Wagen sind noch mit sogenannten Schnellbremsbeschleunigern ausgestattet, die die Hauptluftleitung zusätzlich entlüften. Dies ist notwendig auf Grund der höheren Geschwindigkeit der Güterzüge und der trotzdem gleich gebliebenen Signalabschnitte Vorsignal-Hauptsignal.

Enrico


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