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THEMA: Flm-Loks: Kontakte löten - wunderbar!!!

THEMA: Flm-Loks: Kontakte löten - wunderbar!!!
Startbeitrag
Stecker* - 07.09.10 02:38
Hallo,

habe soeben eine Nachtschicht beendet. Eine Nachtschicht von 5 Stunden Lötarbeiten. Über die Jahre genervt von ruckelnden Fleischmann-Loks kam mir heute eine Idee.

Ihr kennt ja alle die Fleischmann-Anatomie: Der Fahrstrom wird vom Drehgestell über einen ***Schleifkontakt*** in Richtung Motor weitergeleitet. Diese Kontakte haben Roco-Loks nicht,
dort verwendet man gelötete Kabelverbindungen - und die Loks fahren fabelhaft! Da ich meine Problem-Loks immer picobello sauber gehalten hatte (alles auseinander genommen und komplett gereinigt), war ich nie drauf gekommen, daß diese Schleifkontakt-Konstruktion die Wurzel des Übels ist. Ich vermutete den Fehler immer im Motor und dachte: Montagsmodelle.

Warum ich nicht eher auf den Trichter gekommen bin, das wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Jedenfalls kam mir heute im Supermarkt der Einfall eine Fleischmann-Problem-110er ebenso zu verkabeln wie Roco dies vormacht. Ratz-fatz feinste 0,05er Brawa-Litze besorgt und zu Hause den Lötkolben angeschmissen.

Habe an die Kontaktfähnchen die Kabel angebracht und seitlich an den Verbindungsbügeln vorbei auf die Platine gelötet. Was soll ich sagen?

Dat Ding läuft!!! Die Zehner fährt jetzt butterweich und gleichmäßig über alle Weichenstraßen, ich traute meinen Augen nicht. War das die Lok, die ich letzte Woche noch beinahe an die Wand geworfen hätte? Trotz regelmäßiger Reinigung der Radflächen und aller Kontakte wurden wir zwei uns nie grün.....bis heute.

Sofort euphorisch die Problem-151er geschnappt, Litze angelötet - läuft auch! Ich dachte schon ich sitze im falschen Film!!!

11 Loks habe ich bis jetzt bearbeitet, und alle laufen kontaktsicher wie nie zuvor! Morgen folgt der Rest - das mache ich bei meinem kompletten Fuhrpark jetzt so. Nur bei den 141ern wird es etwas kniffelig, denn hier hängt die Platine zwischen Motorblock und Drehgestellen (statt oben auf), schwierig auf so engem Raum ein Kabel mit Spiel für die seitlichen Drehgestellauslenkungen anzubringen.

Was ich hier berichte ich jetzt nicht der große technische Hype, werden einige denken. Aber auf diese Idee bin ich erst heute gekommen - nach so langer Zeit des Herumärgerns. Hatte von dieser "Fehlerbehebung" hier auch noch nie etwas gelesen. Drum möchte ich allen Kollegen mit Flm-Problemloks raten: Lötet einen anständigen Kontakt und Ihr habt Eure helle Freude.

Bis denne!

Olaf

Hallo

Da fragt man sich doch, was FLM sich dabei gedacht hat, so eine entscheidende Fehlerquelle einzubauen.

Gruß
Thomas
Ist es denn eine " serienmäßige" Fehlerquelle ? Meine Drehgestellloks von GFN laufen sehr gut ohne Eingriff. Vielleicht waren die o.g. Loks verschmutzt oder überölt.

Jürgen H.
Hallo Olaf
Ein Bild davon wäre hilfreich
Gruß Gunter www.mtkb.de
Hallo Olaf,

ich hatte ein ähnliches Problem mit dem GFN 614. Nachdem ich die von dir angesprochenen
Kontakte gereinigt hatte, lief er wieder einwandfrei. Nichtsdestotrotz ist der Ansatz von dir
bzw. Roco natürlich um einiges kontaktsicherer.

Viele Grüße,
Uwe
Moin Olaf

Du wirst es kaum glauben, aber dieselbe Idee hatte ich vor ein paar Monaten auch schon.
Nur wollte ich mit den Litzen durch das Metallgestell.In diesem bestimmten Fall bei uns war es eine 215 oder 216 eben von FLM.Hatte damals auch schon angefangen Löcher in das Gestell zu bohren..hab dann aber irgendwann entnervt abgebrochen.Jetzt schreibst du das du die Litzen seitlich an denn Kontaktbügel vorbei geführt hast.
Mir stellt sich die Frage : Ist da genügend Platz oder sollte mann die Kontaktbügel lieber ganz weglassen? Ich meine wegen dem Gehäuse.

Wie Gunther schon sagte, ein Bild wäre schön.
Gruß Micha

Hallo,

es hat alles Vor- und Nachteile. Verkabelte DG kann man zur Wartung nicht ohne Lötarbeiten ausbauen, und bei älteren Roco Serien wurden oft ziemlich dicke und steife Drähte verbaut, die das DG behindern und gerne genau an den Lötstellen der Radkontaktbleche abbrechen.

Grüße, Peter W.
@5 - es gibt nur eine 218 von FL.
Hallo Olaf,

ich schließe micht Gunter @3 an. Bitte Bilder einstellen...

Gruß
Matthias
Hallo Olaf,

gute Idee, ich hatte kürzlich die gleichen Probleme mit dem ET88 von Arnold. Werde da wohl auch Kabel einlöten.

Gruß
Roland
Hallo Olaf,

"Hallo Olaf
Ein Bild davon wäre hilfreich
Gruß Gunter www.mtkb.de "

Dieser Bitte schließe ich mich an

Gruß

Christian


Hi Olaf,

ja das ist natürlich der "absolute Burner". Ganz im Sinne: kleine Ursache, große (zudem äußert nervige) Wirkung. Ich hatte mit meinen Fleischmännern zwar noch keine der beschriebenen Probleme aber sollte ich sie mal bekommen, dann weis ich was ich ändern muss.

Wie schon von einigen Vorrednern erwähnt, wären ein paar Bilder wegen der Kabelführung und der Lötpunkte nicht schlecht. Evtl. kannst du dazu auch einen Umbaubericht verfassen und auf 1zu160 veröffentlichen. Da haben sicher noch mehr Leute was davon, die nicht das Forum durchsieben.

Gruß, Felix B.
Hallo!

@2 Hallo Jürgen,

eine serienmäßige Fehlerquelle würde ich es nicht nennen. 3/4 meiner Flm-Loks laufen problemlos. Aber manche Kandidaten muckten immer und immer wieder. Überölt sind meine Loks nicht, dazu habe ich sie auch zu oft komplett bis in alle Ritzen mit Tuch/Benzin gereinigt. Jetzt, wo die Loks laufen, ist es ja bewiesen, daß die vielen Kontakte vom Rad bis zum Motor nicht ideal sind. So habe ich auch die Bügelklemmen als Ursache in Verdacht. Nämlich dort, wo die auf dem Motorblock sitzende Platine vierfach eingehakt ist.

@3 Hallo Gunter,

werde statt Fotos (meine Digi ist zur Reparatur) heute noch meine alte Sony schnappen und ein ganz kurzes Video drehen. Ich melde mich später wieder wenn das online steht.

@4 Hallo Uwe,

wie bereits erwähnt habe ich auch die Bügelklemmen (die den Strom um den Motorblock außen herum nach oben zur Platine leiten) in Verdacht, das funktioniert bei manchen Loks nicht so einwandfrei. Wie gesagt, der Beweis ist ja jetzt da!!!

@5 Hallo Micha,

ja da ist seitlich Platz. Ich habe sehr feine Litze besorgt (0,05 mm von Brawa). Die ist sehr dünn und auch flexibel. Die Kontaktbügel musst Du belassen, weil diese die Platine auf dem Motorblock fest hält. Ich werde auch das filmen (siehe @3).

@6 Hallo Peter,

ich habe die Litze auf 6cm geschnitten. Die Drehgestelle kann ich also jederzeit problemlos herausnehmen und reinigen, da ist genug Platz. Außerdem ist die verwendete Litze sehr fein und flexibel. Habe auch ein gutes Gefühl zur Haltbarkeit, denn das Kabel wird durch die Drehgestellauslenkungen schon etwas beansprucht (ziehen oder stauchen). Aber ich habe "Spiel" gelassen. Seitlich habe ich die Kabel auf den Bügelklammern mit Tesafilm befestigt. Werde ich im Video zeigen...

Bis später,

Olaf
Hallo alle zusammen,

Olafs Bastelarbeit kann einen ja auch richtig Geld sparen.

Die Kontaktbleche vom Drehgestell zum Fahrgestell brechen bei GFN ja auch extrem leicht ab. Zweimal biegen können schon reichen. Und dann... neuer Drehgestellkörper.

Oder eben alternativ eben Litzen einlöten.

Die BRAWA-Litzen habe ich auch zu Hause für die Roco-Loks, denn bei denen faulen die werkseitigen Litzen mit der Zeit auch gerne ab.


Gruß aus Freising

Christian Strecker
@ 7  Du hast natürlich Recht...die 215 und die 216 waren die Trixis....
nicht ganz, die 216 ja, aber die 215 gabs nur von Roco!
Naja...dann war´s halt 217, oder so...mit den Dieselloks komme ich eh immer durcheinander.
Fakt ist das ich das auch mal machen wollte.
Gruß micha...der jetzt erstmal in seine Datenbank schaut welche Br. von welchem Hersteller ist...
Asche über mein Haupt...
Da hab ich doch die 215 von Roco....unter Minitrix 215 gespeichert..grrrrrrrr

Gut das man immer mal wieder nachschaut und nützliche Hinweise bekommt.

DANKE
Hallo,
von
- Fleischmann: 210; 218.1; 218.4 und 218.9 sowie deren Varianten.

Werden die Schleifkontakte und Klammern
bedarfmäßig gereinigt und nötigenfalls nachgebogen,
ist eine eine eingelötete Verbindung nicht notwendig.

Es sind meißt Öl und Staub.
Fällt aber auf,
wenn das Maschinchen nicht mehr so sauber fahren möchte.

Allenfalls bei abgebrochenen Federkontakten an den Drehgestellen,
habe ich hochflexible dünne Adern eingelötet.

Der größte Nachteil ist die verminderte mechanische Wartungsfreundlichkeit.

Das klingt theoretisch vielleicht nicht so schwer,
ist es aber aber in der Praxis um so mehr.

Ich finde die Ader-Einlöt-Methode eher kontraproduktiv und bei der Modellbahn überflüssig.
Die geringen notwendigen Ströme, selbst in DCC-Form,
bedingen keine so hohen Spannungen damit,
bei einigermaßen guten Schleifkontakten,
entscheidente Lichtbögen entstehen können.

Habe die gelöteten Verbindungen alle wieder durch Schleifkontakte ersetzt.
Aber dies ist eine Erfahrung die man möglicherweise erst über viele Jahre macht.

Bei den Roco-Loks habe ich die Leitungen durch flexiblere, längere Adern ersetzt.

Hans Hans



Hallo zusammen,

habe diese Methode auch schon seit Jahren im Einsatz.

Grüße Michael Peters

Die von Michael Peters zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo Loide,

fünf weitere Loks sind fertig - die schnurren auf einmal alle so ungewohnt "unzickich".


Habe zwischenzeitlich das Video geladen. War irgendwie nicht so leicht mit der Kamera zwischen den Beinen zu hantieren. Ist etwas länger/doppelt geworden weil ich nicht wußte wie gut man was später erkennen kann. Naja ist ok, wenn auch nicht Oskar-Preis-verdächtig...

www.youtube.com/watch?v=6XhSLvLbQ8I

Ja bei den Flm-101ern bin ich jetzt etwas ins stocken geraten, weil man dort für zusätzliche Lötarbeiten konstruktionsbedingt leider kaum Platz hat. Aber die erste rollt schon wieder, jetzt muß ich nur noch die Unterbodenwanne wieder einklippsen.

Was Hans Hans geschrieben hat stimmt natürlich auch, das muß jeder für sich entscheiden. Ich aber meine die Wartungsarbeiten werden sehr viel weniger, da die Stromabnahme jetzt zu gefühlten 100% funktioniert. Wenn man wirklich das Drehgestell komplett abnehmen will, dann sind die Litze ganz schnell abgelötet und ebenso schnell wieder dran. Die meisten Reinigungen kann man aber auch so schnell erledigen...

Gruß, Olaf
Hallo Olaf,

schönes Video und wirklich nette Idee - über ähnliches dachte ich schon immer bei meiner alten Minitrix E44 und V160 nach und werde es jetzt wohl mal in Angriff nehmen.

Danke für die Ermutigung
Frank
Mir fällt auf: Überall umgerüstet auf MAXON-Motor mit üppig Schwungmasse!
Hallo Olaf,

das ist eine sehr praktikable Lösung!

Da kann ich meine "alte" 218er auch mal mit der Methode in Kur schicken.

Danke für das Video,

Michael
Hallo,

ich stelle die Kontakte besser gut ein, ist später wartungsfreundlicher. Bei der Hälfte meiner Roco-Loks sind die Kabel inzwischen abgerissen, meist genau hinter der Lötstelle. Dann wundert man sich warum diese nicht mehr fahren wollen.
Tschüß,

Bernd
Sehr schönes Video !!!
Das mit dem Reinigen mache ich auch immer so, nur nehme ich ein fusselfreien lappen und Isopropanol dafür.

@ 24  das mit den Roco Loks kommt mir bekannt vor...unsere drei 150er haben das auch.Genau hinter der Lötstelle....Roco Krankheit

Gruß Micha
Der Elektriker lernt im ersten Lehrjahr, dass Lötstellen nicht mechanisch belastet werden dürfen. Genau dies passiert aber bei den Roco Loks und dem oben gezeigten Selbstbau.
Leider ist ja nicht genug Platz, um die Sache " ordentlich" zu lösen, d.h. mit einer Entlastung der Lötstelle.

Jürgen H.
Hallo Jürgen, hallo alle zusammen,

da magst Du schon recht haben. Aber ich glaube, daß hier die mechanische Belastung nicht so groß ist, daß das die Ursache wäre

Bei Michas geschilderten Problem bei den Roco-Loks ist da m. E. eher das werkseitig verwendete Flußmittel das Problem. Abgesehen davon ist bei einigen Roco-Loks die Litze schon entlastet, da diese nochmal bei Drehgestell nochmal bei der Isolierung eingeklemmt ist. Aber selbst da passierts eben.


Gruß aus Freising

Christian Strecker
Hallo,

es gab und gibt auch Roco Chargen, wo trotz Vorhandenseins der Klemmvorrichtung für das Kabel am Drehgestell diese nicht benutzt, sondern das Kabel einfach irgendwie eingezogen wurde.

Grüße, Peter W.
Hallo,

bezüglich der Belastbarkeit werde ich die Angelegenheit natürlich im Auge behalten. Allerdings hatten meine drei Roco-Loks (Modelle 112, 143, 181) bislang keinerlei Probleme mit einem Litze-Abriss. Und ich habe die Loks in den Jahren wirklich nicht geschont, die mußten schon ihre Kilometer bringen. Hätte ich Ärger gehabt, wäre ich jetzt nicht drangegangen die Fleischmänner ebenso zu verlöten.

Aber ich meine, daß der Spaß am deutlich erhöhten Fahrkomfort mehr wiegt als irgendwann vielleicht mal ein Kabel wieder anlöten zu müssen. Muß die Lok eben wie beim Vorbild ins Aw einrücken...


Der Lötkolben ist in 4min heiß und das Kabel in 10sec wieder dran. Ich schätze die Beanspruchung an den Schleifkontakten nicht sehr hoch ein - aber wie gesagt ich werde das beobachten.

Und dann wollte ich noch einmal betonen, daß ich mit Fleischmann immer außerordentlich zufrieden war/bin, 3/4 der Loks laufen gut und fast ohne Probleme. 1/4 aber eben nicht. Da ich Betriebsbahner bin, müssen die Kleinen schon mal ran. Deshalb ist diese Abänderung für mich ein Gewinn, lege großen Wert auf "ausdauernd seidenweich" laufende Züge.

Gruß, Olaf

Hallo Olaf,

tolle Demonstration. Besser geht es nicht.

Gruß Gerd
Hallo Olaf,

habe mir meine BR 139 Cargo vorgenommen. Sie hatte einen unrunden Lauf, der nicht immer auftrat. Insbesondere mit Waggons schaukelte das ganze System. Ich habe das mit dem eingebauten Decoder nicht in den Griff bekommen.
Nach Anlöten der vier Litzen läuft die Lok jetzt merklich ruhiger. Ein unrunder Lauf mit Waggons gehört der Vergangenheit an.
Sehr schön, dass Du Deine Überlegungen hier uns mitgeteilt hast. Vielen Dank dafür.

Viele Grüße Gebhard
Hallo Gebhard,

das freut mich. Bei mir läuft seit 2 Stunden ein 6-teiliger Lokzug als Testfahrt auf einem Achterkurs. Bis jetzt schaut alles ganz gut aus, die Kleinen schnurren Hand in Hand ruhig vor sich hin.

Habe noch nie meine Desiros geöffnet, das Innenleben kenne ich noch gar nicht. Wird die letzte Herausforderung für mich sein - die sollen nämlich nach Möglichkeit auch "dran glauben"...

Gruß, Olaf
Sehr schönes Video, danke für die Mühe.
Gruß Björn


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