1zu160 - Forum



Anzeige:
MTR Exclusive - Onlineshop und Exklusivmodelle

THEMA: Peco und der Schnitt

THEMA: Peco und der Schnitt
Startbeitrag
Klaus* - 30.11.09 22:01
Hallo zusammen,

ich habe oft gelesen, daß man die Peco Code 55 Weichen zum Herzstück trennen soll, um Kurzschlüsse zu vermeiden.

Nun fahre ich seit einiger Zeit mit Peco Weichen, die ich provisorisch auf eine Holzplatte gelegt habe und es gab bisher keinen einzigen Kurzschluß. Nun stelle ich mir die Frage, ob ich was übersehe oder ob die Probleme noch kommen

Wenn ihr also mal kurz beschreibt, wann es unter welchem Umstand zu einem Kurzzschluß kommen kann?!

Danke!


Ich fahre seit 20 Jahren auf Peco Code 55 ohne Weichenumbauten, seit etwa 5 Jahren auch digital (Selectrix). Kein Problem!
Gruß
Klaus
Fahre auch Selectrix, mit über 80 Peco-Weichen ohne Umbauten.
Habe auch keine Probleme.

Gruß Goldi
http://www.mtkb.de/tips/Gleise.htm   fährt seit 10 Jahren auf Messen und Ausstellungen ebenfalls mit code 55 und Fulgurexantrieben ohne Probleme.  Mir hat sich nicht erschlossen warum da was getrennt werden soll.  Einziges Manko ist die NICHT schaltbare Kreuzung bei der die spitz zulaufenden Schienen  zu nahe beieinander liegen, hier können alte Loks mit breiten Radreifen schon mal einen Kurzschluss verursachen. Abhilfe ist, den Zwischenraum mit Nadelfeile um 2/10 zu erweitern wobei die Tiefe auch nur 2 / 10 beträgt, gerade soviel das der Radreifen nicht mehr beide Schienen berühren kann.
Gruß Gunter
Hallo Gunter,

Zitat

Einziges Manko ist die NICHT schaltbare Kreuzung bei der die spitz zulaufenden Schienen  zu nahe beieinander liegen...


Welcher Typ Kreuzung ist hier gemeint?

Gruß aus Holland,

Bert
Hm,

normalerweise wird das Herstück (Electrofrog) der Weiche über die Weichenzungen polarisiert. [darum müssen die Schienen nach dem Herzstück isoliert/getrennt sein]
leider ist das kein 100% top Versorgung, denn durch oxydation, dreck, ect. kann es zu Stromlosen Weichen kommen.
Darum wird angeraten das Herzstück (Electrofrog) der Weiche über einen Zusatzkontakt (z.B. am Weichenantrieb) separat zu versorgen.
und nur hier tritt der sogenannte --micro Kurzschluß-- auf, wenn der Zusatzkontakt bereits geschaltet hat, aber die Weichenzungen noch nicht umgelegt sind.
Auch wenn dies nur microsekunden sind, sprechen anscheinend diverse Digitalsysteme darauf an und gehen auf Error.

mfG.
"tattoo"

Leider konnte bis jetzt noch keiner sagen welche Systeme so empfindlich reagieren.
Hallo,

auf unserer letzten Ausstellung in Ried hatten wir ein Teilstück mit nicht umgebauten Peco Code 55 Weichen, gespeist von einem Twin Center. Bei zwei Weichen ging die Box ständig auf Stop (Kurzschluss). Das war etwas nervig.

Grüße, Peter W.
Man muss den Schnitt nicht machen, aber man sollte es tun. Ich habe das in meinen beiden SB schon deshalb gemacht, weil ich das Risiko einer mangelhaften Stromversorgung bzw. mögliche Kurzschlüsse ausschließen wollte; denn in diesem Bereich ist eine nachträgliche Änderung nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Und gerade im SB sollte ja alles möglichst störungsfrei laufen. Und Murphy lauert ständig: Wenn etwas nicht (mehr) einwandfrei funktioniert, dann garantiert an der unzugänglichsten Stelle.

Gruß
K.U.Müller
Hallo,

kann K.U.-Müller nur zustimmen.  Ich hatte bei meiner letzten Anlage so um die 40 Peco-Weichen verbaut, die Anlage stand etwa 5 Jahre. Bei 3 bis 4 der Weichen trat das Problem auf, dass die Stromversorgung über die Zunge irgendwann versagte. Da half irgendwann auch kein Putzen, Biegen oder sonstwas, was im eingebauten Zustand möglich war, mehr richtig. Man kann also Glück haben und keine Probleme kriegen, muss man aber nicht.

Ich zumindest muss das nicht mehr haben und baue die Weichen für die neue Anlage nun alle um. Nicht nur Kabel ans Herzstück, sondern auch den Schnitt gemacht (geht ja ziemlich schnell). Ein Relais polarisiet mir das Herzstück. Die ersten Weichen liegen seit etwa 2 Jahren, bisher vollkommen ohne Probleme.

Grüße,

Udo.
Hier noch eine super Beschreibung von Felix zum Umbau.

http://k.f.geering.info/modellbahn/technik/peco-herzstuecke.htm

Gruß Michael
Hallo,

die Beschreibung ist ja wunderbar. Aber eins verstehe ich bei diesen ganzen Aufwand trotzdem nicht. Da der Schnitt ja zwischen Herzstück und Gelenk gemacht wird, bekommen die beweglichen Flügelschienen den Kontakt immer noch nur über die Gelenke und/oder durch das anliegen an den Backenschienen. Womit wird die Stromversorgung dort dann verbessert?

Allein aus diesen Grund habe ich den Schnitt nicht gemacht. Das Herzstück wird bei mir über 2 Relais polariesiert. Ein Relais schaltet zu beginn der Umschaltens die Spannung ab und wenn der Servo die andere Endlage erreicht hat schaltet das andere Relais die Spannung entsprechend wieder zu. So gibt es auch keinen Kurzschluss.


Gruß, Raimond
Um von der Stromversorgung durch die Zungen der Weiche unabhängig zu sein, sollten die Backenschienen durch eine Drahtbrücke mit den (abgetrennten) Herzstückschienen hinter der Zunge verbunden werden. Damit gibt es eine feste Verbindung und nicht nur die Versorgung über die labberigen Zungen.

Ohne den Schnitt hättest Du im Grunde zwei Stromversorger für das Herzstück, bei denen u. U.  nicht sichergestellt ist, dass sie synchron schalten. Um sicher zu sein, dass die Umschaltrelais nicht schneller als die Zungen sind, werden durch den Schnitt beide Bereiche getrennt. Anderenfalls könnte ein Kurzschluss entstehen.

Gruß
K.U.Müller
Damit ist aber nur eine sichere Stromversorgung des Herzstück und der Herzstückschiene bis zum Schnitt gewährleistet. Aber was ist mit der "labberigen" Zunge? Diese wird immer noch "nur" über die Gelenke und/oder durch anliegen an den Backenschienen versorgt.

Ohne den Schnitt habe ich in meinem Fall tatsächlich zwei Einspeisungen. Die Syncronität ist allerdings durch den Decoder (mit 2 Relais) gewährleistet.

Gruß
Raimond
Hallo Raimond

Ich habe zusätzlich zu allen Umbauten noch die Gelenke der Zunge mit einem Lötpunkt versehen (natürlich von unten ). Somit gibt es keinerlei Probleme mehr.

Zu den "empfindlichen" Digitalzentralen:
Lenz hat mit den Mikrokurzschlüssen überhaupt keine Probleme.
Bei anderen Zentralen ist es seltsamerweise so, dass manche (also auch des selben Herstellers) überaus empfindlich reagieren, andere weniger empfindlich.
Gerade bei der IBox ist es mir extrem aufgefallen, dass es da immer wieder Probleme gibt. Das würde auch mit den Infos von Peter übereinkommen, wenn es beim Twincenter ähnlich ist.
Das es nur bei bestimmten Weichen der Fall ist, liegt daran, wie lange die Zunge noch an der Außenschiene "verweilt". Je schneller die Zunge den Kontakt zur Außenschiene verliert, umso geringer ist die Gefahr des Kurzschlusses.

Viele Grüße
Tomi
Hm,

#12 Raimond ; wenn du den Umbau richtig machst hast du die Drahtbrücken. Du kannst diese sogar als eigene (neue) Stromeinspeißung verwenden. Somit werden aber auch die Weichenzungen von 2 (!) Seiten , einmal beim anliegen an die Schiene und andererseits über diese Drahtbrücken ergo über die Zungengelenke mit Strom versorgt. Eine dieser beiden bringt sicher Strom


mfG.
"tattoo"

Der Umbau muß nicht sein, aber wer 1000% auf der sicheren Seite sein will macht ihn, vor allem bei den Weichen dieschwer zugänglich sind.

Jetzt hab auch ich das Problem verstanden! Danke!

Wenn ich also mein Herzstück synchron mit dem Umschalten versorge, dann kann alles bleiben wie es ist. Und da mein Antrieb auch die Mikroschalter mit antreibt, kann es gar nicht anders als synchron sein. Dann hab ich ja gleich 2 Vorteile: Kein Umbau und doppelte Versorgung durch Backenschiene und Mikroschalter. Na wenn da die Köf sich nicht freut

Danke!


Hm,

#15 Klaus ; das --Synchon-- ist eben der Knackpunkt.
Der Herzstückpolarisierungsschalter muß exakt gleich umschalten wie die Weichenzunge.
Selbst wenn du PECO Weichenantriebe PL-10 verwendest mit daran montierten PECO Zusatzkontakten PL-15 wirst du keine 100% exakte Syncrone Umschaltung erreichen.
Aber wie gesagt bei Analog wirkt es sich nicht aus und auch einige Digi-Systeme sind so tolerant diese "Microkurzschlüße" zu übergehen. Aber leider gibt es Digi-Systeme die das nicht machen.

mfG.
"tattoo"
Hallo tattoo

Zitat

Der Herzstückpolarisierungsschalter muß exakt gleich umschalten wie die Weichenzunge.

Eigentlich ist das auch nicht ganz korrekt. Normal sollte das Polarisierungsrelais den Strom (bzw. die Spannung) trennen, dann erst schaltet die Weiche um und erst nach anlegen der Weichenzunge an der gegenüberliegenden Backenschiene sollte das Relais wieder den Strom zuschalten.

@Klaus: Ich persönlich würde dann zumindest je einen Löt-"Klecks" auf die doch sehr empfindlichen "Scharniere" der Weichenzungen machen. Somit ist das Problem der verschmutzten Weichenzungen nicht mehr ganz so schlimm.
Aber mal eine andere Frage: Welche Zentrale verwendest Du bzw. fährst Du überhaupt Digital???

Gruß
Tomi
Hallo Tomi

Zitat

Normal sollte das Polarisierungsrelais den Strom (bzw. die Spannung) trennen, dann erst schaltet die Weiche um und erst nach anlegen der Weichenzunge an der gegenüberliegenden Backenschiene sollte das Relais wieder den Strom zuschalten.


Genauso mache ich das, bzw der Decoder mit Hilfe von zwei Relais.

Den "Klecks" auf die Gelenke hatte ich auch schon mal in Erwägung gezogen. Habe es aber doch nicht gemacht, da ich mir nicht sicher war wie lange das mechanisch hält. Nun ist es zu spät, denn die Weichen sind verbaut. Hatte aber bisher auch keine Kontaktprobleme ohne "Klecks"

Gruß, Raimond
Zitat

Aber mal eine andere Frage: Welche Zentrale verwendest Du bzw. fährst Du überhaupt Digital???



Ich fahre analog, würde aber jede Art von Kurzschluß als sehr! störend empfinden, zumal ich bei 1 Ampere auch gnadenlos den Strom abstelle, denn ich mag keine ausgeglühten Radschleifer.

Zitat


Ich persönlich würde dann zumindest je einen Löt-"Klecks" auf die doch sehr empfindlichen "Scharniere" der Weichenzungen machen.



Wozu? Die Zungen werden von den Backenschienen versorgt und das Weichenherz durch die extra Zuleitung vom Weichenantrieb. Aber mal angenommen, ich würde mich auf die Weichenzungen verlassen, was bringt mir der Klecks? Ich werde doch die Zungen nicht fest dort verlöten wollen, sprich sie unbeweglich machen, oder? Oder soll ich einen Draht dort unterlöten, um z.B. damit nochmal zum Herzstück zu verdrahten? Das kann ich mir noch vorstellen, aber wenn ich die Weichen dann in Schotter einleime, dann wäre der wirklich noch bewegliche nach unten herausgeführte Draht extrem kurz und wahrscheinlich schneller ab als dran, oder?...

Fragen über Fragen!






Wozu?
Deshalb, weil der Kontakt zwischen Weichenzungen und Backenschienen mit der Zeit nicht mehr ganz so gut sein KANN !!!
Wenn dann noch der Kontakt zwischen Weichenzungen und Herzstück nicht ganz optimal ist (was mit der Zeit auch auftreten kann, denn die "Klammerung" der Zungen ist auch nicht für die Ewigkeit gemacht), dann ist die Weichenzunge unter Umständen den Wacklern ausgeliefert. Ist hier aber ein Lötklecks vorhanden, wird selbst bei schlechtem Kontakt zwischen Backenschiene und Zunge noch Strom vom Herzstück bis in die letzte Spitze der Zunge eingeleitet.
Die Zungen werden nicht unbeweglich durch die Verlötung. Einfach mal testen. Es funktioniert. Ich habe die Zungen in Mittelposition gebracht und dann verlötet. So ist nach links und rechts genug Spielraum.

Viele Grüße
Tomi

PS. Raimond: Mach doch ein Loch von unten in die Trasse, dann kannst Du nachträglich auch noch löten.
Die möglichen Microkurzschlüsse scheinen aber ein DCC-Problem zu sein, denn meine nicht umgebauten Weichen, bei denen der Polwendeschalter parallel zur Weichenzunge umstellt, machen im Selectrix-Betrieb weder mit der CC2000 noch mit der Gleisbox (MobileStation) Probleme.
Auch wenn ich mit der MobileStation und Gleisbox beide Signale (Selectrix und DCC) am Gleis habe. kommt es nicht zu Abschaltungen.
Gruß
Klaus
Hallo Klaus

Die Kurzschlüsse haben doch nichts mit dem Protokoll zu tun. Sobald an der Weichenzunge falsch polarisiert wird, entsteht ein Kurzschluss, egal ob DCC oder SX oder sonstwas.
Jetzt kommt es nur darauf an, welche Zentrale schnell und welche langsam reagiert.

Gruß
Tomi
eben, es gibt einige DCC-Zentralen die übereifrig abschalten.
Das hängt sicher nicht am Protokoll sondern an der Hardware.
Die MobileStation mach auch im DCC- oder Mischbetrieb deutlich auch weniger Sorgen als beispielsweise eine Lokmaus, die ich für meine H0-Loks verwende. Letztere schaltet bei Kurzschlüssen wesentlich schneller ab
Gruß
Klaus
Servus,

ich für meinen Teil WILL ja auch das meine Zentrale zügig abschaltet wenn es sein soll. Digital ist da einfach bisserl mehr Dampf dahinter. Gar nicht so wirklich gut fürs Material...

Also kleiner Schnitt mit Laubsäge und Metallblatt, hauch Kleber in die Lücke, Kabel dran gelötet. Fertig ist die Weiche. Das geht schnell und das Thema ist definitiv erledigt...

Grüßle
Elvis
Hallo Klaus

Zitat

Das hängt sicher nicht am Protokoll sondern an der Hardware.

Dann hab ich das falsch interpretiert. Es war so zu verstehen, dass der Grund der Kurzschlüsse das Protokoll sei.

Ich muss Elvis voll und ganz recht geben. Das Abschalten der Zentrale ist sehr wichtig. Wobei man aber auch bedenken muss, dass die Mikrokurzschlüsse normalerweise ja nicht für Probleme bzw. Schäden verantwortlich sind. Die Schäden entstehen dann, wenn ein Radsatz z.B. einen Kurzschluss verursacht und die Zentrale nicht abschaltet.
Die von mir momentan eingesetzte Lenz-Zentrale schaltet bei Mikrokurzschlüssen nicht ab, was für diejenigen wünschenswert ist, die die Weichen nicht umbauen möchten. Bei "richtigen" Kurzschlüssen reagiert die Zentrale wie es sein muss (mit einer Abschaltung).

Gruß
Tomi


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;