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THEMA: Schriftsätze

THEMA: Schriftsätze
Startbeitrag
Günter König - 27.01.04 11:02
Moin MoBahner,
um meine diversen zu bauenden Gebäuden mit dem richtigen Schriftbild zu versehen, suche ich Schriftsätze (ich benutze Word) wie sie in der Ep2 verwendet wurden.
Hat jemand so etwas oder woher könnte ich sowas bekommen? Wie heißen diese Font`s eigentlich?

Leider hat eine Suche in den bisherigen Threads nichts ergeben.

Gruß,
Günter

Die verwendeten Schriftarten waren früher genauso unterschiedlich, wie sie auch heute sind.

Es ist also jede Schriftart geeignet, die passend aussieht.
Die meisten derartigen Schriftarten sind alt genug, um verwendet zu werden.
Beispiele sind Times (New Roman), Garamond, New Century Schoolbook, Palatino, Zapf Chancery, Baskerville Old face, Book Antiqua, Old English Text, etc.
sowie diverse Script (handschriftartige) Schriften.

ThomasK
Vor allem ganz wichtig: FRAKTUR.
Ein Nachtrag noch:
Es könnte Probleme geben die diversen "S" zu finden, die damals verwendet wurden. (korrent!)

ThomasK
Zu Zeiten des 'Dritten Reiches' in der Epoche2 wurden
vorwiegend neogothische Schrifttypen eingesetzt, wie z.B.
der 'Tannenberg' in seinen Variationen.

Gruß, Frank.
Hi Frank,
gibt es die Chance, den "Tannenberg" runter zu laden? Eine Googlesuche verwies leider auf einen Nirwana-Link.

@all

Gibt es in der Mutter aller Netze eigentlich sowas wie eine "Fontsite"??

Danke schon mal,

Günter
Mahlzeit Manfred,
danke dir für den Link. Danke auch dir für den Tip mit dem "Tannenberg".
Das war genau der Zeichensatz den ich gesucht hatte, ländliche Bahn in Ep2.....

Astrein, das macht Spass!!!

Günter
So nebenbei: Ausgerechnet die Nazis (Himmler) schafften - den Endsieg und ein großdeutsches Europa vor Augen - um 1941 die "Deutschen" Schriften (Fraktur, Sütterlin, ...) ab, weil sie in den eroberten Gebieten kaum jemand lesen konnte, und führten die "internationalere" Lateinische Schrift ein.
Spielt aber für Ep.-2-Anlagen kaum eine Rolle, weil sie in der Regel die Zeit zwischen 1920 und 1939 widergeben und Beschriftungen ohnehin eine lange Halbwertszeit haben.
Hallo Hans-Georch,
danke dir für die äußerst informative Mitteilung. Nur ist sie wohl nicht so ganz richtig.
In Lehr - und Fachbüchern über Kälteanlagen aus den frühen 20er Jahren tauchte bereits die
"internationalere" Lateinische Schrift auf.
Ebensowenig verstehe ich nun deinen Brückenschlag zu der Zeit ab 1933 nicht so ganz, denn diese Art Schriftbild ist wohl doch schon etwas älter.

Gruß,
Günter



Ach Günter Könich,
informier Dich mal, und dann diskutieren wir weiter - aber im OT-Bereich, weil für die Moba irrelevant. Und lies richtig: Dass es auch vor 1941 deutsches Schrifttum in Lateinischer Schrift gab, habe ich nirgends bestritten.
Chruß
Hans-Georg
Fraktur wurde im Bahnbereich nie verwendet, verboten wurde die Fraktur von Nazis, weil es angeblich "Judenlettern" waren. In der Epoche 2 kann man "Tannenberg" oder viel häufiger die "Fette Engschrift DIN 1451" verwenden, die auch noch von der Bundesbahn bis in die Epoche 3 hinein verwendet wurde. In der Epoche 2 fanden sich aber auch noch Anschriften aus der Länderbahnzeit, die nicht in Normschrift, sondern in anderen serifenlosen Schrifttypen geschrieben wurden.

Gruß, Volker
Ohne Experte zu sein, scheint mir Wedding recht gut in die Zeit zu passen.

Jens
passend zu #6  Link von Manfred:

URL  -  Buchstabe F  -  Seite 14   >> Frankenstein << passt gut in die Epoche 2

Entgegen der Ansicht von #11 (Volker)  habe ich schon öfters die
>> Fette Fraktur <<  in Bahnhöfen eingesetzt.

Servus  Albi
@ albi: Einsetzen kannst Du, was Du willst, nur vorbildgerecht ist es dann nicht.


Gruß, Volker
Albi:

Frakturschiften waren schon sehr verbreitet, auch bis in die Epoche2
hinein.
Allerdings waren vie gesagt neben der von Volker erwähnten Engschrift,
Ableger der gothischen Schrifttypen sehr verbreitet.

'Tannenberg', 'National' oder 'Großdeutsch' (die Namen
sind echt die Härte sind definitv vereinfachte Ableger von
schon in der zwanziger Jahren oft benutzten Schrifttypen
(heißt heute: Werbedeutsch heavy).

Volker:
Hast Du evtl einen kostenlose Engschrift-Fonts
im FreeType/TrueType/Type1-Format auf der Platte, den Du mir kopieren
könntest?
Ich habe hier leider lediglich Compact/CompactaLightBT/Impact, wovon
mir CompactaLightBT zwar am besten gefällt, dieser aber für viele
Zwecke zu schmal ist.

Gruß, Frank.
^^Edit^^

"vie" = "wie"

"heißt heute: Werbedeutsch heavy"

sollte heißen:

"heißen heute: Werbedeutsch"

Eine Edit-Funktion wäre gut.


Gruß, Frank.

Hallo Günter,

genau zu Deinem Problem gab es in irgendeiner aktuellen Moba-Zeitschrift (oder auch vom letzten Monat) einen Artikel. Habe es mal kurz überlesen. Am besten, gleich mal ins nächste Einkaufszentrum oder die nächste Bahnhofsbuchhandlung und nachschauen.

Moin RainerP,
eigentlich hat sich das Thema erledigt. Ich bin dank der tatkräftigen Hilfe von den Kameraden hier im Forum nun wunschlos glücklich.


Danke nochmals,

Günter
Wo spielt die bahn denn? In epoche II waren noch vielfach "länderbahnspezifische" gestaltungen zu finden. So etwa in Sachsen: gesperrte Antiquaschrift am bahnhofsgebäude in erhabenen lettern mit punkt dahinter. Teilweise bis heute erhalten an renovierten bahnhöfen: K R I P P E N .

Wenn ich mal wieder mein standardbeispiel bringen darf, auch aus Sachsen: Rathmannsdorf, früher Wendischfähre (bei Bad Schandau an der strecke nach Sebnitz).
http://mercurio.iet.unipi.it/pix/de/station/misc_M-R/Rathmannsdorf.jpg
Zu sehen sind drei beschriftungen übereinander:
- "Wendischfähre" aus vermutlich der frühen epoche II in einer handgemalten jugendstilartigen breiten Fntiqua
- "Rathmannsdorf Sächs. Schweiz" in einer breiten Tannenberg
- "Rathmannsdorf" in aufgesetzten Tannenberg-buchstaben

Aufnahme 2001, womöglich wurde das gebäude inzwischen saniert/abgerissen.

Die grauenhafte nazischrift "Tannenberg" wurde flächendeckend nur bei neubauten wie der Berliner S-Bahn eingesetzt. Weil in epoche 2 noch vieles länderbahngeprägt war, kann ich nur raten, sich zeitgenössische bilder aus der gegend zu besorgen. Historisierende bahnhofsschilder, die heute in fetter Fraktur oder ähnlichen schriftarten angebracht sind, sind nicht immer authentisch.

Bei DIN-schriften wäre ich vorsichtig: diese wurden immer wieder (behutsam) verändert, so dass die heutige "fette engschrift" nicht mehr unbedingt mit der der 20er jahre übereinstimmt.
Hi Frank, kann ich leider nicht mit dienen, bin selbst noch auf der Suche, 29,95$ ist mir doch zu teuer. Meine Bahnhofsschilder sind in groß handgemalt, und dann kleinkopiert.


Gruß, Volker
Weil mich das Thema in Kürze auch interessieren wird, habe ich mal im Internet gestöbert. Da gibt es ein Forum zu Schriften:

http://www.fontpool.de/forum/

Das ist zwar nicht sehr toll gemacht, aber für gelegentliche Ausflüge dahin geht es an.
Mal sehen, ob der Link kommt, habe auch ein Leerzeichen eingegeben.
Cool, hat das erstemal geklappt
Noch ´ne Fundgrube voll mit Schriften.
Wenn das so weitergeht, werde ich noch zum Schriftgelehrten....  

http://moorstation.org/typoasis/designers/steffmann/index.htm


Gruß,
Günter


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