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THEMA: Schalldämmung an Segmentübergängen

THEMA: Schalldämmung an Segmentübergängen
Startbeitrag
HaNNoveraNer - 20.07.10 11:51
Hallo zusammen

Es wird geschrieben, daß an Modul/Segmentübergängen die Schienen besonders gut befestigt werden sollen. Da lötet man an Schraubenköpfe oder an Haken oder an Platinen, damit nichjts abreißt.  Was ist aber mit der Schalldämmung an diesen Stellen? Dort entstehen ja wieder Schallbrücken zu Platte.

Ich persönlich werde eine 2mm Korkschicht und darauf  3mm anderes weiches Dämmateriial haben.

Wenn ich da vorne aber einen 5mm hohen stabilen Übergang mache, dann wird der Schall wieder an die Platte übertragen.

Gruß
Thomas

Hallo Thomas,

Kork hat nichts mit wirkungsvoller Geräuschdämmung auf der Modellbahn zu tun (zu geringe Dichte und zu leicht) und weicheres Material ist nicht stabil genug. Meines Erachtens nach würde ich beides nicht verwenden - weder für zwischendurch noch für den direkten Übergang.

Empfehlung: Unter die Gleise Resorb verlegen und Trasse bis vor die Kopfplatte laufen lassen. Dabei die Trasse soweit absenken, dass nur noch das eigentliche Gleis auf dem Holz der Kopfplatte aufliegt. Die senkrechte Kopfplatte hat in der Regel genug Material um keine lauten Geräusche zu erzeugen, zumal die Strecke auf der Kopfplatte nur wenige mm beträgt. Wir arbeiten bei unserer Segmentanlage im Club mit Code-40-Profilen genau so und es hat sich bewährt, zu weiches Material auf der Kopfplatte hingegen nicht.

Bilder reiche ich sofern gewünscht gerne nach.

Viele Grüsse
Frank
Hallo Frank

Die Verbindung Acrylkleber, Kork und die von mir erprobte Trittschalldämmung mit sehr hoher Dichte/Gewicht hat sich bei mir als ebenso gut  dämmend erwiesen, wie 6mm Resorb.
Es geht eben nichts über probieren...
Dabei werden die Schienen sogar verschraubt ohne Schallbrücke.

Aber darum geht es hier ja nicht...
Wenn ich an allen Segmentübergängen die Gleise auf Plattenniveau absenken würde, hätte ich überall unschöne "Täler" im Gleisverlauf.
Aber ich entnehme Deiner Aussage, daß es die Schalldämmung nicht viel verschlechtert, wenn man etwas "Hartes" auf die letzten 12mm (Stärke der Kopfplatte) aufklebt, und daran dann die Gleise fixiert.

Gruß
Thomas
Hallo Thomas,

deine Ausführungen zu den unschönen Tälern an den Übergängen kann ich nicht ganz nachvollziehen, die Kopfplatten werden doch entsprechend dem Geländeverlauf und dem Bahnkörper angepaßt. Die Kopfplatte selbst besteht bei unseren Segmenten aus 16mm Multiplex. Ich gehe nicht soweit zu behaupten, dass da kein Unterschied zum beschriebenen Streckenaufbau besteht. Der Unterschied ist jedoch meines Erachtens nicht so groß und zudem längenmäßig überschaubar. Die Gleise auf der Kopfplatte selbst kleben wir aber mit Flexleim, der elastisch austrocknet. Wenn die Profile eine absolut feste Verbindung zur Kopfplatte haben (z.B. durch Schrauben, etc.) dann werden auch die Vibrationen bzw. die Schwingungen auf die Kopfplatte und somit auf den Kasten übertragen. Unsere Versuche haben gezeigt, das der  Flexleim fest genug ist, das Gleis ausreichend richtig zu halten und trotzdem zum eigentlichen Holz hin etwas dämmt.

Viele Grüsse
Frank
Hi Frank

Ok, ich habe vergessen zu erwähnen, daß ich auf  Platten baue. Also alles eine Ebene.
Übergänge auf anderen Ebenen werden als herausnehmbare Brücken realisiert.
So habe ich leider keine angepaßten Kopfbretter.

Ihr verklebt die Gleise also mit Flexleim und sägt sie danach durch.
Der Flexleim wird so fest, daß sich die Gleise nicht verschieben oder leicht abgerissen werden können?
Das wäre eine Maßnahme.  Dann würde ich 4mm Sperrholz an die Kante kleben und die Gleise dann dort aufkleben.

Danke
Thomas
Hallo Thomas,

zu den Schalldämmmaßnahmen kann ich nicht viel sagen.

Nur zu deinem letzten Absatz bzgl. Sägen möchte ich dir einen Gleisschneider (z. B. Xuron, ca. 20 €) empfehlen. Seit ich so ein Ding habe, macht das Schienen kürzen richtig Spaß — knips und ab. Dabei ist die Schnittfläche plan und fast gratfrei, ggf. leicht mit einer feinen Feile nacharbeiten.

Schöne Grüße, Carsten
Knips und ab klingt gut.
20 Euro + 6 Euro Versand klingt nicht gut.

Kann man denn auch sehr präzise genau an der richtigen Stelle knipsen?
Und wie breit wird der Spalt?
Hier geht es ja darum, ein  Gleis genau an der Trennstelle der Segmente zu durchtrennen, damit nichts übersteht auf keiner Seite.

Danke
Thomas

Hallo Thomas,

im Prinzip ist das ein watenfreier Seitenschneider. Damit wird die eine Seite gerade abgetrennt, die andere ist etwas gequetscht. Die Form des Kopfes ist so, dass du die Modulkante als Anlage benutzen kannst und somit einen fluchtenden Schnitt bekommst. Man muss sagen, dass diese Seitenschneider für die Gleisverlegung gedacht sind. Man kann damit keine Trennstellen nachträglich herstellen!

Schöne Grüße, Carsten


PS: Meine Xuron habe ich hier gekauft: http://cgi.ebay.de/XURON-GLEISSCHNEIDER-TRACKC...9e35b1#ht_1911wt_913
Hallo Thomas,
hallo Carsten,

einen Gleisprofilschneider habe ich auch und er ist für das Ablängen von Flexgleisen klasse. Für die Herstellung von von möglichst spaltfreien Segmentübergängen ist es nicht so gut.

Folgende Bauweise hat sich bewährt: Die beiden Segment- bzw. Modulkästen zusammenschieben und fest verbinden, dabei aber im Bereich der Gleislagen zwischen den beiden Kopfplatten 2 Korunt-Trennscheiben aufeinanderlegen und mit einklemmen. Der Spalt zwischen den beiden Kästen entspricht nun der Stärke zweier Trennscheiben. Anschließend werden die Gleise über die Trennung hinweg verlegt und festgeklebt. Nach dem Trochnen des Klebers werden die Profile mit der Trennscheibe direkt über dem Spalt der beiden Kästen durchtrennt. Die Schnittbreite entspricht bei ruhiger Hand genau der Stärke von 2 Trennscheiben. Wenn man anschließend die Segmentkästen wieder trennt, die Trennscheiben entfernt und die Kästen wieder zusammenschiebt, ergibt sich ein sehr guter und nahezu lückenloser Übergang.

Gruß
Frank
Hallo Frank,

danke für die Beschreibung. Ähnlich hatte ich das mal mit zwei Modulen gemacht, die als Einheit gedacht waren. Dafür hatte ich Pappe als Distanzstück verwendet, die der Stärke einer Diamanttrennscheibe entsprach.
Ich werde in jedem Fall mal die Korundscheiben probieren, um einen Vergleich der Schnittqualität zu haben.

Wie im Beitrag zuvor beschrieben hatte ich allerdings auch schon den Xuron Gleischneider verwendet, um an Modulen die Schienenprofile zu kürzen. War ein flotte und unwesentlich weniger präzise Angelegenheit.

Schöne Grüße, Carsten
Hallo Carsten,

wenn man als Distanzstück nur eine Pappe einsetzt, die der Stärke der Trennscheibe entspricht, berücksichtigt man nicht, dass die Trennscheibe durch Führung per Hand und durch Rotation etwas mehr Material wegnimmt. Man bekommt also zwangsläufig einen Spalt. Wie bereits beschrieben verwend eich daher als Distanzstück 2 (!) Trennscheiben. Ergänzend sei noch darauf hingewiesen, dass dünne Korunt-Trennscheiben (nicht die dicken Korunt-Trennscheiben aus dem Baummarktsortiment *g*) erfahrungsgemäß feinere Schnitte machen bzw. weniger Material wegnehmen als die Diamant-Trennscheiben. Ist nachvollziehbar, schließlich sind die  Diamant-Trennscheiben auch dicker. Kleiner ergänzender Hinweis: Wenn man zwei Koruntscheiben als Distanzstück zwischen die Segment-/Modulkopfplatten packt sollte man beim späteren Trennen der Segmente-/Module daran denken, dass die Trennscheiben noch dazwischen liegen. Vergißt man es (eigene Erfahrung wird hier nicht verschwiegen *g*), so fallen die Trennscheiben zu Boden und zerbrechen, was dann doch etwas suboptimal rüberkommt.

Nochmal zum Gleisschneider: Eine Verwendung zur Kürzung von Schienenprofilen an Segmentenden gestaltet sich schwierig. Legt man die Profile minimal über den Kasten hinaus und kürzt dann mit dem Gleisschneider, ist es umständlich und schwieriger die Gleise an den Übergängen genau fluchtend zum nächsten Kasten hinzubekommen. Verlegt man die Gleise (wie es einfacher ist) über die Kästen hinaus, dann ist die Trennung mit dem Gleisschneider jedoch ein Vielfaches kräftiger und breiter als der Schnitt mit einer dünnen Korunt-Scheibe. Daher verwend eich den Gleisschneider ausschließlich zum sauberen Ablängen von Flexgleisen, aber nicht im Übergangsbereich zweier Segmente/Module.

Viele Grüsse
Frank

Servus,

Die "Abstandskorundscheibentrenntechnik" von Frank funktioniert gut. Hab zwar in Ermangelung von Korrundscheiben auch Pappe genommen, aber grundsätzlich eine schöne Methode. Der Abstandhalter sollte halt etwas stärker sein als die Schnittbreite. Und der Winkel mit dem die Gleise auf die Stirnbretter treffen sollte nicht allzu sehr aus dem Lot sein.

Der Gleisschneider ist gut zum Verlegen, mit etwas Übung bekommt man das auch auf wenig Zehntel Länge genau hin. Für alles andere nehm ich Trennscheibe und Feile.

Die Modulübergänge sind bei mir aber fest auf Messingnägel/Schrauben gelötet. Ich verwende zwar auch Frank sein Resorb, aber vor allem der angenehmen Verlegung wegen. Mich stören die Fahrgeräusche nicht.

Grüßle
Elvis
Hallo Elvis,

ich schicke Dir einfach mal einen lieben Gruß rüber. Es macht mir immer eine Riesenfreude deine neuen vorbildorientierten Basteleien zu sehen. Auch wenn wir hinsichtlich der verwendeten Farben  unterschiedliche Wege gehen, so kann ich mir immer noch einiges bei Dir abgucken und bekomme oft neue Inspirationen. Danke dafür.

Liebe Grüsse
Frank

Hallo Frank,

ich hatte bei den zwei Scheiben gleich ein Bild von »links eine, rechts eine«, damit die Modulkästen zueinander eine bessere Auflagebasis haben. Du meintest gedoppelt, was ich jetzt kapiert habe.
Bei meinem Pappe-Diamantscheibenübergang sind die Gleisprofile auch auf Messingschrauben gelötet. Nach dem Trennen wirkt der Übergang ziemlich nahtlos und ich war sehr zufrieden. Hatte ich wohl ein gutes Augenmaß und ruhiges Händchen.
In anderen Fällen konnte ich das Gleis nicht über mehrere Module verlegen, da dieses Modul ein Solist war. Es blieb nur das möglichst genaue Arbeiten nach Modulkopfnorm und mit der Spurlehre.

Schöne Grüße, Carsten
Hallo Carsten,

ja genau, die Trennscheiben doppelt nehmen - und zwar jeweils (!) direkt beim Gleisübergang, also z.B. für eine doppelte Hauptsrecke je 2 Koruntscheiben.

Natürlich kann man auch mit Kopfschablonen bzw. Modulkopfnormen anderer Clubs etc. arbeiten. Die Notwendigkeit eine andere Lösung zu finden ergab sich bei uns im Club durch die Umstellung von einer Modulanlage auf eine Segmentanlage, da nun praktisch jede Kopfplatte anders aussieht.

Viele Grüsse
Frank    
@Frank: Danke! Gruß zurück!

Ist doch schön das es unterschiedliche Herangehensweisen gibt. Zum einen lernt man niemals aus, zum anderen ist ja auch vieles einfach eine Frage des Geschmacks und der Möglichkeiten. Es lebe die Vielfalt!

Grüßle
Elvis

Hallo,

nochmal eine Überlegung zur Ursprungsfrage "Schalldämmung":
Zwei größere Löcher, etwa 4mm Durchmesser, am Segmentrand unter den Schienen bohren, die Schienen auf "Anker" (entweder von nDetail oder Messing-Schrauben mit grobem Gewinde) löten, ausrichten und dann die Löcher mit (braunem) Acryl komplett ausspritzen. Das sollte haltbar sein und -- wenn die Anker keine Verbindung zum Holz haben -- auch geräuschdämmend.
Die Abschneidetechniken sind davon ja nicht betroffen (ich bevorzuge übrigens die Diamantscheibe und Karton).

Viele Grüße
Michael
Hi

Dann kann ich die Schienen besser auf einen kupferbeschichteten Platinenstreifen löten,
den ich großflächig mit Acryl auf Kork festklebe. Das ist stabiler.

Gruß
Thomas
Hallo Thomas,

da hast Du schon recht. Nur "großflächig" würde ich den letzten Zentimeter vor dem Rand nicht nennen...   Da hast Du -- wenn das wirklich größer ist -- unter Umständen auch eine Resonanzfläche, zumindest aber einen anderen Klang
Außerdem ist es mir auch schon passiert, dass sich die Kupferschicht ganz elegant ihrer Platine entledigt hat

Viele Grüße
Michael


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