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THEMA: Schaumstoff schneiden

THEMA: Schaumstoff schneiden
Startbeitrag
awesome - 22.11.10 10:14
Ich versuche gerade, mir aus Schaumstoff ein paar Inlets für Modelle anzufertigen, die ihre OVP verloren haben. Pfusch geht natürlich immer, aber wenn man einen wirklich sauberen, passgenauen Ausschnitt z.B. für eine Lok oder einen Triebwagen haben möchte, ist das nicht so ganz einfach. Nun gibt es im Internet alle möglichen Tips, wie man Schaumstoff am besten schneidet:
- Elektro-Küchenmesser
- Heizdraht
- Band- oder Dekupiersäge
- Fein-Multimaster
- in Zuckerlösung tränken, bis der Schaumstoff fest wird, schneiden, danach auswaschen
- mit Trockeneis oder im Gefrierfach frosten, dann schneiden
- Wasserstrahl-Schneidgerät
- ...

Was davon funktioniert nach Eurer Erfahrung am besten?

Grüsse,

Andreas


Hallo Andreas,

in einem Schaumstoffladen hatte ich mal beim Zuschnitt zugesehen. Die verwenden eine spezielle Stichsäge mit einem dünnen Sägeblatt. Das hat keine Zähne, sondern ist wie eine Messerklinge.

Deine Zusammengetragenen Ideen klingen spannend. Meine Favoriten für den Hausgebrauch daraus wären Elektro-Küchenmesser, Bandsäge und Zuckerlösung. Wobei ich persönlich nur die letzte Lösung anwenden könnte.

Schöne Grüße, Carsten
Hallo zusammen,
ich weis, dass es hier ums Schneiden von Schaumstoff geht und das eigentlich keine Antwort auf die Eingangsfrage ist, aber zur vernünftigen Aufbewahrung von Rollmaterial ohne OVP habe ich mit folgendem System gute Erfahrungen gemacht.
Leicht zu verarbeiten und sieht ordentlich aus.
Guggst du hier:

http://www.1zu160.net/neues/news.php?id=1108

Tasche muss nicht sein, geht auch jeder vernünftige Karton oder jedes "Zigarrenkistchen".

Viele Grüße
Andreas

Edith: Angaben ergänzt
Hallo Andreas,
bei Schaumstoff wäre ich auf jeden fall vorsichtig. Es wurde vor Jahren Original von Minitrix Schaumstoff verwendet. Der hat sich bei langer Lagerung dann irgendwie mit dem Lack der Modelle verbunden.

Gruß

Harry
Hallo Andreas,

das Problem ist nicht womit man den Schaumstoff schneidet (jedes lange, scharfe Messer tut es da), sondern WIE man ihn schneidet:
Die naheliegende Methode, die gewünschten Mulden direkt in den Schaumstoff zu "schnitzen", funktioniert mit keiner der genannten Schneidmethoden vernünftig - das wird immer Gemurkse.

Es funktioniert aber mit etwas Aufwand, indem man den Schaumstoff "umstülpt":
Mit einem Stempel (dessen Form durch Versuch zu ermitteln ist), wird der Schaumstoff durch eine Matrize mit dem äußeren Umriss der Mulde gedrückt. Der durchgedrückte Schaumstoff wird dann mit einem einzigen(!) Schnitt direkt über der Matrize abgeschnitten. Zieht man den Stempel zurück, verbleibt der Schaumstoffbrocken mit der Mulde.
Die Methode bedarf also einiger Übung/Erfahrung und lohnt daher wohl ehr bei größeren Mengen. Zudem ist die Genauigkeit/Feinheit der Ausarbeitungen nicht sonderlich groß.

Als Alternative bliebe noch, den Schaumstoff direkt in einer entsprechenden Form zu schäumen, also anschließend nur plan zu schneiden.

Das effektivste Werkzeug für einen einzelnen sauberen Schnitt (man kann in Schaumstoff nicht nochmal ansetzen) ist sinngemäß eine Bandsäge ohne Zähne (die dafür aber sehr scharf angeschliffen ist!)

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen!

Gruß
Roger

Hallo Andreas,
welchen Schaumstoff verwendest Du?
Ich habe mit den weicheren Arten so meine Probleme (Stichwort Weichmacher/Haltbarkeit). Ich habe nach langer Suche in etwa den Schaumstoff gefunden den auch Kato/Hobbytrain verwendet. Der ist relativ hart und lässt sich auch besser schneiden. Ausprobiert habe ich schon die Heißdraht Lösung und die mit dem Schneidemesser auf der Stichsäge. Aber bei beiden Methoden habe ich nicht immer saubere und exakte Schnitte hinbekommen. Am besten hat es bis jetzt mit einem scharfen Skalpell  funktioniert.

Gruß
Thomas
Danke für die Tips soweit. Ja, das Problem mit den Weichmachern ist mir bekannt - Stichwort "Mössmer-Lokliege". Ich habe selbst schon gebrauchte Modelle zum Ausschlachten bekommen, an denen man das traurige Ergebnis sieht. Trotzdem wird Schaumstoff nach wie vor von Gross- und Kleinserienherstellern verwendet (z.B. Bavaria). Wohl aus diesen Befürchtungen heraus wickeln sie die Modelle aber sicherheitshalber noch in PP-Folie ein.

Ich habe bisher nur mit Schaumstoffresten unbekannter Zusammensetzung experimentiert, aber ein etwas festeres (und hoffentlich langzeiterprobtes) Material wie das grauschwarze Zeug von Kato/Hobbytrain wäre natürlich besser - wo bekommt man das denn?

Die Idee von Roger mit dem Stempel gefällt mir auch. Werde mal in der Küche eine Plätzchenform stibitzen (Modell "Dampflok") und damit experimentieren.

Grüsse,

Andreas
Hallo Andreas,
ein Heizdraht ist bei Schaumpolystyrol = Styropor bei größeren Mengen gut geeignet mit Heizstrom
von beherrschbarer Stärke - ausgedienter Bahntrafo kann gehen.  Bei kleinen Mengen geht auch eine andere Heizquelle. Schnitte sind glatt, Belüftung des Raums notwendig.

Gruss wusel
Die Verwendung von Schaumstoff ist nach den vielen negativen Langzeiterfahrungen wohl kaum noch das Mittel der Wahl.
Mein Vorschlag:
1. Fahrzeuge in ein Stück PE-Luftpolsterfolie einwickeln. (z.B. 2lagig)
2. in entsprechende Fächer aus Kunststoff  oder Holz einlegen.
Verklebungen von PE-Folie mit Farben u. Kunststoffen der Modelle sind auch nach vielen Jahren Lagerung bisher nicht bekannt.
Koffer, Kisten usw. mit den entsprechenden Fächern aus Holz o. Kunststoff sind wesentlich einfacher herzustellen und sehen selbst bei weniger Mühe weniger "schrottig" aus.
Bei entsprechend dünnem Material (Kunststoff ca. 2mm, Holz ca. 4mm) dürfte das Ganze auch noch platzsparender sein.

Es grüßt RainerNRW


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