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THEMA: Warum verfärben sich die Räder der GBF Dampfl

THEMA: Warum verfärben sich die Räder der GBF Dampfl
Startbeitrag
poloratti - 31.03.10 21:44
Hallo
Ziemlich komische Frage aber es interesiert mich sehr.
Warum verfärben sich bei Fleischmann Dampflokomotiven die Räder?
Ein Beispiel, ich habe 3 Loks der Br 38 bzw. P8. Modell Nr. 1 kaum benutzt hat knallrote Räder, Modell 2 ein identisches Modell hat dunkelrote Räder und eine ziemlich baugleiche Br 38 (7159) hat inzwischen schon fast schwarzerote Räder. Auffallend bei dieser ist der Vorläufer, das Rad der ersten Achse ist knallrot, während das zweite auch schwarz ist.
Das gleiche beobachte ich bei der Br 65, Br 53....
Woran liegt es das sich die Räder so verfärben?
Altes Öl?
Wie bekommt man die Räder wieder sauber?
Oder ist das eine Nebenwirkung vom Spiritus mit dem ich die Modelle reinigte? Danke LG Marco

Zitat

Oder ist das eine Nebenwirkung vom Spiritus mit dem ich die Modelle reinigte?



Das glaube ich wohl eher ! Denn ich konnte dies bis jetzt noch nicht beobachten. Reinige sie lieber mit einer Lokreinigungsbürste von Trix / Conrad und nutze die Tomix Renigungsartikel wie den Wagen für die Gleise und das Reinigungsgleis ...

Gruß Björn

P.S. Stelle mal Bilder ein. Würde mich mal interessieren wie die Verfärbungen aussehen !
Da wirst du wohl mit dem Spiritus den Schmutz in die Speichen spülen. Ich würde aber trotzdem dazu raten diesen weiter zu verwenden und möglichst lange auf mechanische Reinigungssachen zu verzichten. Damit reibst du dir nur die Radoberfläche rau, da haftet der Schmutz dann umso besser ;o)

Viele Grüße...Pierre
Hallo, Loks wurden gereinigt weil sie verharzt waren, ein besseres Mittel als Spiritus ist mir bis jetzt nicht bekannt.
Das Foto habe ich mit Blitz gemacht, aber ich glaube man erkennt trotzdem was ich meine. In Wirlichkeit sieht das schlimmer aus. Von oben nach unten Lok 1 rot, Lok2 dunkelrot, Lok 3 schwarzrot.

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@ poloratti:

Vielleicht nimmst Du mal ein anderes Reinigungsmittel - statt Spiritus z. B. Loköl (SB24). Das geift im Gegensatz zu Spiritus Kunststoffe nicht an.

Gruß
Peter
Hallo,

der von Marco in #0 beschriebene Effekt hat m.E. nichts mit Reinigung oder dergleichen zu tun. Ich habe einige meiner Fleischmann-Dampfloks seit mehr als 25 Jahren und noch nie mit Spiritus oder sonstwas nass gereinigt, immer nur trocken. Trotzdem sind die Radsterne dunkel.

Es ist auch kein Schmutz oder ähnliches, was die Räder dunkler werden lässt, da kann man reinigen oder polieren wie man will, es bleibt dunkel.

Für mich sieht das einfach nach Alterung des durchgefärbten Kunststoffes aus, gegen das kein Kraut gewachsen ist, solange man die Zeit nicht anhalten kann. Da hilft nur rot überlackieren.

Wenn man das allerdings mit wenig Farbe am Pinsel macht und die Speichen nur von vorne bearbeitet, bekommt man sehr plastisch wirkende Räder, deren Speichen erfreulich dünn erscheinen.

Viele Grüße,

Udo.
Zitat

Ich habe einige meiner Fleischmann-Dampfloks seit mehr als 25 Jahren und noch nie mit Spiritus oder sonstwas nass gereinigt, immer nur trocken. Trotzdem sind die Radsterne dunkel.


Hallo!

Das ist bei mir auch so. BR 38 und BR 012 aus den 70ern.

LG aNdreas
Hallo,

ich verwende nur mehr Isopropylalkohol und SR24 für Loks und Wagen, in hartnäckigen Fällen Testbenzin (Wund-, Wasch-, Reinigungsbenzin, Verdünnung "S"). Damit hatte ich noch keine Schwierigkeiten.

Passend zum Thema, wenn auch anderer Hersteller:

Dieser Tage habe ich in einem Schaufenster eines Händlers (Beleuchtung mit normalen Leuchtstoffröhren) eine Hobbytrain BR 18 DB gesehen aus der letzten Lieferung, da verblassen bereits die roten die Kunststoffteile des Fahrwerkes so wie es seinerzeit bei der ersten Brawa BR 65 Ost der Fall war. Bremsklötze und Laufgestelle sind bereits stark ausgeblichen, bei den Radsterne wird es gerade sichtbar. Dieses Exemplar wird wohl irgendwann auf den Müll wandern.

Grüße, Peter W.
Hallo zusammen,

ich habe über 30 Fleischmann-Lokomotiven und da hat sich noch kein roter Radstern irgendwie verfärbt und zwar weder bei den Vitrinenmodellen noch bei den Anlagen- oder Schachtelmodellen. Gereinigt wird bei mir ausschließlich mit Ultraschallbad und notfalls wenn es sein muss mit Isopropanol (Iso. nur für die Laufflächen). Es ist allerdinsg schon so, dass das Rot der Radsterne durchaus je nach Produktionsserie sehr unterschiedlich sein kann, eben von leuchtend rot bis dunkelrot. Aber wie gesagt: Ein Verfärben oder Nachdunkeln oder gar Ausbleichen habe ich bei meinen Fleischmann-Loks in den letzten 20 Jahren nicht festgestellt, aber ich habe auch keine scharfen Mittelchen eingesetzt. Die einzigen Ausbleichungen kenne ich von einigen Brawa-Modellen (Radsterne BR 65.10, Dachleitungen einiger Elloks).

Viele Grüsse
Frank  
Hallo,
Die Radsterne färben wirklich nach, man kann beinah dabei zusehen,Weihnachten 2010 werden wohl alle 3 Gleich aussehen. Das mit der Farbe ist eine gute Idee. Welche Farbe wurde genutzt, Revell?
Reinigen im Ultraschallbad wie muss ich mir das vorstellen. Sr 24 Öl bekommt man damit verharze Loks zum laufen? Habe heute eine unbenutzte G4 von 1987 in der Hand gehabt und die Räder gingen schon schwergängig.
Vor 3 Monaten war alles noch tip top.
Ich habe dann immer,nicht bei dieser , die ganze Lok zerlegt und wie erwähnt mit Spiritus komplett gereinigt.Bei Dampfloks macht das keinen Spass, mitunter verbiegen sich die Stromschleifer wenn man die Achsen aus dem Fahrgestell zieht.
Daher die Frage gibt es etwas besseres, ohne zerlegen der Lok?
Danke
LG Marco
Meine Dampfer haben auch unterschiedliche Farben der Fahrwerke. Wobei ich das nun nicht auf Alterung, sondern für Abweichungen bei der Herstellung halte. Ist mir aber ziemlich egal, denn beim Vorbild gibt es auch duzende Farbvarianten, gerade beim Rot. Und im normalen Betrieb dürften die Fahrwerke so eingesaut gewesen sein, daß eher von schwarz als von rot die Rede sein kann Das nach außen wegfliegende Öl schöne Dreckstreifen hinterläßt, kann man auch heute noch nach längeren Fahrtagen bei Museumsbahnen sehen, wenn nicht ständig irgendwelche Hobbyisten für ein vorbildwidriges Aussehen sorgen, indem alles auf Hochglanz poliert wird. So war die Bahn eigentlich nie.

@ 9 + 10

    >>>> Die Radsterne färben wirklich nach, man kann beinah dabei zusehen <<<<

Meine älteste Fleischmann-Dampflok ist über 20 Jahre alt und zuletzt habe ich mir eine im letzten Jahr gekauft. Wie oben geschrieben hat sich bei keiner dieser Dampfloks eine nennswerte Verfärbung der Radsterne eingestellt, lediglich messingfarbene Beschriftlung verblaßt mit der Zeit, so dass ich diese vorher mit seidenmattem Lack (Airbrush) mit UV-Schutz versiegel.  
Meines Erachtens nach gehört aber weder SR24 noch Spiritus an die Räder, da SR24 nicht rückstandsfrei verfliegt sondern einen Schmierfilm hinterläßt und Spiritus zu agressiv ist. Bei so behandelten Rädern kann ich mir eine Farbänderung der Radsterne sehr gut vorstellen.

Erste Wahl ist die schonende Reinigung im Ultraschallbad, wie ich sie in meinem Modellbahn-Atelier (auch im Kundenauftrag) ausführe. Die Reinigung erfolgt ausschließlich mit warmen Wasser und höchstens mit einen minimalen fettlösendem Zusatz. Auch bei den Fleischmann-Dampfloks mit Tenderantrieb wird das verharzte Fett aus den Lagern der nicht angetriebenen Treibrädern rausgelöst. Anschließend erfolgt minimale Schmierung mit Roco-Fett, Spezialfett B54 oder Uhrmacheröl. Eine so versorgte Lok verharzt nicht. Übrigens ist es bei Reinigung per Ultraschall nicht notwendig die Räder bzw. Achsen vom Fahrwerk zu entfernen.

Sollte sich die Notwendigkeit der Lackierung von Radsternen ergeben so sollte dises per Airbrush mit dem korrekten RAL-Farbton erfolgen (ich verwende Schmincke-Farben).

Viele Grüsse
Frank
hm, verfärbte räder habe ich auch nicht. meine erste eigene lok hab ich für 20 € aufm trödel geholt (ja, ich weiß, sollte man nicht unbedingt), dann gereinigt, bissl wasser, bissl seife (ungewöhnlich), dann trocknen lassen, bissl fetten bzw. ölen, fertig. ok, ich denke mir jetzt aber mal auch, die alte mtx t3 ist etwas robuster vonner technik her als ne neue br01 oder br03 oder br44 oder oder oder... aber wie gesagt: kratzer ja, verfärbungen nein.

dm
@ 8 und 11

Hallo Frank,
wie auch Marco schreibt,

Zitat

Reinigen im Ultraschallbad wie muss ich mir das vorstellen.



würde mich interessieren, wie Deine Reinigungsmethode im Utraschallbad funktioniert!!

LG    Dieter
@13

Hallo Dieter,

der Reinigungseffekt von Ultraschallbädern beruht auf dem Effekt der Kavitation.  
Bringt man Ultraschall in Flüssigkeiten ein, so werden durch auftretende Unter- und Überdruckbereiche mikroskopisch kleine Vakuumbläschen an den Oberflächen gebildet, an denen die Ultraschallwellen auftreffen, die allerdings sofort wieder implodieren. Die dabei enstehenden Kräfte bewirken die intensive und schonende Ablösung von Partikeln an der Oberfläche des zu reinigen Objektes.
Zusätzlich könnne - müssen aber nicht - zur Unterstützung Reinigungszusätze (z.B. Spülmittel)  eingesetzt werden, die ihre chemische Wirkung teilweise erst bei einer bestimmten Temperatur entfalten. Diese Zusätze werden jedoch nur stark verdünnt eingesetzt werden um die Wirkung des Ultraschalls lediglich zu unterstützen und die die Wahl der richtigen Badtemperatur ist individuell festzulegen und von nicht geringer Bedeutung. Nicht selten bewirken nur einige Grad Differenz einen deutlichen Unterschied in der Reinigungsdauer.
Reinigungsmittelzusätze unterstützen die Kavitation und sorgen dafür die natürliche Oberflächenspannung des Wassers minimieren und die gelösten Schmutzpartikel im Wasser festhalten. Die Reinigungszeit beträgt so teilweise nur Sekunden oder Minuten.

Soviel zur Theorie. Aus der Praxis kann ich berichten, dass ein billiges Gerät schon um die 25,--EUR zu bekommen ist. Dabei handelt es sich jedoch um einfachste Geräte, die weder das Wasser auf Temperatur aufheizen, noch eine Zeituhr und einen Intensitätsregler besitzen. Die Reinigungswirkung eines solchen Gerätes ist nicht zu vergleichen mit einem vollwertigen Ultraschallgerät. Ich habe auch mit einen billigen Gerät angefangen, doch erst der Ultraschallreiniger von EMAG hat mich richtig überzeugt. Ich habe mich für ein etwas größeres Gerät entschiedne mit dem sich nicht nur Temperatur, Zeit und Frequenz bzw. Intensität einstellen lassen sondern welches zugleich auch über einen Ablaufhahn verfügt. So läßt sich schmutziges Wasser schnell und einfach entleeren. Bei der Reinigung von Triebfahrzeugen gehe ich so vor, dass sich lediglich das Fahrwerk im Wasser befindet. Anschließend wird das Fahrwerk mit Luft aus der Airbrushpistole trocken geblasen und zum restlichen trocknen einen Tag stehen gelassen. Dann nur noch geringfügig schmieren wie oben beschrieben, auf dem Rollenprüfstand neu einfahren lassen, fertig.

Viele Grüsse
Frank
Hallo,
es ist mir neu,
dass Kavitations-Reinigung (Ultraschall-Bad) total unschädlich für die Modelle ist.

Es kommt dabei auf Temperatur, Frequenz und Reinigungsmedium an.

Die Wirkung aus Beitrag @1 ist vollkommen Vorbildgetreu.
Es gab damals weibliche Putzkolonnen
die die Dampfloks wieder auf Hochglanz polierten.
Die Radsterne wurden dabei nicht neu lackiert.

Hans Hans
@15

    >>>>es ist mir neu, dass Kavitations-Reinigung dass Kavitations-Reinigung (Ultraschall-Bad)
              total unschädlich für die Modelle ist<<<<

Tja, man lernt halt nie aus *g*. Es aber korrekt, dass es dabei auf Temperatur, Frequenz und Reinigungsmedium ankommt, wobei die Verwendung von Wasser ohne Zusätze sicherlich mit zu den schonensten Reinigungsmethoden gehört.

Die in Beitrag 1 erwähnte Reinigungsmethode (Lokreinigungsbürste) bringt mich allerdings zum Gruseln. Die Reinigungsbürste von Trix verfügt über "Borsten" aus Metall, die nicht nur für Haftreifen schädlich sind sondern auch die vernickelten Oberflächen verkratzen. Auch wenn sich mir verschliesst, was an der  Wirkung aus Beitrag @1 vollkommen vorbildgetreu ist, so würde ich mir gerne mal ansehen, wie man mit der in 1 genannten Methode verharzte Radsätze und Achslager reinigt *g*.

Viele Grüsse
Frank




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