1zu160 - Forum



Anzeige:
AP Modellbahn - Die Modellbahnverwaltung

THEMA: Originalgeschwindigkeit/Modellgeschwindigkeit

THEMA: Originalgeschwindigkeit/Modellgeschwindigkeit
Startbeitrag
thomasb - 16.01.11 17:17
Hallo!
Mein 18jähriger Sohn hat mir über das Wochenende eine Geschwindigkeitsmessung mit Lichtschranke programmiert/gelötet. Das funktioniert auch perfekt.
Jetzt zu meiner Frage:
wie handhabt Ihr die Umrechnung Originalgeschwindigkeit zu Modellgeschwindigkeit?
Rechnet ihr das einfach um oder macht Ihr diese 60 % Modellgeschwindigkeitserhöhung nach NEM 661 noch zusätzlich dazu?
Grüße
Tommes
Edit: Bilder ergänzt!

Die von thomasb zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login




Hallo Tommes,
über die Berechnung habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, da ich die Software von Herrn Freiwald nutze.
Da wird die Vorbildgeschwindigkeit eingegeben daraufhin wird der Einmeßvorgang gestartet.
So sollen die entsprechenden Geschwindigkeiten "modellgerecht" eingehalten werden.

Gruß aus NS
Günter
Moin,

Hier werden Sie Geholfen: http://www.1zu160.net/goodies/geschwindigkeitsrechner.php

Grüße aus Assen (NL)
Jan

Hallo,
vielen Dank schon mal für die Tipps. Goodies im Forum habe ich studiert.
Das ist auch alles soweit klar. Meine Geschwindigkeitsmessung funktioniert ja bereits perfekt.
Es ging mir nur um die Frage, ob Ihr diese 60 % Erhöhung nach NEM 661 dazurechnet?
Grüße
Tommes

Ich war bisher immer der Meinung, 1:1 zu fahren. Warum sollte ich bei der Geschwindigkeit überhöht fahren? Jetzt können auf meiner Anlage die ersten Züge fahren und siehe da - ein etwa (manuelle Messung) 120 km/h fahrender Schnellzug kommt mir arg langsam vor. Sicher liegt das auch daran, dass ich zum Glück einigermaßen Platz habe und die Strecke lang ist.
Aber es liegt auch am Betrachtungsabstand, der bei N nun mal weiter weg ist (auf den Maßstab gerechnet) als z.B. bei H0 oder gar beim Vorbild.

Kurzum: ich werde mir überlegen, tatsächlich zu überhöhen. 60% halte ich für zuviel und würde auf etwa 20% tippen.

Viele Grüße
Frank
Hallo Tommes,

das ist doch irgendwie ein Geschmackssache. Ich würde erste einmal die Originalgeschwindigkeit fahren. Wenn Dir das optisch zu langsam ist, kannst Du die Geschwindigkeit um bis zu 60% erhöhen. Und wenn Du Spaß daran hast, dann kannst Du auch mit 300 um die Kurve fahren...
Mir persönlich gefällt die Geschwindigkeitsüberhöhung nicht so. Geh einfach mit dem Augo näher ran, dann wirkt das gleich schneller..

LG, Frank L.
@ Tommes
60% - Erhöhung wird nicht dazugerechnet. Im Gegenteil. Je langsamer ein Zug fährt, desto länger ist er auf der ohnehin viele zu kurzen Strecke unterwegs. Was aber unbedingt stimmen sollte sind die bauartbedingten Höchstgeschwindigkeitsunterschiede der Fahrzeuge = ein Schienenbus oder eine Rangierlok ist bei V_max viel langsamer als ein IC(E)...

Gruß
Eglod
hallo,

vielleicht hilf im weitesten Sinn folgende Regel:

das Tempo wird wie folgt umgerechnet, immer bezogen auf 1,00m Gleisstrecke:

Fester Faktor 576 geteil durch gemessene Sekunden

Beispiele:
11,5 sec. =   50kmh
9,60 sec. =   60kmh
8,20 sec. =   70kmh
6,40 sec. =   90kmh
5,80 sec. = 100kmh
5,20 sec. = 110kmh
4,80 sec. = 120kmh
4,40 sec. = 130kmh

usw.

Man wird verblüfft feststellen, um viele "zu schnell" manche Modellbahner ihre Züge rennen lassen.

liebe Grüße
Peter
Hallo!
danke für Eure Tipps.
@Peter
Diese Umrechnung hat mein Sohn schon. Er hat im Abstand von 1 Meter 2 Lichtschranken installiert und dann diese Formel programmiert. Diese Geschwindigkeitsmessanlage funktioniert schon perfekt. Mir wird dann auch die Originalgeschwindigkeit angezeigt.
Es ging mir nur um die Frage, ob Ihr dann noch diese 60 % Geschwindigkeitsaufschlag dazurechnet, die diese NEM 661 vorschlägt.
Grüße
Tommes
Die NEM mach hierzu auch Aussagen

Gruss

huk
Tommes.....

warum "dazumogeln"?

Wenn Deine Züge in der Lage sind, das mäßstäbliche Tempo zu fahren, was spricht dagegen? Freu Dich und genieß das reale dahinrollen, auch wenn unser Auge möglicherweise mehr Speed wünscht. Immerhin bist Du nun obendrein in der Lage, diese 1:1 abzulesen.

ICH sehe die NEM 661 Hinweise als wohlwollende Zusage an die "Racing Competition Loks", die infolge ihrer Uraltbasis die zutreffende Speed nicht schaffen. Und die Vermittlung eines "Wohlfühlgefühls" der Teppichbahner, deren "Fahrgeschwindigkeiten" als Lachnummer auf tausende youtube Videos begröhlt werden darf...

cheers
Peter

Hallo Tommes,
Du bist mit den Antworten hier nicht zufrieden.
Mit den Augen näher heran zu gehen halte ich nicht für die Lösung.
Gebe mal 20 % zu und schau Dir das dann an. Ich bin sicher, Du wirst für Dich, durch Ausprobieren, die nach Deinem Gefühl richtige Geschwindigkeit herausfinden.
Schönen Sonntagabend noch.
Hermann
Hallo Zusammen

früher fuhren bei mir die Züge "so schnell wie möglich". Das ist aber schon 30 Jahre her.
Heute versuche ich, die Geschwindigkeiten dem Vorbild anzugleichen. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich oft damit noch nicht zufrieden bin und bei manchen Zügen "nachjustiere". Thomas... probiers auch mal aus. Stelle die Geschwindigkeit dem Vorbild entsprechend ein und verfolge dann das Treiben auf der Anlage ein bisschen. Dann wirst du schnell merken, was noch nicht ganz harmonisch ist. Es kommt nämlich auch immer darauf an, wie die Streckengegebenheiten sind. Wer auf seiner Anlage engere Radien hat, ist besser bedient, die Geschwindigkeit eher etwas niedriger als beim Original zu wählen.

Viele Grüße
Tomi
Hallo zusammen,

ist doch irgendwie ein lustiger Thread wei ich finde.

Zerpflücken wie die NEM 661 doch mal in Ihre Einzelteile auseinander und versuche zu verstehen was die überhaupt aussagt.

Der Bezugswert (V max.) ist abhängig von der elekttrischen Speisung, das heißt von der Spannung am Gleis - genau genommen von dem  dem arithmetischem Gleichstromwert (siehe NEM630). Für Spur N sind dieses 12V=

Zitat

Wenn der Bezugswert am Gleis erreicht ist, soll das Triebfahrzeug ohne Anhängelast auf der horizontalen Geraden eine Geschwindigkeit erreichen, die zwischen der maßstäblich reduzierten Höchstgeschwindigkeit des Vorbilds und einer gemäß der folgenden Tabelle erhöhten Geschwindigkeit liegt.


Für Spur N gilt nach Tabelle ein Werer max. 60%
und
Zitat

Die so ermittelte Höchstgeschwindigkeit gleicht den visuellen Eindruck einer scheinbar zu geringen Fahrgeschwindigkeit bei maßstäblicher Reduzierung aus.



auf deutsch heißt das:
Bei 12V= hat das Modell seine Maximalgeschwindikeit zu haben. auf ebener Stzrecke und ohne zusätzlich Last.
Die maximale Gschwindigkeit errechnet sich aus dem Wert des Vorbildes umgerechnet auf den Maßstab. Diese maximale Geschwindikeit darf um bis zu 60% erhöht werden, wenn man der Eindruck besteht das es sonst zu langsam ausieht. (indivdueller Eindruck)

d.h. die Triebfahrzeuge sollte eigentlich so ausgelegt sein wenn sie ausgeliefert werden.

WIE damit der Modellbahner dann umgeht und wie schnell er die Treibfahrzeuge fahern läßt bleibt jedem Individuell selber überlassen

Gerade ältere Modelle die vor der Einführung der Normen entwickelt wurde und auch heute so auf den Markt kommen, können aber darüber liegen.

Das ganze ist mehr oder weniger nur eine EMPFEHLUNG !


@Tommes

schau dir das bei ein paar Lokomotiven einfach mal an, wie es mit maximaler geschndigkeit aussieht, und dann mal bei Steigerung bis zu den +60%, am zweckmäßigsten in 10% schritten.

Das ganze von Rangierlok (V60 oder BR80) bis zum ICE hin. und da wo es DIR persönlich am stimmigsten aussieht, das soltes du es bei belassen. Jeder hat da ein andere visuelles Empfinden.

Gruß Detref

Hallo!
Nochmals Danke für Eure Tipps. Ich werde dann erst mal keine Geschwindigkeitserhöhung vornehmen und alle Loks mal korrekt einmessen.
mal sehen, wie es dann wirkt.
Viele Grüße
Tommes
Eine Frage hätte ich noch:
man soll ja ohne Anhängelast messen. Wie macht Ihr das aber z.B. bei einem ICE-T?
Ich besitze den ICE-T von Fleischmann. Wenn ich nur den Motorwagen messe und auf 230 km/h einstelle und dann anschließend die Waggons dazuhänge, dann wird der Triebzug eben wesentlich langsamer.
Oder messt Ihr die kompletten Triebzüge?
Grüße
Tommes
Hi

Wenn die Züge immer in der gleichen Zusammensetzung fahren, messe ich komplette Züge.
Ansonsten hänge ich ca. x/2 Wagen dran, wobei der Rollwiderstand der Wagen auch eine Rolle spielt.
Ich messe eine Durchschnittsgeschwindigkeit auf Strecken mit Steigung und Gefälle.
Bei den Loks passe ich VORHER Vmax und andere Decodereinstellungen dem Verhalten der entprechenden Lok an.

Mir ist es dabei völlig egal, ob ich nun etwas schneller oder etwas langsamer als das Vorbild fahre, mir kommt es aber darauf an, daß alle Loks, die ich mit z.B. 40km/h fahre auch alle gleichschnell unterwegs sind.

Insgesamt muß das Fahrbild bei Vmax ein ausgewogenes sein und zur Anlage passen.
Egal was NEM sagt, oder wieviel ich korrigieren muß.

Gruß
Thomas

Die meisten von uns haben ja wohl eine MoBa, bei der vorbildgerechte Geschwindigkeiten schon allein deshalb garnicht erreichbar sind, weil das mit dem dafür erforderlichen vorbildgerechtem Beschleunigen und Bremsen bei den Gleislängen zwischen Bahnhöfen und Haltepunkten garnicht geht. Ausnahmen sind vielleicht bei Modultreffen möglich. Wer seine Züge mit NEM-Überhöhung fahren lassen möchte, hat möglicherweise das falsche System und sollte ernsthaft überlegen zu Carrera und Consorten zu wechseln.

Ein Zug, der im Bahnhof 1 Minute hält und mit angeblich  vorbildgerechter Geschwindigkeit incl. Beschleunigen und Bremsen ca. 30 Sekunden zum nächsten Bahnhof benötigt ist ja auch sowas von vorbildgerecht

Ich schaue Zügen gerne beim Fahren zu. Möglichst schnell von A nach B zu fahren ist dabei kontraproduktiv

Weniger ist mehr. Wie so oft auch hier !

Es grüßt RainerNRW
Hallo zusammen,
für meinen Geschmack sind die meisten Lokomotiven der Modellbahnhersteller viel zu schnell. Ich kenne keine Modellbahnanlage, auf der man realistisch mehr als 100 km/h fahren kann. Die Radien sind oftmals recht eng und von den vielfach verwendeten 15° Weichen will ich gar nicht erst reden.

Beim Vorbild gilt übrigens in Weichenstraßen, in der auch nur eine Weiche auf Abzweig steht, Langsamfahrt HP2. Das heißt dort darf nur 40 km/h gefahren werden.

Ich habe meine Loks daher mittels Selectrix Decoder in der Höchstgeschwindigkeit auf ca. 100 km/h begrenzt. Es ist dabei unerheblich, ob es sich dabei um eine BR 141 im Nahverkehr oder eine 101 als IC-Lok handelt.  Das heißt, schneller als 100 km/h fährt bei mir kein Zug. Und auf meiner Anlage sind mittels Flexgleisen großzügige Radien verbaut und im Haupstreckenbereich liegen die ganz schlanken PECO-Weichen.

Mir tun teilweise regelrecht die Augen weh, wenn auf Ausstellungsanlagen Güterzüge mit 120 km/h durchs Bahnhofsvorfeld rasen und der ICE sich in einem Höllentempo durch enge Radien quält.

Viele Grüße,
Mathias  
Hallo Tommes,

Nehme an das die Messanlage Eigenbau ist.
Gibt es da vielleicht einen Schaltplan.??

Gruß
Roman
Vielen Dank an alle!

@Roman
Mein Sohn hat sich das alles aus dem Internet zusammengesucht und dann drauflos gelötet.
Es existiert also leider kein Schaltplan. Es tut mir leid.

Viele Grüße
Thomas
Hallo Mathias
Zitat

Beim Vorbild gilt übrigens in Weichenstraßen, in der auch nur eine Weiche auf Abzweig steht, Langsamfahrt HP2. Das heißt dort darf nur 40 km/h gefahren werden.

bist du dir da sicher??? Hier (Würzburg) im Gleisvorfeld werden meiner Ansicht nach wesentlich höhere Geschwindigkeiten gefahren, auch wenn mehrere Weichen hintereinander auf Abzweig stehen.

Viele Grüße
Tomi
Das hängt doch von der Weichenbauform ab. Schon in den dreißiger Jahren gab es im Bf Priesterweg Schnellfahrweichen (dort verzweigten die Anhalter und die Dresdner Bahn). "Schnellfahr" bezieht sich dabei natürlich auf den abzweigenden Strang.

Viele Grüße
Frank


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;