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THEMA: Glockenanker-Umbau Arnold 05(alt)

THEMA: Glockenanker-Umbau Arnold 05(alt)
Startbeitrag
RF - 28.11.10 13:21
Hallo,

die Schnecke meiner Arnold-05 war gestern der Meinung ein bisschen zu fräsen - was zu viel Messingstaub und einer kaputten Schnecke nebst kaputtem Zahnrad geführt hat (*grrrr*).

Bei arnold-ersatzteile.de hab ich schon angefragt - ich trage mich aber auch mit dem Gedanken, gleich einen Glockenankermotor einzubauen. Nun gibt es ja einen Umbausatz von sb-modellbau (http://www.sb-modellbau.com/product_info.php?products_id=205&cPath=254_197_191).

- Hat jemand schon Erfahrung mit diesem Umbausatz?
- Gibt es (besser/günstigere) Alternativen dazu?

Viele Grüße
RF

Hallo,

versuch mal hier

http://www.letrainmagique.com/Tarif_mashima.htm

Ich kaufe dort meine Motoren für meine Arnold Loks.
Problemlos, schnell und günstig

Schönen Sonntag noch
EdmuNd
Hallo RF,

günstiger vielleicht nicht, aber noch besser: Bodo Fonfara, Euromodell F.P., ebenfalls aus Olching. Habe damit meine eigene und 3 weitere 05-er ausgestatte. Faulhaber 1016, zwei Wellenenden, vorne Schnecke, hinten (im Führerhaus) Schwungmasse. Motor lediglich völlig waaagerecht einkleben und du erkennst das Modell lauftechnisch nicht wieder. Laufruhe und Auslauf suchen ihresgleichen.

Gruß und schönen Sonntag

Woffi
Hallo,

bei den Motoren steht als Betriebsspannung 12V - welche Probleme könnte es geben, da ich auf meiner Anlage mit max16V fahre?

Viele Grüße
RF
Hallo,

Zitat

- Hat jemand schon Erfahrung mit diesem Umbausatz?



Direkt nicht, aber vor 2 Jahren mit dem Umbausatz von SB für die fahrgestellseitig sehr ähnliche 61:

http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=320982

Laufverhalten bessert sich schon, da allerdings ein Maxon-Motor im Umbausatz ist, wird das Fahrverhalten wie von Wolffi beschrieben vermutlich nicht erreicht.

Viele Grüße,

Udo.
@4:

Ich habe meine BR61 auch auf Maxon umbauen lassen, doch Vorsicht: mit diesem Motor erreicht die Lok bei 12 V nicht mehr ihre Vorbildgeschwindigkeit, sondern nur noch 120 km/h! Das hat mich bisher davon abgehalten, meine 05er ebenfalls umzubauen.

@3:
die 16 V machen keinerlei Probleme, die 12 V werden lediglich als Referenzspannung für die mit den jeweiligen Motoren nach Umbau erreichbaren Vorbildgeschindigkeiten angegeben. Die Loks werden allerdings bei 16 V kaum noch schneller, im Unterschied zu konventionellen Motoren.
Gruß
Peter
Hallo,

Zitat

Ich habe meine BR61 auch auf Maxon umbauen lassen, doch Vorsicht: mit diesem Motor erreicht die Lok bei 12 V nicht mehr ihre Vorbildgeschwindigkeit, sondern nur noch 120 km/h! Das hat mich bisher davon abgehalten, meine 05er ebenfalls umzubauen.



Stimmt, hatte ich vergessen drauf hinzuweisen.

Bei meinem Umbau hat mich das nicht gestört, weil es die Nachkriegsvariante werden soll.

Und auch für die DRG-61 finde ich das nicht weiter tragisch, die lief mit ihrem HWZ Berlin - Dresden eh nur auf einer Strecke mit geringerer Höchstgeschwindigkeit, aus der Erinnerung heraus würde ich vermuten: 120 km/h, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

Viele Grüße,

Udo.
Hallo,

der HWZ fuhr 160 km/h.

Bei 120km/h wären die Verspätungen bei Ausfall der 61001 nicht zu erklären gewesen. In dem Fall ist der Zug mit einer 01 oder 03 bespannt worden.

RF
@7:

So isses. Und daher habe ich, wie Udo, den Maxon-Umbau meiner schwarzen BR61 (DB) "untergeschoben". Für den HWZ finde ich das Tempo zu langsam. Mal sehen, was die nächstes Jahr kommende Neuauflage des HWZ in Sachen Motor bringt...

Gruß
Peter
Hallo,

@RF / Peter #7,#8:
Zitat

der HWZ fuhr 160 km/h



Habt ihr da Belege für?

Ich zitiere aus "Die Baureihe 61 und der Henschel-Wegmann-Zug" (Alfred Gottwald / EK-Verlag, 2005), im Abschnitt 5.1 "Die Fahrpläne des Henschel-Wegmann-Zuges von 1936 bis 1939":
Zitat

Weite Teile der Linie waren ja nur für 100 km/h bis 110 km/h zugelassen, ein höheres Tempo war überhaupt nur etwa zwischen Ückro-Luckau und Zossen denkbar. Der Plan war für eine Spitze von 135 km/h gerechnet, dies wegen der Zuckbewegungen und wegen der Rücksichtnahme auf die Fähigkeit der Ersatzlokomotive.



Ich kann aus dem Text nicht recht ersehen, ob diese Passage nun generell galt, oder nur für die bereits minimal entspannten Fahrzeiten ab 1937, mag also sein, dass der Zug 1936 eine planmäßig höhere Höchstgeschwindigkeit gefahren hat.

Interessierte Grüße,

Udo.
Hallo Udo:

Wikipedia weiß es anders.

http://de.wikipedia.org/wiki/Henschel-Wegmann-Zug

Auszug:
<Versuchsfahrten

Auf der Berlin-Hamburger Eisenbahn wurden dabei als Höchstgeschwindigkeit 185 km/h erzielt. An diesem Punkt traten starke Zuckbewegungen durch Unwuchten des Zwillingstriebwerks auf. Die planmäßige Geschwindigkeit von 160 km/h erreichte der Zug in sechs Minuten.>

Gruß
Peter

Hallo zusammen,

Zitat

Ich habe meine BR61 auch auf Maxon umbauen lassen, doch Vorsicht: mit diesem Motor erreicht die Lok bei 12 V nicht mehr ihre Vorbildgeschwindigkeit, sondern nur noch 120 km/h



Das ist mir etwas schleierhaft:
Nach meinem Umbau mit dem Original-Umbausatz von sb hat die Lok keine Probleme, eine Geschwindigkeit von 160km/h zu erreichen.
Folgende Konstellation: Decoder DHL 161, Geschwindigkeitsstufe müßte ich auslesen, eingemessen mit TC und Geschwindigkeit begrenzt auf 160km/h. Einen Meßpunkt nach oben habe ich noch frei, d.h. sie könnte auch noch schneller fahren.

Grüße Michael Peters
@11:

Analog ist bei meiner Lok diese Geschwindigkeit auch bei 16V nicht erreichbar.

Gruß
Peter
Hallo,

wie kompliziert wäre eine Getriebeänderung durch das Zahnrad, auf das die Schnecke wirkt?

Viele Grüße
RF
Hallo Peter,

da stimmt dann aber etwas mit dem Umbau nicht:
Lt. sb soll die Lok bei 12V 120km/h fahren. Ich gehe mal davon aus, daß diese Angabe richtig ist.
Da GAM's eine lineare Beziehung zwischen angelegter Spannung und Drehzahl haben, sollte die Lok auch bei 16V 160km/h fahren.

Wie hoch ist die Stromaufnahme bei Deiner Lok?

Grüße Michael Peters
@14:

Müsste ich erstmal nachmessen.

Gruß
Peter
Hallo,

@Peter, #10:
Zitat

Wikipedia weiß es anders.

Auszug:
<Versuchsfahrten

Auf der Berlin-Hamburger Eisenbahn wurden dabei als Höchstgeschwindigkeit 185 km/h erzielt. An diesem Punkt traten starke Zuckbewegungen durch Unwuchten des Zwillingstriebwerks auf. Die planmäßige Geschwindigkeit von 160 km/h erreichte der Zug in sechs Minuten.>



Ich sprach nicht von Versuchsfahrten oder der Höchstgeschwindigkeit der Lok (175 km/h - d.h. sie muss bei Versuchsfahrten schneller gefahren sein, sonst hätte es für 175 km/h keine Zulassung gegeben), sondern vom Planbetrieb auf der Linie Dresden - Berlin.  An weiteren Informationen dazu, welche Geschwindigkeit da höchstens *planmäßig* gefahren wurde, habe ich immernoch Interesse.

Viele Grüße,

Udo.
@16:

Der Planbetrieb ergibt sich aus dem bei Wikipedia abgedruckten Fahrplan:

Fahrzeiten Bahnhof D 53 D 57
Dresden Hauptbahnhof 09.31 Uhr 17.26 Uhr
Berlin Anhalter Bahnhof 11.12 Uhr 19.06 Uhr
Bahnhof D 54 D 58
Berlin Anhalter Bahnhof 15.10 Uhr 22.10 Uhr
Dresden Hauptbahnhof 16.54 Uhr 23.52 Uhr

<Im Planverkehr fuhr die Lok mit dem Stromlinienzug aber nur bis zu 160 km/h.>

Anders wäre auch nicht erklären, dass der Ersatzvorpann mit 01 und 03, beide 130 km/h schnell, den Fahplan nicht einhalten konnte.

Gruß
Peter

Hallo Peter,

Dieser Satz:
Zitat

Im Planverkehr fuhr die Lok mit dem Stromlinienzug aber nur bis zu 160 km/h



Rührt vermutlich daher, dass als Ergebnis der Messfahrten mit der Lok empfohlen wurde, von schnelleren Fahrten als 160 km/h mit angehängtem Zug abzusehen. Nachzulesen im in #9 genannten Buch.

Auch aus den in Wikipedia angegebenen Fahrzeiten lässt sich nicht ableiten, dass der Zug planmäßig 160 km/h gefahren ist, die Durchschnittsgeschwindigkeiten auf der Strecke Dresden-Neustad - Berlin Anhalter Bahnhof lagen zwischen etwa 107 und 111 km/h.  Da muss man jetzt die Strecke kennen, um zu wissen, was das für die Höchstgeschwindigkeit bedeutet.

Zitat

Anders wäre auch nicht erklären, dass der Ersatzvorpann mit 01 und 03, beide 130 km/h schnell, den Fahplan nicht einhalten konnte.



Ich kenne keine Quelle, aus der hervorgeht, dass es da ständig zu Verspätungen kam.

Im Gegenteil, im in #9 genannten Buch wird Dr.-Ing. Joachim Raabe zitiert. Er berichtet von Mitfahrten mit dem HWZ bzw. deren Ersatzzüge. Nach seinem Bericht hielten die Ersatzzüge mit 01, 03 und sogar einmal mit 18.0 exakt die Fahrzeiten des HWZ ein. Ebenfalls nach seinem Bericht hat er keinen der Züge schneller als 145 km/h (61 001 / 03) bzw. 135 km/h (01) fahrend erlebt.

Die als Ersatzloks eingesetzten 03 waren im Übrigen für 140 km/h zugelassen (03 123 oder höher).

Auch er schreibt, dass die HG des HWZ auf 135 km/h begrenzt wurde, auch um das Zucken der Zwillingsmaschine in Grenzen zu halten - und den Ersatzzügen eine Chance zu geben.  Die Erhöhung auf 160 km/h HG hätte nach ihm nur 3 Minuten Fahrzeit eingespart.

Wenn man sich einmal ansieht, wie oft die 61 001 nicht mit ihrem Zug im Einsatz war, müsste es ansonsten quasi ständig Verspätungen gegeben haben.

Hier die Anzahl der Tage, die die Lok auf ihrer Planstrecke im Betrieb war:

1936: 95 Tage
1937: 118 Tage
1938: 138 Tage

Man sieht: Die Ersatzloks und -garnituren waren öfter unterwegs!

Ich bleibe dabei: Auf Belege, die für eine höhere planmäßige Geschwindigkeit als 135 km/h sprechen, bin ich weiterhin gespannt.

Viele Grüße,

Udo.
@18:

<Man sieht: Die Ersatzloks und -garnituren waren öfter unterwegs!>

Richtig, jedoch:

<Bei Ausfall der Lok 61 001 oder der Wagengarnitur wurde eine Lok der DRG-Baureihe 01 oder DRG-Baureihe 03 eingesetzt. Mit 130 und 140 km/h erreichten sie die Höchstgeschwindigkeit der 61 001 jedoch bei weitem nicht.> (Wikipedia)

Die Fahrstrecke betrug 176 km.

Gruß
Peter

Hallo Peter,

erklär mir mal Dein "jedoch". Niemand bestreitet, dass die 61 für 175 km/h zugelassen war (was natürlich weit schneller ist als 130 km/h [01] oder 140 km/h [einige 03]).

Was fehlt, ist der Beleg, dass der Fahrplan für die 61 mit HWZ zwischen Dresden und Berlin eine größere Geschwindigkeit als 135 km/h vorgesehen hat.

Ebenso fehlt der Beleg, dass die Ersatzgarnituren den Fahrplan nicht halten konnten.

Viele Grüße,

Udo.
Hallo,

der Absatz mit den 01/03 und den Verspätungen steht, soweit ich mich erinnere, auch im Weißbrodt/Müller/Petznik.

Grüße
RF
Hallo RF,

danke für den Hinweis, werde da demnächst mal reinschauen.

Viele Grüße,

Udo.
Hallo,

so, habe dann mal bei Weißbrodt/Müller/Petznik "Dampflok-Archiv Baureihen 60 bis 96" reingeschaut. Da steht geschrieben:
Zitat

Unmittelbar nach Indienststellung des Henschel-Wegmann-Zuges hielt die RBD Berlin eine Maschine der Baureihe 01 oder 03 als Reservelokomotive bereit, die RBD Dresden eine Lokomotive der Baureihe 18.0 (sä. XVIII H). Die Bespannung mit dieser nur für 120 km/h zugelassenen Lokomotive brachte für den Zug aber nur 10 min Fahrzeitüberschreitung.



Mehr steht zu Fahrzeitproblemen bei Ersatzbespannung nicht geschrieben.

Weiterhin ist zu lesen:
Zitat

Nach Darstellung von Henschel konnte die Höchstgeschwindigkeit der Lokomotive deshalb nicht genutzt werden, "weil man auf die für die Beförderung des Gegenzuges oder als Reserve verwendeten 'langsamen' Lokomotiven Rücksicht nehmen musste."



Alles in allem sehe ich da - bis auf die Tatsache, dass der Einsatz der 18.0 als Ersatz für die 61 zu 10 min Verspätung geführt hat - keinen Widerspruch zu den Angaben im EK-Buch.

Ich gehe weiterhin davon aus, dass der Fahrplan der 61 nicht für 160 km/h Spitze ausgelegt war.

Viele Grüße,

Udo.
Es wird auf der Dresdner Bahn auch nicht anders zugegangen sein wie auf heutigen ICE-Strecken: Höchstgeschwindigkeit nur auf geeigneten Streckenabschnitten!
Die einzige fast durchgängig schnellfahrtaugliche Strecke der DRG war Berlin-Hamburg. Und auch hier wurde nach einigen Monaten im Planverkehr die Fahrzeit von 05-bespannten Zügen verlängert, weil sich bei dem hohen Tempo Schäden am Gleisunterbau zeigten. Die viel leichteren SVT konnten jedoch voll ausgefahren werden.

Gruß
Peter
Hallo,

die Berichte sind zwar alle sehr interssant für mich,
aber was haben sie mit dem Thema: Glockenanker- Umbau Arnold (alt) zu tun?

Gruß
Volker
@25:

Angefangen hat alles mit der Vorbildgeschwindigkeit nach dem Motor-Umbau... Wenn Du eine "schnelle" 05 haben willst, bau ihr lieber keinen Maxon-Motor ein:

"Motorisierung für Hersteller
Arnold BR 05 Arnold
sb-Bestellnummer: 1025

Katalog-Nr. Hersteller z.B.
2211/15/16

Motortyp mit Schwungm.
Max 1017*

Schwierigkeitsgrad
II
Arbeitszeit
70,-- EUR

Getriebeänderung
nein

Geschw. bei 12V
150 km/h

69,40 EUR
Preis für Endkunden inkl. MwSt.
und zzgl. Versand"


- Die BR 61 bringt es laut sb bei 12V auf 135 km/h-

Gruß
Peter


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