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THEMA: Betriebssicherheit bei einer Abzweigung

THEMA: Betriebssicherheit bei einer Abzweigung
Startbeitrag
Idef - 13.02.11 12:10
Hallo,

ich plane eine Abzweigung um unterirdischen Bereich. Jetzt wollte ich gerne zum Thema Betriebssicherheit wissen wie es mit einer normalen Kreuzung aussieht. DKW haben ja den Ruf nicht so zuverlässig zu sein.

Im Bild habe ich mal zwei Möglichkeiten aufgeführt. Welche wäre hiervon Betriebssicherer?

Gruß
Jan


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Beim Vorbild gibt es beides. Bei Abzweigungen von Schnellfahrstrecken (über 120km/h im abzweigenden Strang) wird jedoch eine "lückenlose" Lösung bevorzugt. Also entweder Variante B, oder aber (selten) eine Kreuzung mit beweglichen Herzstücken oder ähnlichem (Weichenantriebe erforderlich).

Felix
Hi Felix,

danke für Info. Ums Vorbild geht es mir hier aber nicht, da man die Stelle eh nicht sieht. Für mich steht hier nur die Betriebssicherheit im Vordergrund.
Mein Gefühl sagt mir hier eigentlich das Variante A besser ist, da die Züge keine Zickzackfahrt machen müssen, was ja auch immer etwas negativ ist.
Frage ist halt ob die normale Kreuzung Entgleisungsanfällig ist.

Gruß
Jan

Hallo,

... "beste" Betriebssicherheit - auch bei kurzen Loks und langsamer Fahrt - ist erst dann gegeben, wenn auch die Kreuzung von Plastikschienen/Kunstoffherzstücken befreit wird und die neuen Profile entsprechend polarisiert werden.
Im oberen Beispiel wäre die Beschaltung von der Lage der oberen Weiche abhängig - z.B. mit Relais parallel zum Weichenantrieb ...

gaga
Hallo Jan,

in Variante A können 2 Weichen weniger versagen als in Variante B.
Da eine Kreuzung keine Weiche mit mechanischen Teilen ist , hat sie auch keine Teile die plötzlich versagen können.
Rein statistisch ist die Störungswahrscheinlichkeit bei Variante A also eindeutig geringer.

(In Variante B ist übrigens noch ein Planungsfehler: da fehlt die Gerade zwischen den Gegenbögen der Gleiswechsel, das ist an sich schon nicht gerade betriebssicher.)

meint
Roger
Servus,

der Denkfehler ist die DKW. Ein DKW ist hier ja nicht notwenig, eine einfache Kreuzung genügt. Und da sollte es keine probleme geben.

Also Variante A, mit Kreuzung, nix DKW!

Grüßle
Elvis
Hallo,

von welchem Hersteller sollen die Gleise denn sein?

Kreuzungen sind nach meiner Erfahung nicht ganz so betriebssicher wie Weichen.  Es gibt ein paar Fahrzeuge, da wollen manche Achsen gerne auf der Kreuzung abbiegen.

Das ist umso häufiger, je geringer der Kreuzungswinkel ist. Bei meiner Peco-Code-55-Kreuzung sind Dampfloks mit einzelner Vorlaufachse wie z.B. Roco 44 kritische Kandidaten, aber auch der 410 von Minitrix mit seinen asymmetrisch angelenkten Drehgestellen und der nichtrückstellenden Kurzkupplung hat die Tendenz, abzubiegen. (Auch bei korrekt eingestelltem Radsatzinnenmaß.)

Ob Gegenkurven kritischer sind, hängt auch von den Radien und der Qualität der Weichen ab.  In meiner Bahnhofseinfahrt gibt's auch Gleise, in denen links-rechts-links gekurvt wird, läuft allerdings vollkommen ohne Probleme.

Ich würde daher zu Lösung B tendieren. Und da die Abzweigstelle ja im Tunnel liegen soll und die Optik egal ist, ist es vielleicht auch möglich, Zwischengeraden einzufügen, um die Situation noch etwas zu entzerren.

Viele Grüße,

Udo.
Hallo,

Gleismaterial ist warscheinlich Arnold, da diese der Einfachheit im nicht sichtbaren Bereich verwendet werden sollen. Ich habe aber auch noch Minitrix, Roco und Fleischmannweichen hier rumfliegen.
Peco ist nur für den sichtbaren Bereich vorgesehen.

Gruß
Jan
Hallo Jan
Zitat

Gleismaterial ist warscheinlich Arnold, da diese der Einfachheit im nicht sichtbaren Bereich verwendet werden sollen.

ich weiß nicht, auf was du jetzt "Einfacheit" beziehst, aber im nicht sichtbaren Bereich ist die Verwendung von bestem Gleismaterial anzuraten.

Bezüglich der "einfachen" Kreuzung von Arnold: im Vergleich zu manch anderem Gleismaterial ist diese Kreuzung eigentlich wenig anfällig für Entgleisungen. Vorausgesetzt, es handelt sich um eine EINFACHE Kreuzung und nicht um eine DKW.

Gruß
Tomi
Hallo,

für Arnold sind meine Erfahrungen anders als in #6 geschildert: Hier würde ich die Variante mit Kreuzung als betriebssicherer einschätzen, gerade das spitze Befahren der Arnold-Weiche aus dem Gegenbogen heraus ist für einige Loks ein reproduzierbarer Entgleisungspunkt (z.B. Arnold 18.5).

Viele Grüße,

Udo.
Hallo,

auch ich plane solch eine Abzweigung im Schattenbahnhof und ich werde mich für Variante A entscheiden. Diese Kombination ist aus meiner Sicht deutllich betriebssicherer und zweckmäßiger (siehe Nr. 5)

@gaga
Du sagst die Beschaltung ist abhängig von der oberen Weiche. Hast du einen Schaltplan bzw. Anschlussplan mit Relais für mich parat? Ich tendiere zu den Antrieben von Glöckner (bistabile Relais mit wahlweise 1x oder 2x Umschaltern). Befahrbar sollte das ganze in allen Kombinationen sein und die obere Weiche sollte bei Abzweigstellung ein Umschalten der unteren Weiche ausschließen?!

Gruß
Bert
Ich habe mit Peco keine Probleme, auch nicht mit DKWs und Bogenweichen. Wenn diese Gleise dann auch verdeckt liegen, wirst Du da auch nicht mit Rangiergewschwindigkeit eine Köf allein lang fahren lassen. Von daher seh ich gar kein Problem. Mit unpolarisierten Herzstücken würde ich aber nirgends irgendwas bauen. Das macht einfach keinen Spaß!

Gruß
Micha
Zitat

@gaga
Du sagst die Beschaltung ist abhängig von der oberen Weiche. Hast du einen Schaltplan bzw. Anschlussplan mit Relais für mich parat? Ich tendiere zu den Antrieben von Glöckner (bistabile Relais mit wahlweise 1x oder 2x Umschaltern). Befahrbar sollte das ganze in allen Kombinationen sein und die obere Weiche sollte bei Abzweigstellung ein Umschalten der unteren Weiche ausschließen?!



nein - was du hier ansprichst, ist eine Verriegelung der Zugfahrstraßen. Das wäre wieder etwas zusätzliche Sicherheit gegen Zusammenstöße auf der Kreuzung ...

Ich hatte die Sicherheit mehr auf die Kontaktsicherheit bei Überfahrt über die Kreuzung bezogen :
wenn die Kreuzung von Plastikschienen/Kunstoffherzstücken befreit wird und die neuen Profile entsprechend polarisiert werden.

Eine Kreuzung ist genauso polarisierbar wie Weichen - es werden nur mehr freie Umschalter am Relais gebraucht. Dieses Relais sollte mit der oberen Weiche gemeinsam umschalten und dadurch entsprechend die Kreuzung beschalten. Das macht erst Sinn, wenn die Kunststoff-Herzen/-Profile durch gewöhnliche, also leitende Profile ersetzt werden.

Erst durch Einbau der Metallprofile wird dann eine sinnvolle Isolation nötig (m. Säge, Trennscheibe) und durch die dann erforderliche Polarisierung ergibt sich eine durchgehende Stromabnahmebasis auf der ganzen Kreuzung - also bessere Fahrsicherheit bei langsamer Fahrt und bei Loks mit wenig Stromabnahmepunkten ...

Ist die obere Weiche auf Gerade eingestellt, schaltet das Relais die Einspeisung/Polarisierung der Kreuzung auch auf Geradeaus - schaltet die obere Weiche auf Abzweig, dann schaltet das Relais die Polung der Kreuzung entsprechend mit um.

Es ist also eine "normale" Polarisierung.
Weil die Kreuzung aber keinen eigenen Antrieb hat, wird die obere Weiche als Referenz ausgewertet, wie die Kreuzung zu polarisieren ist ... denn das Relais schaltet gemeinsam mit der oberen Weiche ...

gaga
Gaga,

das ist alles ok, dennoch sind DKW in verdeckten Bereichen egal von welchem Hersteller einfach verboten. Ich habe eine solche, polarisiert von ROCO in HO im Untergrund verbaut. Eine Entgeleisung auf einer solchen Weiche kommt einem Drama gleich, Kurzschlüsse, Unterbrechungen etc. sind nur schwer zu beheben, und ein Einsatz von Uhlenbrock Dekodern verbietet sich dann eh und eh, nach einem Kurschluss kannst Du die vergessen.

Ich bauen nun seit einigen Monaten testweise immer wieder N-Gleise auf (MTX, Kato, Peco), und nach sehr umfangreichen Tests muss ich sagen, im Untergrund oder Verdeckt KATO, und zwar die langen Weichen mit dem grossen Abzweig, trotz einiger Ecken die ich immer wieder künstlich verlege ist bei mir da noch nie ein Wagen entgleist, auch die von Artrain, Rivarossi und Lima nicht, was nun wirklich keine lauftechnischen Kanonen sind. Im sichtbaren Bereich kommt es darauf an, was man erreichen will, kann und muss. Wer auf DKW hier nicht verzichten kann (wg. der Epoche, Platz, etc.) der muss mit PECO arbeiten, alles andere sollte man vergessen.

Ich selber habe Epoche V gewählt, daher kann ich auf DKW verzichten, und habe das konsequent getan, ebenso auf Bogenweichen auch hier habe ich schon in anderen Spurweiten und auch bei MTX keine 100% Resultate erhalten, und dann sage ich lieber "nein".

Drumm den Abzweig B mit Kato Unitrack und einer Zwischengeraden dann besteht da kein Risiko
Zitat

und ein Einsatz von Uhlenbrock Dekodern verbietet sich dann eh und eh



Hallo Patrick_0911,

das finde ich jetzt interessant, da ich auch jede Menge Uhlenbrock-Decoder verbaut habe und bisher noch keiner durch einen Kurzschluß abgeraucht ist. Sind deine Decoder wirklich einfach so zerstört worden?

Das einzige was ich mal erlebt habe war, dass ältere Fleischmann-Decoder durch einen Kurzschluß ihre CV-Werte "vergessen" haben und neu programmiert werden mußten. Aber das wurde bereits in anderen Threads angesprochen und ist somit als "bekannt" einzustufen.


Liebe Grüße,
Helmut
Helmut

das kam bei den NEM 651 bestückten Loks in HO vor:

GFN BR 76
GFN BR 70
E 69 Brawa, Trix,

das liegt daran, dass die Dekoder kurzzeitige Kurzschlüsse nicht vertragen, dies war im HO Forum weithin bekannt, hier haben sich im Forum auch einige mit diesen Problemen gemeldet. Ich bau sie halt nicht mehr ein, warum auch Alternativen gibt es ja genug.

Ich selbst bin von den KÜHN dekodern sehr positiv überrascht in Spur N und habe diese nun in 20 Loks verbaut, bis dato alles Bestens.

Patrick


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