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THEMA: Wo lasst ihr ätzen?

THEMA: Wo lasst ihr ätzen?
Startbeitrag
Dirk W. [Gast] - 16.01.04 18:34
Hallo,

ich habe mir ein paar Zurüstteile konstruiert und möchte sie jetzt ätzen lassen. Wer von euch hat Erfahrungen mit Ätzdienstleistern und kann mir jemanden empfehlen, bitte nur professionelle Hersteller, kein Schalenätzen auf dem Küchentisch.

Gruß
Dirk W.

Schau m al bei www.saemann-aetztechnik.de, da gibt es auch eine Rubrik "Lohnätzen".

Liebe Grüße

joh
versuch es doch mal bei kuswa. www.kuswa.de
Die Firma Haberl & Partner ist auch eine gute Adresse
Grüsse
Kurt Hegermann

Ich empfehle die Firma
http://www.weidling-gmbh.de/

und
Zellatec Ätz- u. Lasertechnik GmbH, Zella Mehlis,  (0 36 82) 4 15 90

Edward
Hallo,

vielen Dank für die Antworten, da wird was für mich dabei sein. Wenn die Teile fertig sind, werde ich sie hier vorstellen.

Gruß
Dirk W.
Reine Neugierde: Was hast du vor zu machen?

Edward
Hallo Edward,

ich mache Leitern, Bühnen, Geländer, Bedienhebel usw. für Güterwagen, alles das, was es nicht fertig als Zurüstteil (oder nur zu unverschämten Preisen) gibt. Das ganze dann mit Bremserbühnen, Pufferbohlen und Metallpuffern aus dem vorhandenen Angebot kombiniert... . Ich hoffe, das Lehrgeld wird sich in Grenzen halten.

Gruß
Dirk W.
Lehrgeld zu zahlen stellt ja nicht unbedingt ein Pflicht dar

Die üblichen zu vermeidenden anfänglichen Stolperstellen auf dem Weg
zur gelungenen Ätzung sind meist folgende:

Kleine Ätzkunde:

1. Die Software:
Benutze ein Vektor-orientiertes Zeichenprogramm.
Solche Programme sind z.B. Freehand oder CorelDraw.
Pixelorientierte Programme wie Photoshop oder PaintShopPro eignen sich
nicht. Experimente führen zu Lehrgeldern.

2. Die Zeichnungen:
Fragt Eure Ätzerei, ob Sie Filmvorlagen für Positiv-Ätzungen (Schwarz
Gezeichnetes bleibt stehen, Transparentes wird ausgeätzt) oder
Negativ-Ätzungen (Transparent Gezeichnetes bleibt stehen, Schwarz wird
ausgeätzt) benötigen, und fragt nach den erhältlichen Formaten der
Bleche (A4, A3, etc.)
Habt ihr Euch für das von Euch benötigte Format entschieden,
legt ein Projekt an, zeichnet 10mm Rand, und setzt 4 Fadenkreuze in
dessen Ecken.
Darin zeichnet Ihr eure zu ätzenden Teile, eine Zeichnung für die
Rückseite, eine deckungsgleiche Zeichnung für die Vorderseite.

Beachtet bei Eurer Zeichnung Folgendes: Im Ätzvorgang ätzt das
Ätzmittel in alle Richtungen gleichmäßig.
Die kleinste Linienbreite für einen Steg, der stehen bleiben soll,
orientiert deswegen sich an der Materialstärke.  
Als Fausregel gilt die Materialstärke plus 0,1 mm. Die kleinsten in
das Material zu ätzende Durchbrüche, sowie die geringste stehen
bleibenden Linienbreiten orientieren sich ergo an der Materialstärke.
Hier gilt dann, dass die Materialstärke nicht unterschritten werden
darf.

Sicher ist also, dass in z.B. 0,2mm Material lediglich noch saubere
0,2mm Löcher geätzt werden können, kleinere nicht.    
Für Linien gilt, bei 0,2 Materialstärke müssen sie
ca. 0,3mm breit sein, wenn die Ätzung sauber sein soll.
Experimente führen hier ebenfalls zu Lehrgeld.

3. Die Dateiformate:
Zu nutzen ist ein geläufiges Dateiformat das Vektoren verwalten kann.
Das EPS-Format (Encapsulated PostScript) kann garaniert und
plattformübergreifend jede Firma weiterverarbeiten.
Ebenfalls eignet sich PDF sehr gut.  
Proprietäre Datenformate wie z.B. CorelDraws CDR-Format oder oder
Freehand-Dateien sollten vorher mit der Druckerei abgesprochen werden,
i.d.R. ergeben sich aber auch hier keine Probleme.

4. Die Filmtaschen:
Die gezeichneten Vorlagen werden nicht zuhause am Tintenstrahl-, oder
Laserdrucker auf Kopierfolien gedruckt, das Schwarz ist nicht deckend
genug es gibt Haarrisse in der Farbschicht. Die schwarzen Flächen
müssen absolut scharf, und absolut lichtundurchlässig sein.
Darum lässt man die Filme in einer Druckerei oder beim
Belichtungsservice auf Fotofilm ausbelichten.  
Experimente... ist wisst ja   
Die Filme müssen wirklich absolut deckungsgleich zur Filmtasche
montiert werden.

5. Belichten und Entwickeln:
Das Belichten und entwickeln des zu ätzenden Materials sollte nach
Möglichkeit die Ätzerei übernehmen. Weshalb eine Ätzerei in Anspruch
genommen werden soll?

6. Die Ätzungen:
Ergebnisse von Ätzversuchen in der heimischen Tauchätzanlage oder dem
Ätzen in der Schale, werden bei Modellbauteilen, bei denen
es auf die perfekte Zeichnung der Formen ankommt, lediglich
frustrieren.
Professionelle Ätzereien arbeiten mit industriellen Sprüh-Ätzanlagen,
welche das Material in einem Bruchteil der Zeit durchätzen, was zu
wesentlich sauberen Ätzergebnissen führt.

Wenn ihr die Schritte so befolgt, haltet ihr nachher Ätzteile in
professioneller Qualität in der Hand, so wie sie im kommeziellen
Sektor verbreitet ist.

Viel Spaß und Erfolg!

---

Gruß, Frank.
Die Tippfehler dürft ihr ignorieren
Hallo zusammen!

ist eingentlich Laserschneiden nicht eine Alternative zu Atzen. Es würde ja Filmplotten, Belichten und Entwickeln komplett wegfallen. Die Daten vom Zeichenprogramm in den CAM-Rechner, etvl. Datenaufbereitung und dann schneiden. Oder ist Ätzen immernoch die günstigere Alternative? Ist nur mal so eine Frage aus Interesse.

Gruß

Werner D
Hallo Werner,
soweit mir bekannt ist, kann man nur Holz und Pappe für den Modellbau zuschneiden lassen. Ich bin da aber selber gerade am recherchieren.
Für mein Bahnhofsprojekt will ich Gebäude (Sperrholz) mit Fachwerk sowie evtl. die Fenster zuschneiden lassen.
Hier habe ich www.lasersachen.de aufgetan. Die übernehmen auch Auftragsarbeiten nach verschiedenen Zeichnungsformaten. Was da für tolle Ergebnisse mit Holz und Pappe erzielt werden, ist schon eindrucksvoll.
Ich werde denen demnächst meine CAD- Zeichnungen zusenden. Mal sehen, in was für einem Kostenrahmen sich das bewegt.

Hallo Bejamin,

Schau mal hier http://www.cadilac-laser.de/produkte/26_/material.htm . Die können mehr als nur Holz und Pappe. Will keine Werbung mache, meine Firma hat da immer die SMD-lotpastenschblonen fertigen lassen.

Gruß

Werner D
Man kann auch Polystyrol lasern lassen, sogar gravieren in unterschiedlichen Tiefen ist möglich. Natürlich lassen sich auch Metalle per Laser bearbeiten, z.B. Stahl.

Was nun preiswerter ist - Laser oder Ätzen - hängt von der Vorlage, Stückzahl, Größe, Material und der Anzahl der Schnitte ab.

Beim Ätzen fallen die Kosten für Filme nur einmal ins Gewicht. Die Kosten für weitere Bleche sind vergleichsweise gering.
Beim Lasern wird üblicherweise pro Schnitt berechnet, d.h. ein Blech mit vielen Eintauchpunkten wird teuer. Sehr kleine Details können aufgrund des Wärmeverzugs beim Lasern problematisch werden.

Edward


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