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THEMA: Vorbildgetreue VTG-Kesselwagen um ca. 1960

THEMA: Vorbildgetreue VTG-Kesselwagen um ca. 1960
Startbeitrag
niesfisch - 15.01.12 19:58
Hallo zusammen,

ich möchte mir einen Güterzug nur mit VTG-Kesselwagen zusammenstellen; dabei dürfen es durchaus unterschiedliche Modelle sein, jedoch vorbildgerecht - um ca. 1960 herum. D.h.: die Wagen haben noch keine UIC-Nummern, und aufgebracht ist das alte VTG Logo mit Kreis und Flügel.

Nach meiner Kenntnis gibt es für diese Vorgaben nachfolgende N-Modelle:

4-achsig:

> Minitrix 15138: mit Bremserhaus - http://www.modellbahn-spur-n.de/mgdetail.php?nr=12854
> Liliput L265970: mit Bühne - http://www.spur-n-datenbank.de/cb_detail.php?nr=11282

2-achsig:

> Fleischmann 8407: grau - http://www.spur-n-datenbank.de/cb_detail.php?nr=458
> Fleischmann 8416: grau - http://www.spur-n-datenbank.de/cb_detail.php?nr=410
> Fleischmann 8445: Chemie-Kessel, grau - http://www.spur-n-datenbank.de/cb_detail.php?nr=8153
> Arnold (Hornby) HN6008: grau - http://www.modellbahn-spur-n.de/mgdetail.php?nr=11818
> Roco 25538: silbern für Kerosin-Flugbenzin, Kreideaufschrift -
http://www.spur-n-datenbank.de/cb_detail.php?nr=2240
> Roco 25245: beige/orange - http://www.spur-n-datenbank.de/cb_detail.php?nr=2007

Zum letzten Wagen (25245) gibt es in der N-Datenbank folgenden Kommentar: "Fast alle Gaswagen haben keine Leiter zum Befüllen, sondern ein Druckventil unten am Kessel. Da hat man bei Roco einfach den normalen Kesselwagen genommen und mit der Druckgas Bauchbinde versehen."

Somit meine Frage an die Profis in dieser Runde: welche der VTG-Kesselwagen kann man kaufen, welche (mangels Vorbildtreue oder aus anderen Gründen) eher vergessen? Und falls diese Modelle teils identische Vorbilder haben, welches ist das zu bevorzugende? Wie gesagt: mehrere unterschiedliche Varianten sind gewollt, aber nicht unterschiedlich umgesetzte Modelle des identischen Vorbilds.

Bin gespannt auf eure Meinungen und Empfehlungen.

Grüße,
Steve

Hallo Steve,

als Epoche III-Fan kennst du vielleicht diese Seite mit Kesselwagen: http://www.kaminski-hameln.de/Gallery/index.htm

Das Lilliput-Modell ist sicher als Neukonstruktion das detailierteste Modell. Aber auch die andern Kesselwagen sind brauchbar. Allerdings haben die Wagen von Arnold und Roco keine Kurzkupplungkinematik.

Grüße
Markus

Hallo Markus,

ja, ich kenne diese Seite, muss aber gestehen, dass ich für diese konkrete Frage nicht so genau nachgeschaut habe...

Nun, es gibt dort einen 4-achsigen Kesselwagen mit altem VTG-Logo (Bild Nr. 125), aber der ist silbern, nicht grau, und die Platzierung der Beschriftung stimmt mit beiden o.g. 4-achsigen Modellen nicht überein. Bei den 2-achsigen Kesselwagen ist Bild Nr. 192 interessant, welchem das Arnold-Modell am nähesten kommt (Leiter seitlich, Beschriftung richtig positioniert). Davon haben die anderen Vorbildfotos alle bereits das neuere VTG-Logo und stammen vermutlich aus späteren Serien.

Die Seite bestätigt aber den Kommentar aus der N-Datenbank: alle Gaswagen - zu Erkennen am orangenen Streifen - haben keine Aufbauten oberhalb des Kessels, so dass dieses Roco-Modell schon mal ausscheidet.

Der Hinweis auf die Kinematik ist natürlich wertvoll (das vergesse ich immer wieder). Das Arnold/Hornby-Modell hat übrigens laut Shopanbietern doch einen NEM-Kurzkupplungsschacht mit Kulissenführung.

Abgesehen davon aber haltet ihr die übrigen aufgeführten Modelle alle für brauchbar?

Grüße,
Steve

Hallo Steve,

stimmt, der Arnold Kesselwagen hat inzwischen eine KKK erhalten.

Der Wagen auf Bild 125 ist laut Datenblatt Bild 126 ein Chemie-Kesselwagen für Caprolactam. Diesen kannst du nicht mit einem deiner Kesselwagen für Treibstoffe vergleichen.

Bild 192 hat meiner Meinung nach eine größere Änhlichkeit mit dem Fleischmann Modell 8416. Hier sind Fahrwek und Kessel fast identisch. Allerdings stimmt hier die Aufstiegsleiter nicht. Es ist aber nicht auszuschließen das auch diese Leiterbauart hier vorkam.

Zu den Farben der Kesselwagen habe ich auf der ERMEWA-Homepage was interessantes gefunden:

http://www.francewagons.fr/index.php?lg=de&pg=20&site=

Anhand der Farbe der Kesselwagen könen bei ERMEWA anscheinend Rückschlüsse auf die Ladung gezogen werden. Ob dies bei Wagen von anderen Vermietern genauso gilt kann ich dir aber nicht sagen, aber ich könnte es mir durchaus vorstellen.

Gerade das Thema Kesselwagen ist sehr abwechslunsreich. Gründe hierfür sind z.B. die Tatsache das die DB schon immer keine eigenen Kesselwagen besaß. Alle Wagen gehörten Vermietern wie VTG, EVA, Metzler oder eben Privatfirmen. Die DB stellte sie als P-Wagen nur in den Fuhrpark ein. Dadurch enstand ein kaum überschaubares Sammelsurium an Bauarten, Beschriftungs- und Lackierungsvarianten.

Grüße
Markus
Hallo Steve,


die Modelle halte ich alle für sehr brauchbar. Man muss nur daran denken, dass es eine sehr große Zahl an Varianten gab, so dass es auch sehr viele Wahrscheinlichkeiten gibt. Will sagen: Gerade bei den Kesselwagen ist es sehr schwierig ein Modell auf seine Vorbildmäßigkeit zu überprüfen.
Mit Glück findet man das eine oder andere Bild, aber wenn nicht, heißt das noch lange nicht, das es zum Modell kein Vorbild gab. daher ist es besser nach Wahrscheinlichkeiten zu gehen und einzelne Merkmale in ihrer Zeit zu betrachten, wie z.B. Die Logos der Gesellschaften.

Noch drei Anmerkungen zu einzelnen Artikelnummern:
1. 15138:
Um 1960 mit Bremserhaus unterwegs zu sein, ist schon ziemlich einsam. Wenn überhaupt !  
2. 25538:
Silbern bzw. alu-farben ? Habe ich noch keine entsprechenden Bilder gesehen, außer bei den Milch-Wagen.
3. 25245
Dieser Wagen ist einfach zu schön, um ihn wegzulassen, oder? Und außerdem, wie heißt es im Zitat: "Fast alle Gaswagen haben keine Leiter zum Befüllen, ...". Also eben nur FAST, demnach gab es vielleicht doch solche Gaswagen. Übrigens gab es laut Roco-Katalog aus dem Jahr 1975 in HO einen Vierachser mit Bauchbinde, Aufstiegsleiter und ohne Schutzdach, Zitat der Artikelbeschreibung: "VTG Kesselwagen für Chlor, Kesselrauminhalt 47 m3, LüP 165,5 mm".


N-Gruß
Chris
Hallo zusammen,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

... und einzelne Merkmale in ihrer Zeit zu betrachten, wie z.B. Die Logos der Gesellschaften.



Richtig - dies ist immer mein erstes Kriterium, wenn ich mich nach Privatwagen umschaue. Und manches für Epoche III ausgewiesene Modell scheidet dann sofort wieder aus, weil der Hersteller die Logos aus falschen Zeiten angebracht hat. Roco konnte das sehr gut... :-/

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Um 1960 mit Bremserhaus unterwegs zu sein, ist schon ziemlich einsam. Wenn überhaupt !



Bremserhäuser in der Epoche III sind ja ein Thema für sich ... (vgl. auch www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=35579&start=1135 ) - ich gehe da für meine 1960er-Sammlung eher so ran, dass ich Modelle mit hochliegendem Bremserhaus ausschließe, Wagen mit Bremserhaus auf dem Rahmen jedoch als Überbleibsel vergangener Tage dulde. Demnach darf dieses Minitrix-Modell ruhig in Frage kommen.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Silbern bzw. alu-farben ? Habe ich noch keine entsprechenden Bilder gesehen, außer bei den Milch-Wagen.



Falls das so ist, wäre das ein ganz wichtiger Aspekt, auch für andere Kesselwagen-Modelle. Kann das jemand bestätigen, dass es keine silbernen Kesselwagen für Mineralöle, Chemikalien oder Flüssiggase gegeben hat?

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Dieser Wagen ist einfach zu schön, um ihn wegzulassen, oder?



Da hast du auch wieder recht... Zu viele 'bunte' Kesselwagen sind völlig vorbildfrei, da könnte kann man das orangene Band schon als Hingucker zulassen.

Grüße,
Steve
Hallo zusammen,

aus aktuellem Anlass - einer Diskussion in einem anderen Thread - hole ich dieses Thema noch mal hoch. Ich möchte die Auwahl wie folgt eingrenzen: welche VTG-Kesselwagen der Ep.III entsprechen jenen, mit denen das übliche Benzin/Diesel/Heizöl transportiert wurde?

Demnach fallen schon mal von den oben genannten Fahrzeugen folgende weg: Roco 2524 (Gas), Roco 25538 (Kerosin-Flugbenzin), Fleischmann 8445 (Chemie-Kessel).

Übrig bleiben:

> Minitrix 15138: 4-achsig (mit Bremserhaus) - http://www.modellbahn-spur-n.de/mgdetail.php?nr=12854
> Liliput L265970: 4-achsig - http://www.spur-n-datenbank.de/cb_detail.php?nr=11282
> Fleischmann 8407: 2-achsig - http://www.spur-n-datenbank.de/cb_detail.php?nr=458
> Fleischmann 8416: 2-achsig - grau - http://www.spur-n-datenbank.de/cb_detail.php?nr=410
> Arnold (Hornby) HN6008: achsig - http://www.modellbahn-spur-n.de/mgdetail.php?nr=11818

Sind diese Modelle alle brauchbar, um damit einen kleinen Nebenbahn-Bahnhof mit Diesel/Heizöl zu beliefern? Falls nicht - welche Modelle fallen aus welchen Gründen raus?

Grüße,
Steve
Hallo,

um einen kleinen Nebenbahnbahnhof mit Diesel/Heizöl zu beliefern, reichen 1-2 Wagen GFN 8416 oder HN6008 oder von jedem 1 Modell.
Wenn man unbedingt vierachsig will, dann einen Mtx 15138 aber hier das Bremserhaus entfernen und nur eine Bremserbühne belassen.

Alles andere wäre zu viel des Guten.


Markus
Hallo Markus,

na klar, die Zweiachser vorzuziehen, macht natürlich Sinn.

Dennoch die Frage zu den Vierachsern: warum bevorzugst du das Minitrix-Modell und empfiehlst, das Bremserhaus zu entfernen, wenn doch das Liliput-Modell bereits mit offener Bremserbünhne kommt? Welchen Unterschied gibt es abgesehen davon bei diesen beiden Vierachsern?

Grüße,
Steve
Steve,

es sind unterschiedliche Bauarten.

Liliput ist Bauart Deutz mit 48m³ Kessel
Mtx ist Bauart Uerdingen

Hier eine kleine Einführung zum Thema: http://www.drahtkupplung.de/gtbhb245C.html#modell

Markus
Hallo,
Zum 4 achsigen Mtrix Kesselwagen gibt es folgendes anzumerken:
Die Wagen sind ab 1954 in 500 Exemplaren für das USATC gebaut worden!
Die Bauart entspricht nicht der Bauart Uerdingen, sondern ist nur daran angelehnt.
Kwg. der Bauart Uerdingen gibt´s nur von Piko, (und die sind garnicht mal so schlecht!)
Bremserhaus ist überflüssig, nur Bremserbühne.
Die alten Modelle ohne KKK hatten die richtigen Minden-Dorstfeld Drehgestelle drunter, Einheitsdrehgestelle wie beim 15038 sind verkehrt!
Und sie kamen erst in der Epoche 4 zur VTG!
Alle Angaben basieren hier drauf: http://www.awlingen.de/630hl%20Trix/index.html

Gruß
Kurt
Damit fällt der Mtx also weg und die falschen Drehgestellen gehen ja garnicht. Einen alten Piko aufzupimpen dürfte nicht leicht sein ...

Markus
Conrail,
Wiederspruch -Details für den Pikowagen gibt es bei Kuswa (ng271)  geht auch für Piko Wagen.
Nuuuur.... ich halte den Trix Wagen für den besten Kompromiss -er unterscheidet sich kaum von anderen Einheitskesselwagen-Nachbauten und es gibt ihn für Steve in der typischen Ep.III VTG Beschriftung.
Nebenbei, ein Großteil der N-Tankwagen (Formen, nicht nur Beschriftungen) ist noch deutlich hmmmm  kritisierbarer.

Sollte Liliput seinen Einheitskesselwagen neben Shell in VTG/EVA in Epoche III anbieten, wäre das für Steve ideal.

Kurt,
danke für den Link -als Ep.IV Fahrer war ich überrascht, daß VTG noch fast 500 Wagen 1980 übernommen hat, obwohl die meisten EKW Verwandten damals abgestellt waren/wurden - gutes Argument für meine Trixe, obwohl ich sie jetzt von EVA auf VTG umbeschrifen muss

Gruss
Stephan
Stephan, mit einem Laufsteg samt Leiter und ein paar Kleinteilen ist es nicht getan. Die Wagen müssen neu lackiert werden, brauchen neue Drehgestelle, neue Beschriftung, Bremserbühne statt Haus ...

Wenn die Mtx erst in der Epoche IV zur VTG kamen, sind sie schlecht einsetzbar für EpIII und VTG und die falschen Drehgestelle bleiben. Dann lieber verzichten und auf passendere Modelle ausweichen.

Markus
Hallo zusammen,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

sind unterschiedliche Bauarten.
Liliput ist Bauart Deutz mit 48m³ Kessel
Mtx ist Bauart Uerdingen


Ja, aber das beantwortet nicht die Frage, warum Minitrix Liliput vorzuziehen ist. Das Liliput-Modell ist doch optisch recht ansprechend, und bislang lese ich hier noch nichts von bedeutsamen Vorbild-Irrtürmern. Was stört denn an diesem Fahrzeug?

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Sollte Liliput seinen Einheitskesselwagen neben Shell in VTG/EVA in Epoche III anbieten, wäre das für Steve ideal.


Du redest hier von einem anderen Modell als dem o.g. der Bauart Deutz (Artikel 265970)?

Der Minitrix-Vierachser fällt für mich erstmal raus, streng genommen wegen dem VTG-Irrtum UND dem Bremserhaus - beides ist zuviel. Und überhaupt sind die kleineren Zweiachser auch viel besser für meine Zwecke geeignet:

> Fleischmann 8407 - http://www.spur-n-datenbank.de/cb_detail.php?nr=458
> Fleischmann 8416 - http://www.spur-n-datenbank.de/cb_detail.php?nr=410
> Arnold (Hornby) HN6008 - http://www.modellbahn-spur-n.de/mgdetail.php?nr=11818

Alle drei Modelle haben unterschiedlich Aufbauten. Abgesehen davon, dass der FLM 8407 ohne Kulissenmechanik daher kommt - gibt es bei diesen drei Wagen hinsichtlich der Vorbildtreue ebenfalls Kritik?

Grüße,
Steve
Hallo Steve,
Bezüglich des Lilliput Kwg. ist anzumerken, das es nur den (kleinen) 480 hl Kessel mit VTG-Beschriftung gibt, den (großen)630 hl Kessel noch nicht, sowohl Mtrix als auch Piko haben nur den 630 hl Kessel im Angebot.

Der Arnold ist ein Nachkriegs-Einheitskesselwagen-Nachbau mit 360 hl.

Der Flm-Kwg. 8407 basiert auf einem 4,5 m Untergestell, wie es so ab Mitte der 30er Jahre Standart für Kwg. wurde, ein ähnlicher Typ ist im ´Güterwagen-Archiv´ Band 1 von Transpress zu finden.
Dazu muß man etwas über die Vorgeschichte der VTG wissen:
Entstanden ist sie 1951 als bundeseigener Betrieb aus der WiFo, der ´Wirtschaftlichen Forschungsgesellschaft´, einem Staatsbetrieb des 3.Reichs, welcher ab 1936 Tanklager baute und betrieb und auch (zehn)tausende Kesselwagen neu bauen ließ. Diese Kesselwagen waren anfangs von unterschiedlichster Bauart, erst während des Krieges kam es zur Entwicklung der genormten Bauarten und damit zu hohen Stückzahlen gleicher Ausführungen.
Und ganz sicher sind damit die unterschiedlichsten Bauarten zur VTG gekommen, welche aber noch viel zu neu waren, um sie auszumustern.
Gruß
Kurt
Hallo Kurt,

Zitat

Bezüglich des Lilliput Kwg. ist anzumerken, das es nur den (kleinen) 480 hl Kessel mit VTG-Beschriftung gibt, den (großen)630 hl Kessel noch nicht, sowohl Mtrix als auch Piko haben nur den 630 hl Kessel im Angebot.


Okay - aber den hier aufgeführten 480-hl-Kessel Deutzer Bauart hat es doch gegeben, so dass diese Variante durchaus in Frage kommt, oder? Wäre doch für die Nebenbahn passender als die 630-hl-Variante.

Aus den Aussagen zu den 2-Achsern folgere ich, dass alle drei Modelle durchaus akzeptabel sind und so für mich in Frage kommen.

Grüße,
Steve
Hallo Steve,
der Rauminhalt eines Kesselwagens hat nichts mit der Achslast zu tun, die Tonnage der Zuladung ist entscheidend.
Der 630 hl Kwg. ist für ´leichte´ Flüssigkeiten wie Benzin, der 480 hl für Teer und Teeröle.

Wenn Du also ein Tanklager für Kraftstoffe an Deiner Nebenbahn planst, sind die beiben Flm.- und der Arn.-Kwg. die erste Wahl.

Planst Du dagegen einen Petrochemischen Betrieb würde auch der Lilliput 480 hl passen.

Gruß
Kurt  
Hallo Kurt,

Zitat

Der 630 hl Kwg. ist für ´leichte´ Flüssigkeiten wie Benzin, der 480 hl für Teer und Teeröle.


Weiter oben hatte ich ja geschrieben, dass es mir um Kesselwagen geht, mit denen das übliche Benzin/Diesel/Heizöl transportiert wurde - vgl. dazu auch folgenden Thead: www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=630995

Damit war deine Antwort die entscheidende! Das Liliput-Modell scheidet genauso aus wie die Gas- und der Kerosin-Wagen von Roco und der Chemie-Kessewagen von Fleischmann. Ich schaue mich bis auf weiteres nur nach den Zweiachsern um.

Danke, Steve

Steve wir drehen uns etwas im Kreis;
Ich versuche es mal zu definieren:
Du suchst eine Möglichkeit für einen Einsatz von Tankwagen, möglichst VTG/EVA auf einer Nebenstrecke in den 50/60igern.

Lokale Heizöl (oder Propangas) Entladeanlagen gab und gibt es.
Das hat mit Benzin (und Benzintankwagen!!) nichts zu tun.

Am einfachsten wäre eine Propangasenladeanlage- die hier ist sogar relativ aufwändig, gab so oder sogar noch deutlich einfacher auch auf vielen Nebenbahnen:

http://www.bing.com/maps/?v=2&where1=Minden...;sty=b&encType=1

Problem: Es gibt absolut keine vorbildgerechten EP. III Druckgaskesselwagen.
Wenn du geschickt bist, könntest du aus einem Trix  Einheitskesselwagen und Arnold Druckgaskesselwagen einen zusammenbauen - erröt -angefangen, nie zuende gemacht....

Benzin Entladeanlagen gib es m. W. nur bei  Großanlagen und wird dann per Strasse weiterverteilt - der einzige Abnehmer für Benzin sind Tankstellen.

Heizöl wurde und wird(?) lokal entladen und verteilt -unsere Preiserleins wollen es ja im Winter warm haben, und der Umgang mit Diesel/Heizöl ist im Vergleich zu Benzin relativ einfach
Heizöl (IST Dieselöl) wurde normalerweise in isolierten, heizbaren Kesselwagen transportiert - deshalb hatte z. B. die US-Army das Vorbild des Trix Kesselwagens, und die DB hatte deshalb ähnliche Wagen für den internen Transport von Dieselöl, usf.
Modelle von solchen Wagen gibt es von Liliput (Beste Wahl, fällt aus, weil nicht VTG), Piko (uralt) und Trix.  Soweit zu 4-Achsern
Bei den 2-Achsern hat m. W. nur der Roco "Kerosin"-VTG eine Isolierung -die für Kerosin nicht gebraucht wird....

Von den erwähnten Wagen ist
Fleischmann 8407  reine Phantasie -stellt mal ein Preiserlein auf die Bühne und bittet ihn, den gewaltigen Kesselverschluss zu öffnen -entweder lässt er sich Flügel wachsen oder er bestellt einen Hubschrauber. Wagen die so wirken gab es -aber leider nicht so.

Fleischmann 8416 : Schönes Modell, keine Kritik - aber Heizöl???  Möglich ....

Arnold (Hornby) HN6008 N-Veteran -aber solche Wagen wurden für Heizöltransporte benutzt.

Wenn ich du wäre, und auf hohe Vorbildgenauigkeit Wert legen würde - besorge dir den Liliput Shell Wagen, lackiere den Kessel grau, und benutze die VTG Logos von Andreas Nothaft:
http://www.modellbahndecals.de/product_info.php...ltes-logo-weiss.html

Gruss
Stephan

Hallo,

bei einer Einsatzmöglichkeit für Kesselwagen in einem Nebenbahnendbahnhof um 1960 würde mir zuerst ein kleiner Brennstoffhändler einfallen, der neben Kohle und Koks auch Heizöl verkauft.

Hierzu genügen ein bis zwei kleine liegende oder stehende Öltanks.

In meinem gesammelten Werken fand sich noch eine Endbahnhof, bei dem ich so einen Händler angesiedelt habe.

Grüße!
Christian

Die von Leimfinger zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo Stephan,

ja, wir drehen uns tatsächlich etwas im Kreis. Allerdings lerne ich gerade eine ganze Menge. Ich habe ja so manches Buch über die DB-Güterwagen, nur zu den Kesselwagen fehlt mir vertraunenswürdige Literatur. Daher gefällt mir dieser Informationsaustausch her sehr gut.

Zitat

Lokale Heizöl (oder Propangas) Entladeanlagen gab und gibt es. Das hat mit Benzin (und Benzintankwagen!!) nichts zu tun.


Okay, da habe ich magels Wissen falsch gedacht. Streichen wir die Benziner wieder. Und die  Druckgaskesselwagen auch - die Diskussion würde offenbar mangels Modellen ins Leere führen.

Zitat

Benzin Entladeanlagen gib es m. W. nur bei  Großanlagen und wird dann per Strasse weiterverteilt - der einzige Abnehmer für Benzin sind Tankstellen.


... und aus diesem Grunde sind Benzin-Kesselwagen eher was für durchlaufende (Ganz-)Züge, ggf. auch auf großen Rangierbahnhöfen einsetzbar, aber nicht an der kleinen Laderampe eines Endbahnhofs in der Provinz. Wenn ich das richtig deute, sind damit die meisten Kesselwagen-Modelle (unabhängig ob von VTG oder anders beschriftet) nicht brauchbar, oder? Ich hab' da nämlich noch mehrere Shell-Vierachser von Trix, deren Verwendung ich gerade anzweifle ... (konkret - den hier: www.haertle.de/modelleisenbahn/spur+n/gueterwa...rhaus+db+spur+n.html )

Bleibt also nur das Heizöl/Diesel-Szenario. Dazu schreibst du:

Zitat

Modelle von solchen Wagen gibt es von Liliput (Beste Wahl, fällt aus, weil nicht VTG), Piko (uralt) und Trix. Soweit zu 4-Achsern.


Welche Modelle von Liliput meinst du? (vgl. dazu www.spur-n-datenbank.de/cbliste_1.php?kat=LIL265 )
Ich habe mich in diesem Thread auf VTG-Wagen beschränkt, weil ich davon ausgegangen bin, dass dieser Betreiber noch am ehesten beim Vorbild zu finden war. Wenn sich jetzt herausstellt, dass ich von VTG keine geeigneten Heizöl-Wagen finde, kommt natürlich auch ein anderer Betreiber in Frage, sofern es die Kesselwagen-Ausführung in den 50ern tatsächlich gegeben hat. Das gilt ebenso für die 2-achsigen Wagen. Was gibt es denn da außer VTG für den Heizöl-Transport noch an passenden, empfehlenswerten N-Modellen?

Beim Trix-Modell beziehst du dich auf den oben bereits diskutierten 4-achsigen mit Bremserhaus (Minitrix 15138)?

Zitat

Bei den 2-Achsern hat m. W. nur der Roco "Kerosin"-VTG eine Isolierung -die für Kerosin nicht gebraucht wird.


Gut, aber wäre abgesehen von der Kreideaufschrift "Kerosin" der Wagen (Roco 25538) weitestgehend vorbildecht? Die Kreideaufschrift wäre hinnehmbar, da sehr klein.

Zitat

Fleischmann 8416 : Schönes Modell, keine Kritik - aber Heizöl???  Möglich ...


Das wäre ggf. dann ein Wagen, der geduldet werden kann - mangels Alternativen.

Zitat

Arnold (Hornby) HN6008 N-Veteran - aber solche Wagen wurden für Heizöltransporte benutzt.


Mit Veteran meinst du, dass das Modell - trotz Neuauflage - nicht mehr zeitgemäß ist?

Zitat

Wenn ich du wäre, und auf hohe Vorbildgenauigkeit Wert legen würde - besorge dir den Liliput Shell Wagen, lackiere den Kessel grau, und benutze die VTG Logos von Andreas Nothaft


Jedenfalls wäre das tatsächlich eine Möglichkeit - aber nicht meine erste Wahl.

@Christian:
Derartige Überlegungen waren ja erst der Auslöser, warum ich hier nach Heizöl-/Diesel-Kesselwagen frage - die entsprechende Diskussion zum Einsatz dieser Wagen findest du hier:
www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=630995

Grüße,
Steve


Hallo,
Ja, wir drehen uns im Kreis!
Und das bleibt so, bis Steve sich endlich im klaren ist, was er transportieren will und vor allem wer der Empfänger und die daraus resultierende Transportmenge ist!

Ein Brennstoffhändler, die Raiffeiisen-Genossenschaft oder eine Propangasstation (wobei ich ernsthaft bezweifele, das es sie in den 60ern schon in dem Umfang gab wie heute, damals war Flaschengas angesagt) rechtfertigen doch bestenfalls 1 - 3 Wagen die Woche.

Ein Petrochemischer Betrieb benötigt da schon mehr Zulauf, ist von Steve aber wohl nicht angedacht.

Also bleibt eigentlich nur ein Großtanklager zur Bevorratung von Treibstoffen für den Verteidigungsfall. Solche größtenteils unterirdisch angelegten Tanklager gab´s schon vor dem Krieg, sie lagen meist an Nebenbahnen in einsamen Gegenden und waren über Anschlußgleise angeschlossen.
Nach dem Krieg wurden sie in der BRD von den Allierten und der Bundeswehr, bzw. in der DDR von den sowjetischen Streitkräften und der NVA, weitergenutzt.

Beispielsweise könnte die Entladung nur angedeutet im Wald erfolgen, während die Wiederbeladung nahe am Bahnhof erfolgt, so gibt es doch etwas zu sehen im Bahnhof.

Die Umschlagmengen würden auch den Einsatz von Ganzzügen rechtfertigen und die alleinige Anwesenheit von VTG-Kwg. ließe sich auch begründen, denn die VTG war damals ja noch Bundeseigen.
Gruß
Kurt  
Hallo Kurt,

rudern wir doch mal etwas zurück: bei diesem Thread ging es ursprünglich um VTG/EVA-Kesselwagen, weil sie in der damaligen Zeit eher anzutreffen waren als bunte Kesselwagen mit Konzernlogos. Mir war aber noch nicht klar, dass ich einen Unterschied zwischen den transportierten Flüssiggütern machen muss. Diese Erkenntnis kam mir erst durch das Thema "Befüllen und Entladen von Kesselwagen".

Und nun beisst sich der Hund in den Schwanz: ich muss eine Schnittmenge dafür finden, was es in N an vorbildnahen Modellen gibt und sich gleichzeitig als Befüll- oder Entladestation ins Nebenbahn-Szenario integrieren lässt. Mein Projekt steckt immer noch in der geistigen Findungsphase, und ich richte meine Überlegungen danach aus, was der Markt mir überhaupt ermöglicht.

Stephan schreibt, es gibt keine vorbildgerechten Druckgaskesselwagen für meine Epoche. Ebenso heißt es, Kesselwagen für den Benzintransport werden nur in Großanlagen oder Häfen umgeschlagen. Damit fallen diese beiden Transportgüter also raus. Einen petrochemischem Betrieb würde ich nur mit eigener Gleisanbindung und entsprechenden Industriegebäuden anviesieren, aber das ist mir zu umfangreich. Ein Brennstoffhändler oder - noch besser - eine Raiffeiisen-Genossenschaft passen da am ehesten - vorausgesetzt, es gibt entsprechende Wagen.

Ich weiß ja, es ist nicht einfach. Ergbnis dieses Thread könnte auch sein, dass für mich gar keine Kesselwagen in Frage kommen, zumindest nicht im angedachten Endbahnhof. Auch das wäre dann immerhin eine Erkenntis, mit der ich weiterplanen kann.

Das gedachte Szenario ist aber nicht Thema in diesem Thread - hier geht es erstmal nur um die grundlegend möglichen Wagen, sei es von VTG oder von einem anderen Betreiber.

Grüße,
Steve
Hallo Steve,
Da Du Dich so vehement nur auf VTG-Kwg. versteiffst, wird das immer schwierig bleiben.

In der Epoche 3 hatten noch sehr viele Kesselwagennutzer ihre eigenen Wagen, da gibt es viele Beispiele. Und die waren auch nicht alle nur knallbunt lackiert, meist diente auch nur eine Blechtafel mit dem Firmenlogo der Werbung. Also öffne Dich für Alternativen.

Aber solange Du nicht weißt, was Du nun willst, wird das hier eine Diskussion ohne Ende.

Gruß
Kurt
Hallo Kurt,

Zitat

Da Du Dich so vehement nur auf VTG-Kwg. versteiffst, wird das immer schwierig bleiben.


Tue ich doch gar nicht. Den Thread-Titel kann ich ja nicht mehr umbenennen, aber schaue doch mal auf meine eigenen Zitate:

Zitat - Antwort-Nr.: 22 | Name:

Wenn sich jetzt herausstellt, dass ich von VTG keine geeigneten Heizöl-Wagen finde, kommt natürlich auch ein anderer Betreiber in Frage, sofern es die Kesselwagen-Ausführung in den 50ern tatsächlich gegeben hat.


Zitat - Antwort-Nr.: 24 | Name:

hier geht es erstmal nur um die grundlegend möglichen Wagen, sei es von VTG oder von einem anderen Betreiber.



... und als Szenario hatte ich mich mittlweile mit einem Umschlag für Brennstoffe (Heizöl/Diesel) oder eine Raiffeiisen-Genossenschaft angefreundet.

Daher: welche Modelle anderer Betreiber kannst du mir denn für diese Zwecke empfehlen?

Grüße,
Steve



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