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THEMA: Geschwindigkeit Arnold 05 (alt)

THEMA: Geschwindigkeit Arnold 05 (alt)
Startbeitrag
RF - 03.10.10 15:53
Hallo,

ich habe mir zur Hobbymesse meinen Kindheitstraum gegönnt - seit gestern dreht eine Arnold 05 ihre Runden auf meiner Anlage.

Nun ist mir aufgefallen, dass das Betriebsgeräusch recht laut ist, und dass sie bei etwa 14V gerade so ihre Vorbildhöchstgeschwindigkeit erreicht (jetzt mal nach Augenmaß geschätzt).

Das Getriebegeräusch kann ich sicher mit etwas Öl/Fett/etc. reduzieren - aber ist die Geschwindigkeit so richtig? Ich kann mir das nicht so richtig vorstellen...

RF

P.S.: AFAIR gabs mal im Forum Infos zu den Zügen, die die 05 fuhr - sowohl Vor- als auch Nachkriegs, ich finde die Einträge aber nicht mehr, vielleicht hat jemand da was parat...

Hallo,
das Ritzel müssen  sich erst einschleifen.

Bitte die ersten paar Stunden nicht mit "Vollgas".
Sonst ist der Antreib der  Lok gleich hin.

Die Geräusche werden nach mehreren Betriebstunden angenehmer,
dann kann auch mal schnell gefahren werden.

Nun die F-Züge die Sie zog
waren maximal für 120 km/Std ausgelegt.

Bitte Rückwärtsfahrten nicht vergessen.


Hans Hans

hallo,

ich verwende u.a. auch zwei 05er. Die Geräuschentwicklung wurde bei mir dadurch beseitigt, dass immer -bei sämtlichen Loks- die Zahnräder+Schnecken mit Gelenkwellenfett geschmiert werden.

Dieses gibt es im KFZ Zubehörhandel in Tubenform (100g/200g). Es ist mit Grafit+Molybdän vermegt ( deshalb schwarz), hat sahnige Konsistenz und haftet auch an hoch drehenden Teilen (z.B. Getriebeschnecke) exzellent.

Keine Verharzung oder Verfestigung, fließt nicht, sondern verteilt sich nur durch Kontakt mit "den anderen" Zahnrädern. Säurefrei, deshalb auf für Kunststoffzahnräder geeignet.

Mittels Zahnstocher oder Minischrauberdreher werden kleine Mengen aufgetragen (rundrum), Lok ohne Gehäuse ca. 30 Sekunden langsam "laufen lassen", dann ggf. nochmals etwas "in den Ecken" nachfetten und fertig. Auch auf "verdeckte" Zahnräder sparsam auftragen. Überschüssiges Fett mit Klopapier so abwischen, dass nix an die Radlaufflächen gelangt.

100g Tube kostet 5€, reicht für "99 Jahre und 500 Loks"

Seitdem ist "a rua", auch mit alten Maschinchen, die vorher -trotz regulärer Ölung- schnarrten und knurrten.

cheers
Peter

Hallo,

welche 05 ist es denn? Stromlinie? Wagner-Belche? Witte-Bleche? Nur mit dieser Information kann man was zu den Zügen, die zur Lok passen, sagen.

Das Arnold-Modell der 05 hat (gottlob) noch nie zu den Rasern gehört, sondern dürfte bei 12V ihre Vorbildgeschwindigkeit (175 km/h) nur wenig übertreffen.

Zu beachten ist natürlich auch, dass die Lok ihre Geschwindigkeit planmäßig nie ausfahren durfte - gab ja keine passend schnellen Wagen. Vor dem Krieg war bei 160 km/h Schluss, danach war kein Zug schneller als 140 km/h.

Viele Grüße,

Udo.
Hallo,

danke für die Tips - das die Lok mit ihren großen Treibrädern so "langsam" ist, konnte ich mir nicht vorstellen, ich hatte auch schon bei Glasmacher geguckt, ob ich evtl. ein schon umgeautes Exemplar mit "mach-mich-langsam"-Schnecke erwischt hab.

Zu den Zügen: Es ist die Wagnerin, ich selbst fahre aber _eigentlich_ frühe Epoche III und bin mir noch nicht sicher, was ich am besten anhänge. AFAIR fuhr sie ja auf dem "Rekordzuglauf" A-Wr-B-B, was mir vom Anblick her etwas zu kurz erscheint, deshalb würde mich mal interessieren, in welcher Komposition z.B. die Vorkriegszüge Hamburg-Berlin fuhren.

RF
Du kannst sogar noch die ersten grünen 26,4m D-Zugwagen nehmen, die Lok war noch bis 1958 im Einsatz. Ansonsten gehen auch die Minitrix-Schürzenwagen, die es in einem 10er Set gibt. Vorkriegs- D-Züge fuhren üblicherweise nur mit 4 Wagen - natürlich gab es da auch Ausnahmen mit 10 Wagen.

Gruß
Peter
Hallo RF,

habe selbst vier Stück 05er von Alt-Arnold und dementsprechend auch schon Erfahrungen damit gemacht.

Schwachstelle bei der Lok ist die Motorschnecke bzw. der Übergang davon zum Schneckenzahnrad. Ich habe eine Zeit lang meine 05er mit Trix-Fett geschmiert. Wenn Du das machst, dann wirst Du wohl guter Kunde bei Herrn Krella werden, weil sich dann die Schnecke gerne frißt. Warum:
Ich dachte immer die Fresser lägen an mangelnder Schmierung - von wegen!
Mit dem Fett wurde das Getriebe mit der Zeit richtig schwergängig. Stromaufnahme lt. Amperemeter (meine "Schätzeisen") über 0,4 A*. Dann passierte der Fresser.
Lösung:
Schmierung nur mit Öl (Fleischmann) und immer drauf achten, daß bei ausgebauten Motor sich die Räder mit dem Getriebe leicht drehen lassen und daß das Amperemeter nach spätestens der zweiten Runde unter 0,4 A* zeigt.
* Die A-Angaben habe ich von den Meßinstrumenten in meiner Anlage gemacht. Die Zahlenwerte müssen nicht unbedingt als Norm angesehen werden.

Auf jeden Fall, seitdem kein Fresser mehr.

Zum Vorbild:
Die 05 liefen ursprünglich mit 20 bar Kesseldruck. Da die Kessel aus St47K (nicht alterungsbeständig) war, wurde der Druck auf 16 bar bei der DB beschränkt. Damit war die 05 grade mal so leistungsfähig wie eine 03.
Die 05er liefen bei der DB hauptsächlich vor F-Zügen, allerdings nur einen Erhaltungsabschnitt lang.


Gruß aus Zolling

Christian Strecker
Hallo,

die Tipps mit F-Zug und 26,4m-D-Zugwagen passen streng genommen nur für die Lok mit Witte-Blechen.

Mit den Wagner-Blechen war 05 003 m.W. nur 1947 in Betrieb. Ein Zugfoto gibt's m.W. von Bellingrodt in Wuppertal, wenn ich mich recht entsinne, vor einem gemischten D-Zug, 8 oder 9 Wagen. Ich denke, damals, in der direkten Nachkriegszeit waren die D-Züge mit allem, was fahren konnte, ausgerüstet. Also alle Vorkriegs-D-Zug-Wagen-Bauarten gemischt. Speise- und oder Schlafwagen liefen aber wohl nicht mit.  Ich denke aber, dass die D-Züge zu den Zeiten alle vergleichsweise lang waren. Was sicher kein Zuckerschlecken war, lange D-Züge mit der 05 in Gang zu setzen ...

Die Vorkriegs-FD Hamburg - Berlin fuhren mit 5 bis 6 Wagen, in der Regel 28er oder 35er Schnellzugwagen, ohne Packwagen. Ein Reihungsplan von 1936 sagt für

FD 23 Hamburg - Berlin  B4ü  (+ AB4ü Di - Fr) + AB4ü + WR4ü + AB4ü + AB4ü
FD 24 Berlin - Hamburg: B4ü + AB4ü + AB4ü + WR4ü + AB4ü (+ AB4ü Di - Fr)

Da der Zug keinen Packwagen führte, waren im B4ü zwei Dienstabteile vorgesehen. Ich vermute, der lief deshalb auch immer vorne, d.h. wurde am Endbahnhof vor der Rückfahrt umgesetzt.
(aus: MIBA-Report / Michael Meinhold / Zugbildung 2 - DRG-Reisezüge der Epoche 2)

Viel länger durfte der Zug vermutlich auch nicht werden, damit die 05 die Fahrzeiten halten konnte.

Viele Grüße & viel Spaß mit der 05,

Udo.

P.S.: Meine 05 mit Wagner-Blechen läuft bei mir seit 1983, und das recht viel  - ohne Zahnradschaden.
Hallo,

danke, dann weiß ich, was ich so alles anhängen kann.

RF
Nochmal zum Thema Geschwindigkeit:

Meine 05 003 läuft bei 12V deutlich über Vorbildgeschwindigkeit (ca. 250 km/h) und wird bei 14 V fast eine Rakete. Meine BR 05 002 Stromlinie hält sich eher an die Vorbildgeschwindigkeit, ist aber auch zu schnell. Rückwärts fahren beide Loks langsamer als vorwärts, bei deutlich rauerem Getriebegeräusch. Beide Loks habe ich in den beiden letzten Jahren gebraucht gekauft; die 05 002 lief allerdings erst nach Tausch des Treibradsatzes bei Hr. Krella vernünftig.

Gruß
Peter


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