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THEMA: Digital und Analog

THEMA: Digital und Analog
Startbeitrag
Charel Gras [Gast] - 09.11.03 09:04
Hallo.

Ich möcht wissen ob ich digital und analog auf einer Anlage koppeln kann.
Also Digitalzentrale und ein Manueller Trafo.
Geht das oder gibt's Probleme?

Tschüss C.G.

Ja, Probleme gibt es.

Wenn du mit einer Digitallok nach Analog fährst macht die einen Geschwindigkeitssprung.

Wenn du mit einer Analoglok nach Digital fährst geht der Motor kaputt, es sei denn, deine Hand ist schneller.

Vom Lenz'schen Parallelbetrieb wird allgemein abgeraten. Willst du die technischen Hintergründe wissen?

Einzige Lösung: Entweder komplett analog oder komplett digital Fahren. Du kannst dan die Digitalzentrale und an den Mobatrafo einen Stecker bauen und den Fahrstrom wahlweise für die ganze Anlage einspeisen. Und immer die Analogloks runternehemen, bevor die Digital machst.

Edward
Also rein in der Theorie geht das, bei 2 getrennten Stromkreisen....

Z.B. die Anlage auf digital und in der Stadt eine Straßenbahn auf analog...

Du müßtest Dein Vorhaben aber doch ein bissl geanuer beschreiben....

Grüße
NBO
Hallöchen,

prinzipiell funktioniert das ganze schon. Wenn die beiden Systeme für den Zugbetrieb miteinander verbunden sind, ist die beidseitige Isolierung an der Übergansstelle ein MUß!!! In dem Augenblick, indem ein Radsatz die Trennstelle überbrückt, kommt es zum Kurzschluß zwischen beiden Systemen. In der Regel wird das Digitalsystem abschalten oder -wenn´s dumm läuft- ist dein Leistungsteil hinüber. Dies ist mir schon mit meiner IB passiert, ich erhielt danach auf dem Display nur noch die Meldung "Fremdspannung". Es gibt von Lenz ein Trennmdul (TL 100) dessen genaue Funktion auf der HP von Lenz http://www.digital-plus.de nachlesen kannst. Dieses schaltet beim Übergang den konventionellen Trafo ab und legt deinen analogen Kreis auf digital, so daß deine Zentrale bzw der Booster keinen Schaden nehmen sollte. Wie sich die Loks mit/ohne Dekoder verhalten ist im einezelnen von den Dekodern bzw vom verwendeten Digialtsystem abhängig.
Normalerweise läßt sich die Digitallok im analogen Kreis normal steuern wie jede Analoglok auch. (Hängt aber auch von dekoderspezifischen Einstellungen ab, die evtl. keinen Analogbetrieb zulassen). Komplizierter wird es schon mit den Analogloks: Im digitalen Stromkreis hast du volle Betriebsspannung, allerdings als Rechtecksignal mit wechselnder Polarität. Darauf reagiert die Analoglok in der Regel nur mit einem mehr oder weniger starken Summen. Die Lenz-Systeme bieten alllerdings die Möglichkeit, in die Pausen zwischen zwei Datenpaketen Fahrinformationen für Analogloks einzupacken, auf die die Digitalempfänger nicht reagieren. Aus Sicht der Analoglok handelt es sich um eine Impulsbreitensteuerung  mit Überlagerung eines hochfrequenten Signals (Digitalsignal). Allerdings fließt auch dieses durch den Motor und sorgt hier für eine gewisse Erwärmung und das oben erwähnte Summen. Auch die Lampen leuchten für beide Fahrtrichtungen, da hier das Digitalsignal durchgeht. Ob die Erwärmung den Motoren gut tut? Keine Ahnung. Absolut schädlich ist diese Antriebsform allerdings für Glockenankermotoren.

Ich hoffe, daß ich mich halbwegs verständliche ausgedrückt habe

Grüße von der schäbischen Alb
Ralf
@ Edward
In der Praxis auch. Man könnte seine Analogloks automatisch im Blockbetrieb fahren lassen und die Digitalen da, wo es wirklich Sinn macht, auf der manuellen Nebenstrecke und im Rangierbereich. Keine schlechte Idee um mal einen Eindruck zu bekommen.

Gruss
Cox
@NBO: Es sollte ein Stromkreis mit den zwei Systemen  werden.

Aber wo ich jetzt alle Probleme hier lese und dann die komplizierten Lösungen bleib ich doch lieber bei einer ganz analog betriebenen Anlage.
Wenn ich mich da mal fragetechnisch einklinken darf:

Ist es denn denkbar, das ich einen Teil einer Anlage z.B. die Nebenbahn elektrisch von der Hauptbahn trenne und eine Art Umschalter einbaue mit dem ich diesen Abschnitt wahlweise analog oder digital betreibe.

Das müsste doch gehen, wenn ich die Digitalloks vor Umschaltung in den Analogbetrieb aus dem Abschnitt herausfahre und die Analogloks im Digitalbetrieb auf ein abschaltbaren Gleisabschnitt verfahre. Mir ist klar, daß ein Überfahren der Analog-Digital-Grenze für Analogloks nicht möglich ist, aber auf diese Weise könnte man dann evt. zumindest in einem Teilbereich seiner Anlage Analogloks fahren. Oder hab ich da irgend einen Denkfehler?

Thomas,
der darüber nachdenkt auf den Digitalzug aufzuspringen.
@Eifelbahner
Prinzipiell funktioniert das so, wie du das beschreibst.

Grüße von der schwäbischen Alb
Ralf
@Thomas,

das wird auf jeden Fall klappen, Du musst nur sicherstellen, dass ALLE Trennstellen und Umschalter doppelpolig ausgeführt sind.

Grüße, Peter W:
@6
Also diese Möglichkeit ist ein praktikabler Weg. Habe auf meiner Bahn auch einen Umschalter eingebaut, mit demich zwischen digital und analog umschalte. Die digialen Loks kann ich dabei einfach stehen lassen, da ich Selektrix Dekoder verwende, die keinen Analog Betrieb zulassen, wenn Sie auf Digital stehen.
Nur  muss ich die analogen Loks in einen abschaltbaren Gleisbereich fahren, damit die keinen Digitalstrom abbekommen. Wenn ich schon mal eine vergesse, merke ich das an dem Summen des Motors. Bisher haben die das alle überlebt.

Ich benutze die Gleisbesetztmelder von LDT, die ich gleichzeitig mit umschalte (diese können AUCH im analogbetrieb Besetzt melden, wenn der interne Stromfühler abgeschaltet wird).  Dann kann die IB mit dem PC auch diese analogen Abschnitte überwachen und steuern.

Ich überlege noch, ob ich diese Umschaltung über die Sterungssoftware automatisieren kann, da ja die analogen Loks ebenfalls belegt auslösen. Dann müsste die Software eigenlich erkennen, wohin die Reise (sprich Fahrstrasse) geht und die Strecke entsprechend über Schaltmodule umschalten, mal sehen ob und wie das funktioniert.

Gruß Lothar
@Eifelbahner, Cox

Ja, natürlich kann man einen Teil seiner Anlage Digital betreiben, z.B. Nebenstrecke. Man muss halt aufpassen, keine Frage.

@3
Roco rät explizit von der Nutzung einer Analoglok im Digitalbereich, wie du ihn mit Lenz beschrieben hast, für H0(!) ab, da es zu Motorschäden durch überhitzung kommen kann. Bei N ist die Impedanz der Motoren durch die geringere Wicklungszahl noch niedriger und damit die Erwärmung noch höher. Ich halte das für ganz großen Murks, was sich Lenz da ausgedacht hat. Das ist nicht mehr als ein Marketingargument "Sie können ihre alten Loks weiterbenutzen"

@Charel: Eine Alternative wäre Daisy von Uhlenbrock, das kann man auf reinen Analogbetrieb mit Impulsbreitenregelung umschalten. Und so teuer ist es auch nicht!

Bitte passt auf eure Lokmotoren auf!

Edward
Hallo an die die Digitalplaner?

Ich bitte um einen Rat.
Zur Trennung analoger Bereich ( Hauptstrecke mit Blockstellen und automatischem Bahnhofsteil ) und eventuell digitalem Bereich ( Nebenbahn mit viel
Rangierbetrieb, sprich Weichen ) genügt da ein ganz " normaler Stromtrenner, wie bisher zwischen den analogen Trafos?
Reiner
Hall Reiner,

ich würde Dir raten ein allpolig isoliertes Gleisstück zwischen den beiden Bereichen als Übergangsbereich vorzusehen und dieses vom Analogtrafo über ein Digitaltrennmodul LT100 zu speisen. Dann kann nichts passieren. Ansonsten besteht die Gefahr dass bei einer Überbrückung zwischen Analog- und Digitalkreis (Fahrzeug fährt über die Trennstelle) bei aufgedrehtem Analogtrafo die Endstufe des Digitalgeräts abraucht.

Grüße, Peter W.
Was ihr da machen wollt, ist kein Problem - es ist sogar ausgesprochen einfach

Loks werden grundsätzlich in stromlos geschalteten Gleisen abgestellt.
Baut die Anlage so, dass ihr jeden Bahnhof, jede Strecke auf einen von zwei Stromrkeisen aufschalten könnt. Links und rechts des Bahnhofs / der Strecke wird doppelpig getrennt.

Es ist dabei egal, ob die Stromkreise analog oder digital sind!

Also könnt ihr eine ganz stinknormale analoge Verdrahtung machen. In die Zuleitung zum Bahnhof kommt ein zweipoliger Umschalter, mit dem der Bahnhof auf "Stromkreis 1" oder "Stromkreis 2" aufgeschaltet werden kann.

Nun sei Stromkreis 1 analog, und Stromkreis 2 sei digital. Fertig - mehr ist nicht dahinter.

Felix
Felix, Peter

Danke für Euro Tipps.

Reiner
Auch bei der Z-Schaltung (Felix, #13) würde ich vorsichtshalber dem/den analogen Fahrpult(en) Trennmodule nachschalten damit bei versehentlichen Falschfahrten über Stromkreistrennstellen keine Rauchzeichen entstehen.
wenn man eine (kleine) Anzahl von Regeln beachtet, klappt eine Mischung durchaus:
1. analog-Loks dürfen NIEMALS auf dem digitalen Abschnitt auftauchen
2. das direkte Wechseln vom analogen in den digitalen Abschnitt sollte selten sein (also nimmt man Trennstellen, die eh nur sporadisch überfahren werden, die zwischen analogen Stromkreisen gehören ja idr. dazu).

typische Anwendungsfälle:
a) Nebenbahn - die Hauptstrecke bleibt analog, auf einer rangierlastigen Nebenbahn aber wird digital gefahren. Hierbei gibt es dann ein Übergabegleis, dass zwischen beiden Systemen umgeschaltet werden kann. Nur die Nebenbahnloks haben Decoder.
b) Systemwechselbahnhof oder Grenzbahnhof - ähnliche Situation, allerdings dient womöglich der gesamte Bahnhof für die Übergabe. In diesem fahren jedoch nur Dieselloks (mit Decoder!) beider Systeme, die Elloks eines der beiden Systeme bleiben analog. Die Evolution zur kompletten Digitalisierung sind hier dann sozusagen "Loks mit zulassung für beide Länder" :)
c) Rangieren im Bahnhof - der Bahnhof selbst ist eigentlich digital, jedoch kann jedes der Durchfahrtsgleise einzeln analog umgeschaltet werden, damit die analogen Züge durchfahren. Die Rangierloks sind digital. Immer mehr Loks dürfen dann auch rangieren...


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