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THEMA: kollektorspalten/keramikmasse

THEMA: kollektorspalten/keramikmasse
Startbeitrag
kegs [Gast] - 12.12.03 20:17
hallo forum

hatte in muenchen auf dem eipo stand ein interessantes gespraech ueber die versuche von herrn joerger z-motor-kollektorspalten mit keramikmasse zu fuellen.

hat da jemand schon erfahrungen mit gemacht?

gruss kegs

ist in diesen Spalten nicht oft eh schon Keramikmasse? Was sollte das für vor/nachteile gegenüber "Luft" haben?
diese spalten setzen sich mit dem abrieb der kohlen zu und irgendwann kommt es dann zum exitus des motors. ich denke so gehen viele fleischmannmotoren den bach runter weil meines erachtens die kohlen von gfn zu weich sind. waeren die spalten zu koennte sich kein leitender kohlenabrieb festsetzen.

gruss kegs

bin kein "elektriker/elektroniker" bitte korrigieren wenn ich bloedsinn verzapfe.
Das zusetzen mit kohlen von die kollektorspalten gibt es nur wenn die kohlen fett sind durch zu viel oil, denn bleibt das kohl staub kleben.

auch wenn die Rennsemmeln bei "Normalgeschwindigkeit" fahren - denn bei untertouriger Drehzahl wird der Abrieb nicht ausreichend weggeschleudert.
Das hieße, dass, wer Normalgeschwindigkeit fährt, bessere Getriebe einbauen sollte, damit die Motoren hochtourig laufen können?

CU - Andreas
Schnapsidee ! Die Keramik ist härter als die Kupferlamellen des Kollektors. Würde man die Kollektorspalten mit Keramik bündig zu den Kupferlamellen füllen, so kommt es bei betriebsmässigem Verschleiss der Lamellen zum Abheben der Kohlen bzw. haben diese zu wenig Anpressdruck was wiederum zu erhöhter Funkenbildung und damit zur Funkenerosion am Kollektor führt - dann ist der Anker endgültig hin. Werden die Kollektorlamellen durch Funkenerosion abgetragen, bleibt zwischen Ihnen der "Keramikberg" stehen, der die Kohlen binnen kürzester Zeit abhobelt bzw. abschert.
BTW: Eine Füllung der Kollektorspalten mit "Irgendwas" wurde schon vor -zig Jahren bei grossen Gleichstrommaschinen versucht und alsbald wieder verworfen.
Für eine möglichst lange Lebensdauer des Kollektors gibt es einige Regeln:
# Möglichst exakter Anpressdruck der Kohlen; d.h. die Kohlen nicht bis zum letzten Millimeter abfahren, da mit kürzer werdenden Kohlen der Anpressdruck sinkt und die Gefahr der Funkenerosion steigt - Austausch bei Verschleiss der halben Kohlenlänge
# Pflege des Kollektors: Anker in Drehmaschine oder Bohrmaschine einspannen und mit Polierpaste (Chromoxidpaste oder Plexipolierpaste) oder Nassschleifpapier P2000-3000 bearbeiten.
# Kein Stochern mit Schraubenziehern, Nadeln u. dgl. zwischen den Lamellen. Kupfer ist weich und es kommt unweigerlich zur mikroskopischen Gratbildung und kleinsten Deformierungen der Lamellen. Ein spitzer Zahnstocher oder ein angespitztes Teil eine Spritzlingsrahmen tut den gleichen Dienst
# Kohle (Graphit) ist selbstschmierend - Kohlen und Kollektor absolut! ölfrei halten. Einmal mit Öl in Berührung gekommene Kohlen verwerfen !!! Der Aufbau der Kohlen ist ähnlich einem Sintermaterial und daher hoch wirksam bzgl. Kapillarkräften - die Kohlen werden vom Öl sofort durchtränkt, auch wenn man es augenscheinlich nicht sieht.
# Neue Kohlen bei Motorleerlauf und verminderter Spannung einfahren bis sie satt am Kollektor aufliegen! Die meisten Kollektoren werden beschädigt, wenn der Motor mit neuen Kohlen unter Last betrieben wird, da hiebei die maximale Stromdichte an den Kohlen überschritten wird und der Kollektor punktuell -unsichtbar- ausglüht.

ng
ahag


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