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THEMA: Erfahrungen mit STYROPLAST® Gleisbettungen ?

THEMA: Erfahrungen mit STYROPLAST® Gleisbettungen ?
Startbeitrag
Udo R - 08.01.10 12:18
Hallo,
mich würden die Erfahrungen von Anwendern der   STYROPLAST® Gleisbettungen interessieren da ich gerade mit einem Anlagenneubau beginne.

Viele Grüße - Udo


Hallo,
das würde mich auch stark interessieren.


Gruß
Andy
Hallo,

ich hatte mir die Styrodur-Bettung auch zugelegt, da ich anfangs - bevor ich die praktisch getestet habe - total begeistert davon war.

Letztendlich habe ich das Material aber ganz schnell wieder vertickt und mich entschlossen mit einem Granulat (was hier im Forum als Resorb bezeichnet wird) und mit Schotter vom Wilden Kaiser zu arbeiten.

Die Styrodurbettung ist meiner Ansicht nach sehr steif.

Die Ränder sollen bei Bögen erst abgeschnitten und später wieder dran geklebt werden ... Gleiches gilt bei Weichen.

Dann war das mit dem Legen der Böden auch alles andere als einfach, da wie gesagt das Material selbst bei abgeschnittener Böschung sehr steif ist und sich auch die Vertiefung  für die Schwellen verschieben.

Die Geräuschdämmung wird nicht schlecht sein, auch sehe ich keine Probleme was die Haltbarkeit bei dieser Bettung angeht.

Aber die Stückelei und optische Nacharbeitung der Böschungsschnitte, ist nicht mein Ding.

Darüber hinaus ist das Zeug auch nicht so günstig.

Das Material, was hier im Forum unter Resorb läuft, kann man auch am Stück bekommen und mit ein wenig Aufwand selber zuschneiden.

Ich persönlich habe mich für Schotter vom Wilden Kaiser (mal googeln) entschieden. Man konnte dort auch kostenlose Schotterproben anfordern.

Summa summarum wied das günstiger sein, schalltechnisch besser sein und je nach Geschmack auch optisch besser aussehen.

Ist aber nur meine bescheidene Meinung dazu.

Schönes Winterwochenende

Klaus
Finger weg davon....
habe durch mehrere Anlagenaufkäufe schon erfahren müssen das sich das Zeug wie Pulverresiert auflöst. Zu dem viel zu teuer.
Gruß
Ingo
Hallo Udo,

ich hab auch was an Erfahrungen mit Styroplast-Bettungen beizutragen!
... hab das aber gerade eben erst in einem anderen Thread geschrieben und verweise deshalb dort hin!   Hier! http://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=429719  ... ab Antwort 7!

Grüssla Manni
Hallo Ingo,

Da muss ich doch leider wiedersprechen!

Da verwechselst Du die Styrolplast-Gleisbettung garantiert mit einer Schaumstoffbettung!!!

Da ist es wirklich so, dass das Material nach einigen Jahren quasi zu Staub zerfällt!!!

Die Styroplast-Bettungen sind aber aus ähnlichem Material wie Styrodur und deshalb absolut Alterungsbeständig! ... hab das Zeug doch selber schon nunmehr 14 Jahre auf meiner Anlage liegen und da zerfällt überhaupt nix! Es ist ja praktisch feinporiges "Styropor" und wie allgemein bekannt ist Styropor absolut Verrottungssicher!

Nix für ungut, ist aber Tatsache!


Grüssla Manni

Tante Edit:

@ Alexx:

da kann ich Dir nur uneingeschränkt zustimmen, die Styroplast-Bettung ist wirklich klasse und ich hab das Zeug sehr gerne verarbeitet und bin sehr zufrieden damit! Und zerbröseln tut da gar nix!

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Hi Manni,

obwohl ich die Bettung ja nicht mehr habe, würde mich doch interessieren, wie Du die Bögen verlegt hast und die Schnitte optisch getarnt hast.

Weißt ja - ich großes Fan - Deiner Anlage und Deiner Fähigkeiten.

Lieben Gruß

Klaus
Hi Klaus,

kein Problem, sag ich Dir gerne!

Also wie schon mal erwähnt habe ich die Bettungen bereits am Arbeitstisch vor gebogen!
Was ich oben ganz vergessen hatte: natürlich mit bereits eingelegtem Flexgleis, so geht es noch besser und die Bruchgefahr minimiert sich drastisch!

Auf die Trassen habe ich die Bettung dann mit dem mitgelieferten Spezialkleber aufgeklebt!
Dazu den Kleber (der ist so was wie flüssiger Gummi, hellgrau und trocknet gummielastisch, schwarz auf) auf die Trasse aufgetragen, die Bettung aufgelegt und bis zum Abbinden mit Stecknadeln fixiert! Schnitte gibt es ja nur an den Stößen, von Bettung zu Bettung! Da man ja wie schon geschrieben die Böschungen nicht abschneiden muss!

Alle verbleibenden Stöße, oder auch eventuellen  Ungenauigkeiten habe ich dann mit dem ebenfalls erhältlichen, losen Schotter, der mit dem auf den Bettungen vorhandenen Material identisch ist, "ausgebessert"!

... ging wirklich recht zügig, selbst mit nur einer Hand.

Und die Gleise liegen auch heue noch - nach nunmehr 14 Jahren - wie am ersten Tag in der Bettung, Ehrenwort!!!

Frage beantwortet?

Liebe Grüsse Manni


Das ist nur was für Festradienfans. Und das Gestückel ist schon auch aufwendig, wenn man alle Übergänge kaschieren will.

Gruß
Eglod
Hi Eglod,

da muss ich Dir aber  widersprechen!!!!

Ich habe auf meiner Anlage kein einziges Stückgleis/Festradius liegen, sondern nur Flexgleise!

... und ich habe auch einiges (z.B. im Bahnhofsbereich und BW von Hand eingeschottert, was deutlich aufwändiger war als die Styroplastbettungen zu verlegen! Zumindest nach meinem Geschmack!

Grüssla Manni


Habe ich schon kapiert. Hast offenbar ein Händchen für das System. Meine Erfahrungen sind andere. Aber das supi einfache und "gefahrlose" Einschottern von Weichen ist ein Vorteil. Zweifellos.

Gruß
Eglod
Hi Eglod,

kein Problem, hat halt jeder so seine eigenen Erfahrungen!

Ich kann auch überhaupt nicht beurteilen, ob die Styroplastbettungen
überhaupt noch mit denen, die ich vor 14 Jahren verlegt  habe identisch sind!?

Ich gehe aber schon davon aus!

Die waren ja damals von Merkur, und da gab es wie schon gesagt eine größere Auswahl,
als aktuell!

Auch Mauerplatten (ähnlich Hekidur, allerdings in div. Gesteinsfarben realistisch eingefärbt), sowie gerade und ansteigende Arkaden-Mauern in div. Ausführungen, Tunnelportale, Dachziegelplatten und Felsstrukturplatten - allesamt aus dem gleichen Material, waren damals im Merkur Katalog zu haben!

Der Katalog, der mir vorliegt stammt aus dem Jahre 1993! So alt sind auch meine Bettungen schon, also nicht 14, sondern bereits ca. 17 Jahre! In diesem Katalog ist auch die Verlegung und das Biegen ausführlich beschrieben!

Außerdem gab es dort auch noch Korkschotter in div. Farbtönen, auch Meerschaum/Seemoos-Packungen, Abtönfarben für die Mauern, eine spezielle Schottermatte für Flächen und sogar Vitrinen!

Grüssla Mann

Tante Edit: sogar spezielle Gleisüberhöhungsstreifen wurden da angeboten.
Hallo manni,
ich verarbeite diese Teile auch gerade, weil ich nicht mehr schottern wollte, aber ich habe 2 Fragen, wie und wann hast du die Bettungen nachgefärbt ( es sind ja immer einige hellblaue Stellen zu sehen, und wo bekomme ich den losen Schotter und womit hast Du den dann geklebt.

Früher hab ich meine Gleise erst gefärbt und dann geschottert, das sah gut aus, aber jetzt sind die Gleise ja in der Bettung und sollen noch gefärbt werden ( Schwellen und profile)
MfG
Torsten
Hi Nasi,

den losen Schotter gab es damals ebenso bei Merkur, wie die Styroplast-Bettungen an sich! Auch einen speziellen elastischen Kleber, der sich auch gut zum Nachschottern eignete!
(hab ich schon in Antwort 8 erörtert)

Ob, und wo es diesen losen Schotter heute noch gibt weiß ich nicht genau, da musst Du mal da nachfragen, wo Du die Bettungen her hast!

Ich hab sogar noch einen ganzen Beutel von dem Schotter in meinem Besitz! Der ist allerdings auch schon mindestens 15 Jahre alt! Keine Ahnung, ob der farblich exakt zu Bettungen neueren Datums passt!  

Gefärbt (verdünnte Plaka/Abtön-Farbe) habe ich eigentlich nur einige Stellen bei den Weichenplatten, da dort hier und da etwas blaues Material hervorgeblitzt hat! Bei den langen doppelgleisigen Flexgleis-Bettungen (von denen ich auch noch einige übrig habe) musste ich eigentlich nix nachfärben! Höchstens an manchen Stellen und Übergängen etwas nachschottern!
Im Großen und Ganzen ging´s aber doch recht zügig voran!

Gefärbt, gealtert, angerostet - habe ich meine Gleise auch erst nach dem Einbau! ... war überhaupt kein Problem!

Grüssla Manni


Danke manni,
dann versuch ich mal mein Glück. Schottersorten hab ich einige, mal sehen ob eine passt, sonst wird komplett nachgefärbt. geht mit der Pistole ja fix.
MfG
Torsten
Hallo Torsten,

den passenden Schotter für die N-Bettungen findest Du bei Merkur (direkt) bzw. bei Weinert (Vertrieb für die Peco-Bettungen).

Gruß
Thomas
Oh, sehe ich das richtig, dass es die Bettungen nur noch fürs Minitrix-Gleis gibt?

Da war die Auswahl aber vor 15 Jahren deutlich größer!?

Grüssla Manni
Verwendete Merkurbettungen vor 10 Jahren, beim Herausnehmen der Gleise brachen die Stege zwischen den Schwellen vereinzelt ab.
Die Schotterung würde ich heute nicht mehr auswählen.
Der Sitz der Gleise ist i.O., bei Schienen- Stoßstellen fand ich aber noch keine 100% Lösung für einen gleichmäßigen Radiusverlauf, für mich immer eine Problemstelle .

Gruß

Klaus K.
Hallo Manni,
die Bettungen für Peco Gleise werden über Weinert vertrieben!
Gruß aus Hamburg
Thomas
Hi Klaus K.,

also herausgenommen hab ich meine Gleise bis heute noch nicht aus den Bettungen!

Für die "Mehrfachverwendung" sind die Bettungen wohl kaum geeignet, da man sie ja auch dauerhaft festklebt!

Bei meinen verlegten Bettungen ist es jedenfalls bisher zu keinen Beschädigungen gekommen! Ich kann mich da nicht beklagen, meine Gleise liegen sicher und der Betrieb läuft leise und zuverlässig! Und die Optik kann sich - so denke ich mal - auch sehen lassen!

Ich würde bei einem Neu, oder Ausbau durchaus wieder die Merkurbettungen verwenden. Zumindest auf freier Strecke!

Grüssla aus der Flößerstadt Wallenfels
Manni

PS.: Beim Bild Nebenstrecke 30 ist auf Höhe des stillgelegten Blockstellwerks ein Schienenstoss zu erkennen! Sieht doch relativ "knickfrei" aus, oder!?


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Hallo zusammen,
habe in meiner N-Schweiz auch teilweise solche Bettungen mit Peco-Gleisen verbaut und überwiegend positive Erfahrungen, ganz im Gegensatz zu den Mössmer-Schaumstoffbettungen, die wirklich wegbröseln. Aus meiner Sicht kann man Merkur/Peco problemlos verwenden.
Gruß
Klaus
Hallo zusammen,

ich habe die Styroplast-Gleisbettungen damals von Merkur in Kombination mit Arnold-Gleismaterial verwendet. Das Material ist beständig und zerbröselt auch nach längerer Zeit nicht (im Gegensatz zu der älteren Mössmer-Schaumstoffbettung). Allerdings ist es im Grunde genommen eine Stückelei da für jedes Gleisstück eine neue Gleisbettung angesetzt wird. Dadurch wird die Sache schnell relativ teuer und die Übergänge zu kaschieren gelingt auch nicht so einfach. Beim Herausheben der Gleise lösen sich dann wie bereits oben erwähnt die Stege. Zudem ist die Geräuschdämmung wegen der geringen und zudem nicht elastischen Masse auch nicht sonderlich deutlich. Heute benutze ich als Bettung zur Geräuschdämmung - wen wundert es ? - Resorb in Kombination mit Flexleim (damit sich die Gleise sich wieder rückstandsfrei rauslösen lassen) und schottere die Gleise mit elastischem Kleber ein, der sich auch wieder rückstandsfrei lösen läßt.
Der Vorteil der Styroplastbettungen liegt im schnelleren Aufbau. Dafür bietet Resorb die deutlich bessere Geräuschdämmung, ist ohne sichtbare Übergänge und zudem noch preisgünstiger.    

Viele Grüsse
Frank    

Hallo Manni,

Deine Fähigkeiten werden mir mittlerweile richtig unheimlich!

Ich hatte mir die Bettung für Code 55 gekauft und das mit den Bögen versucht/getestet.

Die Bettung war so was von widerspenstig und steif und an Parallelbögen wollte ich da gar nicht denken.

Also ohne Abschneiden der Böschung  hätte ich wahrscheinlich versucht die im Schraubstock zu biegen.

Mein Respekt Manni!

Schönen abend noch

Klaus

Danke Klaus!

... kann mir ehrlich gesagt die geschilderten Probleme nicht so richtig vorstellen, was aber keinesfalls heißen soll, dass ich es nicht glaube! Vielleicht hatte ich nur richtig "Schwein" gehabt und besonders elastische Exemplare erwischt, oder das Zeugs war vor 15 Jahren anders als heute!? Ich weiß es nicht! Jedenfalls war bei mir auch keine großartige Stückelei, oder massig Verschnitt vorhanden! Ich hab die Bettungen wirklich am ganzen Stück nacheinander verlegt ohne sie abzuschneiden! ... kann´s nicht anders sagen, da es so war!

Zum Preis: damals hat die lange zweigleisige Bettung für das Arnold-Flexgleis 9,20 DM gekostet und die Stücke waren - soweit ich mich erinnern kann ein ganzes Stück länger als das Flexgleis selbst! ... und wie schon erwähnt hatte ich praktisch keinen Verschnitt!  Bettungen für "feste Gleise" in exakter Länge kosteten 2,00 - 2,10 DM (die hab ich aber nicht verwendet) und die Weichenbettungen 4,00 DM. Ich fand das absolut OK für diese Bettung, die mir auch heute noch optisch, geräuschmäßig und fahrtechnisch gefällt! Eine zusätzliche Korkschicht habe ich aber schon noch unter der Bettung verklebt! Anbei ein Foto aus der Bauphase!

Grüssla Manni




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Hallo
und vielen Dank an euch alle für die Schilderung eurer Erfahrungen.
Manni, deine Anlage ist super. Aufgrund deiner hier und auf deiner Homepage eingestellten Fotos habe ich mir auch nochmal den Artikel über deine Anlage im NBM angeschaut - einfach klasse !

Die überwiegen positiven Meinungen zu den Bettungen haben mich darin bestärkt  diese mal auf meinem Bahnhofsmodul zu verwenden. Zumal nur sehr große Radien mit den Peco-Flexgleisen vorkommen.

Als ich den Gleisplan im H0-Forum ( http://www.nexusboard.net/showthread.php?sitei...id=303754#pid3342831 ) sah, war ich  sofort davon angetan und werde ihn als 2teiliges Modul (2x 1,05m x 0,40 m) mit einer kleinen Ergänzung bauen. Gezeichnet wurde er vom dortigen User "tom tofte" der auch die sehenswerte Seite http://www.lokalbahn-reminiszenzen.de betreibt.

Viele Grüße ÷ Udo


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