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THEMA: Standorte Mechanische Stellwerke frei Strecke
THEMA: Standorte Mechanische Stellwerke frei Strecke
Thalys1981 - 08.01.10 20:57
Hallöchen.
Mal eine Frage an die "Nostalgiker" unter euch
:
Ich möchte auf meiner Anlage eine Blockstelle einrichten (nur optisch - mit Stellwerk, Formsignal und Form-Vorsignal incl. Seilzüge/Kanäle)
Meine Frage nun:
Da ich an der Blockstelle eine Weiche habe, muß da ein Stellwerk hin. Aber was ist mit dem Vorsignal? Das ist ja auch mechanisch, im Original aber 750m vom Hauptsignal entfernt (im Modell 4,69m). Wi8e wird das gestellt? Vom selben Stellwerk aus? Hat man die Seilzüge bis zu 1km weit verlegen können? Ein Tunnel und eine Brücke befinden sich auch noch zwischen beiden Signalen. Da wäre es doch ratsam, dem Vorsignal eine eigene Stellwerksbude zu spendieren.... oder?
Mit fragende Grüßen aus dem verschneiten Jülich (gaaaaanz im Westen von NRW)
Michael
Mal eine Frage an die "Nostalgiker" unter euch
Ich möchte auf meiner Anlage eine Blockstelle einrichten (nur optisch - mit Stellwerk, Formsignal und Form-Vorsignal incl. Seilzüge/Kanäle)
Meine Frage nun:
Da ich an der Blockstelle eine Weiche habe, muß da ein Stellwerk hin. Aber was ist mit dem Vorsignal? Das ist ja auch mechanisch, im Original aber 750m vom Hauptsignal entfernt (im Modell 4,69m). Wi8e wird das gestellt? Vom selben Stellwerk aus? Hat man die Seilzüge bis zu 1km weit verlegen können? Ein Tunnel und eine Brücke befinden sich auch noch zwischen beiden Signalen. Da wäre es doch ratsam, dem Vorsignal eine eigene Stellwerksbude zu spendieren.... oder?
Mit fragende Grüßen aus dem verschneiten Jülich (gaaaaanz im Westen von NRW)
Michael
Hallo
Laut auskunft eines Bekannten (FDL der DB) der hier auch oft auf Mesch.Sellwerken gearbeitet hat, werden die Stelldrähte für Einfahrsignal und dem dazu gehörenden Vorsignal. bis zu 1500m weit gezogen.
Schönen Gruß aus der Vulkaneifel
Mathias
Laut auskunft eines Bekannten (FDL der DB) der hier auch oft auf Mesch.Sellwerken gearbeitet hat, werden die Stelldrähte für Einfahrsignal und dem dazu gehörenden Vorsignal. bis zu 1500m weit gezogen.
Schönen Gruß aus der Vulkaneifel
Mathias
richtig!
Struwelpeter - 08.01.10 21:24
Hallo,
ich kenne aus meiner Laufbahn einige mechanische Stellwerke. Die Vorsignale wurden immer vom gleichen Stellwerk aus gestellt wie die Hautsignale!
Aber: Eine Blockstelle hat erst einmal keine Weiche. Anders bei einer Abzweigstelle. Aber wenn eine Abzweigstelle Haauptsignale mit Vorsignalen hat, hat sie (bei eingleisiger Strecke) meist zwei Weichen: Die eigentliche Abzweigweiche und die Schutzweiche.
Denkbar ist auch die Kombination aus einer Blockstelle und einer Haltestelle oder Anschlussstelle. Aber auch hier ist (eigentlich) mindestens eine zweite Weiche erforderlich.
Was also willst Du wirklich bauen?
Schönen Abend
ich kenne aus meiner Laufbahn einige mechanische Stellwerke. Die Vorsignale wurden immer vom gleichen Stellwerk aus gestellt wie die Hautsignale!
Aber: Eine Blockstelle hat erst einmal keine Weiche. Anders bei einer Abzweigstelle. Aber wenn eine Abzweigstelle Haauptsignale mit Vorsignalen hat, hat sie (bei eingleisiger Strecke) meist zwei Weichen: Die eigentliche Abzweigweiche und die Schutzweiche.
Denkbar ist auch die Kombination aus einer Blockstelle und einer Haltestelle oder Anschlussstelle. Aber auch hier ist (eigentlich) mindestens eine zweite Weiche erforderlich.
Was also willst Du wirklich bauen?
Schönen Abend
Die Jungs die im Stellwerk gearbeitet haben brauchten abends keine Muckibude...
Ausserdem war damals bei mechanischer Stellwerkstechnik jede Blockstelle selbstverständlich besetzt und der Posten hatte die Durchfahrt des Zuges zu kontrollieren, auf die Zugschlußscheibe/Laterne zu achten und auf sonstige Besonderheiten (nachts evtl. Funken von Heißläufern o.ä.).
Achte darauf, dass die Seilzüge im Tunnel und auf der Brücke auch vorbildgerecht abgedeckt verlegt werden.
Ausserdem war damals bei mechanischer Stellwerkstechnik jede Blockstelle selbstverständlich besetzt und der Posten hatte die Durchfahrt des Zuges zu kontrollieren, auf die Zugschlußscheibe/Laterne zu achten und auf sonstige Besonderheiten (nachts evtl. Funken von Heißläufern o.ä.).
Achte darauf, dass die Seilzüge im Tunnel und auf der Brücke auch vorbildgerecht abgedeckt verlegt werden.
Tach zusammen,
@3: Die Fahrdienstvorschrift sagt dazu: "Blockstellen sind Bahnanlagen, die eine Blockstrecke begrenzen. Eine Blockstelle kann zugleich als Bahnhof, Abzweigstelle, Überleitstelle, Anschlußstelle, Haltepunkt, Haltestelle oder Deckungsstelle eingerichtet sein."
mfg
André
@3: Die Fahrdienstvorschrift sagt dazu: "Blockstellen sind Bahnanlagen, die eine Blockstrecke begrenzen. Eine Blockstelle kann zugleich als Bahnhof, Abzweigstelle, Überleitstelle, Anschlußstelle, Haltepunkt, Haltestelle oder Deckungsstelle eingerichtet sein."
mfg
André
Thalys1981 - 09.01.10 09:34
Hallöchen.
Erstmal vielen Dank! Ihr habt mir sehr geholfen.
@3:
Ich habe eine Blockstelle, wo vor dem Blocksignal ein Anschlussgleis mit einer Weiche angebunden ist.
Eine Schutzweiche brauche ich nicht, da die Weiche in einer Steigung liegt und somit die dort abgestellten Wagen nicht in Richtung Strecke rollen können.
@4:
Danke, werde ich dran denken, die Seilzüge auf der Brücke und im Tunnel abzudecken.
Mit verschneiten und dankbaren Grüßen
Michael
Erstmal vielen Dank! Ihr habt mir sehr geholfen.
@3:
Ich habe eine Blockstelle, wo vor dem Blocksignal ein Anschlussgleis mit einer Weiche angebunden ist.
Eine Schutzweiche brauche ich nicht, da die Weiche in einer Steigung liegt und somit die dort abgestellten Wagen nicht in Richtung Strecke rollen können.
@4:
Danke, werde ich dran denken, die Seilzüge auf der Brücke und im Tunnel abzudecken.
Mit verschneiten und dankbaren Grüßen
Michael
Hallo zusammen,
nur so als Zusatzinfo.png)
wenn die Stellentfernung und damit auch die Stellkraft gross ist,
wurden/werden in mech. Stw statt SignalHEBEL SignalWINDEN
eingesetzt; ggf. mit zusätzlichem Spannwerk zw. Hp und Vr um
auf der max. (mech.) Stellentfernung den Leitungsausgleich
herzustellen.
Gruß, Willy
nur so als Zusatzinfo
wenn die Stellentfernung und damit auch die Stellkraft gross ist,
wurden/werden in mech. Stw statt SignalHEBEL SignalWINDEN
eingesetzt; ggf. mit zusätzlichem Spannwerk zw. Hp und Vr um
auf der max. (mech.) Stellentfernung den Leitungsausgleich
herzustellen.
Gruß, Willy
Hallo,
bei der Gelegenheit eine weitere Frage:
Wurden auf freier Strecke (in meinem Fall Epoche II) eigentlich Weichenlaternen eingebaut, oder hat man sich die gespart?
Hab leider noch keine entsprechenden Vorbildfotos gefunden.
Danke und noch einen schönen Sonntag,
Jochen
bei der Gelegenheit eine weitere Frage:
Wurden auf freier Strecke (in meinem Fall Epoche II) eigentlich Weichenlaternen eingebaut, oder hat man sich die gespart?
Hab leider noch keine entsprechenden Vorbildfotos gefunden.
Danke und noch einen schönen Sonntag,
Jochen
Weichenlaternen gibt es immer da, wo der Triebfahrzeugführer die Stellung der Weichen beobachten mußte. Das ist also immer dort gegeben, wo die Fahrt nicht über Fahrstraßen erfolgt.
Da bei mechanischen Stellwerken Rangierfahrten typischer Weise keine Rangierfahrstraßen verwenden, gibt es hier entsprechend Weichenlaternen in Bahnhofsbereichen, in den auch rangiert wird. Ist ausgeschlossen, daß in einem Bahnhofsteil Rangierfahrten stattfinden, so könnten auch dort die Laternen entfallen.
Auf freier Strecke kommen Weichen ja nur an Abzweig oder Überleitstellen, sowie (Ausweich-)Anschlußstellen vor. Bei letzteren wird ja bekanntlich rangiert und da macht dann ein Weichensignal auch Sinn. Für Überleit- und Abzweigstellen aber wohl nicht. Die Fahrten finden dort ausnahmslos über Fahrstraßen statt die deswegen gesichert sind und der Triebfahrzeugführer daher mit der Fahrtstellung des Signals davon ausgehen kann, daß die Weichen richtig liegen und verschlossen sind.
Bei Stellwerken ab SpDrS59 kommen Rangierstraßen als Regelfall vor. Auch hier entfallen die Weichensignale, da die Fahrten jeweils an einem Sperrsignal beginnen und hinter einem solchen auch enden. Die Fahrwegbeobachtung kommt daher ohne die Beobachtung der Weichen aus. Es gibt in solchen Spurplanstellwerksanlagen aber auch Bereiche mit Weichensignalen, wenn dort frei rangiert werden kann. Hier werden dann Teile des Bahnhofs aus der Stellwerkstechnik herausgelöst, die Signale auf "betrieblich Abgeschaltet" gestellt und dann kann der Tf dort frei rangieren und die Weichen selbst stellen (Weichenstellbude oder Druckknöpfe in Fensterhöhe am Fahrweg. Letzteres bezeichnet man als EOW->Elektrisch Ortsgestellte Weiche))
Bei all dem schließt das Regelwerk aber nicht aus, daß nicht dort, wo keine Signale stehen müssen, nicht doch welche aufgestellt wurden. Üblich wird das aber eher nicht gewesen sein, denn die Signale stören ja zum Beispiel beim Schneeräumen. Da müßten dann die Schneepflugheben/Sennken Tafeln noch dazu.
Da bei mechanischen Stellwerken Rangierfahrten typischer Weise keine Rangierfahrstraßen verwenden, gibt es hier entsprechend Weichenlaternen in Bahnhofsbereichen, in den auch rangiert wird. Ist ausgeschlossen, daß in einem Bahnhofsteil Rangierfahrten stattfinden, so könnten auch dort die Laternen entfallen.
Auf freier Strecke kommen Weichen ja nur an Abzweig oder Überleitstellen, sowie (Ausweich-)Anschlußstellen vor. Bei letzteren wird ja bekanntlich rangiert und da macht dann ein Weichensignal auch Sinn. Für Überleit- und Abzweigstellen aber wohl nicht. Die Fahrten finden dort ausnahmslos über Fahrstraßen statt die deswegen gesichert sind und der Triebfahrzeugführer daher mit der Fahrtstellung des Signals davon ausgehen kann, daß die Weichen richtig liegen und verschlossen sind.
Bei Stellwerken ab SpDrS59 kommen Rangierstraßen als Regelfall vor. Auch hier entfallen die Weichensignale, da die Fahrten jeweils an einem Sperrsignal beginnen und hinter einem solchen auch enden. Die Fahrwegbeobachtung kommt daher ohne die Beobachtung der Weichen aus. Es gibt in solchen Spurplanstellwerksanlagen aber auch Bereiche mit Weichensignalen, wenn dort frei rangiert werden kann. Hier werden dann Teile des Bahnhofs aus der Stellwerkstechnik herausgelöst, die Signale auf "betrieblich Abgeschaltet" gestellt und dann kann der Tf dort frei rangieren und die Weichen selbst stellen (Weichenstellbude oder Druckknöpfe in Fensterhöhe am Fahrweg. Letzteres bezeichnet man als EOW->Elektrisch Ortsgestellte Weiche))
Bei all dem schließt das Regelwerk aber nicht aus, daß nicht dort, wo keine Signale stehen müssen, nicht doch welche aufgestellt wurden. Üblich wird das aber eher nicht gewesen sein, denn die Signale stören ja zum Beispiel beim Schneeräumen. Da müßten dann die Schneepflugheben/Sennken Tafeln noch dazu.
Klaus,
danke für die ausführliche Erklärung. So ähnlich hatte ich mir das auch vorgestellt.
Viele Grüße,
Jochen
danke für die ausführliche Erklärung. So ähnlich hatte ich mir das auch vorgestellt.
Viele Grüße,
Jochen
Dann ist deine Blockstelle keine Blockstelle, sondern eine Anschlusstelle (Anst). Wenn die strecke eingleisig ist, sollte das Signal, das zur Herzstückseite der Anschlussweiche zeigt, dann auch im Bremswegabstand entfernt von der Weiche aufgestellt werden, da es als Deckungssignal dient. Die Weiche bekommt selbstverständlich auch eine Weichenlaterne, und ebenso wird das Anschlussgleis mit einer Gleissperre gesichert. Weiche und Gleissperre können ortsbedient sein, dann verwahrt der Blockwärter die Schlüssel, oder auch von der Blockstelle aus über die Hebelbank bedient werden.
Hallo Klaus/#9,
interessant, war mir so noch nicht bewusst - da könnte ich ja glatt Weichenlaternen einsparen
Kurz gesagt: Wo nicht auch rangiert wird, gibt es keine (Notwendigkeit für eine) Weichenlaterne?
Viele Grüße
Frank
interessant, war mir so noch nicht bewusst - da könnte ich ja glatt Weichenlaternen einsparen
Viele Grüße
Frank
Struwelpeter - 10.01.10 14:44
@ Volker: Nein, das ist nicht ganz so, zumindest nicht zwingend.Nur hab' ich die Definition der Abzweigstelle nun wirklich nicht mehr im Kopf. Entscheidend ist, wie der eigentliche Streckenblock aufgeteilt bzw. eingerichtet ist. Eine einfache Blockstelle hat ein End- und ein Anfangsfeld für die jeweiligen Streckenabschnitte. Nach Durchfahrt des Zuges wird das Hauptsignal auf "Halt" gestellt, das Endfeld entblockt und das Anfangsfeld geblockt. Bei einer Blockstelle geschieht das in der Regel gleichzeitig, weil die zugehörigen Hebel miteinander gekoppelt sind. Entblocken gibt das Ausfahrsignal der rückliegenden Zugfolgestelle wieder frei, Blocken des Anfangsfeldes blockt eben das eigene Signal. Erst wenn der Zug unter Deckung des Hauptsignals der folgenden Zugfolgestelle ist, kann das dortige Endfeld gemeinsam mit unserem Anfangsfeld entblockt werden.
Eine Abzweigstelle hat noch ein weiteres Anfangsfeld. In aller Regel zeigt das Hauptsignal für diese Strecke "zwei Flügel" (Hf/Hp 2). Hier ist das gleichzeitige Blocken/Entblocken nicht mehr möglich.
Hinsichtlich der Anschlusstelle unterscheidet man einfache Anschlussstellen von sogenannten Ausweichanschlusstellen. Der Unterschied besteht darin, dass bei einer Ausweichanschlussstelle die Übergabefahrt im Anschluss "eingeschlossen" werden kann und der Betrieb auf der Hauptstrecke weiterläuft. Dagegen wird eine einfache Anschlussstelle durch eine sogenannte "Sperrfahrt" bedient, d.h. das Streckengleis ist für jeden weiteren Verkehr gesperrt. Ein etwas umständliches Verfahren, mit vielen Einträgen im sogenannten Zugmeldebuch. Und die Sperrfahrt erfolgt in aller Regel ohne Bedienung des Blocks.
Die Weiche des Anschlussgleises praktisch unter die Deckung des Haupsignals zu stellen, ist zwar wünschenswert, aber nicht zwingend. Die Strecke wird eben ohnehin gesperrt.
Ach so: Eine Blockstelle ist eine Zugfolgestelle, eine Abzweigstelle eine Zugmeldestelle. Aber nun ist's genug zum Sonntag.
Schöne Grüsse
Eine Abzweigstelle hat noch ein weiteres Anfangsfeld. In aller Regel zeigt das Hauptsignal für diese Strecke "zwei Flügel" (Hf/Hp 2). Hier ist das gleichzeitige Blocken/Entblocken nicht mehr möglich.
Hinsichtlich der Anschlusstelle unterscheidet man einfache Anschlussstellen von sogenannten Ausweichanschlusstellen. Der Unterschied besteht darin, dass bei einer Ausweichanschlussstelle die Übergabefahrt im Anschluss "eingeschlossen" werden kann und der Betrieb auf der Hauptstrecke weiterläuft. Dagegen wird eine einfache Anschlussstelle durch eine sogenannte "Sperrfahrt" bedient, d.h. das Streckengleis ist für jeden weiteren Verkehr gesperrt. Ein etwas umständliches Verfahren, mit vielen Einträgen im sogenannten Zugmeldebuch. Und die Sperrfahrt erfolgt in aller Regel ohne Bedienung des Blocks.
Die Weiche des Anschlussgleises praktisch unter die Deckung des Haupsignals zu stellen, ist zwar wünschenswert, aber nicht zwingend. Die Strecke wird eben ohnehin gesperrt.
Ach so: Eine Blockstelle ist eine Zugfolgestelle, eine Abzweigstelle eine Zugmeldestelle. Aber nun ist's genug zum Sonntag.
Schöne Grüsse
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