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THEMA: Hilfe und ? zur BR95 HN2006

THEMA: Hilfe und ? zur BR95 HN2006
Startbeitrag
ZXR - 02.02.11 21:12
aloa gemeiNde,

ich habe ein problem mit meiner 95er

noch vorab: die lok lief bislang butterweich, ruhig, ein glücksgriff quasi...analog!
nun lag sie ca. 6 monate in der ovp im schrank und wir wollten heute eine bewegungsfahrt machen aber fast nix geht mehr.
es wurde schon nachgeölt, abgewischt etc.; die beleuchtung geht, der motor läuft nur minimal an, nach langen versuchen auch etwas mehr, max. 2 sekunden pro radumdrehung. die stromaufnahme bei dieser "geschwindigkeit" liegt nun bei maximal 110mA, erhöht man nun die trafospannung weiter, bricht der strom wieder ein und der motor bleibt stehen.
meine vermutung sind die kohlen, da passt was mit dem übergangswiderstand nicht.
hat jemand gleiche erfahrungen gemacht oder kann hilfestellung geben?

danke für antworten

grüßle
zxr

Hallo Jens,

boah, das wird von der Ferne jetzt eine harte Nuß.

Jetzt einfach mal so meine erste Überlegung. Vor allem die ersten Hornby/Arnold-Loks waren recht gut geölt. Hypothese: Beim ersten Fahren vor sechs Monaten hat sich das werkseitige Öl verteilt. Dann eben das Stillager. Vielleicht ist da wo Öl reingesessen, wo es nicht hingehört. Also Radschleifer oder Kollektor/Kohlebürsten

Das ist jetzt schwierig, weil aufmachen und reinigen = Garantie futsch (kommt auf Kaufdatum und Ort an). Ansonsten Rückabwicklung des Kaufs.

Ich persönlich würde die Lok aufmachen, ich kenn mich zu gut. Soll aber jetzt keine Ermunterung sein.


Gruß aus Zolling

Christian Strecker
hallo,

auch ich tippe auf verölten Kollektor, wegen der hohen Stromaufnahme mit abschließendem Stillstand. Kenn ich....

Meine Lösung in solchen Fällen:
Vollbad der kompletten Lok (ich meine Vollbad) in SR24, danach komplett trocknen lassen und erneute Probefahrt. Ich wette, der Dödel läuft dann...

Anschließend Gehäuse oben abnehmen und die Motorwelle mit SEHR kleiner Ölmenge versehen und die Zahnradsätze mit WENIG Lokfett/Gelenkwellenfett "eincremen"...

cheers
Peter
Hallo Peter,
das hört sich an als wenn Du schmutzige Hände hast und dann zur Reinigung ein Vollbad nimmst!!!
Ich denke eine Motorreinigung mit Sr 24 und mit Pressluft ausblasen ist angebracht.
Gruß Hermann
Hallo Jens,

eine Stromaufnahme von 110mA ist noch ganz normal, ein Einbrechen des Stroms deutet eher auf erhebliche Kontaktprobleme Schiene-> Rad-> Schleifer-> Motor hin.

Ich würde die Lok öffnen und die Spannung mal direkt an den Motor anlegen. Wenn dann der Motor rund läuft, die Radlaufflächen polieren, die Kontaktflächen Rad -> Schleifer reinigen sich bei dieser Prozedur selbst.

Grüße Michael Peters
Hallo !

...wenn es meine Lok wäre,würde ich die Motorkohlen austauschen,da durch die
lange Standzeit diese vermutlich vom Öl weich und schmierig geworden sind.
Vor einbau neuer Kohlen aber den Kollektor reinigen !
...und den anpressdruck der Federn prüfen.

Gruß : Werner S.
thx für die raschen antworten

ich gehe auch vom verölten kollektor aus, kontaktprobleme eher nicht, da ja licht beidseitig ohne probleme ist
ich halte gerade die zeichnung in den händen...mir scheint als würde die lok sodann komplett auseinander fallen...
ich muß die schraube aus dem schornstein nehmen... läst sich das gehäuse dann hinten (tender) aushebeln? es ist wirklich schade, sie lief so unglaublich gut

grüßle
@ werner

hey, hmmm lange standzeit sagst du? das macht mir fast ein schlechtes gewissen.
hälst du 6 monate für zu lange?
das wäre mal ein gutes thema - erfahrungswerte - für bewegungsfahrten. das würde mich doch sehr interessieren da wir momentan keinen anlagenbetrieb haben und eben nur bewegungsfahrten machen.

grüßle
lösung des problems

in der HN2006 befindet sich eine platine, bei mir hatte diese eine macke, diode, spule etc. irgendwas defekt... ich habe nun den motor direkt mit auf die stromabnehmer mit angelötet, nu geht alles wieder bestens, das licht läuft weiter über die platine

kleine ursache, große wirkung
in eine dampflok gehört eben nix elektrisches...   :-P

grüßle
zxr
Zitat

hälst du 6 monate für zu lange?


...nur wenn zuviel Öl am Motor ist,das kriecht überall hin.
Hatte letzte Woche das selbe Problem mit einer Roco V200 ,die über 1 Jahr in der
Schachtel lag.
Da war die "untere Kohle" verölt,die "obere " wie neu.
Lagere nun meine nicht im Anlagen-Einsatz befindlichen Lok jetzt >senkrecht< !
...ob es hilft ?
Generell sollte mit Öl sehr sparsam umgegangen werden.

Gruß : Werner S.

Edit : vorausgesetzt der Motor bekommt überhaupt Strom !  

Hallo,

wilder Reinigungsaktionismus hilft hier nicht weiter, zuerst sollte systematisch der Fehler eingekreist werden. Ein Vollbad der gesamten Lok in SR24 halte ich für absolut kontraproduktiv, ich hätte da viel zuviel Angst um Bedruckung und sonstige Kollateralschäden.  Zunächst aus dem Gedächtnis folgenden Katalog durchgehen und nur im Zweifel Lok nochmal kurz(!) testen, um keinen Motorschaden zu riskieren:

1) Leuchtet während des Stotterns die Beleuchtung weiter?
==> nein: Kontaktproblem Rad/Schiene/Schleifer==> beheben
==> ja: Motor- oder Getriebeproblem, weiter mit 2)


2) Motor ausbauen (bei der Gelegenheit in ausgebautem Zustand kurz am Trafo testen) und Getriebe durch manuelles Durchdrehen der Räder auf Leichtgängigkeit prüfen. Wenn Getriebe schwergängig:

2a)  falls gleichmäßig schwergängig: Wahrscheinlich öl-/fettverklebt ==> NUR (!) das Fahrwerk in SR24 oder Reinigungsbenzin-Ultraschallbad (gut lüften!) reinigen. Vorher Gehäuse und Motor demontieren.
2b) falls periodisch schwergängig: Verklemmung durch Fremdkörper oder verdrehte Räder (Gestänge klemmt)


Wenn die Beleuchtung kontinuierlich leuchtet und kein Getriebeproblem:

3a) Wenn Beleuchtung während eines Motoraussetzers schwächer wird: Kollektorproblem, evtl verschmiert, Kollektorspalte reinigen.
3b) Wenn sie während eines Motoraussetzers stärker leuchtet: Kontaktproblem am/um den Motor, evtl. Andruckfedern der Motorkohlen zu schwach (ausgeglüht wegen 2a?) ==> neue Federn/Kohlen einsetzen.


Im Fall 3b) und bei verdrehten Rädern würde ich die Werksgarantie in Anspruch nehmen.


Viel Erfolg!

LG Jürgen



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