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THEMA: Spannung auf Digitalgleis?

THEMA: Spannung auf Digitalgleis?
Startbeitrag
Red Hair - 06.09.10 10:59
Hallo,

folgende Frage hab ich mal an die Techniker.
Ich habe einen FL Trafo den ich an die IB anschließe.
Der Trafo liefert ca. 16 ~ Volt. Auf dem Gleis messe ich dann ca. 30 ~Volt.
Ich denke, dass liegt daran, dass ja auf dem Gleis jetzt Digitalspannung anliegt und mein Analogmessgerät damit nicht klar kommt.

1. Wie messt Ihr denn den Strom am Digigleis?

Ich würde schon gerne wissen was da wirklich am Gleis anliegt.
Muss man ein anderes Messgerät kaufen?

Gruß
Red

Hallo Red,
mit einem normalen Multimeter kommst du da nicht weit. Um die Spannung messen zu können, benötigst du ein Oszilloskop. Damit kannst du die "Wellenform" der Digitalspannung auf dem Schirm darstellen.
Hallo,

stelle die IB auf "Spur N" ein. Dann sollte sich die Gleisspannung (ohne Umbau der Box) bei ca. 18 V einpendeln.

Möglichkeiten zur Messung der Digital-Gleisspannung:
- mittels Brückengleichrichter, dann im Gleichspannungsbereich messen und ca. 1 V Aufschlag auf den Anzeigewert dazu rechnen (Spannungsabfall am Gleichrichter)
- Messgerät mit "True-RMS" Funktion (teuer)
- Oszilloskop (es genügt bereits ein Taschenoszi oder PC-Vorsatz)

Grüße, Peter W.
@msfrog

Danke für die schnelle Antwort aber ich kann mir ja jetzt nicht ein Oszi kaufen mal ganz davon abgesehen das man den auch bedienen können muss.
Gibt es da nicht einen einfacheren Weg?
Z.B. das man das in etwa umrechnen kann. Also 30~ digi = 16 ~analog.

Gruß
Red
Hallo Red,
einfach umrechnen ist nicht, schon allein, weil jedes Multimeter ne etwas andere Spannung anzeigen dürfte. Aber versuch doch mal den Tipp von Peter mit dem Gleichrichter.

Übrigens kannst du auch einen PC mit Soundkarte zum Oszilloskop umfunktionieren. Anleitungen dafür gibts im Internet.
Wozu muss man die Digitalspannung messen ? Besser fahren die auch Loks nicht, wenn man den genauen Wert weiß .

Jürgen H.
Einfacher Tip: Wagen mit Beleuchtung aufs Gleis stellen: ist das Licht  zu hell ist die Spannung zu hoch, verbiegt sich das Dach ist die Spannung viel zu hoch
Hallo Red,

willst Du wirklich die Spannung messen ? Oder interessiert Dich die Stromaufnahme der Loks zwecks Dimensionierung der Trafos / Booster ?


Gruß

Rainer
Zum Fahrstromverbrauch ist hier z.B. etwas zu finden: http://sx-wiki.mec-arnsdorf.de/wiki/index.php/Fahrstromverbrauch

Zur Kabeldimensionierung (falls benötigt) hier: http://sx-wiki.mec-arnsdorf.de/wiki/index.php/...rung_und_Einspeisung


Gruß

Rainer
Dazu mal eine ganz dumme Frage:
muss man denn die IB odere Zentralen zusätzlich an einen Trafo anschließen?
Interessiert mich mal, da ich daran denke, mir demnächst eine Zentrale zu erwerben. Haben die keine eigene Stromversorgung und nutzen den Trafo als Netzteil?

Danke für Aufklärung eines Laien. Habe noch die Fleischmann Multimaus.

Achim
Hallo,

verzeih eine Gegenfrage aber manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass das logische Denken bei Modellbahnern aus der Mode kommt wenn es "elektrisch" wird:

Zitat

Habe noch die Fleischmann Multimaus.


Wie kommt da der Strom in die Zentrale?

Grüße, Peter W.
Ich verzeihe. Bei der Multimaus aus dem externen mitgelieferten Netzteil/Trafo.

Meine anscheinend nicht richtige Annahme war, dass dieses Netzteil/Trafo bei einer Zentrale selbstverständlich in das Gehäuse integriert ist. Nur bei einem Handgerät macht es für mich Sinn, dieses Teil auszulagern.

Ich bitte auch um Verzeihung, wenn meine Frage zu dumm war.

Achim
Hallo Achim ,
also mir ist KEINE handelsübliche Zentrale mit integriertem Netzteil bekannt.
LG Röhricht
www.modellbahnservice-dr.de
Hallo,

die Netzteile sind immer ausgelagert. Das hat 2 Gründe:

1. Geräte zur Modellbahnsteuerung fallen auch in die Kategorie "Spielzeug" und dürfen daher heute keine eingebauten Trafos mehr haben (vor allem die Geräte, die in Startsets verkauft werden)

2. Der Hersteller einer Digitalzentrale braucht sich nicht mit den teuren Sicherheitsprüfungen (z.B. Überspannungs- und Durchschlagsfestigkeit) für die Erlangung der nötigen elektrotechnischen Prüfzeichen herumzuschlagen, sondern überbürdet das einem Netzgerätehersteller.

Alle direkt mit der Modelleisenbahnanlage verbundenen Trafos und Netzgeräte müssen eine Spielzeugzulassung haben. Normalerweise arbeiten Spielzeuge mit "Schutzkleinspannung". Steckkontakte, die eine höhere Spannung als 24 V führen, müssen einen Berührungsschutz aufweisen - das ist der Grund für die neuen Märklinstecker, weil der Überspannungimpuls der Wechselstromtrafos bis über 30 V gehen kann. Kleinspannungsstecker dürfen nicht mit Netzsteckdosen kompatibel sein - das ist ein Problem bei Verwendung von klassischen 4 mm Bananansteckern.

Grüße, Peter W.
Soweit ich das noch zusammenbekomme ist die Kombi Trafo+Netzteil in einem Gerät laut EU-Verordnung nicht mehr statthaft. Es muß nun (bei Neugeräten) immer ein seperates Netzteil/Trafo zum externen Regler geliefert werden..... oder so ähnlich...

Huch...Peter war schneller...

LG, AlfredB.
Vielen Dank. Inzwischen hab ich mal nachgelesen. Es ist tatsächlich so, dass kein Gerät ein Netzteil/Trafo eingebaut hat. Das dies auf die Schutzvorschriften der EU zurückzuführen ist, war mir völlig unbekannt, ist nach den Schilderungen von Euch aber logisch.

Danke für die Nachhilfe.

Es gibt ja auch Threads hier und anderswo über den zu verwendenden Trafo. Ich würde wohl zunächst an den herstellereigenen denken, werde mich hier mal schlau lesen.

Nochmal danke.

Achim
Hallo,

bevor wir noch weiter vom Thema abkommen, sollte der Fragesteller mal bitte den Zweck der Messung erläutern.


Gruß

Rainer
Hallo,

der Zweck ist doch eigentlich egal. Auch ich möchte lediglich die Spannung mit einfachen Mitteln messen können.

Grüße,

Gerd
Hallo,

der einfachste Weg ist der Brückengleichrichter - am besten den kleinstmöglichen Typ wählen. Will man den Spannungsverlust noch weiter reduzieren, nimmt man 4 Schottky Dioden oder 2 PN-FET-Paare.

Grüße, Peter W.
Kurze Frage: Ist die Digitalspannung nicht eine Art Wechselspannung? Also muesste sich das Ganze doch mit einem Multimeter messen lassen, oder seh ich das falsch?
Wechselspannung ja, aber es werden ja auch noch die Digital-Informationen "aufgeprägt". Ein normales Multimeter bringt das aus dem Tritt, es zeigt falsche Werte an.
Hallo,
es gilt erst einmal die Regel: Wer misst, misst Mist! Oder vornehmer ausgedrückt, jedes Messgerät zeigt nur in dem Toleranzbereich an, für das es gebaut wurde.
Normale Multimeter sind so geeicht, dass sie den Effektivwert einer sinusförmigen Wechselspannung anzeigen. Das Digitalsignal ist aber rechteckig ( na ja, wie steil die Flanken wirklich sind, sieht man auf einem Oszilloskop ). Der Effektivwert einer Rechteck-Spannung ist gleich dem Maximalwert der Spannung, beim Sinus ist des 0,707-fache (1/2 x Wurzel aus 2). Dieser Faktor und ein weiterer, der sich aus der Gleichrichtung ergibt und somit bauart-bedingt ist, wird bei der Anzeige eines Multimeters berücksichtigt. Außerdem sind die meisten Multimeter auf die Netzfrequenz von 50Hz ausgelegt. Wie stark sich da Abweichungen auswirken hängt noch deutlicher von der Bauart ab.
Das alles kann man ausschließen, wenn man entweder auf einem Oszilloskop den Maximalwert der Spannung abliest oder ein RMS- (Root Mean Square, exakte Definition des Effektivwertes: Wurzel aus dem zeitlichen Mittelwert des Quadrates) Voltmeter benutzt. Ansonsten kann man sich behelfen und die Spannung ungefähr messen, siehe Anleitung PeterW oder man nimmt immer dasselbe Multimeter und hat dann zwar keinen genauen Messwert aber einen internen Vergleich. Man kann dann z.B. feststellen, ob die Spannung überall auf der Anlage gleich hoch ist, was ja meistens reicht. Mir jedenfalls reicht das, mein Multimeter zeigt mir dann 13,2 V, was nicht bedeutet, dass das die Spannung auf der Anlage ist.
Viele Grüße
Friedhelm

Edit:
Ich habe mal gerade einen Test gemacht: Steinel-Digicheck, meine Standard-Prüfinstrument: 13,2V, Multimeter 20,7V, Methode PeterW: 16V
Also sollte die Spannung ca. 17V betragen.

2. Edit Fehler korrigiert: 0,707 = 1/2 x Wurzel 2


Hallo Friedhelm,

nur der Richtigkeit halber: der 0,707 fache Wert ist 1 geteilt durch Wurzel aus 2!

Ich werde die Spannung dann mit einem Brückengleichrichter und einem Vielfachinstrument messen.

Grüße,
Gerd
Ich vermute das es bei den Thread  um einen eventuellen Tod von Dekoder wegen zu hoher
Digitalspannung geht

Ich messe derzeit die Spannung mit einen Brückengleichrichter und einen  Kondensator  
(35 Volt 100 mf)  parallel  zum Ausgang des Brückengleichrichter .
Damit habe ich den ungefähren Spannungswert wenn das Meßinstrument nicht zu niederohmig ist.
(Bei den mir bekannten Digitalmeßinstrumenten ist das nicht der Fall )

Das Meßinstrument muß dann auf Gleichspannung gestellt sein.
Zu dem angezeigten Wert addiere ich 1 Volt .
Das ist nicht 100 prozentig aber einfach und reicht für solche Anwendung aus meiner Sicht aus.


Wer genauer messen möchte um die Dekoder vor Überspannung zu schützen sollte auch den Wert der Primärspannung zum Meßzeitpunkt berücksichtigen.
.
Gruß Frank
Das ist aber meine Meinung


Hallo Gerd,
natürlich hast du recht, da war mein Tippfinger schneller als mein Gehirn. Ich habe es korrigiert.
Vielen Dank und viele grüße
Friedhelm
Also erstmal danke für Eure Antworten.

Ich frage nur weil es mich interessiert nicht weil ich Angst habe das was abraucht.
Das tuts eh irgendwann mal :)

Gruß
Red
1/Wurzel2 = 1/2 * Wurzel2

1=1/2*2

1=1

stimmt !
@Orginalfrage:

Wenn man einen Decoder mit blauem Kabel hat kann man auch die Gleichspannung messen die (natürlich bei eingeschalteter Beleuchtung) zwischen dem blauen Kabel und dem Beleuchtungsausgang (weiss/gelb) hat. Das stimmt dann wenn die Beleuchtung nicht gedimmt wurde. Oder man bastelt sich eine Messhilfe wie von Peter W. oben beschrieben. Mit einem kleinen Kondensator (Entstörkondensator aus einer Lok z.B.) wird die Gleichspannung am Ausgang des Brückengleichrichters noch ein wenig geglättet (ist ja nicht viel notwending da wir eine Rechteckspannung gleichgerichtet haben) und dann passt das schon.

@Ritschel:
> (35 Volt 100 mf)

"mf " (milli-Farad?) glaub ich nicht. Vielleicht nF also nano-Farad?

http://en.wikipedia.org/wiki/Farad
http://en.wikipedia.org/wiki/Milli-

Gruß,
Harald.
Er meint bestimmt Microfarad, geschrieben als µF oder (bei eingeschränktem Zeichensatz) uF.


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