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THEMA: Sand in offenen Wagen

THEMA: Sand in offenen Wagen
Startbeitrag
Ulrich [Gast] - 29.11.03 23:14
Befördert jemand von Euch Sand (Kies) in E, Eaos oder Fcs ?
Gibt es da ein probates Mittel, um zu verhindern, daß sich feiner Sand unnötig über die Anlage verstreut ?
Anfeuchten ? Fixierspray ? Leimlösung ?

Gruß Ulrich

Sand wurde beim Vorbild, wenn er überhaupt in offenen Wagen transportiert wurde, mit Wagendecken abgedeckt. Üblicherweise wird Sand allerdings in U(a)cs oder T(a)ds befördert.


Gruß, Volker
@Volker

Mit welchen Fahrzeugen werden Besandungsanlagen in Bw's beliefert ?
Mit Uacs-Wagen ?

Gruß Ulrich
Loksand muss absolut Trocken sein, sonst könnte er im Sanddom/kasten verklumpen.
Normalerweise wird Sand in Tittenw..., äh, entschludigung, Uacs geleifert. Die Wagen gehören in den Dienstgüterwagenbestand und sind heute in größeren BW regelmäßig zu sehen. Es gibt aber auch die Anlieferung als pallettierte Sackware per LKW

Edward
Zur Ausgangsfrage:
"Früher" wurde Sand/Kies üblicherweise in normalen O-Wagen transportiert. Selbstentladewagen waren für wertvollere Güter (Erz, Dünger, Kohle, Koks) reserviert.
Verladen wurde über Sturzbühnen aus Feldbahnloren. Entladen mit der Schaufel oder per Wagenkipper.
Später wurden dann die Ommi51 gerne für sowas verwendet, jedenfalls sieht man die auf Fotos häufig mit solcher Ladung.

Im Modell einen Einsatz aus Styro basteln, in den Wagen einpassen. Dann aus Polystyrolresten eine passene Form machen, einfetten, Sandhäufchen drauf und Wassrleim oder Tiefengrund drüber, trocknen lassen, aus der Form porkeln. Fertig. Bitte nicht im Wagen machen, sonst kann man den Wagen nie mehr entladen.

Edward
Auch für die Ommi 51 gab es passende Wagendecken, für jede Mulde eine! Sand-/Kiestransporte in nicht abgedeckten, offenen Wagen halte ich für eher unwahrscheinlich, ist der Sand trocken, wird er vom Fahrtwind herausgeweht, wird er naß, lässt er sich nur schwer, und kaum ohne Rückstände entladen.


Gruß, Volker
Zur Beladung noch einen Tip:

Da die Moba-Wägen im Leerzustand stets zu leicht sind, wandert der Schwrpunkt durch die Beladung (ich machs genauso wie Edward #4) nach oben.
Ich klebe unten versenkt in die Grundform aus Polystyrol oder Styrodur zwei bis fünf kleine Eisenteile (z.B. Schrauben) ein und komme damit meist an das empfohlene Gesamtgewicht eines Güterwagens und einen tiefer liegenden Schwerpunkt.
Vorteil: Lange Güterzüge werden in engeren Kurven nicht so schnell umgerissen.

Servus  Albi
Noch ein Nachtrag:

Vermeintliche Sandbeladungen sind umgerechnet in Echt schon richtige Kiesbeladungen - also die Optik davon ein wenig berücksichtigen.
Weißleim mit Sand zu einem Brei mischen und dann auf einem passenden Einsatzstück die Haufen modellieren. Anschließend als Abschluß noch mal Sand drüber.
Sand wurde zudem als Baumaterial mit Flachwagen (z.B. SSm von Brawa) transportiert. Ich denke für alle Schüttgüter auf der Modellbahn eignet sich zur Fixierung der Asoa-Kleber - weil halt keine Glanzeffekte entstehen ...

MfG
vetter-ed
Ich habe gute Erfahrungen mit folgender Methode:
Den Sand direkt in den Wagen geben, dann einen Tropfen Kleber für Serviettentechnik darauf und zwei-drei Tropfen Wasser drüber.
Der Sand verklebt so weit, daß er nicht rieselt, aber leicht herausgerieben werden kann (mit dem Finger(nagel)). D.h. Verschütt- aber nicht berührungssicher.

ThomasK
@10
"Tropfen Kleber für Serviettentechnik"
Interessant! Was ist Serviettentechnik? Habe ich noch nie gehört. Wo kauft man das? Name, Preis?

"D.h. Verschütt- aber nicht berührungssicher."
Man kann den dann nicht ausladen? Ist also weniger für den Betrieb, als für die Vitrine gedacht. Ich bin verwirrt!

Edward
Vielleicht ist der Sud (das was nach dem Kochen übrigbleibt) bei der Zubereitung von Servietten-Knödeln gemeint. Da ist Stärke drin, die klebt nicht so heftig, also "verschütt- aber nicht berührungssicher".

Übrigens Edward, war die Frage #1  wirklich so gemeint, daß der Sand wieder ausgeladen werden soll? Wie macht Ihr das, habt Ihr da Schüttvorrichtungen, Minibagger o.ä.? Wäre mal ein interessantes Thema.
Darum gibt es an den Stellen, wo Entgleisungen oder gar unfreiwillige Umfaller passieren, stets so unverhoffte Sand-Kies-Häufchen (evt. gar ganze verklebte Brocken) neben den Gleisen.
Deswegen das Ladegut gleich im Farbton des verwendeten Schotters gefärbt, dann fällts nicht so auf.
Modellbahn mit Serviettentechnik ? Lieber nicht. Lieber kein Sand in offenen Wagen. Es ging mir ohnehin mehr um den Sand für die Besandungsanlage und dafür verwende ich dann auf Edwards Rat nur noch "Tittenwagen"  

Gruß Ulrich
Ich finde zum Ausladen einen hauchdünnen Faden, der als Schlaufte oben aus dem Ladegut rausragt, ideal. Hann man mit spitzen Fingern oder besser mit einer Pinzette greifen.
Den Entladevorgang als solches darzustellen finde ich müßig. Das sieht immer spielzeughaft aus, da der Sand nicht richtig rutscht. Das kommt nur bei LGB einigermaßen gut.
Allerdings finde ich es sehr komisch, wenn Ladung zum Empfänger gebracht wird, z.B. an die Ladestraße, und dann der Wagen unentladen "am nächsten Tag" wieder wegrollt. Das ist doch genau das, was ich darstellen möchte: Ladungstransport.

Edward
@11
Serviettentechnik ist das Hobby Papierservietten (mit Motiv!) auf Holz (Kistchen, Bilderrahmen,...), Keramik (Tassen, Teller,...), Stoff (T-Shirts,...) zu kleben um sie damit zu verzieren. Ich meinte den Kleber für Holz. (Ist irgend so ein Mittelding zwischen Kleber und Lack, wird unter und auf die Servietten gestrichen.)
Stimmt, das Ladegut läßt sich dann nicht mehr entladen, kann aber leicht wieder aus dem Wagen entfernt werden, wenn es 'mal raus muß. Die ursprüngliche Frage war doch, das Ladegut verschüttsicher zu machen - oder?
@15
Und was machst du dann in der Fabrik mit den Waren? Stapeln sich die immer höher bis nichts mehr zu sehen ist? Irgendwo hat das Modell halt seine Grenzen.
@ThomasK
Kannst du mir eine Bezeichnung für diesen Serviettenkleberlack geben, dann kann ich im Laden einfacher suchen.

"Und was machst du dann in der Fabrik mit den Waren?"
Üblicherweise bekommt eine Fabrik Roh- und Hilfsstoffe, um daraus neue Produkte zu fertigen. Die werden natürlich bei mir wieder mit der Bahn zum Kunden gebracht.

So mal als Beispiel: Eine Fabrik stellt Betonteile, wie wäre es mit Kanalröhren, her. Dazu braucht sie Sand, Zement, Eisen, Wasser, Strom, "Bauchemie", Holz, Maschinen und Arbeitskräfte.

Wasser kommt aus der Leitung und Strom aus der Steckdose
Die Arbeitskräfte kommen hoffentlich nicht aus der Bahnhofskneipe, sondern mit dem Schienenbus, da brauchen wir mindestens einen Haltepunkt in der Nähe.

Meine Fabrik bekommt nun pro Woche durchschnittlich 6 Wagenladungen Sand, 6 Wagen Zement und 1 Wagen mit Baustahl und alle 3 Wochen einen Ladung Chemie. Bauholz für Schalungen und für den Versand 1x pro Woche. Maschinen(ersatzteile) kommen nur ganz selten, kleine Teile per Expressgut, große 2-3x im Jahr.
Ich versende pro Woche 15 Wagenladungen mit Kanalröhren. Die leeren Chemiefässer

Meine Fabrik wird alle 2 Tage mit Wagen bedient und es werden ebenso häufig Wagen abgeholt.

Ich brauche also mindestens pro Bedienung:  4 Wagen für Sand (E/F) - 2 volle hin und 2 leere abholen.
4 U(a)cs für Zement, 1 Wagen für Baustahl alle 3 Bedinungen - den kann ich wieder mit was anderem beladen, die Chemie fährt in G oder H Wagen, aber nur alle 9 Bedienungen einmal, das Holz entweder auf E, K oder in H Wagen, je nach dem, ob es feucht werden darf oder nicht. Maschinen kommen auf passenden Fahrzeugen und stellen eine nette Abwechselung dar: Baufahrzeuge auf L oder R, große Maschinen auf Tiefladewagen etc.
Für den Warenversand müssen pro Bedienung 5 leere Wagen gestellt werden, ich würde K oder R Wagen bevorzugen.

Ein typischer Zug besteht nun aus rund 10 Wagen, wobei die Fabrik bestimmt nicht in jedem Zug alle Wagenarten bekommt. Ein 6 Wagenzug einmal pro Woche mit Zement ist genauso realistisch, wie der Versand eines langen Zuges mit Röhren.

Wenn man nun Spiel^H^H^H, entschuldigung, Betrieb macht, stellt man die Wagen mit den entsprechenden Ladungseinsätzen z.B. für Sand im Schattenbahnhof zusammen und fährt die in einem Nahgüterzug in den nächstgelegenen Bhf. Von dort bringt eine Köf die Wagen als Übergabe oder Rangierfahrt zum Werk. Nun steht "Rangieren" auf dem Stundenplan: Die Wagen müssen in der richtigen Reihenfolge ins Werk und vorher müssen die Wagen, die dort noch sind, abgezogen werden. Natürlich nicht alle, wäre ja zu einfach

Wenn die Köf mit den zu abzuholenden Wagen weg ist,
kommt "Gottes Hand" und fummelt den Sand aus den Wagen und packt Betonröhrenladegut auf die Rungenwagen. Der Sand kommt wieder zum Schattenbhf und die Röhren werden dort abgeholt.
Inzwischen ist auch der abendliche Nahgüterzug im nächstgelegen Bahnhof zusammengestellt und bringt die Wagen, zusammen mit all den Anderen wieder in den Schattenbahnhof.
Wenn nun, wie von Geisterhand, ein neuer Tag begonnen hat, beginnt das Spiel im Schattenbahnhof von neuem.

Man kann das ganze natürlich noch mit Fahrplänen, Werkslok, Wagenkarten und Frachtzetteln unendlich verfeinern.

Viel Spaß beim nachspielen, äh, nein, nachbetriebmachen.

Edward
Hups, da habe ich die Chemiefässer vergessen
Die gehen entweder zum Schrotthädler um die Ecke, natürlich mit Gleisanschluss, oder im G-Wagen zurück ins Werk.

Edward
Edward, alle Achtung zu deinem vorbildlichen Fahrbetrieb.

Ähnliches haben wir schon vor Jahren überlegt, sind aber dann zu dem Ergebnis gekommen:
Rollendes Material mit dem vorbestimmten Ladegut, zu einer festen Einheit verbunden, vorbereitet und die Güterzug-Garnituren in einem verdeckten Bereich der Anlage je nach Fahrplan ausgetauscht.
War echte sichtbare Belade- und Entlade-Funktion angesagt, so hatten wir nur mit dem Wagentyp "Mittenkipper" ein annähernd gutes Ergebnis.

Servus  Albi
Hallo Edward,

Serviettentechnik ist die ideologische Nachfolgerin der Fensterbilder. Daher findet man Zubehör derzeit in jedem Bastel- und Spielzeugladen, in vielen Farbengeschäften und sogar im Schreibwarenhandel. Auch etliche Lebensmittelketten bieten das Zeug in ihrem Non-food-Bereich an.

Gruß

RubiNH0
@20
"ideologische Nachfolgerin" LOL!!!! Danke, für den Lacher. Dann werde ich wohl keine Probleme haben, das zu finden

@19
Wie, Betrieb, ohne zu rangieren? Ganzzüge sind auch vorbildgerecht, auf jeden Fall, besonders, wenn man eine 2gl. Hauptstrecke als Vorbild hat. Aber _mir_ wäre das alleine zu langweilig, da fehlt das Salz in der Suppe.

Das schöne an solchen Betriebsspielen ist, dass sie sich wunderbar skalieren lassen. Es funktioniert auf einem Bahnhof mit 3 Weichen genausogut wie auf einer riesen Anlage, z.B. auf einem Modul-Treffen. Voraussetzung ist natürlich das Vorhandensein von Industrie, Ladegleisen etc.
Daneben eröffnen sich ganz neue Dimensionen: Was bekommt und versendet eine Fabrik? Welche Wagenbauarten sind dazu nötig? Wie wird richtig rangiert? Wie stellt man einen Fahrplan und einen Wagenumlauf auf?

Edward
@Edward
Bis kurz vor Schluß deines langen Berichtes dachte ich noch, du hast eine Methode gefunden im Modell wirklich zu produzieren ))

ThomasK
Hmm, ich kann mich daran erinnern, das die DR (DDR) Sand auf Flachwagen OHNE Wagendecken transportiert hat, Quarzsand dagegen nur in Silowagen...ich habe auf meiner Anlage US-Hopper mit Sand beladen gefahren und irgendwann wunderte ich mich über die ausgefahrenen Lager...nebenbei sollte man bedenken, was das für ein Gewicht wird wenn man gerne Ganzzüge fährt...aber dagegen helfen ja bekanntlich Doppeltraktionen
@ Ulrich (Nr.2): Habe leider Deinen Beitrag gerade erst gesehen, Tschuldigung. Sand in Bw's wurde früher bei der BuBa in Ucs, oder noch früher in Klappdeckelwagen geliefert, heute wird der Sand wohl überwiegend per LKW angeliefert....   Wie das bei der DR war weiß ich nicht. Uacs besaß die DB eigentlich nie in nennenswerten Stückzahlen, das waren (und sind) fast alles Privatwagen.

Gruß, Volker
@Volker

Ich habe noch vor wenigen Wochen bei der DehBehAhgeh, alias MähdornÄr, einen Ucs mit Loksand gesehen. War sogar am Wagen angeschrieben.

Edward
Loksand ? Ist das die offizielle Bezeichnung ? Dachte immer: Bremssand ...
Oder steht da nur Sand angeschrieben ?

Ulrich
@ Edward: Der war dann aber sicher für ein Railion-Werk bestimmt, die anderen Unternehmensbereiche können sich die Frachtkosten gar nicht mehr leisten..

Gruß, Volker
Ich tippe auf BW Köln Deutzerfeld,  da ist m.w. kein DB-Kongo oder wie die gerade firmieren beheimatet
Und es stand wirklich "Ladegut: Loksand" dran.

Edward
Bei verschiedenen US Bahngesellschaften gab es ausgediente Kohlenwagen die mit einem Strich auf halber höhe - max load limit - Sand ist schwerer als Kohle,  zu Sandwagen umfunktioniert wurden. Und bei Nässe? "It never rains in southern California..."
Bei der DR habe ich Loksand auf einem Niederbordwagen gesehen, mit Plane abgedeckt. Auch hier Loksand als offizielle Bezeichnung.


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