1zu160 - Forum



Anzeige:
WAWIKO

THEMA: Misserfolg bei Digitalisierung

THEMA: Misserfolg bei Digitalisierung
Startbeitrag
chrisabi - 31.10.10 20:01
Hallo,

leider erlitt ich heute einen schweren Fehlschlag beim Fortschritt meiner Digitalisierung. Ich versuche eine alte V220 von Arnold zu digitalisieren. Leider gibt es keinen "Waschzettel" für diese Lok. Dennoch wagte ich mich an den Umbau.
Nach dem Finden des geeigneten Einbauplatzes und der Trennung Motor und Beleuchtung von Masse folgte der Einbau und die Verdrahtung eines DHP163. Der Motor hatte einen Kondensator parallel zum Motor, den ich ebenfalls entfernte. Auf die Beleuchtung verzichtete ich noch in dieser Phase.

Nach Einbau versuchte ich einen Test auf meinem noch vorhandenen analogen Gleis. Außer einer Rauchwolke war jedoch nichts festzustellen. Der Decoder hat sich in Rauch aufgelöst, wie es so schön sarkastisch heißt.

Nun meine entscheidende Frage an die Spezialisten - wo steckt der Fehler.

- kann es sein, dass ich die Motoranschlüsse verkehrt herum angelötet habe?
- kann es sein, dass die Nichtbenutzung der Beleuchtung zu Problemen führt?
- kann es sein, das die Anschlüsse für die Schienen vertauscht sind?

Mir erscheint es nicht logisch, dass bei Vertauschung der Motor oder Schienenanschlüsse der Decoder abraucht.

Tests hinsichtlich Masseverbindungen oder sonstigen Kurzschlüssen führte ich natürlich (messtechnisch) durch.

Ich hoffe auf eine Hilfe, denn ohne Ursachenklärung erfolgt kein Einbau eiens neuen Decoders.

Christian.

Hi, das muß am Tag liegen .. hatte heute auch schon maximale Misserfoge ..
Wenn Du Motor und Schienenanschlüsse vertauschst (also Schiene auf Motor), kann ich mir schon vorstellen, daß es raucht. Ansonsten - bist Du ganz sicher, daß Motor und Chassis keine Masseverbindung haben!?

Grüße, Thomas
Hallo Namensvetter,

so ohne Bilder ist schwer zu sagen, woran es lag. Könntest du welche einstellen?

Ansonsten:
- Wie rum die beiden Stromanschlüsse am Motor liegen ist egal, das beeinflusst allenfalls die Fahrtrichtung
- Nichtbenutzung der Beleuchtung führt zu keinen Problemen, schliesslich laufen auch Loks ohne Beleuchtung (z.B. V60 Trix/Hobbytrain) problemlos mit Decoder.
- Wie herum die Gleisanschlusskabel angeschlossen sind ist ebenfalls egal

Dein Fehlerbild lässt mich so eher auf etwas schliessen, wobei ich schon unangenehme Erfahrungen gemacht habe:
In totaler geistiger Umnachtung habe ich die Motoranschlüsse an die Gleiskontakte gelötet und umgekehrt. Dann raucht's recht hübsch.

Ansonsten: Prüf auch mal, ob es nicht vielleicht irgendwo einen Kurzschluss gegeben hat. Auch kann es bei deinem Test passiert sein, das versehentlich eines der Beleuchtungskabel des Decoders auf Gleis gekommen ist. Das mögen die meisten Decoder ebenfalls nicht.

Aber wie gesagt, ohne Fotos ist es sehr schwer, irgendwelche Tipps zu geben, was die Ursache sein könnte.

Gruss
ChristiaN
Hi,
Ich habe beide Motoranschlüsse gegen Masse (Chassi) gemessen -  kein Durchgang.

Gruß Christian
Ich kenn mich nur bisschen mit SX aus.

Nach einem Umbau immer erst die Decoderdaten auslesen. Liegt ein Verdrahtungsfehler vor, wird ein Lesefehler angezeigt. Dabei kann noch nichts rauchen.

Hab in meinen Anfängen einige Decoder ins jenseits befördert, weil ich die lok gleich fahren lassen wollte. Und damals hat ein Decoder noch um die 120 DM gekostet.
Gruss Klaus
Ein Bild voraus hervorgeht was wo angeschlossen war wäre hilfreich.

Ich würde raten dass der Motorausgang mit dem Schienenanschluss vertauscht wurde. Das würde die Rauchzeichen erklären.

> Test auf meinem noch vorhandenen analogen Gleis.

Immer zuerst aufs mit Vorwiderstand geschützte Programmiergleis und CV auslesen.

Gruß,
Harald.
Hallo Christian,

bevor Du ein weiteren Decoder in die ewigen Jagdgründe schickst, such mal auf den mtkb-Seiten bzw. unter den hier veröffentlichten Beispielen, wie ein Decoder eingebaut wird.


Grüße Michael Peters
Hallo,
ich habe versucht ein Bildchen anzuhängen.

Auf den Seiten MTKB und diversen anderen habe ich natürlich im vorfeld intensiv ohne Erfolg gesucht.

Ok, ich habe die umgebaute Lok nicht auf Programmiergleis gestellt und umprogrammiert, sondern auf Werkseinstellung belassen.


Die von chrisabi zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo,

Auch wenn es im Nachhinein zu spät ist, zukünftig immer erst den Dekoder am Programmiergleis auslesen!

Kommt eine Fehlermeldung, Alles noch mal prüfen....

Dann überlebt bei Falschanschluss der Dekoder wenigstens!


Evtl. hättest Du nach der Trennungen von Licht und Motor einfach die Lok noch mal aufs Gleis gesetzt und durchgemessen.

Da aber auch die Enden der Lichtausgänge scheinbar nicht isoliert sind, hat es da vielleicht mit aufgesetztem Gehäuse einen Kurzschluss gegeben?


Michael


Hallo chrisabi

Wofür ist das rote Kabel im Vordergrund was auf der linken Seite an den Bügel und an der
rechten Seite an das schwarze Kabel geht ( sieht zumindest so aus)?

Gruß Frank
Bauchgefühl: Die Zahnräder haben über die Achsen Verbindung zu Masse und ergeben einen verdeckten Masseschluss. Falls nun die Motorwelle auch Masse haben sollte (aus welchem Grund auch immer), dann haben wir schon den Salat. Daher: Prüfe mal die Schnecken auf Verbindung zur Masse. Ich hatte mal einen Fall, da hatte ich eine Drehgestellrevision durchgeführt. Das eine Drehgestell prima, das andere auch - aber nach Einbau der DG ging nix mehr... Daher: Masseprüfung bei eingebauten Drehgestellen durchführen. (Mit Durchgangsprüfer von orange auf beide Schienen bzw. grau auf beide Schienen)

Felix
@9,
das rote Kabel verbindet lediglich die beiden Drehgestellhalter - gleiches Potenzial - in Fahrtrichtung - Verbindung zur rechten Schiene. Das schwarze Kabel hat über Federn, die unter dem Plastikbügel liegen, Verbindung über Kontaktbleche, Schleifer zur linken Schiene. Es besteht keine Verbindung der beiden Drähte.
@10
Hallo Felix, deine Vermutung scheint zu stimmen. Es besteht Durchgang sowohl von orange als auch von grau zur linken Schiene. Der Widerstand zur Schiene differiert um 4 Ohm, wahrscheinlich der Wicklungswiderstand.

Ich habe mir nach diesem Hinweis das Getriebe angesehen. Alle Zahnräder sind aus Messing. Die Motorachse Metall, die Schnecke ebenfalls Messing. Das würde bestätigen, dass damit von einer Schiene über die Getriebe, Motorachse, Kollektor und Kohle eine Masseverbindung besteht.

Welchen Weg bist du gegangen, um diese Masseverbindung auszuschalten? Also bleibt nur der Weg, dass Hauptgetrieberad gegen Plastik auszutauschen. Oder gibt es eine andere Lösung. Ich glaube dass die Beschaffung eines derartigen Gertrieberades schier unmöglich ist.

Gruß Christian.

Hallo Christian
Motorachse, Kollektor und Kohle Masseverbindung kann nicht sein da der Kollektor auf einem Plastikteil auf der Welle sitzt und darauf die kollektorbleche sitzen. Die Lok würde dann auch nicht analog fahren.
Gruß Gunter
Mhm, also ich würde erstmal den Motor aus der Lok nehmen und nochmal prüfen, ob es diesen Kurzschluss immer noch gibt (also zwischen Schnecke und Motoranschluss). Wenn dem so ist, hilft ausser Zahnradwechsel vielleicht Motorwechsel oder Achsentausch gegen eine beidseitig isolierte Variante?

Grüße, Thomas
@11
Zitat

Welchen Weg bist du gegangen, um diese Masseverbindung auszuschalten?


Als das Problem bei mir auftrat, war es an einem Triebwagen mit Fauli, der nach der DG-Revision einen Kurzschluss auf dem Gleis verursachte. Durch Analysieren der Drehgestelle (welche Teile führen Masse?) und "richtig rum" Einsetzen der Achsen konnte ich den Kurzschluss auf dem Gleis beheben. Am Motor selbst musste ich nichts ändern; die Anschlüsse des Fauli haben kein Massepotential.

Ich würde sagen, Nr.12+13 haben recht. - Versuche mal folgendes:

1) Dreh den Kontaktbügel mit dem grauen Draht zur Seite, so dass kein Kontakt zum Bürstenblech mehr besteht.
- Immer noch Verbindung von grau zu den Schienen?
- Immer noch Verbindung von orange zu den Schienen?
- Verbindung vom "offen" liegenden Bürstenblech zu den Schienen?

Bring den Kontaktbügel mit dem grauen Draht wieder in Position.

2) Dreh den Kontaktbügel mit dem orangen Draht zur Seite, so dass kein Kontakt zum Bürstenblech mehr besteht.
- Immer noch Verbindung von grau zu den Schienen?
- Immer noch Verbindung von orange zu den Schienen?
- Verbindung vom "offen" liegenden Bürstenblech zu den Schienen?

3) Dreh nun beide Kontaktbügel zur Seite.
- Immer noch Masse von grau zu den Schienen?
- Immer noch Masse von orange zu den Schienen?
- Verbindung vom "offen" liegenden Bürstenblech zu den Schienen?

4) Schnelltest, ob Kunststoffzahnräder etwas bringen: Drehgestelle abnehmen, Schneckenräder ausbauen, Drehgestelle wieder montieren. Die Lok kann so natürlich nicht fahren, aber elektrisch gesehen ist nun die Verbindung vom Getriebe zur Schnecke gekappt. -> Tests 1-3 wiederholen.

Felix
Scheint mir auch recht eng zu sein wo du den Decoder eingelegt hast. Berührt da wirklich kein Metall wo es nicht berühren sollte? Viel Glück bei der Detektivarbeit!

Gruß,
Harald.

Hallo,

meinen Dank an alle, insbesondere Felix, die mich bei der Fehlersuche unterstützten. Ich bin Felix Hinweisen nachgegangen und konnte den Fehler finden. Die Isolation des mit Schrumpfschlauch überzogegenen Federdrahtes, der über einem Bürstenblech liegt, ist leicht beschädigt. Nur mit starker Lupe konnte ich den feinen Riss entdecken.

Ich habe viel gelernt, dank euren Hinweisen und Lehrgeld bezahlt, was bei Neueinstieg leider nicht ausbleibt.

Nochmals vielen Dank.

Mit freundlichem Gruß

Christian.  


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;