1zu160 - Forum



Anzeige:
FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Radien und Schotterbett

THEMA: Radien und Schotterbett
Startbeitrag
Mark [Gast] - 04.02.03 15:24
hallo allerseits,

nun hät ich auch mal ein paar fragen. bin im anlagenbau ein ziemlicher anfänger, aber ich denke bzw. hoffe das meine fragen trotzdem beantwortet werden?!

also:
ich hatte angefangen eine eher kleine (210 x 90 cm grosse) anlage aufzubauen. bis mir dann radius 1 und 2 von minitrix doch zu eng vor kam. zumal ich die langen personenwagen (ic, ec, tee,...) fahr. dazu kam noch, das ich bisher ausslieslich 24-grad-weichen hatte und im bahnhofsbereich diese backen gelegt (ihr verseht was ich meine?) hab, also reichlich gegenbögen, was zu einigen entgleisungen führte. ok, also 15-grad-weichen her, komplett neues gleisbild und alles wieder einreissen *seufz. aber man bastelt ja gern
bei der planung der neuen anlage (gleiche grundmase) hab ich allerdings erst wieder r 1 + 2 eingeplant.
meine frage: sollte ich da nicht doch lieber auf etwas grades gleis verzichten und stattdessen einen grosszügigeren radius wählen? und: den bzw. die dann mit flexgleisen verwirklichen, oder mit standartgleisen?

zweite frage:
wenn ich eine gleisbettung (3mm kork), darauf die schienen, dann einschottern, habe. wie macht ihr das mit dem hausbahnsteig am bahnhof, der ist doch dann im grunde zu niedrig, oder täusch ich mich da?
und wie macht ihr das in industriegebieten oder im bw? keine 3mm böschung? also die unterlage als ganzes und da wo die gleise liegen schottern?

oh, ist das viel geschreibsel geworden, sorry!

gruss
mark

Hallo,

schön das Du mit Spur N anfängst. Diese Sachen haben, glaube ich, am Anfang alle gemacht. Hoffentlich kannst Du noch die hübschen 24 Grad Weichen losschlagen, diese sind einfach schrecklich. Nehme, wenn es Mx-Gleise sein müssen, die 15 Grad Weichen mit Herzstück und min. Radius 3 + 4. Dann hakt auch kein D-Zugwagen mehr.

Zum Thema:

Die Höhe des Hausbahnsteiges ist vielleicht auch nicht richtig. Bei den Bausätzen ist das immer so eine Sache.
Messe nach. Wenn Du Nebenbahnstrecken kennst, weisst Du vielleicht, dass man dort manchmal "klettern" muss, um in den Zug zu kommen. Es gibt keine grundsätzliche Bahnsteighöhe. Auch bei der DB schwankt diese, sodaß z.T. die Talente-Triebwagen zu niedrig sind. Ich weiss, dass in Enschede einige Rollstuhlfahrer deswegen den Zug Richtung Münster nicht nehmen konnten.
Du hast IMMER ein Schotterbett vorzusehen, ausser, Du hast Industriegleise, die als Rillengleisen im Pflaster oder Asphalt liegen. Gibt es beides bei der Industrie, schau Dir in der Praxis ein paar Gleisanschlüsse bei Betrieben an.
Platt auf der "Matte" liegenden Gleise sorgen gerne für Spontanherpes...

Peter A.
Wähle grosse Radien mit Flexgeleisen! Du wirst es nicht bereuen.
Gruss Felix
auf jeden Fall großen Bogen und R1/2 *grusel* und um die gottverdammten 24°-Weichen meiden!
Das Gleis liegt beim Vorbild zur Entwässerung nahezu immer auf einem kleinen Damm, es sei denn, der Untergund ist sehr gut Wasserdurchlässig (Sand). Anderenfalls würde der Schotter in das Planum (der befestigte Untergund) beim überrollen der Räder immer weiter eingarbeitet und durch die Pumpbewegung (das Sotterbett arbeitet nicht zu knapp) würde das Erdmaterial in den Schotter befördert und diesen verfestigen. Mit Glück kann man dann noch im Schritttempo drüberfahren.
Innerhalb von Bahnhöfen, BWs, Verladeanlagen werden Drainagen aus lockerem Material (Schlacke) und Sickerschächten eingebaut. Daher sieht das so aus, als ob das Gleis platt in der Landscaft liegt.
Nun zum Modell: Ich würde das Gleis im Bahnhofsbereich auf eine passende Unterlage legen und den Bahnsteig vor dem Einschottern dadrauf befestigen, dann hast du nicht so Höhenprobleme. Als Unterlage eignen sich Korkplatten aus dem Moba-Handel (teuer), Korkplatten aus dem Baumarkt (billig) oder Sperrholzreste (noch billiger).
Nun zu den Radien: Wie du schon bemerkt hast, sehen lange Reisezugwagen auf den Radien verdammt lächerlich aus (die Mitte vom Wagen hängt neben dem Gleis) und passen nicht einmal aneinander vorbei. Betriebssicher sind so enge Radien natürlich auch nicht wirklich. Noch schlimmer wird es, wenn man die Radien von außen betrachtet und in die Spalte zwischen den Wagen schaut ...
Was hälst du von der Idee, die klassische "Aufe-Platte-im-Kreis-rum" Anlage zu vergessen und stattdessen "an-der-Wand-entlang" zu bauen?
Ja, ich weis, das kostet Überwindung und schließlich wird einem das als Anfänger von den Firmen so vorgemacht, aber ich habe das früher auch so gemacht und kann mich heute nur noch drüber gruseln!
Wie wäre es mit einer Anlage im Regal? Auf der einen (Ivar)Seite ein kleiner End-Bhf mit BW und ein paar Industrieanschließern. Bei 2x80cm kann man schon einiges machen. Auf der Anderen Seite hast du den Schattenbahnhof, z.B. als Schiebebühne. Da kannst du ohne Stress die Züge zusammenstellen, getreu dem Motto: Die Bahn fährt von A nach B und nicht im Kreis. Und das macht sie, weil Personen und Güter zu befördern sind, nicht weil die Loks Auslauf brauchen.

Edward
oder man baut sich gleich Module :)
..dann hat man sich nicht das Problem, immer alles aufm Haufen bauen zu wollen. So hab' ich hier gerade im Bau: 1m 2gleisige Strecke, Industrieanschluß und daran 2 Fabriken und hinten noch ein Haltepunkt.
In Der Planung ist da übrigens auch ein kleiner "Wendehammer", in dem man dann von einem Gleis auf's andere kommt - so isses dann doch wieder ein Kreis.


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;