1zu160 - Forum



Anzeige:
FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Roco ohne Spur N in Sinsheim

THEMA: Roco ohne Spur N in Sinsheim
Startbeitrag
Andreas X. [Gast] - 05.03.04 08:18
Ich war gestern auf der Faszination Modellbau. Bei Roco gab es nicht die geringste Spur von N! Auf meine Frage, wo ich die Spur N finde, bekam ich die Antwort: Wir sind nur mit Neuheiten da, bei N gibts nix neues! Stattdessen versuchte man den Besuchern immer eine Mitgliedschaft im Roco-Club anzudrehen, der ja hier in den Foren bisher eher schlecht weggekommen ist. Bei Roco scheint man die Spur N so langsam abzuschreiben!

Scheiß Firma.
Scheiß Club.
Scheiß Thema.
..wem was treffenderes einfällt, möge es schreiben ;)
... habe jetzt bei Testfahrten im neuen Schattenbahnhof festgestellt, daß einige Roco-Loks (nach monatelanger Betriebsruhe) plötzlich dieses Klackergeräusch produzieren. Eine erste Inspektion (bei V188) ergab: die bekannte Minderqualität hat einige Achs- Zahnräder an der "Sollbruchstelle" einreißen lassen.

Mich interessiert deshalb ganz stark, ob das Problem auch bei den Roco- H0- Loks auftritt. Wer weiß mehr von Hanullern zum Thema "Roco und minderwertige Zahnräder" ?

Gruß, AL,-me
@1
Das war treffend...

Felix
Na gut, es kann ja jede Firma machen, wie sie will. Wenn die Strategen bei Roco finden, mit Spur N lasse sich kein Geld mehr verdienen, sollen sie das finden. Dann werden eben andere Strategen in anderen Firmen eine Marktlücke entdecken und ausfüllen. Die Erde dreht sich weiter...

Wenn Roco aufhört mit N, ist das genau so fertig, wie wenn Limarnold aufhört mit N. Ob "Selbstmord" oder "Herzversagen" - beide sind am Schluss genau gleich tot

Immerhin, Ersatzteile werden noch erhältlich sein, und Epay ist ja auch noch da.

Noch ein Wort zu Roco und Spur N: MODELLPOLITIK... Dies hat natürlich sehr viel mit Erfolg oder Misserfolg einer Firma in einem Marktsegment zu tun. Ich weiss keine allgemein gültige Antwort, aber mir scheint, Roco hatte (trotz sauberer Mechanik) öfters mal eine eher unglückliche Hand: Die Re 4/4 IV war die erste Schweizer Elok in N, die floppte beim Vorbild und somit auch im Modell. Die EW IV, Eaos und die Be 4/6 sind hingegen top. Bei den ausländischen Güterwagen scheint mir, vieles im Programm gibt es bei der Konkurrenz auch - Irgendwie scheint mir, es hat zuviele "wir auch noch"-Modelle im Katalog. Kann das gut gehen?

Vielleicht kauft in zehn Jahren jemand Roco die Formen ab...?

Felix
Felix: ich seh das größere Problem in der komplett ausgebliebenen Modellpflege. Welcher Hersteller hat heute noch auch nur eine einzige Lok im Programm, die technisch exakt wie vor 10 Jahren ist? Also keine Digital-Schnittstelle, keine KKK, keine Schwungmasse...?
Hallo Kai,
Du darfst die 101 er nicht übersehen.

Schade wäre es um Roco allemal, schon wegen des Gleismaterials das doch relativ günstig ist und auch den Peco-Anhängern zuminderst im Unsichtbaren Bereich der Anlage gute Dienste erweist.

Meines Erachtens haben sich die Salzbuger in letzter Zeit ein wenig vergaloppiert.
Daüfr gibt es mehrere Argumente:

-Mit allermacht Macht die Marktführung im H0-Zweileiter Bereich.
-TT rein und wieder raus
-keine bzw. reduzierte Weiter- bzw. Neuentwicklung des N-Materials (siehe dazu Antwort 5 von Kai)

Die ersten beiden Punkte haben ordentlich Geld gekostet und daraus resultiert die Konzentration auf das Kerngeschäft H0, ergo als Folge die Vernachlässigung des N-Sortiments.
Wobei mir die Produktion im Schmalspurbereich ein Rätsel ist.

wolfi64
@AL,-me

Roco hatte mal vor einigen Jahren Probleme mit den Kunststoff in der Antriebstechnik, ist aber kein generelles Problem. Ein Freund hat fast das gesamte Roco-Triebfahrzeugprogram der letzten 10 am Laufen und keine Probleme. Mir sind vor einigen Jahren mal ein paar Schnecken und Kugelköpfe bei H0-Loks gerissen, wurden aber kostenlos getauscht.
Ist also kein generelles Problem

@Kai

ääähhh.....ich sag besser nichts zu Deinen geistigen Ergüssen
@ 1

Hallo Kai,

habe gerade eine 8er-Packung "Danke" gekauft. Soll ich Dir ein paar Rollen mailen?

Gruß

Hans-Gerog
wolfi: du meinst die Lok, die von Anfang an deutlich schlechter dastand, als das Konkurrenzmodell? Und über die 6 Jahre lang der immer gleiche Fehler im Katalog stand, der sicher viele kaufwillige als "ist wohl ein defektes Exemplar" abgeschreckt hat? (von der Präsenz will ich noch gar nicht anfangen!). Nun hätte man ja erwarten können, dass Roco in 6 Jahren das versprochene Schlußlich und die überfällige KKK oder wenigstens einen NEM-Kupplungsschacht nachrüstet, aber nix is. Ebensowenig hat irgendeine andere Lok in der Zeit eines dieser Features bekommen oder wurde die Digital-Schnittstelle bei den ständigen Änderungen des Platinen-Layouts eingebaut. Warum auch? Das Modell könnte ja auch einmal interessanter werden. Die 101 entsprach, als die auf den Markt kam schon nicht mehr den mindeststandards für Neukonstruktionen - doch die anderen Loks wurden nichtmal auf diesen - niedirgen - Standard - angepasst!
die 101 hat doch eine Digitalschnittstelle
Thema Roco + N war doch hier schon verschiedentlich:
- Für die aktuelle Saison gab´s praktisch ausschliesslich nur H0-Modelle - während des Jahres 2004 soll es dann auch wieder was für die N-ler geben. Wie war das doch gleich??? H0 hat 75-85% Marktanteil in Deutschland und Z, N, TT die restlichen 15-25%. Da darf man sich nicht wundern, wenn die Schwerpunkte aus firmenstrategischer Sicht anders gesetzt werden - zumal auch der ROCO-typischen Finanzprobleme (daher ja auch die mehrfachen Inhaberwechsel).
- Das hat nichts mit einer "Scheiss-Firma" (siehe hochwertigen Kommentar Nr. 1 von "Kai Weichbirnemann") zu tun, ROCO-N-Modelle waren schon vor 15-25 Jahren ein gelungener Kompromiss zwischen Qualität und Preiswürdigkeit. Nur eben schade, dass ROCO in N keine großartige Produktpflege und Weiterentwicklung mehr betreibt.
- Diese ganzen "Clubs" - ob ROCO oder Minitrix z. B. kann ich allerdings auch nicht ab. Um die Verkaufspreise künstlich hochzupuschen gründet man hier "bezugsberechtigte Kundenkreise". Betteln soll man, damit man bitte, bitte, bitte eventuell das "Einmal-Kleinserien-Superfinish-Micromasterdetailmodell der Ostwestfalen-Lipperland-Inzest-Grubenbahn" (oder so ähnlich) kaufen darf und vielleicht - gnädigerweise - in den Kreis der elitären Käufer aufgenommen wird. Das ist ein Schuss, der meines Erachtens nach hinten losgeht - zumal ja als Profi-Sondermodell oftmals die Qualitätsstufe geliefert wird, wie sie schon 1998 bis 2001 für Standard-Katalogmodelle üblich war.
Also Kai, ganz kapier ich Dich auch nicht: Einerseits willst Du billige Loks, wo auch mal der Rahmen nicht bedruckt sein muss (kann mir nicht vorstellen, dass das auch nur zehn Cent ausmacht), andererseits "entsprach die Roco-101, als die auf den Markt kam, schon nicht mehr den Mindeststandards für Neukonstruktionen" - und das, obwohl sie im Thread "BR 101", ist gerade mal zwei Tage her, als die Lok mit dem besseren Preis-/Leistungs-Verhältnis rauskommt. Und die Kurzkupplung, wegen der Du die Fleischmann-101 kaufen würdest, wohl eher eine Kurz-Entkupplung ist. Dein anderes Argument, dass Fleischmann zu N steht, kann ich ja noch nachvollziehen, aber deshalb braucht man nicht alles von Roco in den Dreck zu ziehen. Die 101 gehört dort ganz bestimmt nicht hin. Immerhin haben die Salzburger einige ganz gute Werbeloks gemacht, von Fleischmann kam da nur der vertrottelte "Designvorschlag".
> ROCO-N-Modelle waren schon vor 15-25 Jahren ein gelungener Kompromiss zwischen Qualität und Preiswürdigkeit. Nur eben schade, dass ROCO in N keine großartige Produktpflege und Weiterentwicklung mehr betreibt.

soweit richtig. Stören tut zumindest mich nur, dass man dies dem angeblich schwachen Markt zuschiebt. Dabei haben andere Firmen überhaupt keine Probleme die Modelle abzusetzen, eben weil die die Produktpflege noch betreiben. Welchen technischen Mehrwert erhalte ich, wenn ich eine Roco-Lok neu im Laden kaufe, statt ein 10 Jahre altes Exemplar von Ebay? Keinen!
Bei einer Trix- oder GFN-Lok sind in dieser Zeit in vielen Modellen Digitalschnittstellen, NEM-Kupplungsschächte oder Schwungmassen nachgerüstet worden.
Wenn Roco die 181.2 (tolle Schnittstelle ohne Platz), V90 (hat afaik nichtmal Licht), 112 oder 143 überarbeitet und in "normalen" Versionen anbieten würde, bin ich mir sicher, dass sich diese Modelle sehr gut verkaufen - alleine: man wird es nicht, fürchte ich.
und die "DIN - Normen für die Welt". Sehr schöne Lok.
Peter: für ein "besseres Preis-Leistungs-Verhältnis" ist die Roco-Lok doch noch etwas zu teuer. Die Qualität ist ja von Piko nicht wirklich weit weg (bis auf die Bedruckung)....
Die DIN hab ich auch. Aber als FVI-nicht-im-Katalog-Modell hab ich die nur aus Zufall gesehen - und 165 Euro sind 30 mehr als für die Roco-Mini-Lok. Die Differenz ist einfach nicht gerechtfertigt.
> ... die Roco-Lok doch noch etwas zu teuer. Die Qualität ist ja von Piko nicht wirklich weit weg (bis auf die Bedruckung)

Und wie weit ist der Minitrix-Taurus von der Piko weg? Und zwar preislich und von der  Ausführung? Aber er ist ja in Deinen Augen - bis auf die Pufferbohlen - ein gutes Modell (trotz des Preises)? Tut mir leid, aber wenn Dir die Roco "doch noch etwas zu teuer" ist, wie kannst Du dann den Minitrix-Taurus gutheißen?

Zur Roco-Modellpolitik geb ich Dir recht, aber bei den heißgeliebten Fleischmännern kann man auch noch die E32 genau so kaufen wie vor 30 Jahren.
die E32 ist eine (negative) Ausnahme bei GFN, nicht der Regelfall. Wenn da alle Loks (und auch alle Güterwagen...) so wären, würde GFN wohl auch Probleme haben.

Trix hat am Taurus eine marktübliche Technik. Die Puffer sind falsch, das ist bekannt und schon xmal diskutiert worden (mich wundert, dass man nicht als Nietenzähler gilt, wenn man das kritisiert) und die Lok ist recht teuer. Ein angemessener Listen-Preis für eine moderne Drehstromlok (außer 185, 1116[001-025] und 189) liegt bei ~150-160EUR.
...
Mich interessiert deshalb ganz stark, ob das Problem auch bei den Roco- H0- Loks auftritt. Wer weiß mehr von Hanullern zum Thema "Roco und minderwertige Zahnräder" ?
...

JOH ! Mach Dir kein Kopp. Deswegen habe ich viele Roco Loks abgestossen. Bis auf 5 habe ich keine mehr. Eine davon landet demnächst auch bei Ebay. Hinweg damit aber rasch. Ich hab den Kanal voll von den Plastikbombern. Brechen, werden spröde und die Kugelköpfe reisen auf und dann juckelt die Lok rum, klar kriege ich das ersetzt, habe aber keine Böcke ständig zum Händler zu fahren und tauschen. Da geht der mit seinen fetten Fingern da dran und dann kann ich das Ding auch gleich in die Fritteuse schmeissen. Davon abgesehen ist das eine unverschämtheit so einen Mist zu verkaufen. Die kannste in die Vitrine stellen oder aufs Abstellgleis, aber für den Bahnbetrieb nicht zu gebrauchen !

Märklin Märklin über alles ! HA HA ! Soll ein Scherz sein...............

Gruß


Oliver
>Zur Roco-Modellpolitik geb ich Dir recht, aber bei den heißgeliebten
>Fleischmännern kann man auch noch die E32 genau so kaufen wie vor 30 Jahren.

Der hat man wenigstens zwischendurch mal brünierte Räder verpaßt.

Gruß

Dirk
Die E32 war vor 30 ihrer Zeit weitvoraus, denke so 30 Jahre.
wolfi: kann eigentlich nicht sein - denn dann wäre sie heute noch aktuell. Das is sie innen nicht (keine Schwungmasse, keine KKK/NEM-Kupplungsschacht, keine Digital-Schnittstelle)
ist mir auch klar. Wollte nur eine Lanze für GFN brechen. GFN war vor 30 Jahren in N schon sehr weit, vor allem in der Detailierung. Da wusste man in Göppingen noch gar nicht, wie man das Wort Detail überhaupt schreibt.
Hallo ihr "Streithäne" :)

ich muß mich nu auch ma zu wort melden! also 1. KKK:

Auf unserer anlage macht sich ne KKK nur positiv bemerkbar, wenn die waggons länger als 10 cm sind! also eigentlich nur bei Personenwaggons! Daher brauche ich nicht unbedingt bei der 101 oder bei den Güterwaggons ne KKK. Diese ist wenn sie wie bei der Arnold 152 falsch angelengt ist auch betriebshindernd! (unser BTZ zug fliegt immer bei S-Kurfen raus!)
Hier kann also geld bei Konstruktion und Zusammenbau gespart werden! - Billiger EK

2. Platine und Digitalschnittstelle:
Da wird immer Rummgejammert! wie Siehts denn wirklich aus? die Analogbaner S... drauf, die Digitalfahrer baun die selber ein (löten) oder geben Die Locks zum umbau weg. Die konstruktion einer Platine und des Chassis so anzugleichen um für nen Decoder Platz zu schaffen ist Zeitintensiv und Teuer, würde also das Modell weiderum Teuerermachen.
Ich habe meine 101 1999 für 100 DM gebraucht bei einem Händler erstanden, und bin mit den Fahreigenschaften sehr zufrieden, nur nicht mit dem Licht! da hab ich dann die Weißen Leds eingebaut (NBM!!). Habe dannach ein Gespräch mit nem Techniker gehabt, ob es möglich währe diese 5 Bausteine in zukunft auf die Platine zu packen um bei 2 Volt Fahrspannung schon die volle Leuchtkraft zu haben. Aussage: " So eine Platine Herzustellen ist Sehr Teuer! Eine Platine kostet uns 20 DM!" Somit ist hier kein vortkommen, außer man kauft keine Produkte mehr von Roco um sie dazu zu zwingen! (allerdings wer n bissi sucht findet heraus, daß bei ner großabnahme bei bestimmten herstellern so ein Platinchen grad mal auf 2-5 Euro bestückt kommen würde!)

3. Modellpolitik!
Es gibt doch Massenhaft varianten! jetzt hab ich erst meine Wiebe V320 bekommen! Sauberst bedruckt ! ein echtes Schmuckstück und daß für unter 100 Euro! fehlen nur noch die Passenden Schotterwagen dazu für nen ganzzug! außerdem die ganzen Sonderpackete von Rocko! sommer die Landwirtschft, Weihnachten rum die Schweren jungs!
Roco macht also doch was in N! nur müßten sie mal ein NEUES modell machen! wie den langen 4 Achsigen Planenwagen, die Container doppeleinheit ... da gibts genügend möglichkeiten, n haufen Kohle zu machen mit einem modell das die anderen net haben.

Hab ich was vergessen? ich glaub net. dann warte ich mal gespannt auf eure antworten (kicher)
so long
Andreas
Ach ja! 4. die Schwungmassen!

Da war Roco meines erachtens der Vorreiter! dannach kam Arnold, dan Flm und gaaaaaaaaaanz hinten dan minitrix! also darüber kann man Roco kein vorwurf machen, sonst würden wir immer noch mit den tollsten krükken rumeiern!

HUG!

so long
Andreas
@24
Punkt 3
ich wäre schon froh, wenn die Modelle, die sie haben, mal auch länger im Sortiment bleiben würden. Ein Ganzzug aus Tadgs wäre schon nicht schlecht.

Jens
KKK: stimmt, mir kommt es bei Loks nur auf den NEM-Schacht an. Denn dieser ist optisch schöner (kleiner!) und macht den Kupplungstausch einfacher.

Schnittstelle: Der Stecker selbst kostet (fast) nichts, vor allem bei den Mengen, die verbaut werden. Da Roco eh dauernd die Platine ändert (guck mal in die Wiebe-V320), fallen die Kosten für die Änderungen als Argument weg.

Schwungmasse: richtig. Roco war früher überhaupt technisch top - leider ist man dann auf diesem Stand steckengeblieben und wurde so irgendwann eingeholt..
Irgend so ein Vertriebs-Krawatti hat mir erzählt, neue Formen würden nicht gemacht, aber anhand der alten Varianten herausgebracht. Auf meine Frage, warum dann die ganzen Epoche-III/IV-Sachen rausfallen, hat er keine konkrete Antwort gewußt (unterstellend, daß es mehr MoBahner dieser Epoche gibt).

@Felix: Die "Strategie des Streichens" ist m. M. nach keine Strategie, weil Strategie etwas mit Versuch und Risiko zu tun hat. Ich sehe das in einem größeren Kontext. Die derzeitigen Strategien unserer Unternehmen bzw. derer Unternehmensberater und Finanzkrawattis ist eine auf Sicherheit bedachte Sitzkultur, in der sich nichts bewegt außer ein paar Kontobewegungen aufgrund von Kostenstellenbereinigung. Was neues kann da nicht rauskommen. Dabei gäbe es allein im Bereich Güterwaggons bei ROCO in H0 Modelle, die nach einer Umsetzung in N geradezu schreien.
Ex-Bundespräsident Ritschi hat in den vom kalten Krieg und politischer Eiszeit geprägten 80ern von einer Zeit der "politischen Ideenlosigkeit" gesprochen. Das gilt mittlerweile auch für Industrie und Kultur. Es wird nur noch kopiert, variiert, abgekupfert und neu aufgelegt. Der Rest ist angeblich Marketing, aber die Rechnung wird irgendwann nicht mehr aufgehen, und unsere sicherheitsversessene Wirtschaft (zu denen auch die Moba-Hersteller gehören) wird in Sachen neue Produkte den Hintern versohlt bekommen. Wenn man teurer ist als das Ausland, darf man denen nicht auch noch hinterherdackeln, sondern muß ihnen in den Produkten voraus sein. Komisch: Tut sich ein kleiner Konkurrent im Inland auf, wird der behindert (über die Politik oder dessen Hausbank) oder aufgekauft und seine Ideen eingestampft (habe ich schon erlebt) - schließlich könnte der einem Marktanteile wegschnappen. Mit einem im Ausland geht das nicht so einfach. Solche verlorenen Marktanteile sind schwer zurückzuholen. Die deutsche Wirtschaft hat ein sehr seltsames Verhältnis zu Wettbewerb, und Roco täte gut daran, die anderen im N-Sektor wenigstens ein bisschen zu ärgern. Ich warte drauf, daß in Asien irgendwann jemand deutsche Modelleisenbahnen ins Visier nimmt und produziert.

Gruß - RW
Hatten die wenigstens Ihren sturen Kopf dabei oder sind die alle kopflos unterwegs ?
@ AL,-me (Nr. 2):
Roco-H0 und Qualität - na, ja, ist halt für Vitrinensammler. Z.B. BR 95.3: Tolle Konstruktion, miserable Ausführung. Der Kunststoff versprödet, die Stromabnahme hat sich leise verabschiedet, es spricht ja schon Bände, das Roco die Neuauflage mit "verbesserter interner Stromführung" bewirbt. Noch mehr gefällig: V100, "Halbbausatz", der nach Zurüstung nicht mehr in die Schachtel passt. Außerdem ist es fast unmöglich, die Aufstiegstritte und -Griffstangen gerade anzubringen. Von Güterwagen, deren Türen plötzlich in tausend Teile zerspringen, will ich gar nicht erst anfangen. Von Roco bin ich erstmal bedient.

Viele Grüße, Volker
Ich verstehe nicht, dass hier erneut jetzt wieder über Roco diskutiert wird!
Die haben uns N-Bahner doch nun reichlich genug vor den Kopf gestossen, dass man es niemandem verdenken kann, wenn er sie ab sofort einfach ignoriert.
Irgendwann sollte die Schmerzgrenze doch nun wirklich erreicht sein.
M.E. ist sie überschritten!
Roco?
Wer oder was ist das???
@1
Oh doch, es gab N: vom uralten blauen Schiebewandwagen "Die Bahn fährt Rad" hatten sie ein paar Stück an der Theke.

Sonst allerdings wirklich nix

Bei Minitrix dagegen fast alle Neuheiten im Schaukasten!

Viele Grüße, Martin
[Mehrfachposting gelöscht.]
[Mehrfachposting gelöscht.]
sorry für das Mehrfachposting - mein Compi spinnt gerade
@RW

sehr gut beobachtet und sehr treffend formuliert!!!

Obwohl...es gibt sie noch, die innovativen Vorreiter, wenn auch nicht bei den MOBA-Rollmaterial-Herstellern.

Gruß
Hemmi
@28: ACK!
Das hatten wir doch alles schon mal, in den 70ern in der Maschinen-, Uhren- und Autoindustrie. Aber der Mensch will ja auf Teufel komm raus die gleichen Fehler selber ebenfalls machen, sonst lernt er nichts.

(seufz, schulterzuck)

@31
Roco? Das ist die, die für Jahrzehnte bei uns war und uns jetzt sitzen lässt!

@32
Na ja, wenn Minitrix einst keine N-Modelle mehr an die Messe bringt, dann ist wirklich das Ende der Welt...

@36
Doch doch, Innovationen gibt es auch in N. Es sind die Kleinserienhersteller. Die erspüren zielischer die nächste Marktlücke und bauen für ein Schweinegeld ein Messingmodell. Dann stöhnen die Familienväter "Gott, ist die teuer", verbringen eine Woche Ferien zu Hause statt am Meer, und kaufen die Lok. Denn: Lieber eine Teure als gar keine... Und der Grossserienhersteller, der die Ae 3/6' seit 15 Jahren hätte bringen können / sollen, hat den Umsatz verpasst. Von wegen "der N-Markt ist tot"! Man muss nur wollen!!

Ja, teuer... aber es geht uns immer noch besser als den Nullern oder den Einsern. Da gibt es *nur* Kleinserie...

Felix
Und welcher Großserienhersteller hätte die Ae 3/6 I bringen können/sollen?

Roco kann's ja wohl nicht sein, die haben ja eh ein Modell einer SBB-Uraltellok gemacht, wo der Umsatz ja nicht gerade berauschend gewesen sein kann, sonst wär' die nicht gleich wieder aus dem Katalog geflogen.
Beim anderen Schweizer Exoten haben sie wenigstens fünf Farbvarianten aus einer Gehäuseform rausquetschen können, aber als Österreicher fragt man sich halt schon, warum's die zwei in N sein durften, eine zweite ÖBB-Lok aber nicht.
@38
GFN hat in H0 die Ae 3/6? mit den dazu passenden Wagen gebracht. In N gibt es seit vielen Jahren erst die Wagen. Die Lok würde hervorragend ins GFN-Sortiment passen und hätte erhebliches Marktpotential, denn es ist eine kleine Schnellzugs-Elok, die bis in die 80er Jahre auf dem ganzen SBB-Netz anzutreffen war. Vergleichbare Loks sind nur die Ae 4/7 von HAG und Fulgurex - beide auch eher in der Kleinserien-Preisklasse.

Dass Roco die Be 4/6 in N gebracht hat und dazu mit einer prima Antriebsqualität, war ein richtiger Entscheid. Zudem logisch, denn Roco hat die Be 4/6 bereits in H0.

Dass sie nach kurzer Zeit wieder aus dem Katalog verschwunden ist, könnte man statt als "Flop" auch als "ziemlich erfolgreich" bezeichnen. Denn: In der ganzen Moba-Branche gibt es *nur* limitierte Modelle (wenn auch nicht alle numeriert sind). Ein Hersteller produziert nicht Loks am Fliessband wie die Autoindustrie, sondern es wird ein Los von z.B. 5000 Loks produziert. Wenn die verkauft sind (was ja bei der Be 4/6 scheinbar ziemlich schnell der Fall war), ist die Serie ausverkauft und die Werkzeuge sind abgeschrieben. Dann muss sich der Hersteller gut überlegen, ob er mit einer Neuauflage in einen teilwese gesättigten Markt einsteigen will!

Felix
Mir hat sehr gefallen, dass sich Roco aussergewöhnlich um den Nachwuchs bemüht. Da waren verschiedene Spielecken, durch Vertriebspersonal betreut, das den Kindern geduldig alles erklärt hat.

Gut fand ich auch die Idee, einen Basteltisch zu installieren, wo man sich für 6 Euro einen Waggon zusammenklipsen konnte.

Was die zukünftig in N machen, weiss ich nicht. Da sollte man auch geduldig sein. Die Firma ist ein Profitcenter und nicht die Caritas. Phantasie haben die Österreicher  und wenn sie bei N Geschäft wittern, werden sie auch wiederkommen. Ich wäre da nicht so pessimistisch.

Mir gefällt ROCO jedenfalls. Die Firma wird ein bisschen unterschätzt, genauso wie die Kultfirma ARNOLD überschätzt wird.

Gruss
Hans-Jürgen


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;