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THEMA: Alte Schätzchen

THEMA: Alte Schätzchen
Startbeitrag
christoph - 07.03.04 20:10
Habe heute nachmittag damit verbracht, zwei alte Fleischmann Loks mit frestgefressenen Achsen zu bearbeiten.  Die P8 konnte ich mit SR24 Reinigungsöl wieder gängig machen, die 56 hat immer noch eine Achse festgefressen.  Der Roco Reinigungsspray (empfohlen vom Händler) bringt auch nichts, das Zeug scheint auch zu schnell zu verdunsten.
Inzwischen habe ich auch durch die vielen Versuche das Rad auf der Achse nach außen verschoben, ob es auch verdreht ist, kann man nur befürchten.
Wahrscheinlich kann ich die Lok jetzt abschreiben, und mir eine neue BR56 (dann aber in DB-Version) zulegen.

Eine weitere "fast-Leiche" ist die Arnold BR75 mit ihren seltsamen Stromabnehmern, die gerne hinter die Treibräder rutschen und dann alles festklemmen.  Hat jemand dieses Modell eigentlich ordentlich laufen?  Mit dieser Konstruktion kann es das doch garnicht?

Fazit:  manchmal ist auch das Hobby ziemlicher Frust.

Schönen Gruß,  Christoph

Hallo,
Arnolds BR 75 kann es überhaupt nicht leiden, wenn der Spur nicht stimmt. Dann verrutschen auch gerne die Stromabnehmer wie oben beschrieben. Ebenfalls anfällig ist dieses Schätzchen,  wenn die Federn, die die Strohmabnemer auf das Rad drücken verbogen sind, selber Effekt. Ich habe diese Lok mit Fauli ausgerüstet und von einer Schrottlok die Strohmabnehmer eingebaut, ist aber eine verdammte Fummelei, da alle Achsen ausgebaut werden müssen. Diese dann wieder synchron einzubauen, damit das Gestänge nicht hakt ist die Kunst. Alle Reinigungsöle können eins nicht - Fasern die auf Achsen gewickelt sind entfernen. Das geht nur mit Zerlegen. Und dann sind wir bei allen Dampfloks wieder bei der Fummelei mit dem Gestänge. Mir ist aber keine andere Methode bekannt, wie man sonst aufgewickelte Fasern oder Haare restlos entfernen kann. Leider ist es aber auch so, dass das der Hauptgrund für schwerlaufende oder gar festsitzende Achsen ist. Solte mal ein Rad locker auf der Achse sitzen, fixiere ich es mit einem Tropfen Sekundenkleber. Dies lässt sich trotzdem bei Bedarf wieder lösen.
Gruß U.H.
Die Fasern lassen sich auch mit einer Spitzpinzette entfernen. Ist zwar eine ziemliche Fummelei, aber oft noch einfacher als die komplette Demontage von (Damplok-) Fahrwerken.
Auf diese Weise befreie ich auch regelmäßig die Triebtender meiner Fleischmann-Loks von den gesammelten "Faserknäueln".
Gute Spitzpinzetten kann einem der Apotheker beschaffen. Dort kaufe ich auch meine Bastelmesser (heißen dort Skalpell).
Jens
Warum solltest Du die BR 56 abschreiben - ist doch kein Problem mit dem einen Kuppelrad, das muß nur im selben Winkel wie die anderen stehen. Ich hab das Fahrwerk der BR 56 auch schon total zerlegt, das geht schon. Die Räder soltest Du nicht runtermachen, ohne das gestänge entfernt zu haben, sonst verbiegt es da was erhr leicht. Aber nicht unbedingt notwendig, da gibt es irgend ein Zeug von Seuthe, das das verharzte Öl von Fleischmann sehr schnell auflöst. Gruß - RW
Bedingt richtig, versuche ich auch immer zuerst und funktioniert auch zu 95%. Jedoch ist der Abstand zwischen Lokrahmen und Rad oft so gering, dass man auch mit der besten Pinzette nicht vernünftig greifen kann. Also wendet man automatisch etwas mehr sanfte Gewalt an. Ruck zuck ist dann die Spur verstellt.  Ebenso schnell hat man auch die empfindliche Strohmabnahme verbogen. Fasern die sich bis in den Lokrahmen wickeln, entfernt man so leider gar nicht. Also bleibt dann nur noch zerlegen. Mache ich aber auch nur wenn es gar nicht mehr anderst geht. Bastellmesser gibt es in jedem guten Bastellgeschäft. Diese sind oft nichts anderes als Skalpelle, meistens aber mit einer stabileren Klinge.
U.H.
Die eingeklemmte Achse notfalls mit Flachzange und etwas Gewalt entfernen, die Achse gibt es als Ersatzteil bei Fleischmann. Die Achsbohrung dannmit einem passenden Bohrer vorsichtig nachreiben, bis die neue Achse sich problemlos darin drehen lässt.

Gruß, Volker
Niemals mit einer Zange an sowas ran! Mit einem dünnen Stahlnagel austreiben. Aber erst nachdem das Gestänge entfernt ist. Beim Einsatz von Zangen kann  es passieren, das am Rahmen etwas ausbricht = Schrott, dann ist wohl billiger eine neue Lok zu kaufen. Zudem ist das Rad, dass mit der Zange gegriffen wurde hinterher ebenfalls Schrott.
U.H.
@3:  Das "Zeug von Seuthe" wird das SR24 sein, welches ich schon reichlich mit einer Spritze appliziert habe.  Nur eben eine Achse bleibt resistent.  Ist möglicherweise schon zu lange festgegammelt.
Vor dem Abbauen des Gestänges habe ich etwas "Respekt", weil da sicher irgendetwas bei kaputtgeht.

Gruß Christoph
Da geht nichts kaputt, keine Sorge. Die Befestigungsbolzen mit einem Minischraubendreher aushebeln, das wars im Prinzip. Vorher die genaue Stellung anschauen, linke Seite zur rechten Seite, wenns hilft Fotos machen, damit ein Anhaltspunkt fürs Zusammenbauen da ist. Beachte den Versatz von rechts nach links! Die mittleren Achsen immer zuerst einbauen und ausrichten. Die ausseren ergeben sich dann von alleine.
U.H.
Ich würde vorher noch einen Versuch wagen und die Lok bzw. das Fahrwerk in ein Ultraschallbad geben. Vielleicht rüttelt es die Achse frei.

Grüße, Peter W.
@0 + 1, ad BR75: Ja da habe ich auch schon meine Sünden abgebüsst. Die hatte ich 2nd Hand gekauft, Spur war verstellt, Schleifer verklemmt, Motor ist dann abgeraucht. Das war etwa 1990, den Ersatzmotor bekam ich beim Händler nach nur 6 Monaten und unzähligen Interventionen.
Die Radschleifer habe ich neu gemacht, was bleibt ist der empfindliche Motor. Da muss wohl oder übel auch mal ein Fauli rein.

Grüße, Peter W.
@10 War es nicht eine 75er die in Arnoldswerbung beim Doc auf der Couch lag?
Ich würds empfehlen, den Fauli oder einen anderen Glockenankermotor. Der original Motor ist im Prinzip der gleiche wie im "Kittel", von dem weiß ich das der gerne durchbrennt (Kollektorenproblem). Fauli ohne geänderte Stromabnahme bringt aber keine wesentlichen besseren Laufeigenschaften.
U.H.
Interessant - ich hab hier zwei Kittel, einer davon war sogar Ur-Digital (alter Arnold/Lenz Brummer) und beide Motoren sind Ok. Mal sehen wie das wird wenn der SoundLok Decoder von Tran fertig ist.
Der selbe Motortyp ist auch in der BR 93 und da raucht er bei mir ständig, obwohl ich die 93er schon soweit justiert habe dass sie ohne Motor so leichtgängie wie ein Waggon rollt!

Grüße, Peter W.
Da sag ich bis jetzt Glück gehabt mit den Kittel's. Meiner ist durchgebrannt. Fauli bestellt, muss aber angefertigt werden. Die BR 93 ist mir ebenfalls durchgebrannt. Diese habe ich dann direkt auf Fauli umgerüstet. Seither keine Probleme mehr. Im iBäh steht auch eine 93er mit defektem Motor. Also keine Seltenheit mit der durchgebrannten Motorvariante. Mein Glück ist, dass der Kittel der einzigste ist, der noch nicht umgerüstet ist. Diesem kleinen Arnoldmotor traue ich nicht mehr über den Weg.

Gruß U.H.
Hast Du das bei sb beauftragt? Lass mich wissen wenn Du den Fauli für den Kittel hast und was es kostet - ich möchte nach dem selben Baumuster auch bestellen.
Muss aber 1:1 unter die Inneneinrichtung passen!

Der originale Kittel Antrieb läuft sehr rauh, das ist gefällt mir gar nicht. Durch den Antriebslärm hört man nix mehr vom Sound (13 mm Lautsprecher 0,3 W ist eben nicht sehr laut).

Grüße, Peter W.
@ 14
Ja, bei SB. Best. Nr. 1028, Preis 59,- Teuro. Steht aber in keiner Liste! Wie das nachher ausschaut? Ich gehe aber davon aus, dass die Inneneinrichtung weiter verwendet werden kann/muss. Alleine wegen der Stromabnehmer. Melde mich dazu wenn das Teil da ist. Bei Bedarf kann ich auch eine Fotodoku erstellen.

Gruß U.H.
Hallo, ich nehme seit längerer Zeit WD-40 (ist Silikonfrei), ein Spray aus dem Baumarkt. Habe damit mehrere GNF-Loks (Steuerung + Achsen) wieder frei bekommen. GNF hat einige Jahre harzendes Öl verwendet. Man sollte die Lok ca. 1 woche stehen lassen, damit sich alles schön löst. Öle auch meine Loks mit dem Spray (Tropfen auf dem Zahnstocher).
jojo


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